Friday, 1. July 2016
F. William Engdahl

F. William Engdahl




Nach erfolgreichem Abschluss seines Studiums der Politikwissenschaft an der Universität Princeton (USA) und einem Aufbaustudium in Vergleichenden Wirtschaftswissenschaften an der Universität Stockholm war er als unabhängiger Ökonom und Forschungsjournalist zunächst in New York und später in Europa tätig.

Zu den Schwerpunkten seiner damaligen Tätigkeit gehörten die Energiepolitik in den USA und weltweit, die Handelsfragen der GATT/Uruguay-Runde, die EU-Nahrungsmittelpolitik, das Weltgetreidemonopol, die IWF-Politik, die Schuldenproblematik der Dritten Welt sowie Hedgefonds und die Asienkrise.

F. William Engdahl ist Autor des Bestsellers über Öl und Geopolitik Mit der Ölwaffe zur Weltmacht (Kopp Verlag, 2006), der auch auf Englisch, Chinesisch, Koreanisch, Türkisch, Kroatisch, Slowenisch und Arabisch erschienen ist. In seinem Buch Saat der Zerstörung: Die dunkle Seite der Gen-Manipulation (Kopp Verlag, 2006) dokumentiert er die Versuche, die weltweite Nahrungsmittelmenge und damit auch ganze Bevölkerungen zu kontrollieren. In Apokalypse jetzt! (Kopp Verlag, 2007) behandelt er den riesigen amerikanischen Militärkomplex und die Bedrohung des Weltfriedens. Engdahl erhielt 2007/2008 die Auszeichnung Project Censored Award.

Engdahl liefert regelmäßig Beiträge über wirtschaftliche und politische Entwicklungen für zahlreiche internationale Publikationen. Dazu gehören: Asia Times, FinancialSense.com, Asia Inc., GlobalResearch.com, Nihon Keizai Shimbun, Foresight Magazine, Grant’sInvestor.com (New York), European Bank und Business Banker International sowie Freitag und ZeitFragen in Deutschland und Globus in Kroatien. Er war Interviewpartner zahlreicher internationaler TV- und Radiostationen, darunter Al Dschasira, CCTV und Sina.com (China), Korea Broadcasting System (KBS) und der russischen Fernsehstation RTR. Außerdem ist Engdahl wissenschaftlicher Mitarbeiter bei Michel Chossudovskys angesehenem Centre for Research on Globalization (www.globalresearch.ca) und Gastprofessor an der Beijing University of Chemical Technology in China.

Engdahl ist darüber hinaus bei zahlreichen internationalen Konferenzen als Redner aufgetreten und hat dabei über geopolitische, wirtschaftliche und energiepolitische Fragen sowie über das aktuelle Thema GVO referiert. Dazu gehörten das Londoner Centre for Energy Policy Studies von Sheikh Zaki Jamani, das Global Investors’ Forum (GIF) im schweizerischen Montreux, die indonesische Bank Negara Indonesia, das Russische Institut für Strategische Studien in Moskau, das chinesische Ministerium für Wissenschaft und Technologie (MOST) sowie die Kroatische Handels- und Wirtschaftskammer.

William Engdahl, der gegenwärtig mit seiner Frau in Deutschland lebt, ist neben seiner Tätigkeit als Autor regelmäßiger Beiträge zu Fragen der internationalen Wirtschaft und Politik, Geopolitik, Nahrungsmittelsicherheit, Energie und internationalen Beziehungen auch als Wirtschaftsberater für europäische Großbanken und Privatinvestoren tätig. Eine Zusammenstellung seiner Beiträge ist im Internet einsehbar unter www.williamengdahl.com

Artikel von F. William Engdahl

GVO-Lobby erlebt Schwarzen Freitag in Russland

F. William Engdahl

Die Freunde gentechnisch veränderter Organismen (GVO) müssen derzeit reichlich schwere Niederlagen verdauen. Einst schien der Vormarsch von Monsanto, Bayer, Syngenta, Dow, DuPont und Konsorten unaufhaltbar. Doch das Projekt ist arg ins Trudeln geraten. Obwohl die westliche GVO-Lobby massiven Druck auf einzelne Duma-Abgeordnete und auf russische Forscher ausgeübt hat, beschloss das russische Parlament am 24. Juni ein vollständiges Verbot aller GVO-Nutzpflanzen und gentechnisch veränderten Tiere. Für die GVO-Lobby entwickelte sich der 24. Juni zu einem veritablen Schwarzen Freitag. Denn auch die EU-Staaten begehrten auf und sperrten sich zum dritten Mal dagegen, die Lizenz des Unkrautvernichters Glyphosat zu erneuern.

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Vatikan, Bilderberg und eine »Migrantenkrise«

F. William Engdahl

Dresden war dieses Jahr Tagungsort der Bilderberg-Gruppe. Die geheimnisumwobene Organisation versammelte sich dort vom 9. bis zum 12. Juni. Besonders interessant war dabei die Wortwahl der Tagesordnungspunkte (die offenbar nicht nach Bedeutsamkeit sortiert waren). Punkt drei trug laut der offiziellen Pressemitteilung den ungewöhnlichen Titel: »Europa: Migration, Wachstum, Reform, Vision, Einheit«. Interessant ist hier die Bezeichnung »Migration« für die Flüchtlingskrise, die im Frühjahr 2015 einsetzte, als die Türkei die Lager und Camps öffnete und den syrischen Kriegsflüchtlingen zeigte, in welche Richtung es zur EU geht.

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Russlands Schwachstelle – Betrachtungen zu Sankt Petersburg

F. William Engdahl

Vom 16. bis zum 18. Juni hatte ich dieses Jahr Gelegenheit, am jährlichen internationalen Wirtschaftsforum in Sankt Petersburg teilzunehmen. Seitdem es im Februar 2014 in der Ukraine mit Unterstützung der USA zum Staatsstreich kam, die NATO anschließend vorsätzlich die Lage eskalierte und Russland mit militärischen und wirtschaftlichen Sanktionen belegt wurde, war ich viele Male in Russland. Am Forum nahm ich dieses Jahr zum zweiten Mal als Mitglied einer Expertengruppe teil. Und ich hatte die seltene Gelegenheit, mit führenden Vertretern aller Bereiche der russischen Wirtschaft zu sprechen – mit CEOs aus dem Energiesektor, der russischen Eisenbahn und des russischen Stromversorgers bis hin zu Geschäftsleuten aus kleinen und mittelständischen Unternehmen und zahlreichen Ökonomen. Dabei ist mir bewusst geworden, wie heikel die Situation in Russland aktuell ist.

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Eurasische Steppe findet Anschluss an die Neue Seidenstraße

F. William Engdahl

Syrien, Ukraine, Venezuela, Nigeria … überall auf Welt werden momentan Menschen ermordet. Überall wird momentan viel Infrastruktur zerstört. Deshalb möchte ich heute zwei aktuelle Projekte vorstellen, die darauf abzielen, einer der am wenigsten entwickelten Regionen der Erde mit Hilfe von Infrastrukturmaßnahmen Wirtschaftswachstum und Wohlstand zu bringen. Die Rede ist von der eurasischen Steppe, der gewaltigen Landschaft zwischen Russland und China.

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Das Schweigen der Lämmer – Flüchtlinge, EU und Krieg um Syriens Energie

F. William Engdahl

In einer ohnehin schon ausgesprochen bizarren Situation zählt es zu den bizarrsten Phänomenen des vergangenen Jahres, dass kein führender EU-Politiker offen darüber sprechen mag, wo die wahren Gründe für die katastrophale gesellschaftliche Disruption liegen, die der Zustrom von über einer Million Kriegsflüchtlingen aus Syrien und anderen konfliktgeplagten Regionen des Nahen Ostens und Nordafrikas ausgelöst hat. Bei der EU wird geschwiegen, beziehungsweise man weigert sich, über die echten Ursachen und mögliche Lösungsansätze zu reden. Das hat dazu geführt, dass erfahrene Politiker, die es eigentlich viel besser wissen müssten, völlig absurde Aussagen von sich geben. Gleichzeitig befördert es Energiekriege in aller Welt. Eine gute Entwicklung sieht anders aus.

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Wegen der Sanktionen: Russland ist jetzt weltgrößter Getreideexporteur

F. William Engdahl

Russlands Volkswirtschaft sei viel zu stark von Energieexporten abhängig, heißt es bei westlichen Mainstream-Ökonomen immer wieder. Wenn es um andere Dinge als die simple Ausfuhr von Rohstoffen gehe, sei Russland schlicht nicht konkurrenzfähig. Aber während Öl- und Gasexporte weiterhin eine wichtige Einnahmequelle für den Staat darstellen, sind es beileibe nicht die einzigen. Nachdem die USA und die EU die Energiewirtschaft Russlands im Jahr 2014 mit Sanktionen belegten, ging der Kreml im August 2014 zum Gegenangriff über.

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China geht Cheneys japanischer Spinne ins Netz

F. William Engdahl

Auf dem jüngsten G7-Gipfel nutzte Japans Ministerpräsident Shinzo Abe den Umstand, dass sein Land Gastgeber dieses jährlichen Treffens der Industrienationen war, für eine provokante Resolution. Der Inhalt: China wurde dafür kritisiert, auf einer umstrittenen Inselgruppe im Ostchinesischen Meer präsent zu sein. In China spricht man von den Diaoyu-Inseln, in Japan von den Senkaku-Inseln. Die G7-Resolution ist Teil einer sorgfältig abgestimmten Eskalation der Spannungen. Dahinter stehen die USA und ihre asiatischen Verbündeten, stellvertretend angeführt von Abes Japan. Ziel ist die Volksrepublik China.

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Was die Medien im Zusammenhang mit der Affäre um den Film Vaxxed und Robert De Niro verschweigen

F. William Engdahl

Der frühere britische Gastroenterologe und Impfforscher Dr. Andrew Wakefield wurde völlig von den Vorwürfen entlastet, er habe zusammen mit dem weltweit renommierten Kinder-Gastroenterologen Prof. John Walker-Smith Testergebnisse manipuliert, die auf die Möglichkeit einer Verbindung zwischen dem verbreiteten MMR-Impfstoff und dem Auftreten von Autismus und anderen schwerwiegenden Symptomen hinwiesen. Der MMR-Impfstoff, ein Kombinationsimpfstoff gegen Masern, Mumps und Röteln wird Kindern in der Regel im Alter von einem Jahr verabreicht.

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Saudi-Arabien hat den »Erdölkrieg« verloren

F. William Engdahl

Armes Saudi-Arabien. Das Land hat es noch nicht begriffen, aber es hat seinen Erdölkrieg verloren. Der Krieg in seiner gegenwärtigen Phase begann im September 2014, als der im Sterben liegende damalige saudische König Abdullah und sein damaliger Erdölminister Ali Al-Naimi dem amerikanischen Außenminister John Kerry erklärten, sie stünden Washington liebend gern dabei zur Seite, die Welterdölpreise massiv einbrechen zu lassen. Es zeichnet sich rasch ab, dass das Hauptanliegen der Saudis darin bestand, die immer stärker werdende Konkurrenz auf den weltweiten Erdölmärkten auszuschalten, die die saudische Vormachtstellung gefährdete. Mit den sinkenden Erdölpreisen wollten sie so die amerikanische Ölschieferindustrie mit ihren hohen Förderkosten in den Ruin treiben. Demgegenüber verfolgten Kerry und Washington das vorrangige Ziel, Russland zusammen mit den verhängten Sanktionen schweren wirtschaftlichen Schaden zuzufügen, da die russischen Einnahmen aus dem Erdölgeschäft bei sinkenden Preisen massiv zurückgehen würden. Aber keiner der beiden »Verbündeten« erreichte sein Ziel.

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Washingtons Militärplaner sind jetzt völlig durchgeknallt

F. William Engdahl

Die westlichen Mainstreammedien wollen uns weismachen, der starke, böse russische Bär, mit Wladimir Putin an der Spitze, fuchtele wild mit seinen Pranken, in denen er eine Handvoll atomarer Sprengköpfe hält, und bedrohe den Westen auf kaum vorstellbare Art und Weise. Wir sollen überzeugt werden, dass Russland mit Schaum vor dem Mund ständig provoziert und droht, in die baltischen Staaten und dann vielleicht auch in ganz Westeuropa einzumarschieren. Und unter dem Eindruck dieser unmittelbaren Bedrohung hielten wir es dann auch für gerechtfertigt, wenn Washington, natürlich nur zum Schutz der amerikanischen Verbündeten in Europa vor einem russischen Überraschungsangriff, so behauptet zumindest die transatlantische Propaganda, Russland mit Raketenabwehrsystemen einkreist.

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