Sunday, 24. July 2016
F. William Engdahl

F. William Engdahl




Nach erfolgreichem Abschluss seines Studiums der Politikwissenschaft an der Universität Princeton (USA) und einem Aufbaustudium in Vergleichenden Wirtschaftswissenschaften an der Universität Stockholm war er als unabhängiger Ökonom und Forschungsjournalist zunächst in New York und später in Europa tätig.

Zu den Schwerpunkten seiner damaligen Tätigkeit gehörten die Energiepolitik in den USA und weltweit, die Handelsfragen der GATT/Uruguay-Runde, die EU-Nahrungsmittelpolitik, das Weltgetreidemonopol, die IWF-Politik, die Schuldenproblematik der Dritten Welt sowie Hedgefonds und die Asienkrise.

F. William Engdahl ist Autor des Bestsellers über Öl und Geopolitik Mit der Ölwaffe zur Weltmacht (Kopp Verlag, 2006), der auch auf Englisch, Chinesisch, Koreanisch, Türkisch, Kroatisch, Slowenisch und Arabisch erschienen ist. In seinem Buch Saat der Zerstörung: Die dunkle Seite der Gen-Manipulation (Kopp Verlag, 2006) dokumentiert er die Versuche, die weltweite Nahrungsmittelmenge und damit auch ganze Bevölkerungen zu kontrollieren. In Apokalypse jetzt! (Kopp Verlag, 2007) behandelt er den riesigen amerikanischen Militärkomplex und die Bedrohung des Weltfriedens. Engdahl erhielt 2007/2008 die Auszeichnung Project Censored Award.

Engdahl liefert regelmäßig Beiträge über wirtschaftliche und politische Entwicklungen für zahlreiche internationale Publikationen. Dazu gehören: Asia Times, FinancialSense.com, Asia Inc., GlobalResearch.com, Nihon Keizai Shimbun, Foresight Magazine, Grant’sInvestor.com (New York), European Bank und Business Banker International sowie Freitag und ZeitFragen in Deutschland und Globus in Kroatien. Er war Interviewpartner zahlreicher internationaler TV- und Radiostationen, darunter Al Dschasira, CCTV und Sina.com (China), Korea Broadcasting System (KBS) und der russischen Fernsehstation RTR. Außerdem ist Engdahl wissenschaftlicher Mitarbeiter bei Michel Chossudovskys angesehenem Centre for Research on Globalization (www.globalresearch.ca) und Gastprofessor an der Beijing University of Chemical Technology in China.

Engdahl ist darüber hinaus bei zahlreichen internationalen Konferenzen als Redner aufgetreten und hat dabei über geopolitische, wirtschaftliche und energiepolitische Fragen sowie über das aktuelle Thema GVO referiert. Dazu gehörten das Londoner Centre for Energy Policy Studies von Sheikh Zaki Jamani, das Global Investors’ Forum (GIF) im schweizerischen Montreux, die indonesische Bank Negara Indonesia, das Russische Institut für Strategische Studien in Moskau, das chinesische Ministerium für Wissenschaft und Technologie (MOST) sowie die Kroatische Handels- und Wirtschaftskammer.

William Engdahl, der gegenwärtig mit seiner Frau in Deutschland lebt, ist neben seiner Tätigkeit als Autor regelmäßiger Beiträge zu Fragen der internationalen Wirtschaft und Politik, Geopolitik, Nahrungsmittelsicherheit, Energie und internationalen Beziehungen auch als Wirtschaftsberater für europäische Großbanken und Privatinvestoren tätig. Eine Zusammenstellung seiner Beiträge ist im Internet einsehbar unter www.williamengdahl.com

Artikel von F. William Engdahl

Warum China wegen ein paar Felsen im Meer in den Krieg ziehen würde

F. William Engdahl

Wahrnehmung hat jeder seine eigene, aber sie wird oft für unumstößlich gehalten. Das trifft auch bei der Art und Weise zu, wie die Welt Chinas Anspruch auf einige unbewohnte Inselchen im Südchinesischen Meer und anderswo wahrnimmt. Im Westen herrscht die Einschätzung vor, dass Peking hysterisch geworden ist, dass es sich wie besessen aufführt – kurzum, dass die Chinesen ein wenig durchdrehen, was ihren Anspruch anbelangt. Das Ständige Schiedsgericht in Den Haag hat kürzlich Chinas Ansprüche auf diverse Inseln und Felsen innerhalb der sogenannten »Neun-Striche-Linie« zwischen der chinesischen Küste und den Philippinen zurückgewiesen.

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Nobelpreis schützt vor Blödheit nicht

F. William Engdahl

107 Nobelpreisträger haben einem Bericht der Washington Post zufolge gerade unter Beweis gestellt, dass auch so ein renommierter Preis nicht vor Blödheit schützt. Sie waren so dumm, einen offenen Brief zu unterschreiben, in dem Greenpeace aufgefordert wird, sich nicht länger gegen genetisch veränderte Organismen (GVO) zu sperren. In dem Aufruf heißt es, Greenpeace solle seinen Widerstand gegen »Goldenen Reis« aufgeben, eine genetisch manipulierte Reissorte, die angeblich den Vitamin-A-Mangel bei Neugeborenen in den Entwicklungsländern reduzieren kann.

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Russland, Türkei, Israel und ein neues Machtgleichgewicht

F. William Engdahl

Es hieß einmal, die Natur verabscheue das Vakuum. Für die Geopolitik gilt das tatsächlich. Die Mehrheit der britischen Bürger hat dafür gestimmt, das dysfunktionale Konstrukt namens Europäische »Union« zu verlassen. Das ist ein Symptom für etwas viel Tieferreichendes, etwas Tektonisches. Ein großer Damm ist gebrochen, jetzt verändern die herausbrechenden Fluten die Welt. Der Damm war die vermeintliche Unbesiegbarkeit Washingtons und der Vereinigten Staaten als einziger globaler Supermacht, des Welt-Hegemons, der verzweifelt versucht, sich gegen den Strom zu stellen. Entstanden ist das Vakuum durch den rasanten Abstieg der USA als Weltmacht und es sorgt rund um den Globus für Reaktionen. Die vielleicht überraschendste ist die scheinbare Annäherung von Wladimir Putin, Bibi Netanjahu und ausgerechnet Recep Tayyip Erdoğan.

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Studie: Glyphosat schädigt die Gebärmutter

F. William Engdahl

Wo liegen die Risiken genetisch veränderter Organismen (GVO) und den mit ihnen genutzten chemischen Pflanzenschutzmitteln wie Monsantos Roundup, das Glyphosat enthält? Wer dieser Frage nachgehen will, hat einige Schwierigkeiten zu überwinden, denn die GVO-Chemiekonzerne machen es ernsthaften und unvoreingenommenen Wissenschaftlern praktisch unmöglich, eventuelle Gefahrenquellen aufzudecken.

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GVO-Lobby erlebt Schwarzen Freitag in Russland

F. William Engdahl

Die Freunde gentechnisch veränderter Organismen (GVO) müssen derzeit reichlich schwere Niederlagen verdauen. Einst schien der Vormarsch von Monsanto, Bayer, Syngenta, Dow, DuPont und Konsorten unaufhaltbar. Doch das Projekt ist arg ins Trudeln geraten. Obwohl die westliche GVO-Lobby massiven Druck auf einzelne Duma-Abgeordnete und auf russische Forscher ausgeübt hat, beschloss das russische Parlament am 24. Juni ein vollständiges Verbot aller GVO-Nutzpflanzen und gentechnisch veränderten Tiere. Für die GVO-Lobby entwickelte sich der 24. Juni zu einem veritablen Schwarzen Freitag. Denn auch die EU-Staaten begehrten auf und sperrten sich zum dritten Mal dagegen, die Lizenz des Unkrautvernichters Glyphosat zu erneuern.

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Vatikan, Bilderberg und eine »Migrantenkrise«

F. William Engdahl

Dresden war dieses Jahr Tagungsort der Bilderberg-Gruppe. Die geheimnisumwobene Organisation versammelte sich dort vom 9. bis zum 12. Juni. Besonders interessant war dabei die Wortwahl der Tagesordnungspunkte (die offenbar nicht nach Bedeutsamkeit sortiert waren). Punkt drei trug laut der offiziellen Pressemitteilung den ungewöhnlichen Titel: »Europa: Migration, Wachstum, Reform, Vision, Einheit«. Interessant ist hier die Bezeichnung »Migration« für die Flüchtlingskrise, die im Frühjahr 2015 einsetzte, als die Türkei die Lager und Camps öffnete und den syrischen Kriegsflüchtlingen zeigte, in welche Richtung es zur EU geht.

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Russlands Schwachstelle – Betrachtungen zu Sankt Petersburg

F. William Engdahl

Vom 16. bis zum 18. Juni hatte ich dieses Jahr Gelegenheit, am jährlichen internationalen Wirtschaftsforum in Sankt Petersburg teilzunehmen. Seitdem es im Februar 2014 in der Ukraine mit Unterstützung der USA zum Staatsstreich kam, die NATO anschließend vorsätzlich die Lage eskalierte und Russland mit militärischen und wirtschaftlichen Sanktionen belegt wurde, war ich viele Male in Russland. Am Forum nahm ich dieses Jahr zum zweiten Mal als Mitglied einer Expertengruppe teil. Und ich hatte die seltene Gelegenheit, mit führenden Vertretern aller Bereiche der russischen Wirtschaft zu sprechen – mit CEOs aus dem Energiesektor, der russischen Eisenbahn und des russischen Stromversorgers bis hin zu Geschäftsleuten aus kleinen und mittelständischen Unternehmen und zahlreichen Ökonomen. Dabei ist mir bewusst geworden, wie heikel die Situation in Russland aktuell ist.

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Eurasische Steppe findet Anschluss an die Neue Seidenstraße

F. William Engdahl

Syrien, Ukraine, Venezuela, Nigeria … überall auf Welt werden momentan Menschen ermordet. Überall wird momentan viel Infrastruktur zerstört. Deshalb möchte ich heute zwei aktuelle Projekte vorstellen, die darauf abzielen, einer der am wenigsten entwickelten Regionen der Erde mit Hilfe von Infrastrukturmaßnahmen Wirtschaftswachstum und Wohlstand zu bringen. Die Rede ist von der eurasischen Steppe, der gewaltigen Landschaft zwischen Russland und China.

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Das Schweigen der Lämmer – Flüchtlinge, EU und Krieg um Syriens Energie

F. William Engdahl

In einer ohnehin schon ausgesprochen bizarren Situation zählt es zu den bizarrsten Phänomenen des vergangenen Jahres, dass kein führender EU-Politiker offen darüber sprechen mag, wo die wahren Gründe für die katastrophale gesellschaftliche Disruption liegen, die der Zustrom von über einer Million Kriegsflüchtlingen aus Syrien und anderen konfliktgeplagten Regionen des Nahen Ostens und Nordafrikas ausgelöst hat. Bei der EU wird geschwiegen, beziehungsweise man weigert sich, über die echten Ursachen und mögliche Lösungsansätze zu reden. Das hat dazu geführt, dass erfahrene Politiker, die es eigentlich viel besser wissen müssten, völlig absurde Aussagen von sich geben. Gleichzeitig befördert es Energiekriege in aller Welt. Eine gute Entwicklung sieht anders aus.

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Wegen der Sanktionen: Russland ist jetzt weltgrößter Getreideexporteur

F. William Engdahl

Russlands Volkswirtschaft sei viel zu stark von Energieexporten abhängig, heißt es bei westlichen Mainstream-Ökonomen immer wieder. Wenn es um andere Dinge als die simple Ausfuhr von Rohstoffen gehe, sei Russland schlicht nicht konkurrenzfähig. Aber während Öl- und Gasexporte weiterhin eine wichtige Einnahmequelle für den Staat darstellen, sind es beileibe nicht die einzigen. Nachdem die USA und die EU die Energiewirtschaft Russlands im Jahr 2014 mit Sanktionen belegten, ging der Kreml im August 2014 zum Gegenangriff über.

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