Sunday, 26. June 2016
01.09.2010
 
 

Gardasil – jede Impfung zuviel?

Andreas von Rétyi

Wenn in den vergangenen Monaten von Impfung die Rede war, dann ging es dabei fast immer um jene bekanntlich höchst notwendigen Vorbeugemaßnahmen gegen die sich rasend schnell ausbreitende Schweinegrippe-Pandemie. Von einer anderen bedeutsamen Impf-Aktion war hingegen weitaus seltener zu hören: der Immunisierung gegen HP-Viren. Nein, nicht Computerviren auf der eigenen Homepage, sondern sexuell übertragbare Human-Papilloma-Viren, die vor allem verdächtigt werden, bei Frauen später Gebärmutterhalskrebs auszulösen. Ein sehr verbreiteter Impfstoff ist Gardasil. In England darf er jungen Mädchen zwischen 12 und 18 Jahren von Ärzten und Krankenschwestern neuerdings sogar ohne jede elterliche Genehmigung verabreicht werden. Auch hierzulande ist er zugelassen. Und das, obwohl wiederholt schwere Nebenwirkungen und zeitnah zur Impfung sogar Todesfälle berichtet wurden.

Alles spricht für einen handfesten Skandal, doch die Regierungen lassen munter weiter impfen, sogar ohne elterliche Genehmigung. Das Präparat Gardasil sei unbedenklich, der Nutzen hoch – immerhin gehe es um Krebsprävention. Eine wichtige, ja lebenswichtige Angelegenheit also. Tatsächlich kann es dabei um Leben und Tod gehen, nur ganz anders als man vermuten würde. Denn, wenn der Tod mit der Spritze kommt, dürfte die offizielle Argumentation schnell mehr als nur bedenklich werden! Derzeit aber sieht es nicht danach aus, als würde sich irgendwer drum scheren, dass Heranwachsende, die mit Gardasil geimpft wurden, innerhalb kurzer Zeit mit schweren Nebenwirkungen zu kämpfen hatten und dass sogar Todesfälle zu beklagen sind, die in einem engen zeitlichen Kontext mit dem Präparat stehen! Stattdessen bemühen sich Industrie und Regierungen »redlich« darum, den Impfstoff zu bewerben und lassen sich ständig neue Tricks einfallen, um ihn an die junge Frau und – seit kurzem – sogar auch an den jungen Mann zu bringen.

Laut Herstellerangaben müssen die Mittel noch vor der Infektion verabreicht werden, nur dann seien sie auch wirksam. Sie richten sich gegen einige von zahlreichen humanen Papillomaviren (HPV), die durch sexuelle Kontakte übertragen werden und Genitalwarzen sowie später bei Frauen Gebärmutterhalskrebs (Zervix-Karzinom) verursachen sollen. Immerhin infizieren sich sieben von zehn Frauen irgendwann mit jenen Viren, wobei eine unbehandelte Heilung bei rund 90 Prozent der Betroffenen eintritt.

Zwar wurde die Wirksamkeit von Gardasil in mehreren placebokontrollierten, randomisierten und doppelblinden Studien erforscht, doch bei aller Wissenschaft bleiben einige wesentliche Aspekte auf der Strecke. Im Zeitraum der Überprüfung ereignete sich weder in der Impf- noch in der unbehandelten Kontrollgruppe ein Fall von Zervix-Karzinom, also konnte die Wirksamkeit überhaupt nicht nachgewiesen werden. Außerdem ließ sich ganz grundsätzlich kein Zusammenhang zwischen HPV und Zervix-Karzinom belegen! Von den infizierten Frauen erkranken prozentual gesehen nur sehr wenige an dieser Krebsform.

Ein nicht nur im Fall von Gardasil erschreckender Aspekt betrifft die mangelnde Kenntnislage hinsichtlich seltener, möglicherweise aber durchaus schwerer Nebenwirkungen. Bei lediglich 20 000 Probanden lässt sich keine Aussage hinsichtlich solcher Schädigungen treffen, die eben seltener als 1 : 20 000 auftreten. Bedenklich scheint auch die Geheimhaltung eines Teils der Zulassungsstudien zu Gardasil. Insgesamt kommen Kritiker somit zu dem Schluss, dass absolut nichts den Einsatz dieses Impfstoffes rechtfertigt. Im Gegenteil, die Risiken werden hier weit höher eingestuft als jeglicher Nutzen. Ähnlich wie bei einer bereits im Jahr 1976 durchgeführten US-Massenimpfung gegen Schweinegrippe wird nun auch bei der HPV-Impfung unter anderem von einer zeitnahen Erkrankung am Guillain-Barré-Syndrom (Radikuloneuritis) gesprochen, einer schmerzhaften und gefährlichen Nervenentzündung in verschiedenen Formen bis hin zu bösartigem Verlauf mit Lähmungen.

Wer einmal in der scheinbar allwissenden Internet-Enzyklopädie Wikipedia nachliest, findet dort schnell »Aufklärung« und wird erst einmal ganz linientreu in Panik versetzt, um anschließend sofort wieder beruhigt zu werden. Da ist nämlich zunächst ohne große Umschweife die Rede davon, die Hochrisiko-HPV-Typen seien weltweit »für etwa 70 Prozent aller Zervixkarzinome« verantwortlich. Dann aber der erleichternde Satz: »HPV-Impfstoffe sind nach gegenwärtigem Wissensstand gut verträglich und sicher«.

Wirklich? Immer wieder berichten die jungen Opfer jener verbreiteten Aktion, unmittelbar nach der Impfung oder zumindest bald darauf deutliche Nebenwirkungen entwickelt zu haben. Die Palette ist wahrhaft groß: Sie reicht von Kopfschmerzen, Bluthochdruck und Gelenkschmerzen über Muskelzucken, Übelkeit und Schwindel bis hin zu Atemnot und Bewusstlosigkeit. Jugendliche und ihre Eltern beschreiben in diversen Foren mehr als beängstigende Erfahrungen. Sogar Todesfälle werden im Zusammenhang mit dem Präparat genannt und auch in Instituts-Datenbanken gelistet. So nimmt das deutsche Paul-Ehrlich-Institut ebenfalls Verdachtsfälle auf und speichert sie in einer eigenen Datenbank. Doch die Propaganda fürs Impfen geht weiter.

Die 13-jährige Hollie Anderson aus London war im Jahr 2006 das erste in England gegen HPV geimpfte Mädchen. Darüber wurde stolz in den Medien berichtet. Im Mai 2010 ließ sich der britische Gesundheitsdienst (National Health Services, NHS) einen ganz besonderen Kunstkniff einfallen, um weibliche Teenager »an die Nadel« zu bekommen – jedem Mädchen im Alter zwischen 16 und 18 Jahren wurde ein Einkaufsgutschein im Wert von 50 US-Dollar versprochen! So einfach funktioniert das, finanziert mit Steuergeldern. Aber nicht zu vergessen: Es ging schließlich um Prävention bei der Jugend! »Mittels Bestechung hin zur Bestechung« wäre da wohl kein unangebrachtes Motto!

Die Industrie darf sich freuen: Pro Person kommt die Impfung immerhin auf 624 Euro! Politik und Hersteller waren sich in der Sache schnell einig. Und schon länger gibt es eine neue Zielgruppe, denn auch Jungen sollen sich der Impfung unterziehen. Denn auch sie sind vor HPV und diversen Begleiterscheinungen nicht gefeit. Laut Forschungen am US-amerikanischen Moffitt Cancer Center beugt die Impfung auch bei männlichen Jugendlichen zudem gegen einige später vereinzelt auftretende Krebsformen vor. Die US-Arzneimittelbehörde FDA gab dann im Herbst 2009 grünes Licht für die Impfung von Kindern und jungen Männern im Alter zwischen 9 und 26 Jahren.

In Deutschland wurde Gardasil von der »Ständigen Impfkommission« (kurz: STIKO) im März 2007 zugelassen, was damals sogar in den etablierten Medien für einige Kritik sorgte. Die Studien zur »Wirksamkeit« lagen noch nicht einmal vor, man wusste insgesamt so gut wie nichts. Doch die 12- bis 17-jährigen Mädchen sollten dringend vor einer Ansteckung geschützt werden. Jeder Jahrgang entspricht dabei Kosten von einer halben Milliarde Euro. Die Aktion versprach der Industrie also einen durchaus passablen Profit.

Abgesehen von der Gefahr teils sogar tödlicher Nebenwirkungen sehen Kritiker auch weitere schwerwiegende Probleme mit der HPV-Impfung. Die Teenager könnten recht häufig dem Trugschluss völliger Sicherheit erliegen, mit der Folge, sich bei sexuellen Kontakten deutlich nachlässiger hinsichtlich anderer Schutzmaßnahmen zu verhalten und zudem auch nicht mehr zu Vorsorge-Untersuchungen zu gehen.

Ähnliche Bedenken äußern jetzt auch Eltern und Familienrechtler in Großbritannien, nachdem nun keinerlei elterliche Einwilligung mehr zur Impfung erforderlich ist. Norman Wells vom britischen Family Education Trust hat dafür deutliche Worte: »Den Mädchen diese Impfung ohne Einverständnis der Eltern zu verabreichen, ist unethisch und ein Katastrophen-Rezept!« Vor allem scheint wieder einmal das Impfrisiko weitaus höher zu sein als die angeblich bekämpfte Gefahr selbst. Soweit nicht definitiv nachgewiesen werden kann, dass keine der kurz nach der Impfung aufgetretenen Erkrankungen in einem kausalen Zusammenhang mit dem Präparat steht, lässt sich eben auch nicht von »Unbedenklichkeit« und »Sicherheit« sprechen. Aber genau das geschieht immer wieder, bei Gardasil genau wie bei vielen anderen Segensbringern der mordenden, pardon, der modernen Chemieindustrie.

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