Freitag, 9. Dezember 2016
22.06.2011
 
 

Nuklearer Terroranschlag am 26. Juni in Berlin?

Andreas von Rétyi

Nun sind es nur noch wenige Tage bis zur Fußball-WM der Frauen in Berlin. Am kommenden Sonntag findet das Eröffnungsspiel statt. Doch seit einiger Zeit scheint diese Veranstaltung von mehr als düsteren Vorzeichen überschattet. Im Internet kursieren bereits seit Wochen zahlreiche Informationen zu einem angeblich bevorstehenden Großanschlag auf das Stadion. Wird es ein zweites 9/11 geben, diesmal in Deutschland, und wird die Attacke sogar noch entsetzlicher als die Katastrophe vor zehn Jahren? Die Rede ist von einem Nuklearanschlag.

Die Zeit wird knapp – mittlerweile kann sie schon in Stunden gezählt werden, bis möglicherweise eine unvergleichliche Katastrophe über unser Land hereinbricht. Zumindest, wenn man den Berichten und Hinweisen glauben will, die weithin im Internet anzutreffen sind. Sie berufen sich auf verborgene Hinweise auf einen nuklearen (!) Anschlag zum Eröffnungsspiel der Frauen-WM in Berlin, am 26. Juni gegen 19.00 Uhr. Sogar Juristen sind auf die Situation aufmerksam geworden, haben die umfangreichen Informationen gesichtet und sich zur Abwehr eines möglichen Desasters an führende Politiker und das Bundeskriminalamt gewandt. Einiges erinnert an jene Entwicklung, wie sie letztlich vor knapp zehn Jahren zur großen amerikanischen Katastrophe in Manhattan und Washington führte. Vor allem das Vorfeld, die lange vor den Attacken zu findenden Hinweise und Andeutungen jener Tage scheinen in anderer Form wieder lebendig zu werden.

Die gegenwärtig zirkulierenden Informationen stammen aus den unterschiedlichsten Quellen und

sind meist von verdecktem Charakter. Niemand würde ohne weiteres auf sie aufmerksam werden, selbst bei gezielter Suche alles andere als eine Kleinigkeit. Hier ist von riesigen Datenmengen die Rede. Von daher wird auch vermutet, dass die Informationen von Personen mit entsprechendem Hintergrundwissen in Umlauf gebracht wurden. Dabei dreht sich vieles vor allem um die anonym erstellte Doku Mega Ritual 2011, in Anlehnung und mit Bezug auf »Mega-Ritual 9/11«. Jene nun auf YouTube zu findende Darstellung zur aktuellen Lage greift auf verschiedene, meist kurze Sequenzen aus Zeichentrick- und Spielfilmen zurück, um anhand dort gezeigter Szenen und Details aufzuzeigen, dass sowohl 9/11 als auch nunmehr ein katastrophaler Anschlag in Berlin durch zahlreiche versteckte Hinweise angekündigt wurden. Hier nur einige Beispiele: Im Spielfilm Terminator 2 wird eine T-förmige, zweigeteilte Brücke eingeblendet, auf der deutlich zu lesen ist »Caution 9 – 11«, was sich natürlich auf deren Höhe bezieht, neun Fuß, elf Zoll, rückblickend allerdings tatsächlich einer gespenstischen Vorausschau gleicht. Bei einer Verfolgungsjagd prallt ein Lastzug an das Bauwerk und detoniert in einer gewaltigen Explosion. Eine Szene voller Symbolträchtigkeit, die klar auf 9/11 hinzudeuten scheint – allerdings viele Jahre zuvor, nämlich im Jahr 1991.

 

Im Zusammenhang mit 9/11 wird einerseits auch darauf hingewiesen, dass 911 die Notruf-Nummer der USA sei, was andererseits natürlich wieder entsprechende Anspielungen in Katastrophenfilmen nahelegt. Mit anderen Worten: Genau diese Tatsache, dass 911 eben auch der »emergency call« ist, kann Jahre vor dem 11. September 2001 wiederholt und unrelativiert zur Verwendung dieser Ziffernfolge geführt haben – im Grunde also auch ohne Vorauswissen, Beteiligung oder versteckte Hinweise durch eine perfide Macht-Elite, an deren Existenz wir allerdings bestimmt kaum zweifeln müssen. Nur stellen sich die Dinge eben nicht immer so klar da, wie manche es gerne mögen. Und daher gestalten sich auch die Recherchen zu faktischen Hintergründen, zu tatsächlichem Vorauswissen und zu Belegen nicht zuletzt hinsichtlich des 9/11-Inside-Jobs als durchaus äußerst schwierig.

Immerhin aber liegen mittlerweile nicht nur Indizien vor, sondern auch bemerkenswerte Fakten, anhand derer Experten bereits nachweisen konnten, dass die offizielle Darstellung der katastrophalen Vorfälle in New York und Washington keineswegs zutreffen kann. Genau deshalb scheint es auch unverständlich und mehr als bemerkenswert, dass WikiLeaks-Gründer Julian Assange die Ereignisse von 9/11 als eine »falsche Verschwörung« bezeichnete, die von den wahren Verschwörungen, wie es sie tatsächlich gebe, lediglich ablenke. Und dies ärgere ihn. Unfassbar angesichts der geradezu erdrückenden Erkenntnisse aller ernst zu nehmenden Skeptiker der offiziellen 9/11-Variante. Doch jedem sollte das Recht auf eine eigene Meinung zustehen, natürlich auch Assange.

Gerade angesichts der perfiden und fraglos sehr mächtigen »Gegnerschaft« muss man ohnehin von allen möglichen Versuchen ausgehen, das sogenannte Lager der Verschwörungstheoretiker unglaubwürdig und lächerlich erscheinen zu lassen. Davon später mehr. Ungeachtet dessen erscheint die Dokumentation Mega Ritual 2011 zunächst beeindruckend. Hier wird auch ein Ausschnitt aus dem Streifen Super Mario bros. wiederholt, in dem das World Trade Center zusammenstürzt. Die, wenn auch eher cartoonhaft umgesetzte Szene, erinnert ganz unmittelbar an die bittere Realität. Der Film aber kam bereits am 28. Mai 1993 in die Kinos!

Anders als das gleichnamige PC-Spiel blieb der Erfolg des 42 Millionen Dollar teuren Streifens weit hinter den Erwartungen zurück, die Produktion spielte nur die Hälfte der Kosten ein. Wer wollte hier aber schon 1993 Informationen über ein Ereignis kennen und vermitteln, das acht Jahre später die ganze Welt erschüttern sollte? Geheime Machtgruppen könnten vielleicht einen diabolischen Reiz dabei verspüren, ihre Botschaften unter anderem in Spielfilmen verdeckt an die Öffentlichkeit zu bringen. Tatsächlich sind viele Hollywood-Produktionen mit Symbolik geradezu beladen. Hintergründiges, Abgründiges, aber auch Mystisches und Okkultes stehen hier auf der Tagesordnung. Doch wären interessierte Machtgruppen nicht auch in der Lage gewesen, den bewussten Film zum absoluten Renner zu machen?

Wer ahnte aber das tatsächliche Ereignis zu einem so frühen Zeitpunkt? Wenn überhaupt ein echter Zusammenhang besteht, dann gibt es darauf derzeit offenbar keine belegbare Antwort. Allerdings sollte wohl auch bedacht werden, dass 1993 ebenfalls bereits ein Anschlag auf das WTC erfolgt war, genauer gesagt: am 26. Februar jenes Jahres. Prinzipiell könnte dies sogar das Filmprojekt noch in der Abschlussphase beeinflusst haben. Andernfalls wäre die Parallele wirklich erstaunlich. Klar ist aber auch, dass einzigartige Monumente, zu denen das WTC sicher unfraglich zählte – vor allem auch hinsichtlich seines besonderen Symbolcharakters – gewiss immer dazu angetan sind, des Sensationseffektes wegen der weitgehenden Zerstörung anheim zu fallen, in Spielfilmen und manchmal auch in der realen Welt.

Spätestens seit 1993 war auch der Öffentlichkeit klar, dass das World Trade Center im Visier bestialischer Angreifer steht, die vor nichts zurückschrecken. Die Frage, wer diese Angreifer wirklich waren, steht dabei auf einem ganz anderen Blatt. Wesentlich ist zunächst nur die grundsätzliche Feststellung einer Gefährdung. Sehr bemerkenswert im Kontext mit 9/11 erscheint allerdings eine Szene innerhalb der weltbekannten Zeichentrickserie der Simpsons, die ebenfalls in der genannten Dokumentation eingeblendet wird. Immerhin, Simpson-Schöpfer ist Matt Groening, und der steht seit einiger Zeit in dem Ruf, Hochgradfreimaurer zu sein, obwohl offenbar noch kein hieb- und stichfester Beweis hierfür präsentiert wurde. Nun, in jener bewussten Szene hält Simpson-Tochter Lisa eine Broschüre in der Hand, auf der das World Trade Center abgebildet ist. Der Preis dieses Heftchens ist deutlich auf dem Cover zu sehen, neun US-Dollar. Was Lisa hier in der Hand hält, ist eigentlich ein Coupon für eine Reise nach New York. Unten rechts im Bild ist auch »Coupon« zu lesen – was einige eher als »Coup on« verstehen. Die Zwillingstürme und der Preis sind so angeordnet, dass hier eindeutig 9/11 zu lesen sind. Bruder Bart Simpson kommt daraufhin ins Bild und blättert den genannten Betrag hin, wobei er dann das kleine Notenbündel in der Mitte faltet. Auch interessant – ein Hinweis auf das Ergebnis beim speziellen Falten einer 20-Dollar-Note, bei dem plötzlich das Bild der brennenden Türme erscheint? Oder wieder nur Zufall? Dies dürfte buchstäblich im Auge des Betrachters liegen. Skeptiker werden zumindest feststellen, dass wiederum ein Spiel mit der Notrufnummer betrieben wurde und die Folge außerdem im Jahr 1997 erschienen ist. Nun, was sollte das erklären? Immerhin war das rund vier Jahre vor den realen Ereignissen! Entscheidend zum Jahr 1997 ist zu wissen, dass die für Katastrophen und Notstand zuständige US-Behörde FEMA, die Federal Emergency Management Agency, exakt im Jahr 1997 eine Broschüre herausgab, deren Titel Emergency Response To Terrorism lautete. Auf deren Cover zu sehen: das World Trade Center, wobei ein Fadenkreuz mitten auf den Nordturm gerichtet ist. Die Botschaft ist eindeutig. Und wer will, mag hier auch den entsprechenden Zusammenhang zu der erstaunlichen Simpsons-Folge sehen.

Nun, so geht es dann mit diversen Szenen und Argumenten weiter, mit Für und Wider. Mehrfach nimmt die YouTube-Doku auch Bezug auf eingeblendete Uhren in Filmen, sei es bei Matrix, sei es bei Godzilla, sei es wiederum bei den Simpsons. Nicht immer scheint die Logik klar und nachvollziehbar, teils wirkt sie regelrecht an den Haaren herbeigezogen. Manchmal, wie bei Godzilla, stimmt die Aussage auch nicht exakt. In diesem weiteren Uhrenbeispiel weist der eine Zeiger zwar auf die 9, der andere aber nicht genau auf die 11 – sollte ein ernsthafter Hinweis dann nicht doch ein wenig exakter sein? Allerdings gibt es massenweise Belege für ein tatsächliches Vorauswissen zum 11. September 2001, seien es Informationen von politischer Seite, von diversen zivilen Zeugen, aus der Finanzwelt oder aus geheimdienstlichen Quellen oder militärischen Übungen usw. Nicht zu vergessen zahlreiche erstaunliche Äußerungen von international bekannten Künstlern, oft aus dem Bereich zeitgenössischer Musik. Einiges davon lässt sich wohl mit herkömmlicher Argumentation nicht mehr erklären.

Doch jetzt, im Juni 2011 geht es nicht mehr vorrangig um 9/11, sondern um ein neues, offenbar bald bevorstehendes und noch gewaltigeres Katastrophenszenario: ein gigantischer Terroranschlag auf das Berliner Olympia-Stadion. Hier soll am 26. Juni 2011 das Eröffnungsspiel der Weltmeisterschaft im Frauenfußball stattfinden, von insgesamt 32 Spielen, die über neun Stadien verteilt in Deutschland geplant sind.

Bei dem Anschlag soll es, wie bereits erwähnt, sogar zum Einsatz von Nuklearwaffen kommen – mit einem neuerlichen Kontext zu islamistischen Terrornetzwerken, während der tatsächliche Verursacher genau wie bei 9/11 ein ganz anderer wäre. Denn genau wie vor zehn Jahren soll auch diesmal eine »False-Flag-Operation« durchgeführt werden, so heißt es. Ein Inside-Job also. Die Informationen zu diesem Anschlag sind natürlich nicht offizieller Natur, das würde allein schon der Charakter der verbreiteten Information sofort verbieten. Zu diesem erschreckenden Berlin-Szenario versucht die Internet-Doku unter anderem vor allem auch das Datum des Anschlags aus kryptischen Botschaften abzuleiten bzw. wiederum aus verschiedenen Filmsequenzen herauszuarbeiten, so auch aus einer Szene des Streifens Unknown Identity ­– Hol dir dein Leben zurück, in dem ein Taxi zu sehen ist, dass die Rufnummer 224 – 422 trägt. Hier greifen die Hersteller des YouTube-Videos nun auf die kabbalistische Lehre zurück und gelangen durch die Aufschlüsselung in 22+4 und 4+2 2 auf 26 und 6, 2. Die letzte Zwei interpretieren sie als 1+1 bzw. 11 und erhalten so das Datum 26.6.11. Entsprechende Hinweise finden sie auch in Notizen eines im Spielfilm eingeblendeten Büchleins, die auch auf dem Kinoplakat zu sehen sind. In einem Dialog heißt es dazu auch: »Sagen Ihnen die Zahlen etwas? – Das ist ein einfacher Code.« Auch die Uhrzeit 19.00 Uhr scheint in verschiedenen Filmsequenzen wiederholt signalisiert zu werden.

Bei Unknown Identiy findet sich auch die Zahl 112, das deutsche Analogon zur US-Notrufnummer 911. Manche Verknüpfung wirkt etwas gezwungen, anderes durchaus frappierend – so auch, dass der Umriss der gesamten Anlage des Berliner Olympia-Stadions auf dem Satellitenbild eine nicht zu übersehende Ähnlichkeit mit dem Berliner Fernsehturm besitzt. Und genau der ist auf dem Taxi zusammen mit der gespiegelten Telefonnummer als Emblem zu sehen. Oder ist es etwa gar nicht der Turm, sondern tatsächlich das Olympia-Stadion, das hier zusammen mit dem Datum 26.6. einerseits versteckt und andererseits doch ganz offen gezeigt wird? Bemerkenswert vielleicht auch, dass ein solches Emblem keinem Berliner bekannt zu sein scheint und wohl extra für den Film kreiert wurde, obwohl es für dessen Inhalt im Grunde nicht die geringste Rolle spielt. Und wie ist es um die Simpsons bestellt, wenn dort zunächst wieder eine Uhr ins Spiel kommt, deren Stundenzeiger auf die Zwei zeigt, während der Minutenzeiger auf die Sechs deutet? Vielleicht erst beim zweiten Hinsehen wird einem dann klar, dass diese Anordnung gar nicht möglich ist. Denn sobald der Minutenzeiger auf »6« ausgerichtet ist, also »halb«, muss der Stundenzeiger logischerweise zwischen zwei Zahlen bzw. Ziffern stehen. War es möglich, dass die Zeichner hier unabsichtlich einen derart groben Fehler begingen oder darf dies wiederum als versteckter Hinweis gelten? Schon im nächsten Bild ist nur noch die Sechs zu sehen, denn das Zifferblatt ist am Bildrand angeschnitten – und erneut stellt sich die alte Frage: Zufall oder Absicht? 2-6 im ersten Bild, 6 im zweiten, der 26.6. erscheint also auch hier. So geht es immer weiter. Auch eine von Angela Merkel, wie sie selbst eingesteht, oft und gerne verwandte Handhaltung – die Hände vor den Bauch gehalten, alle Fingerspitzen berühren sich, beide Daumen und Zeigefinger bilden zusammen einen nach vorne gerichteten, geschlossenen Ring – wird in der Doku mit einer entsprechenden Haltung an einer Simpson-Trickfigur verglichen und neben ein Plakat gestellt, auf dem die Kanzlerin noch ihre befürwortende Haltung zur Atompolitik zum Ausdruck bringt und dabei wieder mit den Händen vorm Bauch zu sehen ist. Nicht zuletzt kommt es in der Simpson-Stadt Springfield zu einer Panik, wobei diese Stadt gespiegelt und somit als symmetrische Anlage dargestellt wird, mit einer allerdings nur entfernten Ähnlichkeit zum Berliner Stadion. Die Uhr deutet wieder auf 7.00 p.m., also 19.00 Uhr hin. Kurz darauf wird auch der Grund der Panik deutlich, denn es kommt über der Stadt – dem Stadion? – zu einer nuklearen Detonation mit aufsteigendem Atompilz. Dann sind 17 grüne »Hulks« und ein Spiderman als Resultat der radioaktiven Strahlung in einem Stadion zu sehen, dem in der YouTube-Doku eine Ähnlichkeit mit dem Berliner Stadion zugeschrieben wird. Der Film setzt sich fort mit einer großen Zahl an Hinweisen, von denen zumindest einige erstaunlich scheinen. Andere scheinen dann doch eher an den Haaren herbeigezogen zu sein. So wird die Spiegelung des Schriftzugs TRON aus dem gleichnamigen Streifen ebenfalls als 26.6. gelesen, was auch bei gutem Willen nur mit Mühe gelingt. Selbst das helle Dreieck im Logo der WM mutiert hier zur Illuminatenpyramide. Wird jemand, der vor einer möglicherweise bevorstehenden, entsetzlichen Katastrophe zu warnen versucht, wirklich riskieren wollen, durch derartige Spielereien nicht mehr ernst genommen zu werden? Warum nicht in jedem zweiten Verkehrsschild und Warndreieck auch gleich ein Illuminatensymbol sehen? Bei aller Offenheit, aber irgendwo dürfte es dann wohl doch Grenzen geben. Die Macher des Videos schienen es auch mit einigen Informationen nicht allzu genau zu nehmen. So ist die Rede davon, dass die Olympischen Spiele der Antike nach dem ersten Vollmond nach der Sommersonnwende stattfanden. Am ersten Tag habe es Opferrituale gegeben. Soweit sicherlich korrekt. Allerdings heißt es dann: »Alle zehn Jahre kommt eine Sommersonnwende.« Wie ist dies zu verstehen? Wir leben doch nicht auf dem Jupiter! Wohl jedermann weiß, dass hier auf der Erde jedes Jahr eine Sommersonnwende stattfindet, auch bekannt als Sommer-Solstitium. Doch wird im Video nahe gelegt, dass jener Katastrophe von 9/11 nach nunmehr rund zehn Jahren, entsprechend der mutmaßlichen Abstände der Sonnwenden, ein neues Mega-Ritual stattfinden wird. Weiter heißt es, dass die Sonnwende am 21. Juni eintritt – was unzweifelhaft den Tatsachen entspricht. Was dann aber wiederum die Erklärung bedeuten soll, die Sonnwende werde allerdings um fünf Unglückstage verschoben, entzieht sich einer näheren Einsicht. Übrigens wird der erste Vollmond nach der Sonnwende auf Freitag, den 15. Juli fallen.

Ohne nun die Angelegenheit noch weiter vertiefen zu wollen, fragt man sich natürlich, ob die alarmierende Kernaussage einen Wahrheitsgehalt besitzt. Leider dürfte dies derzeit immer noch kaum jemand mit voller Sicherheit sagen können. Angesichts des Ausmaßes und des Ernstes eines solchen Anschlags sollten die zuständigen Sicherheitsbehörden gewiss jedem noch so geringen Verdacht und Hinweis nachgehen. Und derlei Hinweis gibt es nicht allein in dem Video, sondern ebenso auch andernorts. Einige Beobachter sehen in einem Werbe-Video der Firma Nike ebenfalls Andeutungen in die beschriebene Richtung, mit vermuteten Anspielungen auf das Attentat in München 1972 und unter anderem Bildern von Explosionen und weinenden Cartoon-Figuren. Schließlich gab es auch jenen berühmten Song des kanadischen Künstlers Leonard Cohen mit dem vielsagenden Titel First we take Manhattan, then we take Berlin von 1988, in dem es um einen lange Jahre ausharrenden Schläfer-Terroristen geht. Am 1. Juni übrigens erhielt Leonard Cohen den Prinz-von-Asturien-Preis für Literatur.

An dieser Stelle können nun nicht alle Verdachtsmomente und Aspekte aufgegriffen werden. Dies würde den Rahmen eines Übersichtsbeitrages komplett sprengen. Wer sich über die weiteren Einzelheiten und Argumente ausführlicher informieren will, findet sie mit nur einigen Klicks im Internet bereits vielfach gut dokumentiert. Hier soll es dann im Folgenden vor allem darum gehen, noch kurz eine vielleicht unterschätzte Möglichkeit wenigstens kurz ins Feld zu führen, die bei aller gebotenen Vorsicht nicht außer Acht gelassen werden sollte.

Immerhin ist die Öffentlichkeit jedenfalls mittlerweile so weit auf das potenzielle Szenario aufmerksam geworden, dass auch Juristen sich im Interesse der zu Recht sehr besorgten Bürger einsetzen, um vor allem Politiker und Behörden zu informieren, sodass alles daran gesetzt wird, einen solchen Anschlag zu vereiteln, sofern an den kursierenden Meldungen ein Fünkchen Wahrheit sein sollte. So zirkuliert seit dem 31. Mai 2011 eine Pressemitteilung des Essener Anwalts Torsten van Geest hinsichtlich eines Verfügungsantrags gegen Angela Merkel. Hier wird »Zur Verhinderung eines auf deutschem Boden, namentlich in Berlin, konkret im Olympia-Stadion am 26.06.2011 insbesondere gegen ca. 18.00 Uhr bis 19.00 Uhr drohenden nuklearen Terroranschlages ausländischer Geheimdienste unter sog. ›falscher Flagge‹ (›False flag operation‹)« unter anderem angeordnet, Angela Merkel gemäß ihrem Amtseid zu verurteilen, die Öffentlichkeit bis zum 26.6.2011 öffentlich auf die Gefahr staatsterroristischer Anschläge »unter falscher Flagge« hinzuweisen und gegenüber Angehörigen von Netzwerken wie der Bilderberger oder der Atlantik-Brücke unmissverständlich deutlich zu machen, »dass die mit dem Anschlag beabsichtigten kriegerischen Handlungen mit anderen für den Anschlag fälschlich verantwortlich gemachten Nationen oder religiösen sowie ethnischen Gruppen« wie auch »Einschränkungen der Freiheitsrechte von ihr als Kanzlerin der Bundesrepublik Deutschland nicht unterstützt werden«. Außerdem wendet sich van Geest in seiner Schrift an den Landesinnenminister des Landes Berlin, Dr. Ehrhart Körting, »unverzüglich ein streng geheimdienstunabhängig operierendes Sondereinsatzkommando der Polizei Berlin zu bilden«, um einen entsprechenden nuklearen oder auch konventionellen Terroranschlag auf deutschem Boden, speziell mit Blick auf die Frauenfußball-WM in Berlin am 26.6., zu erkennen und abzuwehren. Der Jurist fordert eine kontinuierliche Überwachung aller Gruppen, die für einen derartigen Anschlag verantwortlich zeichnen könnten. Er spricht dabei auch wörtlich von »Personen, die der Mitgliedschaft eines ausländischen Geheimdienstes, der NATO-Terrororganisation Gladio oder anderer staatsterroristischer unter anderem die gezielte Tötung von Zivilpersonen bestimmungsgemäß besorgender Organisationen und Netzwerke verdächtig sind«. Im Weiteren definiert er sämtliche Maßnahmen zur Verhinderung eines solchen Anschlags und fordert sinnvollerweise auch, sämtliche Übungen eines konventionellen oder nuklearen Terroranschlages am 26.06. für den kompletten Spieltag zu unterlassen – dies sicherlich auch in klarer Erinnerung an die verwirrende Situation, wie sie am 11. September 2001 durch zahlreiche groß angelegte Übungseinsätze entstand. Der Antrag van Geests wurde nach gegenwärtig vorliegender Information am 6. Juni zurückgewiesen.

Auch der Anwalt Dominik Storr wurde aktiv und wandte sich aufgrund zahlreicher Bürgeranfragen in einem Offenen Brief an BKA-Chef Ziercke, um einige Aussagen zu überprüfen und dabei unter anderem auch nachzuhaken, warum das Bundeskriminalamt eine seinerzeitige Sprengung des WTC nicht als reale Möglichkeit der Abläufe in Betracht ziehe. Er fragt auch, welche Faktenlage das BKA dazu führen, von einem islamistischen Anschlag am 11. September 2001 auszugehen und warum das BKA den »Staatsterrorismus« ausländischer Geheimdienste gänzlich ausklammere. In einem Spiegel-Artikel vom 17. Juni wird zwischenzeitlich berichtet, das BKA habe sich mit dem Internet-Videomaterial befasst und spreche davon, der Inhalt sei »gefährdungsirrelevant«.

Wie erwähnt, existierten und existieren einige bemerkenswerte Informationen, und angesichts der Tragweite sollten wirklich alle Eventualitäten berücksichtigt werden. Bemerkenswert ist nicht zuletzt, wie in der unüberschaubaren Zahl an Filmdokumenten teils nur wenige Sekunden lange Sequenzen ausfindig gemacht werden konnten. Dies konnte offenbar nur mit Unterstützung sehr gut informierter Kreise realisiert werden, und man fragt sich dabei, zu welchem Zweck dies geschah. Vor einigen Tagen schrieb mir mein Autorenkollege und Freund Armin Risi und äußerte einen Verdacht, der auch mir durchaus berechtigt erscheint. Dieser Verdacht drängte sich mir bereits in einigen anderen Fällen auf und betrifft das gesamte Feld der sogenannten »Verschwörungstheorien«. Die aktuelle False-Flag-Operation nämlich könnte möglicherweise ganz anderer Natur sein. Sie könnte ein weiterer gezielter Versuch sein, die »Verschwörungstheoretiker« kräftig auf die Nase fallen zu lassen. Wenn nun am 26. Juni 2011 das Eröffnungsspiel ganz erwartungsgemäß verläuft und es – hoffentlich! – nicht zu dem nun weithin publizierten Anschlagsszenario kommt, so würde in Zukunft niemand mehr wagen, an die Öffentlichkeit zu treten, wenn zu einem späteren Zeitpunkt ein authentischer Anschlag geplant ist und hierzu Informationen nach außen dringen. Dann könnte alles seinen Lauf nehmen, ohne dass zuvor irgendwo auch nur ein Sterbenswörtchen zu hören wäre, bei teils noch so klaren Hinweisen. Damit hätte man praktisch sogar zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen.

 

 


 

 

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