Mittwoch, 23. August 2017
21.11.2012
 
 

CDU-Geißler wirbt für die GEZ

Bernd Höcker

Als ich diese ganzseitige Anzeige Anfang Oktober im Stern entdeckte, dachte ich zuerst: »Da erübrigt sich ja wohl jeder Kommentar!« Mittlerweile gärt es aber in mir und ich möchte nun doch ein paar Anmerkungen dazu machen, weil man so etwas einfach nicht unkommentiert durchgehen lassen darf.

Hier zunächst noch mal der Text der Anzeige, die von den öffentlich-rechtlichen Sendern geschaltet wurde:

»Heiner Geißler zum öffentlich-rechtlichen Rundfunk: ›Wir brauchen Informationen auf Augenhöhe statt von oben nach unten.‹ Ihr Rundfunkbeitrag ist ein Beitrag zur Demokratie. Denn Informationen brauchen Chancengleichheit, damit Sie sich Ihre Meinung bilden können.«

Ich weiß nicht, ob es noch Menschen gibt, die sich beim Lesen dieser Anzeige nicht gründlich

veräppelt fühlen. Eine solche Tatsachenverdrehung erinnert stark an das Orwellsche Neusprech in »1984«, mit dem die Wahrheit auf den Kopf gestellt wird. Heiner Geißler tut sich das nun tatsächlich an, uns solche Dummsprüche mithilfe seiner Autorität unterzujubeln. Auch ARD und ZDF machen sich mit einer derartigen Propaganda meiner Meinung nach nur lächerlich und zeigen damit unabsichtlich, was man auch in Zukunft von ihnen zu erwarten hat: Tatsachenverdrehungen, Lügen und Dummgeschwätz.

 

 

Wer noch nicht ausreichend über den ab 1. Januar 2013 geltenden Rundfunkbeitragsstaatsvertrag aufgeklärt ist, kann sich hier informieren.

 

Ich möchte nun kurz begründen, warum ich so empfindlich auf diese Form der Werbung reagiere und greife dazu ein paar entscheidende Begriffe aus diesem Anzeigentext heraus.

 

Wie soll das z. B. gehen: »Informationen auf Augenhöhe«? Wer im Besitz von Informationen ist, ist denen immer überlegen, die diese Informationen nicht haben und kann somit bestimmen, was er dem Volke öffentlich macht und was nicht. Das liegt in der Natur der Sache. Wer Informationen hat, kann sie dem Unwissenden so zubereitet präsentieren, wie es ihm passt, und genau das ist auch die Arbeitsweise von ARD und ZDF. Es wird nach eigenem Gusto gewichtet, weggelassen und manipuliert. Und wenn der Bürger sich nicht auch anderswo (z.B. bei Kopp) informiert, glaubt er wahrscheinlich alles, was die Sender ihm vorgaukeln. »Information auf Augenhöhe« gibt es also nicht, genauso wenig, wie es »objektive Berichterstattung« gibt, weil jeder Mensch immer nur subjektiv die Welt wahrnimmt – selbst die Journalisten der Öffentlich-Rechtlichen.

 

Zitat: »Ihr Rundfunkbeitrag ist ein Beitrag zur Demokratie.« – Wie bitte? Tatsache ist, wir sollen künftig alle für die grenzenlose Gier der Nutznießer dieses Systems aufkommen, auch wenn wir weder Radio noch Fernseher haben. Das ist Raubrittertum und Feudalismus, aber keine Demokratie! Selbst Menschen, die gerade mal mit ihrer Arbeit so viel verdienen wie den Hartz-IV-Satz müssen den vollen Beitrag an die Anstalten bezahlen und haben dann in ihrem Budget kein Geld mehr für andere Medien. So können sie sich also nur über den Monopolrundfunk informieren und sind damit leicht manipulierbar. So stelle ich mir keine Demokratie vor!

 

Unser Rundfunksystem hat mittlerweile einen ausgeprägten Monopolcharakter.

 

Die Öffentlich-Rechtlichen haben von unseren Bundesverfassungsrichtern eine »Bestands- und Entwicklungsgarantie« erhalten und können sich damit in alle Richtungen ausbreiten wie Unkraut. Sie können auch nicht pleite gehen. Sie sind die einzigen am Medienmarkt, die mit garantierten, vielen Milliarden Euro Zuschüssen unterstützt werden. Von »Chancengleichheit«, wie im Anzeigentext behauptet, kann also überhaupt keine Rede sein!

 

In diesem Zusammenhang frage ich mich aber auch, wieso die privaten Medien, wie hier der Stern, solche Anzeigen drucken und Werbung für einen rücksichtslosen Konkurrenten machen, der ihnen auch die letzte Luft zum Atmen nimmt. Immerhin greift die ARD mit ihrer kostenlosen (rundfunkgebühren-finanzierten) »Tagesschau-App« immer weiter in die Pressefreiheit ein. Private Verlage können ihre kostenpflichtigen Apps nicht mehr am Markt durchsetzen. Die Vielfalt der Meinungen und Informationen wird so immer weiter eingeschränkt. Damit ist auch der letzte Halbsatz der Anzeige absurd: »damit Sie sich Ihre Meinung bilden können.«

 

Was denkt sich ein so genannter »Querdenker« wie Heiner Geißler eigentlich dabei, uns derartig für dumm zu verkaufen? Weiß er es nicht besser? Braucht er Geld? Wie viel Geld kassiert er für diesen Job? Oder, falls er kein Geld von den Anstalten bekommt – welche Vorteile gewähren ihm die Öffentlich-Rechtlichen für diesen Gefallen? Umsonst ist jedenfalls nichts und ihre Unschuld haben unsere Politiker für mich nicht zuletzt durch die ungerechte und medienpolitisch verheerende Rundfunkgesetzgebung schon lange verloren. Der neue Rundfunkbeitrag ist da nur noch die Krönung von schlechter Politik, die jetzt auch noch mit Neusprech-Rhetorik beworben wird. Wir als Volk müssen uns endlich wehren und nicht länger alles brav damit abtun, dass es ja in Deutschland immerhin noch nicht so schlimm läuft, wie in vielen anderen Ländern anderswo auf der Welt. Wenn wir nichts tun, haben wir bald eine Diktatur. Demokratie ist kein Geschenk, sondern muss von den Bürgern aktiv, und täglich aufs Neue, verteidigt werden!

 

Ach ja! Wer bezahlt denn nun diese ganzseitige Farbanzeige im Stern? Ich will es Ihnen sagen: Wahrscheinlich Sie! Nämlich dann, wenn Sie Rundfunkgebühren zahlen.

 

 

 

 


 

 

 

 

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