Wednesday, 27. July 2016
15.03.2016
 
 

»Kommando Norbert Blüm«: Mysteriöse Karte zeigte Flüchtlingen Weg nach Mazedonien

Birgit Stöger

Der Exodus aus dem griechischen Aufnahmelager Idomeni in Richtung Mazedonien war ganz offensichtlich eine geplante Aktion. Dies vermutet die Regierung in Athen. Durch Flugblätter in arabischer Sprache wurde den Immigranten gezeigt, wie sie den Zaun an der mazedonischen Grenze umgehen können. »Wir haben in unseren Händen Flugblätter, die zeigen, dass das eine organisierte Aktion war«, so der Sprecher des Krisenstabes für die Flüchtlingskrise.

 

Auf dem betreffenden Flugblatt, das sich mittlerweile im Internet verbreitet, steht in Druckbuchstaben: »Kommando Norbert Blüm«.

 

Was hat Ex-Arbeitsminister Norbert Blüm (CDU) damit zu tun?

 

Der ehemalige CDU-Politiker hatte in der letzten Woche das Aufnahmelager im griechischen Idomeni besucht und medienwirksam eine Nacht in einem Zelt verbracht. Wie jedoch sein Name auf das Dokument kam, sei völlig unklar. Es könnte sich auch um einen Scherz handeln.

 

Oder, wie die Bild-Zeitung mutmaßt, könnte es sich um eine Aktion deutscher »Aktivisten« handeln. Aus mazedonischen Sicherheitskreisen heißt es dazu: »Wir prüfen den Verdacht, dass das Flugblatt von Deutschen verfasst wurde.«

 

Auf den Flugblättern ist laut übereinstimmenden Meldungen der Weg eingezeichnet, wie die Immigranten den mazedonischen Zaun meiden und über Umwege nach Mazedonien einreisen können. Bis zu 2000 Immigranten haben so am Montag trotz der geschlossenen Grenze die illegale Einreise von Griechenland nach Mazedonien geschafft.

 

Der Text des Flugblatts im Wortlaut:

Die griechisch-mazedonische Grenze ist zu und wird zubleiben.

Es gibt keine Busse oder Züge, die Sie nach Deutschland bringen werden.

Es ist sehr gut möglich, dass wer in Griechenland bleibt (am Ende) in die Türkei abgeschoben wird.

Wer es schafft, illegal in einen anderen Staat Mittel- oder Osteuropas zu reisen, wird bleiben können. Deutschland akzeptiert noch Flüchtlinge.

Es ist möglich, dass das Lager von Idomeni in den kommenden Tagen evakuiert wird. Möglicherweise werden Sie dann in andere Lager gebracht und danach in die Türkei ausgewiesen.

Der Zaun, der vor Ihnen steht, soll Sie in die Irre führen, damit Sie glauben, die Grenze sei geschlossen. Der Zaun endet fünf Kilometer von hier. Danach gibt es keinen Zaun, der Sie daran hindern könnte, nach Mazedonien zu reisen. Sie können hier rübergehen (schauen Sie auf die Karte).

Wenn Sie sich in kleinen Gruppen bewegen, werden Sie von der mazedonischen Polizei oder der Armee festgenommen und nach Griechenland zurückgebracht.

Wenn Sie aber zu Tausenden versuchen gleichzeitig über die Grenze zu kommen, wird die Polizei Sie nicht stoppen können.

Lasst uns alle um 14 Uhr im Camp (von Idomeni) treffen. Bitte schauen Sie auf die Karte, um den Weg zum Treffpunkt zu finden.

 

(Die Übersetzung wurde aus griechischen Medien übernommen.)

Mazedonien schickt Immigranten umgehend nach Griechenland zurück

 

Die Behauptung in den Flugblättern sei falsch, so die griechische Regierung. »Wir fordern die Migranten und Flüchtlinge auf, den griechischen Behörden zu vertrauen und es zu akzeptieren, in andere Lager gebracht zu werden«, so ein Regierungssprecher.

 

Mazedonien hat unterdessen nach eigenen Angaben rund 600 Immigranten, die aus dem Aufnahmelager in Idomeni nach einem Fußmarsch sich illegal über die mazedonische Grenze begeben haben, noch in der Nacht mit Lastwagen nach Griechenland zurück geschickt.

 

 

 

 

 

 

.

Ergänzende Beiträge zu diesem Thema

500 000 Syrien-Flüchtlinge extra: Wer steckt wirklich hinter dem »Merkel-Plan«?

Andreas von Rétyi

Derzeit zirkulieren Informationen zu einem als »Merkel-Plan« bezeichneten Dokument. Darin geht es um den Transport von Flüchtlingen aus der Türkei nach Deutschland und darum, freiwillige Verbündete für Deutschland zu finden, die sich an einer Aufnahme der Kontingente beteiligen. Der Plan gilt als Vorstoß des türkischen Premiers, während der Name  mehr …

»Asylanten sind eine Waffe« – Berliner US-Botschafter springt KOPP Verlag bei

Udo Ulfkotte

Vor wenigen Monaten hat die SPD in einem offenen Brief dagegen protestiert, dass ein Autor des KOPP Verlages den nicht enden wollenden Asyl-Tsunami aus Nahost und Nordafrika als modernes Mittel der militärischen Kriegführung darstellte. Der Verleger Jochen Kopp wurde aufgefordert, sich von dem Bericht zu distanzieren. Jetzt hat allerdings  mehr …

Hilfsorganisationen verteilen Bolzenschneider an »Flüchtlinge«

Birgit Stöger

Eine neue »Serviceleistung« wird angeblich von diversen Hilfsorganisationen angeboten. Wie krone.at berichtet, liegt der Redaktion ein vertrauliches Regierungsdossier vor, aus dem hervorgehe, dass »Flüchtlingshelfer« Gratis-Bolzenschneider an Immigranten verteilen, um Grenzzäune zu zerstören.  mehr …

Wer diesen Artikel gelesen hat, hat sich auch für diese Beiträge interessiert:

Das unglaubliche Brüsseler Räudebad in Glyphosat

F. William Engdahl

Diese Geschichte über die Brüsseler Korruption ist fast zu krass, um sie zu glauben. Hiernach ist die Kommission der Europäischen Union bereit, trotz der Warnungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und internationaler, unabhängiger Wissenschaftler eine neue Zulassung für das erwiesenermaßen toxische Karzinogen Glyphosat zu erteilen. Nur  mehr …

Bargeld: Sklaverei oder Freiheit? ‒ Aufruf zur Demonstration

Thorsten Schulte

Bargeld und die Bild-Zeitung: »Will lacht Lindner aus!«, so titelte die Bild-Zeitung am 22. Februar 2016 nach einer Diskussion über das Bargeld bei Anne Will, unter anderen mit dem FDP-Chef Christian Lindner und dem ehemaligen Bundesfinanzminister Theo Waigel.  mehr …

500 000 Syrien-Flüchtlinge extra: Wer steckt wirklich hinter dem »Merkel-Plan«?

Andreas von Rétyi

Derzeit zirkulieren Informationen zu einem als »Merkel-Plan« bezeichneten Dokument. Darin geht es um den Transport von Flüchtlingen aus der Türkei nach Deutschland und darum, freiwillige Verbündete für Deutschland zu finden, die sich an einer Aufnahme der Kontingente beteiligen. Der Plan gilt als Vorstoß des türkischen Premiers, während der Name  mehr …

Das Ende des Papiergeld-Zeitalters

Redaktion

Als einer der Ersten warnte er vor Blasenwirtschaft und Schuldenbildung. In seiner klaren, bildhaften Sprache beschrieb er die Gefahren von ungedecktem Papiergeld und politischer Verantwortungslosigkeit. Roland Baader (1940–2012) war ein wortgewaltiger Anhänger der Österreichischen Schule der Nationalökonomie. Jetzt ist sein Vermächtnis in  mehr …

Erich von Däniken – Die große Vortrags-Tournee

Werbung

Grenzenlos kriminell

Newsletter-
anmeldung!
Hier erhalten Sie aktuelle Nachrichten und brisante Hintergrundanalysen
(Abmeldung jederzeit möglich)

Whistleblower

Spendenaktion

KOPP EXKLUSIV – Jetzt bestellen

Brisante Hintergrundanalysen wöchentlich exklusiv nur bei uns.

Gold: 10.000 Dollar?

verheimlicht vertuscht vergessen

Geschrieben. Gestoppt. Und doch gedruckt!

Das war wohl noch nie da: Ein Buch wird Opfer seines eigenen Credos! Gerhard Wisnewskis jährlicher Bestseller verheimlicht - vertuscht - vergessen wurde nun sogar seinem Verlag Droemer Knaur zu heiß! Kurz vor Druck wurde die neueste Ausgabe 2016 gestoppt! Begründung: Wisnewski habe in seinem Werk Flüchtlinge »verunglimpft«. »Tatsache ist, dass das Buch jede Menge Sprengstoff enthält, insbesondere im Hinblick auf die sogenannte >Flüchtlingskrise<, die uns 2015 im wahrsten Sinne des Wortes >heimsuchte<«, schrieb Wisnewski in seinem Newsletter.

mehr ...

Katalog – Jetzt kostenlos bestellen

Bestellen Sie unseren Katalog kostenlos und unverbindlich.

Selbstversorgung

 

Was Oma und Opa noch wussten

Von Oma und Opa lernen: So kommen Sie sicher durch die Krise

Strom kommt aus der Steckdose, und Lebensmittel kommen aus dem Supermarkt. Doch so einfach ist das nicht. Schon gar nicht in Krisenzeiten. Die ausreichende und verlässliche Versorgung mit Nahrung und Trinkwasser ist keine Selbstverständlichkeit. Schon kleinste Störungen im komplexen Räderwerk der Logistik können schwerwiegende Konsequenzen haben.

mehr ...

Kelly Kettle Base Camp Set Edelstahl

Werbung