Freitag, 24. Februar 2017
15.03.2016
 
 

»Kommando Norbert Blüm«: Mysteriöse Karte zeigte Flüchtlingen Weg nach Mazedonien

Birgit Stöger

Der Exodus aus dem griechischen Aufnahmelager Idomeni in Richtung Mazedonien war ganz offensichtlich eine geplante Aktion. Dies vermutet die Regierung in Athen. Durch Flugblätter in arabischer Sprache wurde den Immigranten gezeigt, wie sie den Zaun an der mazedonischen Grenze umgehen können. »Wir haben in unseren Händen Flugblätter, die zeigen, dass das eine organisierte Aktion war«, so der Sprecher des Krisenstabes für die Flüchtlingskrise.

 

Auf dem betreffenden Flugblatt, das sich mittlerweile im Internet verbreitet, steht in Druckbuchstaben: »Kommando Norbert Blüm«.

 

Was hat Ex-Arbeitsminister Norbert Blüm (CDU) damit zu tun?

 

Der ehemalige CDU-Politiker hatte in der letzten Woche das Aufnahmelager im griechischen Idomeni besucht und medienwirksam eine Nacht in einem Zelt verbracht. Wie jedoch sein Name auf das Dokument kam, sei völlig unklar. Es könnte sich auch um einen Scherz handeln.

 

Oder, wie die Bild-Zeitung mutmaßt, könnte es sich um eine Aktion deutscher »Aktivisten« handeln. Aus mazedonischen Sicherheitskreisen heißt es dazu: »Wir prüfen den Verdacht, dass das Flugblatt von Deutschen verfasst wurde.«

 

Auf den Flugblättern ist laut übereinstimmenden Meldungen der Weg eingezeichnet, wie die Immigranten den mazedonischen Zaun meiden und über Umwege nach Mazedonien einreisen können. Bis zu 2000 Immigranten haben so am Montag trotz der geschlossenen Grenze die illegale Einreise von Griechenland nach Mazedonien geschafft.

 

Der Text des Flugblatts im Wortlaut:

Die griechisch-mazedonische Grenze ist zu und wird zubleiben.

Es gibt keine Busse oder Züge, die Sie nach Deutschland bringen werden.

Es ist sehr gut möglich, dass wer in Griechenland bleibt (am Ende) in die Türkei abgeschoben wird.

Wer es schafft, illegal in einen anderen Staat Mittel- oder Osteuropas zu reisen, wird bleiben können. Deutschland akzeptiert noch Flüchtlinge.

Es ist möglich, dass das Lager von Idomeni in den kommenden Tagen evakuiert wird. Möglicherweise werden Sie dann in andere Lager gebracht und danach in die Türkei ausgewiesen.

Der Zaun, der vor Ihnen steht, soll Sie in die Irre führen, damit Sie glauben, die Grenze sei geschlossen. Der Zaun endet fünf Kilometer von hier. Danach gibt es keinen Zaun, der Sie daran hindern könnte, nach Mazedonien zu reisen. Sie können hier rübergehen (schauen Sie auf die Karte).

Wenn Sie sich in kleinen Gruppen bewegen, werden Sie von der mazedonischen Polizei oder der Armee festgenommen und nach Griechenland zurückgebracht.

Wenn Sie aber zu Tausenden versuchen gleichzeitig über die Grenze zu kommen, wird die Polizei Sie nicht stoppen können.

Lasst uns alle um 14 Uhr im Camp (von Idomeni) treffen. Bitte schauen Sie auf die Karte, um den Weg zum Treffpunkt zu finden.

 

(Die Übersetzung wurde aus griechischen Medien übernommen.)

Mazedonien schickt Immigranten umgehend nach Griechenland zurück

 

Die Behauptung in den Flugblättern sei falsch, so die griechische Regierung. »Wir fordern die Migranten und Flüchtlinge auf, den griechischen Behörden zu vertrauen und es zu akzeptieren, in andere Lager gebracht zu werden«, so ein Regierungssprecher.

 

Mazedonien hat unterdessen nach eigenen Angaben rund 600 Immigranten, die aus dem Aufnahmelager in Idomeni nach einem Fußmarsch sich illegal über die mazedonische Grenze begeben haben, noch in der Nacht mit Lastwagen nach Griechenland zurück geschickt.

 

 

 

 

 

 

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