Sonntag, 26. Februar 2017
18.03.2016
 
 

»Sprachbewahrer des Jahres 2016«

Birgit Stöger

Seit dem Jahr 2000 wählen die Leser des Magazins Deutsche Sprachwelt die »Sprachbewahrer des Jahres« und würdigen so deren vorbildlichen Einsatz für die deutsche Sprache. Die »Deutsche Sprachwelt« sieht sich als neue Stimme der Sprachengemeinschaft und setzt sich für die Erhaltung einer lebendigen deutschen Sprache ein. Mit rund 80 000 Lesern ist die Deutsche Sprachwelt nach Eigendarstellung des Magazins die größte deutsche Zeitschrift für Sprachpflege und Sprachpolitik.

Ein einsamer Kämpfer gegen den Genderwahn

 

Sebastian Zidek, Student an der Technischen Universität Berlin, ist einer der »Sprachbewahrer des Jahres 2016« und wurde mit 25,9 Prozent der Leserstimmen auf den ersten Platz gewählt. Diese Belobigung habe sich der Student verdient, da er sich erfolgreich gegen den immer rasanter um sich greifenden Genderwahn stellte, indem er sich weigerte, seine Prüfungs- und Seminararbeiten »gendersensibel« mit Binnen-Is, Sternchen oder Unterstrichen in Personenbezeichnungen zu versehen.

Mitte des letzten Jahres sah sich der Student mit der Tatsache konfrontiert, dass er laut den Richtlinien des Seminars »Einführung in das Verkehrswesen« seine wissenschaftliche Arbeit in einer »gendersensiblen Sprache« zu verfassen habe.

 

Die Forderung des Einsetzens von Binnen-Is und Sternchen wurde lediglich mit dem Verweis auf das »BMFSFJ 2012« begründet. Dies wollte der Student so nicht hinnehmen und verlangte eine weitere Erklärung von der für ihn zuständigen Lehrkraft, was denn nun genau mit den Abkürzungen des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gemeint sei.

 

Gendern als Doktrin verordnen

 

In der Antwort wies der Dozent seine Studenten wahrheitswidrig darauf hin, dass das Gendern »eine Vorgabe seitens der TU Berlin« sei, deren Nichtberücksichtigung einen Punktabzug zur Folge habe. Außerdem habe es sich »inzwischen als gesellschaftlicher Konsens auch in wissenschaftlichen Ausarbeitungen niedergeschlagen«, so die Behauptung der Lehrkraft.

 

Sollte Zidek seine Prüfung oder Seminararbeit nur auf Wissenschaftlichkeit und Lesbarkeit hin ausrichten und er deshalb am Ende dafür eine schlechtere Note bekommen, dann werde ihm »alles diskutieren« nichts helfen, so der lapidare Hinweis des Hochschullehrers.

 

Daraufhin wandte sich der Student an die Rechtsabteilung der TU Berlin. Diese teilte mit, dass es die behauptete Vorgabe seitens der Universität zur Verwendung einer »gendergerechten Sprache« gar nicht gebe. Die Rechtsabteilung der TU Berlin führte aus: »Grundlagen für die Bewertung bzw. Benotung einer wissenschaftlichen Arbeit sind üblicherweise Inhalte und Aussagen. Daher solle mit den Modulverantwortlichen […] diesbezüglich eine Rücksprache unter entsprechenden Hinweisen erfolgen.« Sebastian Zidek erreichte damit, dass er seine Prüfungs- und Seminararbeiten an der TU Berlin nicht mit Binnen-Is, Sternchen oder Unterstrichen in Personenbezeichnungen versehen musste.

 

Hinweis auf eine unkritische, systemkonforme und letztlich lenkbare Jugend

 

Leider gibt es nicht viele Studenten, die den Mut aufbringen und hinterfragen, was ihnen als angeblich herrschende Lehre vorgesetzt wird, und somit aufzeigen, wie unkritisch, systemkonform und letztlich lenkbar diese Jugend geworden ist.

 

Im Zuge des linken Egalisierungs- und Genderwahns zählen fachliche Inhalte einer Arbeit immer weniger. Stattdessen schränken »Sprachpolizisten« in staatlich subventionierter Monopolstellung die Lesbarkeit einer akademischen Arbeit aufgrund einer irren Ideologie ein und opfern durch systematische Egalisierungspolitik die Freiheit der Lehre. Laut offizieller Lesart der Genderforschung ist das »Gender Mainstreaming« bestrebt, über diverse Sprachvorschriften Zugang zum Gehirn zu bekommen, so die Erfolgsautorin und Gender-Mainstreaming-Kritikerin Birgit Kelle.

 

»Ich bin Mohr. Ich stehe zu meiner schwarzen Hautfarbe«

 

Auf Platz zwei wählten die Leser des Magazins mit 18,5 Prozent den Wirt und Koch Andrew Onuegbu. Dieser habe sich den Preis verdient, da er sich nicht den Vorgaben politisch korrekter Sprache unterwerfe. Der Nigerianer nennt gerade deswegen sein Gasthaus »Zum Mohrenkopf«, weil er selbst schwarz ist. Er fände es auch schade, wenn der »Negerkuss« verschwände. Das Wort »Mohr« hält er für unbedenklich, so der streitbare Wirt. »Ich bin Mohr. Ich stehe zu meiner schwarzen Hautfarbe.«

 

Die Sängerin Sarah Connor erreichte Platz drei. Die Leser würdigten die Arbeit Connors, da die Sängerin in ihren Liedern von Englisch auf Deutsch wechselte und so nach eigener Aussage »mehr Tiefe« erreichte.

 

 

 

 

 

 

.

Ergänzende Beiträge zu diesem Thema

Ausschreitungen bei »Demo für alle« in Stuttgart

Birgit Stöger

Über 4500 Menschen, darunter sehr viele Familien mit Kindern, waren dem Aufruf der Elterninitiative »Demo für alle« gefolgt und demonstrierten am Sonntag in Stuttgart für den Schutz von Ehe und Familie und gegen Sexualisierung und Genderwahn. Bei der Kundgebung kam es zu massiven Ausschreitungen aus den Reihen der Gegendemonstranten.  mehr …

»Politologen«-Debatte: Allein gegen das Heer linker Romanciers mit Dichterehrgeiz

Heinz-Wilhelm Bertram

Untertänige »Politologen« und »Extremismus-Forscher« assistieren der schwarz-rot-grünen Berliner Nomenklatura in Scharen. Ein Kollege aus Dresden beschämt sie alle: Mit Distanz, Seriosität und wissenschaftlichem Anspruch. Vor Werner J. Patzelt kann die gesamte Gilde linksprogrammierter Sprechautomaten einpacken.  mehr …

Agitiert Baden-Württembergs Sozialministerin im Verbund mit der Antifa gegen Demo für Alle?

Christian Jung

Am 23. Januar hielt Demo für Alle ein Gender-Symposium in Stuttgart ab. Der Bürgerinitiative um Hedwig von Beverfoerde sind vor allem die Bildungspläne der grün-roten Landesregierung in Baden-Württemberg ein Dorn im Auge. Diese will eine Sexualpädagogik der Vielfalt einführen. Hinter dem positiv scheinenden Begriff verbirgt sich jedoch ein von  mehr …

Wer diesen Artikel gelesen hat, hat sich auch für diese Beiträge interessiert:

Fortsetzung eines vertagten Durchbruchs

Birgit Stöger

Das erste Gipfeltreffen der EU-Staats-und Regierungschefs mit der Türkei Anfang des Monats wurde bereits nach nur zwölf Stunden ergebnislos vertagt. Dennoch aber wurde das Treffen den EU-Bürgern als »vertagter Durchbruch« medial verkauft. Dass das von Angela Merkel (CDU) angestrebte Asylanten-Abkommen, wonach Immigranten und Asylbewerber direkt  mehr …

Warum Muslime in Europa nicht integriert werden können

Markus Gärtner

Es gibt Länder in der EU, die schon seit vielen Jahren mit großem Aufwand die Integration von Muslimen versuchen. Alle diese Projekte sind gescheitert. Und statt Integration fördern sie vor allem Radikalisierung.  mehr …

Nordkorea – eine erste Schlacht im Krieg gegen China?

Peter Orzechowski

Diktatoren sind schon oft in der Geschichte für die geopolitischen Ziele der Weltmächte benutzt worden. Nordkoreas Despot Kim Jong-un könnte für die USA die Rolle des Kriegstreibers übernehmen – um China zu schwächen.  mehr …

Sie benötigen Penizillin? In Ihrer Vorratskammer steht vielleicht schon die beste natürliche Alternative

Daniel Barker

Unsere Ärzte verschreiben viel zu viel Antibiotika, aber nicht nur das: Die Mittel können sich auch negativ auf die Gesundheit auswirken. Greifen Sie doch lieber zu einer kostengünstigen und wirksamen natürlichen Alternative. Die Zutaten dazu haben Sie vermutlich alle längst zu Hause.  mehr …

Der große Crash-Ratgeber

Werbung

Das Buch, das Sie nicht lesen sollen

Spendenaktion

Sling Bag Multifunktion – oliv

Katalog – Jetzt kostenlos bestellen

Bestellen Sie unseren Katalog kostenlos und unverbindlich.
Newsletter-
anmeldung!
Hier erhalten Sie aktuelle Nachrichten und brisante Hintergrundanalysen
(Abmeldung jederzeit möglich)

Hitlers amerikanische Lehrer

KOPP EXKLUSIV – Jetzt bestellen

Brisante Hintergrundanalysen wöchentlich exklusiv nur bei uns.

Sehkraftverlust jetzt stoppen!

Sehkraftverlust auf natürliche Art verhindern, stoppen und rückgängig machen

In diesem Buch erfahren Sie alles über die Ursachen der verbreitetsten degenerativen Augenerkrankungen und darüber, was Sie tun können, um ihnen vorzubeugen, sie aufzuhalten und sogar ihren Verlauf umzukehren.

mehr ...

37° – Das Geheimnis der idealen Körpertemperatur

DMSO – Das Heilmittel der Natur

DMSO kann auch Ihnen helfen

Dimethylsulfoxid oder kurz DMSO ist ein häufig untersuchter und trotzdem noch wenig verstandener pharmazeutischer Wirkstoff unserer Zeit. Dabei ist die organische Substanz DMSO bereits seit 140 Jahren bekannt, aber ihr therapeutischer Nutzen wurde erst 1961 entdeckt. Nach einer großen anfänglichen Euphorie wurde DMSO in Amerika schon wenige Jahre später verboten. Obwohl DMSO wenig später rehabilitiert wurde, wurden auf Basis dieses günstigen und hochwirksamen Stoffes nur wenige Medikamente auf den Markt gebracht.

mehr ...

Werbung

Heilungschancen bei Krebs

Wegweiser im Krankheitsfall

Um sich auf dem bizarren Markt der Krebstherapien auszukennen, müssen Sie wissen, dass grausamerweise auch hier das Geschäft die Hauptrolle spielt und die Interessen der Patienten kaum vertreten werden. Sie sollten wissen, welche Therapien es gibt, was sie Ihnen bringen können und warum man Ihnen diese und jene Therapie anbietet. Die Erfahrung hat gezeigt, dass es fast nur solche Patienten geschafft haben, den Krebs zu besiegen, die ihre Geschicke selbst in die Hand genommen haben.

mehr ...

Kokoswasser

Lexikon des Überlebens

»Eine gigantische Leistung. Eine wirklich große Hilfe für den Katastrophenfall mit präzisen Ratschlägen, die man nirgends so konzentriert beisammen hat.«

Dieses Buch beschäftigt sich mit dem Überleben globaler Katastrophen. Gemeint sind Ereignisse, die sich auf einem ganzen Kontinent oder gar weltweit in Form von Versorgungskrisen oder eines Zusammenbruchs der Infrastruktur auswirken. Erdbeben, Flutkatastrophen, Orkane, ein weltweiter Börsenkrach, ein Atomkrieg oder gar ein Asteroidenimpakt – kann man für all diese Krisenfälle, die uns heute bedrohen, Vorsorge treffen? Man kann!

mehr ...

Ein leerer Magen macht gesund