Tuesday, 31. May 2016
18.03.2016
 
 

»Sprachbewahrer des Jahres 2016«

Birgit Stöger

Seit dem Jahr 2000 wählen die Leser des Magazins Deutsche Sprachwelt die »Sprachbewahrer des Jahres« und würdigen so deren vorbildlichen Einsatz für die deutsche Sprache. Die »Deutsche Sprachwelt« sieht sich als neue Stimme der Sprachengemeinschaft und setzt sich für die Erhaltung einer lebendigen deutschen Sprache ein. Mit rund 80 000 Lesern ist die Deutsche Sprachwelt nach Eigendarstellung des Magazins die größte deutsche Zeitschrift für Sprachpflege und Sprachpolitik.

Ein einsamer Kämpfer gegen den Genderwahn

 

Sebastian Zidek, Student an der Technischen Universität Berlin, ist einer der »Sprachbewahrer des Jahres 2016« und wurde mit 25,9 Prozent der Leserstimmen auf den ersten Platz gewählt. Diese Belobigung habe sich der Student verdient, da er sich erfolgreich gegen den immer rasanter um sich greifenden Genderwahn stellte, indem er sich weigerte, seine Prüfungs- und Seminararbeiten »gendersensibel« mit Binnen-Is, Sternchen oder Unterstrichen in Personenbezeichnungen zu versehen.

Mitte des letzten Jahres sah sich der Student mit der Tatsache konfrontiert, dass er laut den Richtlinien des Seminars »Einführung in das Verkehrswesen« seine wissenschaftliche Arbeit in einer »gendersensiblen Sprache« zu verfassen habe.

 

Die Forderung des Einsetzens von Binnen-Is und Sternchen wurde lediglich mit dem Verweis auf das »BMFSFJ 2012« begründet. Dies wollte der Student so nicht hinnehmen und verlangte eine weitere Erklärung von der für ihn zuständigen Lehrkraft, was denn nun genau mit den Abkürzungen des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gemeint sei.

 

Gendern als Doktrin verordnen

 

In der Antwort wies der Dozent seine Studenten wahrheitswidrig darauf hin, dass das Gendern »eine Vorgabe seitens der TU Berlin« sei, deren Nichtberücksichtigung einen Punktabzug zur Folge habe. Außerdem habe es sich »inzwischen als gesellschaftlicher Konsens auch in wissenschaftlichen Ausarbeitungen niedergeschlagen«, so die Behauptung der Lehrkraft.

 

Sollte Zidek seine Prüfung oder Seminararbeit nur auf Wissenschaftlichkeit und Lesbarkeit hin ausrichten und er deshalb am Ende dafür eine schlechtere Note bekommen, dann werde ihm »alles diskutieren« nichts helfen, so der lapidare Hinweis des Hochschullehrers.

 

Daraufhin wandte sich der Student an die Rechtsabteilung der TU Berlin. Diese teilte mit, dass es die behauptete Vorgabe seitens der Universität zur Verwendung einer »gendergerechten Sprache« gar nicht gebe. Die Rechtsabteilung der TU Berlin führte aus: »Grundlagen für die Bewertung bzw. Benotung einer wissenschaftlichen Arbeit sind üblicherweise Inhalte und Aussagen. Daher solle mit den Modulverantwortlichen […] diesbezüglich eine Rücksprache unter entsprechenden Hinweisen erfolgen.« Sebastian Zidek erreichte damit, dass er seine Prüfungs- und Seminararbeiten an der TU Berlin nicht mit Binnen-Is, Sternchen oder Unterstrichen in Personenbezeichnungen versehen musste.

 

Hinweis auf eine unkritische, systemkonforme und letztlich lenkbare Jugend

 

Leider gibt es nicht viele Studenten, die den Mut aufbringen und hinterfragen, was ihnen als angeblich herrschende Lehre vorgesetzt wird, und somit aufzeigen, wie unkritisch, systemkonform und letztlich lenkbar diese Jugend geworden ist.

 

Im Zuge des linken Egalisierungs- und Genderwahns zählen fachliche Inhalte einer Arbeit immer weniger. Stattdessen schränken »Sprachpolizisten« in staatlich subventionierter Monopolstellung die Lesbarkeit einer akademischen Arbeit aufgrund einer irren Ideologie ein und opfern durch systematische Egalisierungspolitik die Freiheit der Lehre. Laut offizieller Lesart der Genderforschung ist das »Gender Mainstreaming« bestrebt, über diverse Sprachvorschriften Zugang zum Gehirn zu bekommen, so die Erfolgsautorin und Gender-Mainstreaming-Kritikerin Birgit Kelle.

 

»Ich bin Mohr. Ich stehe zu meiner schwarzen Hautfarbe«

 

Auf Platz zwei wählten die Leser des Magazins mit 18,5 Prozent den Wirt und Koch Andrew Onuegbu. Dieser habe sich den Preis verdient, da er sich nicht den Vorgaben politisch korrekter Sprache unterwerfe. Der Nigerianer nennt gerade deswegen sein Gasthaus »Zum Mohrenkopf«, weil er selbst schwarz ist. Er fände es auch schade, wenn der »Negerkuss« verschwände. Das Wort »Mohr« hält er für unbedenklich, so der streitbare Wirt. »Ich bin Mohr. Ich stehe zu meiner schwarzen Hautfarbe.«

 

Die Sängerin Sarah Connor erreichte Platz drei. Die Leser würdigten die Arbeit Connors, da die Sängerin in ihren Liedern von Englisch auf Deutsch wechselte und so nach eigener Aussage »mehr Tiefe« erreichte.

 

 

 

 

 

 

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