Monday, 27. June 2016
21.02.2016
 
 

Bischöfe wollen Christen in Flüchtlingsunterkünften nicht vor Muslimen schützen

Birgit Stöger

Orientalische Christen, die vor dem islamischen Terror des IS oder der zunehmend sich radikalisierenden muslimischen Bevölkerung ihrer Heimatlänger geflohen sind, deren Angehörige und Freunde stellenweise auf grausamste Weise ermordet wurden, finden auch in deutschen Aufnahmeeinrichtungen nach ihrer Flucht keine Ruhe. Immer wieder ‒ und immer häufiger ‒ dringt an die Öffentlichkeit, wie muslimische Immigranten Christen auch dort bedrohen.

 

Bereits im September des vergangenen Jahres berichteten syrische Christen, dass sie nachts im Erstaufnahmelager in Giesen keinen Schlaf finden würden, da sich dort Anhänger der islamischen Terrororganisation IS befänden. Die Dschihadisten würden jede Nacht bestimmte Koranverse schreien, die schreckliche Erinnerungen in den Christen wachrufen würden. Es seien die Wörter, die der IS rufe, bevor er den Menschen den Kopf abschneide, so die angstgepeinigte Aussage eines Betroffenen.

 

Demonstrative Gleichgültigkeit christlicher Kirchen

 

Die christlichen Kirchen taten sich bislang eher durch Gleichgültigkeit und Relativierung beim Thema Christenverfolgung durch Muslime hervor, als durch aktive und vehemente Unterstützung der verfolgten Glaubensbrüder und Schwestern. Mitte des letzten Jahres erhob die Gesellschaft für bedrohte Völker (Göttingen) (GfbV) bereits diesen Vorwurf gegen die westlichen Kirchen und kritisierte, dass andere Religionsgruppen hingegen massiv unterstützt würden.

 

Im verfassten Memorandum, den Blick auf die syrischen Flüchtlinge gerichtet, wurde festgestellt, dass die verfolgte christliche Bevölkerung in Syrien derzeit kaum Unterstützung aus dem Ausland erhalte. In Flüchtlingslagern komme es zu »massiven Repressionen« gegen Christen. Die noch in Syrien verbliebenen Christen stellten die einzige unbewaffnete Bevölkerungsgruppe dar und könnten von der destabilisierten Staatsgewalt keinen Schutz erwarten.

 

Von den 21 Millionen Einwohnern Syriens waren vor dem Bürgerkrieg 90 Prozent Muslime und 6,3 Prozent Christen, davon jeweils 3 Prozent Katholiken und Orthodoxe plus kleine Gruppen von Protestanten. Die übrige Bevölkerung bestand aus Nichtreligiösen oder Anhängern anderer Religionen.

 

Die katholische Kirche hat nun, Monate nach den ersten Veröffentlichungen zu Christenverfolgungen in deutschen Asylunterkünften durch Muslime, vor der »Diskriminierung von Christen« in solchen Einrichtungen gewarnt.

 

Es müsse gewährleistet sein, dass »christliche Flüchtlinge in unserem Land – gerade in Asylbewerberunterkünften – keine Ausgrenzung oder Bedrängung aufgrund ihres Glaubens erfahren«, so die willfährige Erklärung der katholischen Bischöfe am Donnerstag zum Abschluss ihrer Vollversammlung im Kloster Schöntal bei Heilbronn (Baden-Württemberg). In einem vorher angekündigten Grundsatzpapier »Leitsätze des kirchlichen Engagements für Flüchtlinge« veröffentlichte die Deutsche Bischofskonferenz (DBK) ihre Positionen.

 

Verlogenheit der katholischen Kirche in Deutschland

 

Hintergrund für die katholische Positionierung dürfte wohl die öffentliche und harsche Kritik der AfD-Vorsitzenden Frauke Petry sein, die in der Stuttgarter Zeitung der katholischen Kirche in Deutschland vorwarf, »verlogen« zu sein.

 

Sie begründete dies damit, dass sich diese zu sehr um die Belange der mehrheitlich muslimischen Flüchtlinge kümmere, statt lieber mal zu überlegen, was man für das Christentum tun könne. »Inzwischen erheben einige Amtsträger der deutschen Kirchen ihre Stimme offenbar mehr für Muslime als für eigene Glaubensbrüder«, so Petry.

 

Dass sich Petrys Vorwurf verfängt, zeigt die Antwort des Vorsitzenden der katholischen Bischofskonferenz, Reinhard Marx. Trotz der enormen seelischen Belastung für christliche Flüchtlinge hält Marx es für »die letzte Lösung«, diese Menschen von ihren Peinigern zu separieren und in Einrichtungen nur für Christen unterzubringen.

 

»Es wäre eine gewisse Niederlage, wenn die, die später zusammenleben müssen, es nicht können«, so der Kardinal. Damit zeigt er ‒ wohl eher ungewollt ‒ auf, was die deutsche Gesellschaft zukünftig aufgrund einer muslimischen Masseneinwanderung zu erwarten hat.

 

Den Vorwurf der AfD-Vorsitzenden, die eigenen Glaubensbrüder zugunsten von Muslimen zu benachteiligen, lässt Marx nicht gelten. Menschen in Not zu helfen, sei eine christliche Aufgabe. Er könne nicht erkennen, »dass wir nicht alles tun, um allen zu helfen«. Eine besondere Zuwendung zu Christen sei aber logisch und stehe auch in den Leitsätzen zur Flüchtlingshilfe, so der Hinweis des Oberhirten, um dann abschließend wieder einmal Allgemeinplätze zu besetzen: Es gelte zusammenzustehen, sich den Herausforderungen zu stellen und dabei die Sorgen, die da seien, ernst zu nehmen.

 

Die katholische Kirche würde sich dafür einsetzen, dass das christliche Leben im Mittleren Osten eine Zukunft habe, so das Lippenbekenntnis der Bischöfe. Man werde sich nicht damit abfinden, dass Christen, die ihre angestammten Länder verlassen müssen, ihre Heimat für immer verlieren könnten. Auch für sie gebe es ein Recht auf Heimat, ein Recht auf Rückkehr.

 

Verwischen der Glaubensgrenzen

 

Wie weit die Hinwendung der christlichen Kirchen in Deutschland zum Islam bereits vorgeschritten ist, zeigt deren zunehmende Tendenz, die Glaubensgrenzen zwischen den christlichen Dogmen und denen des Islam zu verwischen sowie zunehmend von einer Gleichheit der beiden Religionen zu sprechen.

 

Nur marginal unterscheidet sich hier die katholische von der evangelischen Kirche in ihrem Tun, wobei der evangelischen Kirche in größerer Zahl die Gläubigen abhandenkommen. Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche und bayerische Landesbischof, Heinrich Bedford-Strohm, kämpft in vorderster Front für den Islam in Deutschland.

 

Um dem höchst umstrittenen Imam Bajrambejamin Idriz bei der Realisierung seines Mega-Moscheenprojekts in München »Münchner Forum für Islam (MFI)« (ehemals »Zentrum für Islam in Europa-München«; ZIE-M) zu unterstützen, gehört Heinrich Bedford-Strohm, wie auch der Präsident des Zentralkomitees der Katholiken in Deutschland (ZdK), Alois Glück, zu den Gründungsmitgliedern des MFI-Kuratoriums. Sie werben aus dieser Funktion heraus heftig für das islamische Projekt.

 

Mitte des vergangenen Jahres musste Bedford-Strohm sich den Vorwurf gefallen lassen, sich als »Islamversteher« von den Muslimen instrumentalisieren zu lassen. Die MFI-Mitwirkung des Landesbischofs sei eine »Zumutung und nicht hinnehmbar«, das Bischofsamt sei zudem »beschädigt und diskreditiert«. So lautete der Vorwurf des Vorsitzenden der Konferenz Bekennender Gemeinschaften in den evangelischen Kirchen Deutschlands (IKBG), Pfarrer Ulrich Rüß, laut evangelisch.de.

 

Bedford-Stroms anschließende Facebook-Rechtfertigung, er und Glück wollten durch ihre Mitarbeit im MFI jene Kräfte im Islam stärken, die sich gegen radikale Tendenzen stellten ‒ was in Anbetracht der Personalie Idriz eine Farce darstellt ‒ scheint vielen Gläubigen kein hinreichender Grund mehr für die permanente Grenzverwischung durch die evangelische Kirche zu sein.

 

Die Kirche brauche in einer Zeit der »Herausforderung und Bedrohung durch den Islam« einen Bischof, der mit allen seinen Möglichkeiten »die Seinen zusammenhütet«. Die bedrohte Lage der Christen in islamisch geprägten Staaten und durch den islamistischen Terror verlange einen kritischen Dialog mit dem Islam. IKBG-Präsident Rüß forderte weiter, dass Bedford-Strohm seine Mitwirkung im Kuratorium des Moscheebauvereins zur Realisierung des Megamoscheeprojekts in München aufkündigen soll.

 

Dass Bedford-Strom als Unterstützer des Islams gelten kann, demonstrierte der evangelische Landesbischof bereits 2012 auf dem Interreligiösen Dialog in Bamberg. Dort erklärte der 55-jährige Hirte, dass die »Begegnung mit dem Reichtum anderer Glaubenstraditionen« ihn zu »einem glücklicheren Menschen« mache. In der ebenfalls 2012 erschienenen Druckausgabe der Nürnberger Nachrichten wird der Landesbischof mit den Worten zitiert, es könne »berührend und bereichernd sein (…), wenn man sich vom Ruf des Muezzins mit hineinnehmen lässt in dessen Gottesdienst«.

 

Die Identität der Völker verdient Respekt

 

Klare Positionen zum Thema »muslimische Immigration« aus kirchlicher Sicht waren letztmalig im Oktober 2015 aus Spanien zu hören. Der Erzbischof von Valencia, Kardinal Antonio Cañizares Llovera, kritisierte die europäische Flüchtlingspolitik scharf. Mit seiner Aussage, es gebe eine »Invasion der Einwanderer«, die sich als »Trojanisches Pferd« erweisen könnte, sorgte der Erzbischof für Empörung. Man müsse, so der Kardinal, »scharfsinnig sein und genau hinterfragen, wer hinter alledem steckt«.

 

Des Weiteren stellte er die Frage: »Kommen die Menschen wirklich, weil sie verfolgt werden?«, was seiner Meinung nach »nur auf sehr wenige« zutreffe. Den europäischen Staaten warf Cañizares vor, auf die Flüchtlingskrise mit »Gesten und Propaganda« zu reagieren. Dabei dürfe man mit dem, was derzeit geschehe, »nicht spielen«. Sowohl die Geschichte als auch die Identität der Völker verdienten Respekt.

 

Bedford-Strohm wie auch Kardinal Marx bejubeln nach wie vor die unkontrollierte Immigration Hunderttausender, mehrheitlich sunnitischer Muslime nach Europa und Deutschland.

 

Sie können keinerlei Islamisierungstendenzen erkennen. Die Furcht vor einer »drohenden Islamisierung Deutschlands« gehe »an der Realität vorbei«, so der evangelische Kirchenoberste Bedford-Strohm.

 

Dass Deutschland sich jedoch bereits genau in dieser, von den Kirchenmännern Marx und Bedford-Strohm bestrittenen »Realität« befindet, zeigt die zunehmende Bedrohung und Verfolgung von Nicht-Muslimen in den Asylunterkünften mehr als deutlich auf.

 

 

 

 

 

 

 

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