Friday, 24. June 2016
03.03.2016
 
 

Bremerhaven: Nach Pflastersteinangriff jetzt Aufkleberaktion

Birgit Stöger

Die Bürgerorganisation »Bremerhaven redet Klartext« hatte für den vergangenen Sonntag eine Kundgebung zur aktuellen Immigrationspolitik der Bundesregierung in der Bremerhavener Innenstadt angemeldet. Zur Gegendemonstration sah sich das linkspolitische Bündnis »Bremerhaven gegen Rechtspopulismus und Rassismus« animiert, und es trat der Demonstration mit rund 300 Teilnehmern entgegen.

 

Im Vorfeld verbreitete die Jugendorganisation der Partei Die Linke, die Linksjugend solid Bremerhaven und Cuxhaven, wahrheitswidrig, dass es sich um eine Demonstration von Pegida und der NPD handelt würde.

Das Bündnis »Bremerhaven redet Klartext« kritisierte die Darstellung auf Facebook. Die Demonstration verlief laut Polizei aufgrund frühzeitiger deeskalierender Maßnahmen friedlich.

 

Antifa-Aufkleberaktion auf BIW-Büro

Mutmaßlich dürfte somit auch der letzte Angriff auf das Büro der Wählervereinigung »Bürger in Wut« (BIW) mit der linkspolitischen Demonstration in der Bremerhavener Innenstadt in Zusammenhang stehen.

 

Die Fensterscheiben des Büros der Stadtverordnetengruppe wurden mit einer Vielzahl von linksextremistischen Antifa-Aufklebern versehen. Gewaltaffine, martialische Sprüche mit extremistischen Verortungen wie »Es gibt kein ruhiges Hinterland!« oder »Feministische Kämpfe: Mit allen Mitteln!« fanden sich nach der Demonstration auf den Scheiben des Büros.

 

Am vorangegangenen Wochenende ereignete sich bereits ein Anschlag auf das BIW-Büro, bei dem zwei Fensterscheiben mit Pflastersteinen eingeworfen wurden. Dieser Angriff würde den traurigen Höhepunkt einer ganzen Serie von Anschlägen, die der linksextremistischen Szene in Bremen zugeschrieben werde, darstellen, so der BIW-Bürgerschaftsabgeordnete Jan Timke in einer Pressemitteilung.

 

Im Juli letzten Jahres wurden die Fensterscheiben des Dienstgebäudes von Innensenator Ulrich Mäurer eingeworfen. Der Sachschaden belief sich auf mehrere zehntausend Euro.

 

Zu der Tat bekannte sich eine linksautonome Gruppe. Im Dezember 2015 attackierten Unbekannte das Privathaus eines AfD-Bürgerschaftsabgeordneten in Bremen.

 

Dabei wurden Fenster zerstört und die Hauswand mit Parolen beschmiert. Ebenfalls im Dezember beschossen Vermummte zwei Polizeifahrzeuge im Steintorviertel mit einer Leuchtpistole und bewarfen die Streifenwagen mit Pflastersteinen.

 

In der Silvesternacht griffen etwa zehn Personen das Polizeirevier in Bremen-Lesum mit Raketen und Böllern an. Und nun der Anschlag auf das BIW-Büro in Bremerhaven, so die mehr als besorgniserregende Aufzählung linksextremer Straftaten.

 

 

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