Mittwoch, 26. April 2017
20.04.2016
 
 

CDU will verstärkten Ausbau »muslimischer Strukturen« in Deutschland

Birgit Stöger

Es liest sich wie eine Pressemitteilung des Zentralrats der Muslime, verfasst von dessen allgegenwärtigem Vorsitzenden, Aiman Mazyek. Tatsächlich jedoch handelt es sich um eine Pressemitteilung der CDU-Bundestagsabgeordneten Cemile Giousouf, die sich für den »verstärkten Ausbau muslimischer Strukturen« in Deutschland stark macht.

 

Diese Lobbyarbeit erledigt die Hagener Bundestagsabgeordnete Cemile Giousouf (CDU) akribisch. Sieht man sich die Vita der griechisch-stämmigen ehemaligen Studentin der Politik- und Islamwissenschaften sowie der Soziologie an, wird ihr Engagement für den Islam in der christdemokratischen Partei klar. Giousouf zog als erste muslimische Direktkandidatin der CDU in den Bundestag ein und wurde dort in Windeseile, trotz ihrer fehlenden politischen Erfahrung, für die Christdemokraten als Integrationsbeauftragte der CDU/CSU-Fraktion tätig.

 

»Es werden viel zu wenige muslimische Schülerinnen und Schüler unterrichtet«

 

Die bekennende Muslima will laut aktueller Pressemitteilung für die derzeit ‒ von ihr zu niedrig angegebenen ‒ zirka vier Millionen in Deutschland lebenden Muslime, und der »Dank« ihrer Parteivorsitzenden Merkel nochmals stark aufgestockten Schar von Glaubensbrüdern und -schwestern, die Strukturen für muslimisches Leben weiter ausbauen.

 

Die 38-Jährige freut sich, dass ihre Partei die islamische Theologie an Hochschulen und den islamischen Religionsunterricht erfolgreich etabliert habe.

 

Jetzt jedoch wird nach bekanntem Muster die nächste Stufe eingefordert: Nach dem Willen der Islamfunktionärin Giousouf ist es Zeit, den bekenntnisorientierten Islamunterricht, von streng konservativen muslimischen Vereinen wie der Ditib stark beeinflusst, an Schulen auszubauen und »aktiv voranzutreiben«. Denn bislang, so die wegen ihrer unkritischen Nähe zu Vertretern islamistischer Organisationen häufiger in die Kritik geratene CDU-Politikerin, »werden viel zu wenige muslimische Schülerinnen und Schüler unterrichtet«.

 

Streng islamischen Organisationen den Zugang zu deutschen Hochschulen ebnen

 

Als eine der mächtigsten islamischen Vertretungen in Deutschland gilt die Ditib, die der dauerhaften Leitung, Kontrolle und Aufsicht des staatlichen Präsidiums für Religiöse Angelegenheiten der Türkei, und somit dem türkischen Ministerpräsidentenamt untersteht. Kritiker wie die Autorin und Soziologin Necla Kelek sind sich sicher, dass es den fundamentalistischen Vereinigungen wie der Ditib, Milli Görüs oder dem Zentralrat der Muslime darum gehe, Deutschland weiter zu islamisieren und ihren Einfluss auf die Politik auszubauen.

 

Diesen islamischen Organisationen scheint Giousouf nun die Türen an den deutschen Hochschulen öffnen zu wollen. Sie fordert, dass »die islamische Theologie an den Hochschulen personell und finanziell ausgebaut« werden müsse. Nach Ansicht der muslimischen CDU-Politikerin seien die Hochschulen die Garanten dafür, dass deutschsprachige Imame ausgebildet werden können.

 

Erdoğan-Freundin Giousouf

 

Dass Giousouf ganz dem islamischen Weltbild verbunden scheint, zeigte sie Ende 2014, als sie bundesweite Schlagzeilen produzierte. Auf einer Türkei-Reise, die sie mit zwei weiteren Vertretern der NRW-CDU und unter Organisation der Union Europäisch-Türkischer Demokraten (UETD) unternommen hatte, kritisierte die Jungpolitikerin eine Erdoğan-Karikatur in einem baden-württembergischen Schulbuch scharf. Die reiseveranstaltende UETD gilt als Lobby-Organisation der türkischen Regierungspartei AKP und wird in Deutschland äußerst kritisch betrachtet. Der hessische CDU-Landtagsabgeordnete Ismail Tipi warnte mehrmals eindringlich vor einer Expansion der UETD, die er als »Fünfte Kolonne der AKP« bezeichnete.

 

Ebenso Erdoğan-devot wie ihre Chefin Angela Merkel, forderte Giousouf von Ankara aus die baden-württembergische Landesregierung auf, sich für die Karikatur zu entschuldigen. Damals hieß es noch aus den Reihen der CDU ‒ Angela Merkel hatte Europa und Deutschland durch ihre desaströse Immigrationspolitik noch nicht an die islamische Türkei ausgeliefert: »Wir lassen uns Grundrechte unserer Verfassung nicht aus Ankara heraus streitig machen.« Die Pressefreiheit sei nicht verhandelbar, und außerdem: »Etwas mehr Humor schadet nicht – auch nicht Herrn Erdoğan.«

 

Deutschland benötigt dringend eine islamische Akademie

 

Aber nicht genug, dass die in ihrer Partei nicht unumstrittene Giousouf die deutschen Hochschulen mit Steuergeldern islamkomfortabel ausgebaut sehen möchte. Das Verständnis von Integration der muslimischen Christdemokratin greift noch weiter: Darüber hinaus brauche es muslimisches Personal, zum Beispiel für die Seelsorge in Krankenhäusern und Strafvollzugsanstalten. Um dieses Personal auszubilden, benötige Deutschland dringend eine islamische Akademie, die diese Ausbildung konzeptionell organisiert.

 

Und deshalb, so der Zirkelschluss der Islamfunktionärin Giousouf, brauche es dringend mehr Strukturen, die »muslimisches Leben in Deutschland mit einem demokratischen Verständnis des Islam fördern«.

 

»Fatwa Ausschuss Deutschland« gegründet

 

Wie weit der von Giousouf geforderte Ausbau »islamischer Strukturen« in Deutschland bereits vorangeschritten ist, zeigt sich unter anderem daran, dass »mit Beteiligung von Gelehrten und Imamen aus dem In- und Ausland (…) der »Fatwa Ausschuss Deutschland« am 12.03. 2016 ins Leben gerufen wurde«. Vordergründig gehe es bei diesem Ausschuss für islamische Rechtsgutachten um die zunächst harmlos erscheinende Vereinheitlichung der muslimischen Gebetszeiten in Deutschland.

 

Tatsächlich jedoch darf getrost bei solchen ‒ von der CDU-Politikerin mutmaßlich verharmlosend als »muslimische Struktur« bezeichneten Vereinigungen davon ausgegangen werden, dass es um den Machtausbau und die Einflussnahme auf die muslimische Community geht. Und das mit agiler Vorarbeit aus den Reihen muslimischer Christdemokratinnen.

 

 


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