Samstag, 21. Januar 2017
26.07.2016
 
 

Lebenslügen in der SPD

Birgit Stöger

Sich einen tollen und interessanten Lebenslauf zusammenzuschummeln und sich so berufliche und/oder politische Vorteile zu ergaunern, das scheint ein wiederkehrendes Muster unter SPD- Angehörigen zu sein. Nach dem Totalabsturz der Möchtegern-Juristin Petra Hinz (SPD) kommen Gerüchte auf, dass ein weiterer Genosse bei seinem Lebenslauf »gepfuscht« haben könnte.

 

SPD-»Schummelkönigin« Petra Hinz

 

Letzte Woche legte die SPD-Bundestagsabgeordnete Petra Hinz ihr Mandat nieder und erschütterte einmal mehr die sozialdemokratischen Reihen. Grund, ihren bestens vergüteten Job mit angegliedertem Rundum-sorglos-Paket bis hinein in den Ruhestand zu quittieren, war die »Schummelei« bezüglich ihres Lebenslaufs.

Die 54-jährige Genossin Hinz musste letzte Woche zugeben, dass sie weder Rechtswissenschaften studiert noch als Juristin gearbeitet hatte. Wie auch, da die rote Hochstaplerin nicht einmal die Grundvoraussetzungen hierfür, nämlich ein Abitur, vorzuweisen hat.

 

So berichtete der Spiegel darüber hinaus, dass die Möchtegern-Juristin Hinz unter ihren Genossen als Kontrollfreak mit enormem Mitarbeiterverschleiß bekannt war. Während ihrer elfjährigen Bundestagszugehörigkeit soll sie mehr als 50 Mitarbeiter fluktuiert haben.

 

»Es war die reinste Hölle«

 

Wie die FAZ berichtet, haben ehemalige Mitarbeiter die Zusammenarbeit mit der SPD-Politikerin als »eine Hölle« tituliert. Bereits 2012 lud die »Arbeitsgemeinschaft der SPD-Mitarbeiter im Deutschen Bundestag« Hinz zu einem Gespräch über die Klagen von mindestens 20 ehemaligen Mitarbeitern ihres Bundestagsbüros über »irrsinnige Schikanen« und »persönliche Erniedrigungen« ein. Damals verweigerte Hinz das Gespräch und antwortete, die Vorwürfe würden »jeder Grundlage entbehren«.

 

Mitarbeiter, die auf die Toilette gehen wollten, mussten sich bei Hinz abmelden und danach wieder zurückmelden, Telefonate sollten protokolliert werden, der Kontakt zu Mitarbeitern anderer Abgeordneten war angeblich verboten. Wie Hinz mit ihren Mitarbeitern umsprang, soll der SPD-Fraktion zudem bekannt gewesen sein, so der Spiegel.

 

Der SPD-Landesvorsitzenden und NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) sowie ihrem Generalsekretär André Stinka und Mitgliedern der Essener SPD-Ratsfraktion seien anonyme Briefe ehemaliger Mitarbeiter zugegangen. Darin hieß es, dass »zum täglichen Umgangston im Büro Hinz persönliche Beleidigungen, Diffamierungen, Mobbing, ständige Überwachung und Maßregelung sowie die Übertragung von demütigenden Aufgaben« gehören würden.

 

Kraft wie die SPD-Ratsfraktion habe jedoch nichts unternommen, um der Drangsalierung Einhalt zu gebieten. Der Spiegel vermutet hier das schlussendlich gescheiterte Vorhaben von Hinz, ihr aufgebautes Lügengebäude vor dem Einsturz bewahren zu wollen. Und so log sich die Berufspolitikerin annähernd 30 Jahre durch ihr politisches Leben. Parteikollege und ehemaliger NRW-Landtagsabgeordneter Willi Nowack (SPD), 2011 wegen Insolvenzverschleppung verurteilt, gab gegenüber der FAZ an, dass »jeder in der Parteiführung damals wusste, dass Petra Hinz nicht studiert hat, oder dass da zumindest was Krummes läuft«.

 

Hat vorpommersche SPD-Hoffnung im Lebenslauf »gepfuscht«?

 

Nun scheint sich über einem weiteren Genossen Ungemach zusammen zu brauen. Der als aufgehender SPD-Star gehandelte Jungpolitiker Patrick Dahlemann, für seine Partei als Abgeordneter im Schweriner Landtag sitzend, sieht sich dem Vorwurf gegenüber, mit seinem Lebenslauf ebenfalls mehr als »kreativ« umgegangen zu sein.

 

Der 28-jährige SPD-Mann erreichte erstmals 2014 deutschlandweites Medieninteresse, als er auf YouTube ein selbst geschnittenes Internetvideo mit seinem Redebeitrag auf einer Bundestagswahlkampfveranstaltung der NPD veröffentlichte. Seinen Redebeitrag, der sich gegen die NPD-Positionen wandte, würdigte die SPD sodann mit dem Gustav-Heinemann-Bürgerpreis.

 

 

Seit Jahren steht der umtriebige Jungpolitiker bereits wegen seines nicht enden wollenden Studiums, das er 2008 aufgenommen hatte, in der Kritik. Nun berichtet der Nordkurier, Dahlemann habe im offiziellen Handbuch des Schweriner Landtags falsche Angaben zu seinem Lebenslauf getätigt. Denn dort heißt es, dass Dahlemann als Student in Greifswald eingeschrieben ist, und so sei es auch bis zuletzt auf seiner Homepage dargestellt gewesen.

 

Beides jedoch, so der Nordkurier, sei falsch. Denn: Auf Nachfrage bestätigte der SPD-Jungpolitiker, bereits 2014 ein Studium der Politikwissenschaft in Greifswald ohne Abschluss beendet zu haben und sich an der Fernuniversität in Hagen eingeschrieben zu haben.

 

Kann ja mal passieren

 

Lässig und lapidar wie seine Parteigenossin Petra Hinz versucht auch Dahlemann, die »Ungenauigkeiten« – der Nordkurier nennt es »Pfusch« – in seinem Lebenslauf mit einem Versehen zu erklären. Als er 2014 in den Landtag nachgerückt sei, da seien die Angaben für das Handbuch ja noch korrekt gewesen. Danach habe er einfach die alten Daten übernommen, der Wechsel des Studienorts sei ihm nicht so wichtig vorgekommen, so die Rechtfertigung, die plausibel klingen würde, wüsste man nicht um das »ewige Ringen mit den akademischen Mühen«.

 

Denn bereits 2011/2012 stand ihm die Exmatrikulation durch die Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald ins Haus, da er nicht alle Prüfungen rechtzeitig abgelegt hatte. »Totale Überlastung« durch seine politische Arbeit, so die Erklärung. Der findige Ewig-Student habe indes eine Ausnahmeregelung in der Studienordnung geschickt genutzt und konnte so in Greifswald bleiben, bis ihm 2014 dann der endgültige Rauswurf, dem er zuvorkam, drohte, so der Nordkurier.

 

Glaubhaft geht anders, so wohl das Resümee der Tageszeitung, die feststellt, dass Dahlemann mehrere Gelegenheiten, die Wahrheit auf den Tisch zu legen, ungenutzt habe verstreichen lassen. Zuletzt habe die Zeitung mit der SPD-Hoffnung vor gut zwei Wochen über sein Studium gesprochen.

 

»SPD – Täuschen, tricksen, lügen«

 

So überschreibt Rechtsanwalt und Steuerberater Ansgar Neuhof in einem Gastbeitrag auf dem Internetblog Achse des Guten seine unvollständige Top-10-Ranking-Liste der jüngeren Lügen und Tricksereien der SPD.

 

So rangiert auf dem zehnten Platz der Hamburger SPD-Bürgerschaftsabgeordnete Hauke Wagner, der 2015 mit der Angabe seines Berufes »trickste«. »Als ich wusste, dass ich kandidieren werde, habe ich mich informiert, welche Berufe das höchste Ansehen genießen«, so SPD-Wagner laut der Welt. Nach Feuerwehrmann steht Sanitäter auf Platz zwei. Und so habe er einen 48-stündigen Sanitäterkurs plus dreistündiger Prüfung für rund 800 Euro gemacht und diese Berufsbezeichnung dann dem Wahlvolk präsentiert.

 

Der SPD-Bundestagsabgeordnete Marcus Held schummelte sich Ende 2015 mit getürkten Facebook- und Twitter-Accounts hohe Beliebtheitswerte zurecht und teilt sich so den unrühmlichen zehnten Platz mit dem Sanitäter-Genossen Wagner.

 

Neuhof verlinkt ebenso auf die unglaubliche Aussage des schleswig-holsteinischen SPD-Ministerpräsident Torsten Albig, der im Mai 2016 behauptete, eine »Flüchtlingskrise hat es nie gegeben«, wie auch auf das SPD-Lügengebilde bei der unappetitlichen Kinderporno-Affäre des Bundestagsabgeordneten Sebastian Edathy (SPD).

 

Auf den vorderen Plätzen der SPD-Trickliste verortet der Autor die 2005 von den Sozialdemokraten vor der Bundestagswahl kategorisch ausgeschlossene Mehrwertsteuererhöhung, sowie Sigmar Gabriels Aussage nach dem dschihadistischen Charlie-Hebdo-Anschlag: Terror habe »nichts mit dem Islam zu tun«.

 

Ungeschlagen und ganz oben im Lügen-Allzeit-Ranking der SPD rangiert jedoch der SPD-Sündenfall von 1914, als die Sozialdemokraten erst noch Massendemonstrationen gegen den drohenden Waffengang organisierten, um dann – nur wenige Tage später – wie das rote Fähnchen im Wind den Kriegskrediten für den Ersten Weltkrieg zuzustimmen.

 

 

 

 

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