Donnerstag, 8. Dezember 2016
27.02.2016
 
 

Linksextreme wollen »Flüchtlingsunterkunft« verhindern

Birgit Stöger

Solange es die dumpfen Normalos aus dem Bürgertum trifft und diese den Hunderttausenden herein strömenden Immigranten Platz machen müssen, solange ist die Welt in Ordnung. Wenn es jedoch den Linksextremisten selbst trifft, dann findet das »Refugees Welcome«-Gebrülle ein jähes Ende.

 

Seit knapp sechs Jahren leben rund 30 Personen auf einem 8000 Quadratmeter großen Grundstück im Berliner Stadtteil Neukölln in einer sogenannten Wagenburg namens »Radikal Queerer Wagenplatz KANAL« – kurz »Schwarzer Kanal«. Optisch erinnert die Wagenburg an einen Abenteuerspielplatz.

Über 20 Bauwagen, zusammengeschusterte Hütten und Kleinbusse beherbergen nach Eigendarstellung des »RADICAL QUEER WAGON PLATZ« Lesben, Schwule, Bi- oder Transsexuelle im Alter zwischen 20 und 40 Jahren, die mit »den Geschlechter- und Rollenbildern der Mehrheitsgesellschaft ebenso wenig anfangen können wie mit der kapitalistischen Verwertungslogik«.

 

Laut der Internetseite der Wagenburg sind unter den Bewohnern »mehrheitlich Geflüchtete, Migrant_innen, Schwarze Menschen, Rrom_nja und Menschen of Color, die gegen Rassismus, Klassismus, Sexismus und Inter* Trans* Homo Diskriminierungen kämpfen«.

 

Bislang von der Stadt geduldet und deshalb mietfrei wird dem klassenlosen, »freien Leben« ohne Strom oder Heizung, umweht von »Kein Mensch ist illegal«- und »Abschiebung stoppen«-Fahnen, gefrönt.

 

Erhalt des »Sozial- und Kulturprojekts« und »Wohnungen für alle«

 

Nun scheint die Merkelsche Willkommenskultur auch jene zu tangieren, die bislang lauthals für eine »No Border – No Nation«-Gesellschaft eintraten, die Probleme solchen Ansinnens aber der »Mehrheitsgesellschaft« überließen. Auf dem betreffenden Gelände – ein staatseigenes Grundstück der Berliner Immobilienmanagement Gesellschaft (BIM) – soll eine sogenannte »MUF« (Modulare Unterkunft für Flüchtlinge) für bis zu 500 Bewohner errichtet werden.

 

Am Mittwoch demonstrierten die sonst so »Flüchtlings-affinen« Linksextremisten gegen die Errichtung einer Unterbringungsstätte für Immigranten auf dem von ihnen seit Jahren illegal genutzten Grundstück. Während der Kundgebung vor dem Neuköllner Rathaus forderten die Demonstranten vehement den Erhalt des »Sozial- und Kulturprojekts« sowie »Wohnungen für alle«.

 

Die Neuköllner Bürgermeisterin, Franziska Giffey (SPD), machte daraufhin am Donnerstag klar, dass die Bewohner der Wagenburg kein Nutzungsrecht besitzen würden. Angesichts der »akuten Nöte durch die Flüchtlingskrise« sei es nicht zu rechtfertigen, dass ein von einer kleinen Gruppe ohne vertragliche Grundlage genutztes Grundstück nicht zur Disposition gestellt werden dürfe.

 

Die Wagenburgbewohner halten dagegen, dass der Grund, weshalb sie keinen Vertrag zur Nutzung hätten, daran liege, dass der ihnen vorgelegte Vertrag »inakzeptabel« gewesen sei. Unter dem Motto »Was wir nicht unterschreiben« kritisieren die Protestierenden, dass sich Vertragsklauseln gegen »Geflüchtete« richten würden.

 

Als einvernehmliche Lösung sei eine mögliche »Koexistenz von Wagenburg und Immigrantenunterkunft« denkbar. Die bisherigen Bewohner hätten dann noch 3000 Quadratmeter zur Verfügung.

 

Jedoch sei man sich da noch nicht sicher, ob solch eine Lösung infrage käme, so der Tagesspiegel. »Als marginalisierte Personengruppe wollen wir die Geflüchteten aber ganz herzlich willkommen heißen«, so ein Sprecher der Wagenburgler.

 

Linksextreme Projekte nicht nur in Neukölln

 

Wagenburgen sind indes kein Neuköllner Phänomen. Mitte Dezember des letzten Jahres stürmten Linksextremisten zum Teil mit Hunden das Leipziger Rathaus. Ihre Parole »Recht auf Stadt« bezog sich ebenfalls auf einen illegalen Wagenplatz. Die Räumung der Wagenburg, die auf dem Gelände des SV Fortuna in Leipzig illegal errichtet worden war, stand bevor.

 

Die Polizei war mit einem Großaufgebot und sieben Fahrzeugen vor Ort gewesen, hatte sich aber – um eine Eskalation zu vermeiden – wieder zurückgezogen. Die Stadt genehmigte daraufhin den Protest der Linksextremisten, die sich auch vor dem Rathaus postierten, als »Spontandemonstration« und suchte das »Gespräch« mit den Protestierenden.

 

Unterstützung bekamen die »Linksorientierten« von der sächsischen Landtagsabgeordneten Juliane Nagel (Linke), die während der Räumung mit einem Anwalt vor Ort war. Diese »harte Form hätte gerade angesichts der lösungsorientierten Gespräche zwischen Wagen-Leuten (Menschen, die in ihren Autos wohnen) und Sportverein vermieden werden können«, so die Kritik Nagels. Das ehemalige PDS-Mitglied Nagel erscheint bei »linksorientierten« Aktionen besonders bemüht.

 

So hatte sie mit ihrer grünen Genossin, der sächsischen Abgeordneten Monika Lazar (Grüne), Anfang 2015 einen Blockade-Aufruf zur Verhinderung einer Legida-Demonstration initiiert und so aktiv zur Gewalteskalation beigetragen (metropolico berichtete). Darüber hinaus solidarisiert sich Juliane Nagel mit diversen Organisationen, die nicht nur linksextrem und offen verfassungsfeindlich sind, sondern dezidiert antiweiß-rassistische Standpunkte vertreten. Manch einem gilt »Chaos-Jule« als Anführerin der Antifa und Aufwieglerin der autonomen Kräfte.

 

Nicht mehr Herr der Lage

 

Seit Monaten bereits wüten in Leipzig linksextreme Gewalttäter mit zunehmender Radikalisierungstendenz. So zogen 2014 mehr als 600 linksextreme Randalierer durch die Stadt und hinterließen eine Spur der Verwüstung. Die Polizei sprach von Landfriedensbruch.

 

Seither kommt es immer wieder zu Radikalitäten und schweren Ausschreitungen aus dem linkspolitischen Spektrum, das die Sicherheitskräfte stellenweise mit »kriegerischen Angriffen« titulierten. Die politisch Verantwortlichen der Stadt haben immer wieder harte Reaktionen angekündigt, allein Resultate sind bislang nicht vorzuweisen. Leipzig verkommt immer mehr zu Deutschlands Metropole des Linksextremismus.

 

 

 

 

 

 

.

Ergänzende Beiträge zu diesem Thema

Dresdner Polizei lehnt Beratung für Opfer linksextremistischer Gewalt ab

Birgit Stöger

Wie es scheint, haben sich staatliche Sicherheitskräfte mit linksextremistischen Gewalttaten abgefunden. So wüten bereits seit Monaten in Leipzig und Berlin linksextreme Gewalttäter mit zunehmender Radikalisierungstendenz. Während des vergangenen Jahres kam es immer wieder zu Übergriffen und schweren Ausschreitungen, die Sicherheitskräfte  mehr …

Abschiebe-Skandal: Linksgrüne Landespolitiker untergraben Bundesrecht

Torben Grombery

Im Monat Januar 2016 wurden beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) insgesamt 52 103 Asylanträge gestellt – ein Anstieg von 108,1 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat (25 042). Im Jahr 2015 wurden von 200 000 Ausreisepflichtigen rund 21 000 Ausländer in der Zuständigkeit der 16 Bundesländer abgeschoben: Linksgrüne Ideologie bricht  mehr …

Laut gegen Nazis: Offener Straßenterror in Leipzig

Torben Grombery

Der für die vielzitierte Zivilgesellschaft wichtige Protest gegen Nazis wurde erneut von gewaltbereiten Linksextremisten »missbraucht«. Dieses Mal wurde ein von der Partei Die Rechte angemeldeter Sternmarsch in der Leipziger Südvorstadt zum Schauplatz von »offenem Straßenterror«, wie selbst Leipzigs OB Jung (SPD) eingestehen musste. Auch der  mehr …

Wer diesen Artikel gelesen hat, hat sich auch für diese Beiträge interessiert:

Schweiz: Marschbefehl für 5000 Soldaten

Udo Ulfkotte

In wenigen Tagen schon könnte die EU wieder auseinanderbrechen. Das sagen nicht Verschwörungstheoretiker, sondern ein EU-Kommissar. Die Schweiz reagiert und bereitet die Armee mit militärischen Mitteln auf die Grenzsicherung vor. 5000 Soldaten haben den Marschbefehl bekommen, die Schweizer Armee ändert die Aufgebote. Deutsche Propagandamedien  mehr …

Mordaufruf gegen Kritiker: Staatliche und mediale Repression in Deutschland

Markus Gärtner

Als Horst Seehofer vor wenigen Tagen von einem Unrechtsstaat sprach, wurde er von linken Parteien heftig attackiert. Aus der Bundesregierung kommen seit Monaten stets deftige Breitseiten, wenn Kritik an der aktuellen Politik des Berliner Parteien-Kartells geübt wird, vor allem von Justizminister Heiko Maas. Dieser rückt selbst renommierte Staats-  mehr …

Schwindsucht bei Bild: Wie sich die Boulevardikone von den Mächtigen instrumentalisieren ließ

Markus Gärtner

Deutschlands Leitmedien laufen die Leser und die Werbung davon. Das Vertrauen in die Berichterstattung ist schwer angeschlagen bis nachhaltig zerstört. In dieser Phase kracht die Auflage der Bild-Zeitung Anfang 2016 unter zwei Millionen. Das ist der vorläufige Höhepunkt eines dramatischen Niedergangs im ohnehin geplagten deutschen  mehr …

Leben die Amerikaner in einer Scheinrealität, die durch Ereignisse inszeniert wurde?

Dr. Paul Craig Roberts

Die meisten gut informierten und zum eigenständigen Denken fähigen Menschen haben die sogenannten Mainstreammedien abgeschrieben. Diese korrupten Medien haben ihre Glaubwürdigkeit verloren, als sie Washington bei dessen Lügen halfen, zum Beispiel solchen: »Saddam Husseins Massenvernichtungswaffen«, »iranische Atomwaffen«, »Assad setzt Chemiewaffen  mehr …

Volkspädagogen

Werbung

Die GEZ-Lüge

Erinnerung ans Recht

Deutschland zeichnet sich nicht mehr als Rechtsstaat aus.

Die freiheitlich-demokratische Grundordnung beruht auf den in der Aufklärung entwickelten Gedanken der Freiheit und der Souveränität der Bürger. Diese Ordnung wurde für Deutschland im Grundgesetz niedergelegt und ist das rechtliche Fundament jeder Republik. Sie ist ein wesentliches Kennzeichen des europäischen Erfolgs und Selbstverständnisses. Während die Eliten in Berlin und Brüssel vordergründig an etablierten Werten der Demokratie festhalten, zerstören sie vorsätzlich und systematisch die Eckpfeiler unserer Rechtsordnung.

mehr ...

Das große farbige Wilhelm Busch Album

Katalog – Jetzt kostenlos bestellen

Bestellen Sie unseren Katalog kostenlos und unverbindlich.
Newsletter-
anmeldung!
Hier erhalten Sie aktuelle Nachrichten und brisante Hintergrundanalysen
(Abmeldung jederzeit möglich)

KOPP EXKLUSIV – Jetzt bestellen

Brisante Hintergrundanalysen wöchentlich exklusiv nur bei uns.

Spendenaktion

Mitochondrien

Das große Detox-Buch

Werbung

Deutschland von Sinnen

»Voll das Tollhaus!«

»Es ist ein Skandal, die indigene Bevölkerung als einen Haufen von Reaktionären, Nazis, ja, verhinderten Mördern zu verunglimpfen, sobald sie mitbestimmen möchte, mit welcher Sorte von Menschen sie in ihrem eigenen Land zusammenzuleben wünscht und mit welcher nicht. Migranten sind keine Touristen. Das hier ist immer noch Deutschland und nicht Circus Roncalli.« Akif Pirinçci

mehr ...

Durch globales Chaos in die Neue Weltordnung

Mit Holz, Herz und Hand

Ur-Obst