Saturday, 25. June 2016
05.02.2016
 
 

Neuer Höchststand bei evangelischen Kirchenaustritten

Birgit Stöger

Der Evangelischen Kirche Deutschland (EKD) laufen die Schäfchen in Scharen davon. Hatten 2013 bereits 176 551 Protestanten ihrer Kirche den Rücken zugewandt, was 27,8 Prozent mehr Austritten gegenüber dem Vorjahr entsprach, so verließen 2014 etwa 270 000 ihre Kirche. Das markierte den Höchststand seit 1995.

 

Die EKD begründet den anhaltenden Aderlass wie im Jahr zuvor mit dem demographischen Wandel. Der Rückgang resultiere zum einen aus dem Anstieg von Sterbefällen im Verhältnis zu den Taufen. Zugleich ging auch innerhalb der EKD die Zahl der Kircheneintritte 2014 deutlich zurück. Sie sank um 11,9 Prozent auf 44 151.

 

So bekannten sich Ende 2014 nur noch 22,6 Millionen Deutsche zur EKD, was einen Schwund von über 410 000 im Vergleich zum Vorjahr bedeutet. Hauptursache sei jedoch laut der Evangelischen Nachrichtenagentur idea die Neuregelung beim Einzug der Kirchensteuer auf Kapitalerträge. Seit dem 1. Januar 2015 behalten Banken und Sparkassen die Kirchensteuer automatisch ein.

 

 

EKD-Islamkurs schreckt Gläubige

 

Die Gründe, weshalb immer mehr Protestanten von ihrer Kirche nichts mehr wissen wollen und austreten, dürften jedoch nicht nur finanzieller Natur sein. Die zunehmende Tendenz der Kirchen, die Glaubensgrenzen zwischen den christlichen Dogmen und denen des Islam zu verwischen, sowie zunehmend von einer Gleichheit der beiden Religionen zu sprechen, wird von der EKD nicht als Grund benannt.

 

So kämpft an vorderster Front Heinrich Bedford-Strohm, der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche und bayerische Landesbischof für den Islam in Deutschland. Um dem höchst umstrittenen Imam Bajrambejamin Idriz bei der Realisierung seines Mega-Moscheenprojekts in München »Münchner Forum für Islam (MFI)« (ehemals »Zentrum für Islam in Europa-München«; ZIE-M) zu unterstützen, gehören Heinrich Bedford-Strohm wie auch der Präsident des Zentralkomitees der Katholiken in Deutschland (ZdK), Alois Glück, zu den Gründungsmitgliedern des MFI-Kuratoriums. Beide werben aus diesen Funktionen heraus heftig für das islamische Projekt.

 

Mitte des vergangenen Jahres musste Bedford-Strohm sich den Vorwurf gefallen lassen, als »Islamversteher« von den Muslimen instrumentalisiert zu werden. Die MFI-Mitwirkung des Landesbischofs sei eine »Zumutung und nicht hinnehmbar« und das Bischofsamt zudem »beschädigt und diskreditiert«.

 

So der Vorwurf des Vorsitzenden der Konferenz Bekennender Gemeinschaften in den evangelischen Kirchen Deutschlands (IKBG), Pfarrer Ulrich Rüß, laut evangelisch.de. Bedford-Stroms anschließende Facebook-Rechtfertigung, er und Glück wollten durch ihre Mitarbeit im MFI jene Kräfte im Islam stärken, die sich gegen radikale Tendenzen stellten ‒ was in Anbetracht der Personalie Idriz eine Farce darstellt ‒ scheint vielen Gläubigen kein hinreichender Grund mehr für die permanente Grenzverwischung durch die evangelische Kirche zu sein.

 

Die Kirche brauche in einer Zeit der »Herausforderung und Bedrohung durch den Islam« einen Bischof, der mit allen seinen Möglichkeiten »die Seinen zusammenhütet«. Die bedrohte Lage der Christen in islamisch geprägten Staaten und durch den islamistischen Terror verlange einen kritischen Dialog mit dem Islam. IKBG-Präsident Rüß forderte weiter, dass Bedford-Strohm seine Mitwirkung im Kuratorium des Moscheebauvereins zur Realisierung des Megamoscheeprojekts in München aufkündigt.

 

Dass Bedford-Strom als Unterstützer des Islams gelten kann, demonstrierte der evangelische Landesbischof bereits 2012 auf dem Interreligiösen Dialog in Bamberg. Dort erklärte der 55-jährige Hirte, dass ihn die »Begegnung mit dem Reichtum anderer Glaubenstraditionen« zu »einem glücklicheren Menschen« mache. In der ebenfalls 2012 erschienenen Druckausgabe der Nürnberger Nachrichten wird der Landesbischof mit den Worten zitiert, es könne »berührend und bereichernd sein (…), wenn man sich vom Ruf des Muezzins mit hineinnehmen lässt in dessen Gottesdienst«. Nicht nur die Verwischung der Glaubensgrenzen zum Islam wird von vielen Kirchenaustrittlern für ihre Abwendung benannt.

 

Gender-Mainstreaming ‒ ein Steckenpferd der EKD

 

Auch die exzessive Hinwendung der EKD zum politisch korrekten Mainstream wird zunehmend kritisiert. Die feministische Ideologie des Gender-Mainstreaming vertritt die Ansicht, dass es keine grundlegenden Unterschiede zwischen Mann und Frau gebe. Die Einteilung der Menschen in einen männlichen und einen weiblichen Teil sei lediglich eine »Erfindung patriarchaler Gesellschaften«, die festgelegt hätten, welche Rollen die biologischen Geschlechter in der Gesellschaft zu spielen hätten und wie sich diese zu verhalten haben.

 

Demnach gebe es nicht nur Mann und Frau, sondern auch noch viele andere, bis zu 4000 Geschlechter, die während eines Lebens beliebig tauschbar gelebt werden könnten. Zur Zielsetzung des Genderismus gehört die völlige Auswechselbarkeit von Mann und Frau in allen Lebensbereichen, so wie die Auflösung familiärer Traditionen, die schlussendlich zu einer Transformation der Gesellschaft führen sollen. 2014 eröffnete der EKD das »Studienzentrum für Genderfragen in Kirche und Theologie« und scheint sich so an die Spitze der Gender-Mainstreaming-Verfechter stellen zu wollen.

 

Rechtzeitig noch vor dem 500. Jubiläum von Luthers Thesenanschlag am 31. Oktober 2017 wird der EKD dann auch die Lutherbibel in gendergerechter Sprache vorstellen. 70 ehrenamtliche Experten der Evangelischen Kirche Deutschlands mühten sich ab, und verpassten dem Wort Gottes eine »geschlechtergerechte« und somit »weiblichere« Sprache. Die Ausgabe der gendergerechten Lutherbibel erscheint im Oktober 2016. Interessant wird sein, wie viele der immer weniger werdenden EKD-Mitglieder auch diese Zeitgeist-Eskapade mittragen wollen.

 



 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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