Tuesday, 24. May 2016
09.03.2016
 
 

Staatliche Förderung für Torte schmeißende Clowns

Birgit Stöger

Die Sahnetorte schmeißende Künstlergruppe »Peng! Collective« erhält 150.000 Euro aus Steuermitteln. Die links-politischen »Spaßmacher« hatten die AfD-Europaabgeordnete Beatrix von Storch Ende Februar mit einer Sahnetorte beworfen.

 

Als Clowns verkleidet betraten zwei Männer Ende Februar unter Singen des Geburtstagsliedes »Happy Birthday« eine nicht-öffentliche Sitzung der Bundesprogrammkommission der Alternative für Deutschland (AfD) in einem Hotel in Kassel.

Einer der beiden Männer trug eine Sahnetorte. Dann ging alles sehr rasch. Die Torte landete zunächst auf Beatrix von Storch (AfD) und schließlich auf dem daneben sitzenden Parteivize Albrecht Glaser.

 

Der zweite »Clown« filmte die Aktion. Beide Männer outeten sich als linke Aktionskünstler des Berliner »Peng! Collective«. Die Tortenattacke landete dann medienwirksam umgehend im Netz auf YouTube.

 

Dort wurde im Kommentarbereich bedauert, dass es sich nur um eine Torte und nicht um einen Spaten oder eine Bombe gehandelt habe. Auf dem Peng!-eigenen Facebookprofil ernteten die Clowns ebenfalls reichlich Beifall: »Geile Aktion, das nächste Mal mit Pflastersteinen!«, so die aufmunternden Worte.

 

Tortenschmeißer mit stattlichen und staatlichen Mitteln ausgestattet

 

Wie die Bildzeitung berichtete, kommt das sogenannte Künstlerkollektiv massiv in den Genuss von Steuergeldern. Mindestens 150.000 Euro sollen seit Juni 2015 an die Gruppierung geflossen sein. Die Sprecherin der Kulturstiftung des Bundes, Friederike Tappe-Hornbostel, bestätigte dies auf Anfrage: »Die Gruppe Peng erhält von uns insgesamt 150.000 Euro. Das Geld wird in Tranchen in einem Zeitraum von insgesamt zwei Jahren an Peng überwiesen.«

 

Wie die FAZ berichtete, verfügt die Kulturstiftung des Bundes über einen Jahresetat von 38 Millionen Euro. Die Peng!-Förderung wiederum stamme aus dem Spezialfond »Doppelpass«, der mit 2,25 Millionen Euro die »Kooperation von freien Gruppen und festen Tanz- und Theaterhäusern« unterstützt.

 

Die Tortenaktion, eingebettet im »klar definierten Projekt Die Populisten« wird somit mit Steuergeldern stattlich und staatlich unterstützt. In sechs Eskalationsstufen würden »Die Populisten die Möglichkeiten politischer Aktionskunst … erforschen«.

Sofortige Beendigung der »staatlichen Förderung der Tortenwerfer«

 

AfD-Vize Beatrix von Storch bezeichnete auf Facebook den Tortenangriff als »eine von der Kulturstiftung des Bundes mit Steuergeldern geförderte Aktion«. Gegenüber Bild bezeichnete es die AfD-Politiker als Skandal. Sie wünsche sich eine politische Diskussion um das Wohl unseres Landes. »Pflastersteine, Farbbeutel, Brandsätze und Sahnetorten sind keine Argumente, sondern Straftaten.«

 

Storch erklärte, dass sie nicht einschüchtern lassen werde. Sie sei jedoch fest der Auffassung, dass der Staat Straftaten wie diese Attacke »nicht mit Steuergeld fördern« dürfe. Von Storch verlangt, dass die »staatliche Förderung der Tortenwerfer« beendet wird.

 

Die Kulturstiftung indes sieht das wohl anders. Tappe-Hornbostel beantwortet die Bild-Anfrage geradezu zynisch: »Die Gruppe muss ohnehin genau nachweisen, was sie mit dem Fördergeld macht und bei uns entsprechende Belege einreichen. Sollten Rechnungen für eine Torte und Clownskostüme dabei sein, werden wir diese ohnehin auf keinen Fall akzeptieren.«

 

Bleibt nur die Frage, so die Bildzeitung, »mit welchem Geld die Tortenwerfer die Videokameras und die Stative bezahlt haben, mit denen sie den Tortenangriff „effizient“ und mit „medialem Mehrwert“ gefilmt haben …«.

 

 

 

 

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