Saturday, 28. May 2016
22.03.2013
 
 

Kluge Köpfe als Staatsfeinde: Wie Politik und Medien Euro-Kritiker bekämpfen

Christine Rütlisberger

Woran erkennt man einen Politiker, der lügt? Antwort: Er bewegt die Lippen. An diesen Ausspruch musste ich denken, als ich das erste Kapitel der Druckfahnen des neuen Buches von Udo Ulfkotte (Titel: Raus aus dem Euro – Rein in den Knast) über die Abgründe, mit denen Politik und Medien Euro-Kritiker in den letzten Jahren fertigmachten, gelesen hatte. Beim nächsten Kapitel lernte ich: Die Intelligenz war gegen den Euro, die Dummheit dafür. Und dann kam es Schlag auf Schlag.

Die Schwarzseher und Euro-Pessimisten von gestern sind die Realisten von heute. Das ist die wichtigste Erkenntnis dieses brandneuen Buches Raus aus dem Euro - Rein in den Knast von Udo Ulfkotte. Die Euro-Kritiker hatten den Mut, gegen den Zwangsumtausch von D-Mark und Schilling in die Einheitswährung aufzustehen, wo Politiker stur sitzen blieben. Und sie haben

gesprochen, wo Politiker schwiegen. Sie haben »Nein« gesagt, wo Politiker »Ja« sagten. Sie haben innegehalten, wo Politiker mitliefen. Ungeachtet eventueller schmerzhafter Folgen haben sie Courage gezeigt und tapfer gegen die politische Korrektheit gekämpft.

 

Jene Widerstandskämpfer der Gegenwart, die von Anfang an die Folgen des Euro-Wahns erkannten, mussten übel dafür büßen. Jetzt, wo die einst von Politik und Medien mit viel Pomp gefeierten Euro-Stabilitäts- und Rettungspakete zur Lachnummer verkommen sind, wo die Bürger in der Euro-Zone teilenteignet werden (wie von Ulfkotte schon lange vorausgesagt), wird es Zeit, Bilanz zu ziehen und festzuhalten, was man den Euro-Skeptikern früher angetan hat. Viele Leser werden sich erstaunt die Augen reiben und gar nicht wissen, zu was Politiker und Medien fähig gewesen sind. In dem Buch Raus aus dem Euro - Rein in den Knast ist es dokumentiert.

 

Jene, die von Anfang an vor den Gefahren des Euro warnten, werden auch heute noch von Politik und Medien als lästige Störenfriede und wie eine Art Party-Pupser behandelt. Viele von ihnen wurden verunglimpft und diskriminiert – etwa als »D-Mark-Nationalisten« und »Rechtsextremisten«. Anderen entzog man Forschungsgelder oder den Job. Und auf viele hetzte man den Verfassungsschutz, der sie beobachtete und Nachbarn befragte.

 

Rund ein Jahrzehnt lang haben uns Politik und Medien mit den Tricks der Massenpsychologie beim Thema »Euro« über die Wahrheit hinweggetäuscht. Der Betrug hat gut funktioniert – bis jetzt. Man suggerierte uns Wählern in den Medien, Euro-Kritiker seien eine Art populistische Extremisten, die mit leicht zu widerlegenden Argumenten den Aufbruch zu noch mehr Wohlstand und Frieden in Europa zu verhindern suchten. Kurz: Man stempelte Euro-Kritiker ab. Milch und Honig hat man uns mit dem Euro versprochen. Doch Blut und Tränen werden wir laut Ulfkotte bekommen. Angeblich war der Euro das größte Friedensprojekt in der europäischen Geschichte. In Wahrheit liegt er als Deckel auf dem Vulkan, der immer wieder hoch kocht und demnächst irgendwann mit ungewissen Folgen explodieren wird. Ulfkotte hat in anderen Sachbüchern gezeigt, wie man sich vor den Folgen schützen kann.

 

Die großmäuligen Versprechen von Kanzler Helmut Kohl (CDU) und den vielen anderen Euro-Werbern haben sich nicht erfüllt. Im Gegenteil: Die Währungsunion macht Deutsche und Österreicher Tag für Tag ärmer. Der Euro mag gut für die Unternehmen und Banken sein. Für die deutschen und österreichischen Arbeitnehmer und Sparer ist er es ganz sicher nicht. Wie hat man damals über jene gelacht, die vor diesen Folgen warnten. Egal, ob sich Professoren oder die Bürger auf der Straße Gedanken über die Sicherheit der neuen Währung machten – sie galten als Spinner. Der Euro, so hieß es Ende 2001, werde härter (im Klartext: bissfester) sein als die italienische Lira. Und jetzt steht der Euro vor dem Crash.

 

In den 1990er-Jahren hat man jene, die uns schlechte Zeiten mit dem Euro voraussagten, zu »Schwarzsehern« gestempelt. Jegliche Kritik am Abschied von D-Mark und Schilling wurde unterdrückt. Euro-Skeptiker wurden damals stigmatisiert. Inzwischen wissen wir, dass die »Schwarzseher« Recht hatten. Tatsächlich stand die überwältigende Mehrheit der Fachleute der Euro-Währungsunion von Anfang an skeptisch gegenüber. Sie wurden zwei Jahrzehnte lang als Vaterlandsverräter gebrandmarkt, als »Europafeinde«. Man hetzte den Verfassungsschutz auf sie. Und die Medien schrieben sie nieder. Heute, wo sie mit ihren schlimmsten Prognosen recht behalten haben, haben Politik und Medien auf einmal große Erinnerungslücken.

 

Die unlängst verstorbene SPD-Politikerin Liesel Hartenstein sagte, Euro-Kritiker seien durch eine »Schweigespirale« mundtot gemacht worden. Die Einführung des Euro durch die Politik sei »kein Bravourstück der Demokratie« gewesen. Das sah auch die frühere Chefin des Umfrageinstituts Allensbach, Elisabeth Noelle-Neumann, so.

 

Der Brüsseler WDR-Korrespondent Rolf-Dieter Krause hat beschrieben, wie Journalisten Euro-Skeptiker fertigmachten: »Wir gehen so damit um, dass wir jeden, der Zweifel am Sinn des Euro geäußert hat, in die nationalistische Ecke drängen (...). Manfred Brunner galt einst als Liberaler, inzwischen wird er dem rechten Lager zugeordnet. Er ist aber dahin geschoben worden, weil er es gewagt hat, Zweifel am Euro zu äußern«.

 

Journalisten, die beim Thema »Euro« nicht auf Linie waren, bekamen gewaltige Probleme – und vor allem viel Druck. Einer der das deutlich zu spüren bekam, war Winfried Münster. Er wurde plötzlich als »Ratte« beschimpft. Und nach Angaben von Axel Bunz, damals Leiter der deutschen Vertretung bei der EU-Kommission, wollte die Politik in den 1990er-Jahren auch nicht, dass sich Medien oder gar die Bevölkerung mit dem Euro auseinandersetzte – es war ein Tabu-Thema. Bunz sagte: »Die Bevölkerung wurde absichtlich außen vor gelassen, weil es nicht auf sie ankam«.

 

Auch Abgeordnete hatten Angst, ihre Bedenken deutlich zu äußern. Kritische Haltung zum Euro, oft sogar schon Nachfragen, galten weiterhin als nationalistisch, chauvinistisch, dumpf, unmodern, uneuropäisch, antieuropäisch. Kann man da noch von Demokratie sprechen? Wenn Politiker Angst haben, beim wichtigsten Thema für Jahrzehnte sich zu informieren? Wenn sie nicht nachfragen dürfen, weil das als »nationalistisch« gilt?

 

Der Berliner Tagesspiegel nannte Euro-Kritiker in den 1990er-Jahren »falsche Propheten«. Und der Spiegel machte Staatsrechtler, die wie die Professoren Rupp und Schachtschneider für die D-Mark eintraten zum »Pöbel«.

 

In Österreich hat das Außenministerium nach den Recherchen von Ulfkotte eine eigene Arbeitsgruppe ins Leben gerufen, die Euro-Kritiker bekämpfen sollte. Und Medienanstalten wurden auf Kurs gebracht, indem nur jene Konzerne Privatlizenzen bekamen, welche versprachen, Propaganda für den Euro zu machen. Raus aus dem Euro - Rein in den Knast ist das wohl brisanteste neue Sachbuch der letzten Monate.

 

SPD-Politiker Steinbrück diffamierte den Euro-Kritiker Professor Sinn als »Professor Unsinn«, SPD-Mann Gabriel nannte Professor Sinn Herrn »Blödsinn«, Grünen-Chef Trittin empfahl ihm, auszuwandern und der Spiegel degradierte ihn zum Professor »Propaganda«. Wolfgang Schäuble drohte jenen, die als Professoren den Euro-Wahn zu kritisieren wagten, ganz offen mit dem Entzug staatlicher Fördergelder. Und Professor Arnulf Baring wurde von Helmut Kohl höchstpersönlich als »Schmierfink« diffamiert. Der Münsteraner Volkswirtschaftsprofessor Manfred Borchert rechnete uns schon 1997 vor, dass wir eine Billion (!) Euro an ärmere EU-Staaten für die Währungsunion würden zahlen müssen. Man erklärte ihn damals für verrückt.

 

Erfolgsautor Udo Ulfkotte lässt in seinem neuen Bestseller mehr als fünfzig Zeitzeugen zu Wort kommen, die Unglaubliches über ihre Erfahrungen als Euro-Skeptiker berichten. Von den Professoren Hans-Werner Sinn, Karl-Albrecht Schachtschneider, Hans-Olaf Henkel und Bruno Bandulet über Politiker wie Henning Voscherau, Vermögensverwalter wie Felix Zulauf und Jens Erhardt bis hin zu Historikern wie Arnulf Baring und Professor Otmar Issing, dem Ex-Chefvolkswirt der Deutschen Bundesbank, reicht die Palette jener, welche ihm über ihre Erfahrungen mit politisch nicht korrekten Äußerungen zum Thema Euro berichtet haben. Ulfkotte beleuchtet aber auch Menschen, die wie Sabine Christiansen oder Urich Wickert bereitwillig Propaganda für die Einheitswährung gemacht haben. Und er stellt uns jene Agenturen vor, welche uns den Euro wie Waschmittel verkaufen sollten, um den größten Raubzug in der jüngeren Geschichte durchzuführen.

 

Wer atemlos die unglaublichen Fakten in diesem Buch gelesen hat, der merkt erstens, wie Politik und Medien ihn jahrelang für dumm verkauft haben. Und er wünscht sich zusammen mit vielen der Gesprächspartner von Ulfkotte, dass die dafür Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen und in den Knast gesteckt werden. Schließlich müssen Banken, die gegenüber ihren Kunden falsche Versprechen abgegeben haben, dafür jetzt auch haften. Warum also nicht verlogene Politiker und verlogene Medien, die uns die Euro-Einheitswährung gegen den Mehrheitswillen skrupellos aufgezwungen haben? Das atemberaubende Buch - es liest sich wie ein Thriller - ist nach Verlagsangaben ab Ende nächster Woche lieferbar.

 

 

 

 


 

 

 

 

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