Thursday, 17. May 2012
26.12.2011
 

Welche Geldanlagen beim Euro-Crash noch sicher sind

Christine Rütlisberger

Von Australien bis Zypern bereiten Regierungen die Bürger auf den möglichen Euro-Crash vor. Nur im deutschsprachigen Raum lässt man die Menschen in völliger Ungewissheit darüber, welche Geldanlagen noch Sicherheit bieten.

Im fernen Australien hat die Regierung alle Banken dazu angewiesen, sich auf den absehbaren Zusammenbruch des Euro vorzubereiten. Nach internen Berechnungen der Regierung in Canberra werden die finanziellen Schockwellen aus dem 16.000 Kilometer entfernten Europa auch noch in Australien gewaltig sein: Die australische Regierung erwartet für diesen Fall einen rasanten Anstieg der Arbeitslosigkeit auf zwölf Prozent, einen Verfall der Immobilienpreise um mindestens 30

Prozent und einen Absturz der australischen Aktienkurse um etwa 40 Prozent. Ebenso wie die Australier rufen Regierungen in vielen Ländern der Welt ihre Einwohner dazu auf, sich nun auf dieses mögliche Szenario vorzubereiten. Ganz anders im deutschsprachigen Raum: Sowohl die österreichische als auch die deutsche Regierung erwecken den Eindruck, das sich anbahnende finanzielle Desaster sicher im Griff zu haben.

Das ist ganz sicher nicht der Fall. Wenige Tage nachdem die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) öffentlich behauptete, es werde ganz sicher keine Euro-Bonds geben, kündigte der neue italienische Ministerpräsident Mario Monti  an, dass diese beim nächsten EU-Gipfel im März 2012 beschlossen werden sollen. Die Deutschen und die Österreicher sollen es halt nur zuvor nicht erfahren. Klar ist, dass die Inflation steigen wird. Die Angst der Deutschen und Österreicher vor Inflation sitzt tief. Sie fürchten, dass das Ersparte durch Geldentwertung aufgefressen wird. Doch auch eine Rückkehr zu nationalen Währungen wie der D-Mark oder dem Schilling verändern die Lage kaum zum Besseren. Wie sieht es für die Zukunft aus mit Ersparnissen, Auslandsaktien, Lebensversicherung, Gold und Immobilien? Welche Anlageform bietet nun welche absehbaren Risiken? Zu lange haben die europäischen Wohlfahrtsstaaten über die Verhältnisse gelebt, und mussten auch noch für die Rettung von Banken teuer bezahlen. Am Ende wird jemand für diese Schulden aufkommen müssen. Nachfolgend ein Überblick über die Auswirkungen für verschiedene Anlageformen.

 

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