
In der für derartige Ideen stets interessierten Wochenzeitung Die Zeit verkündete Ministerin Schröder selbstbewusst: »Gemeinsam mit der Bundesagentur für Arbeit wollen wir arbeitslose Männer zu Erziehern umschulen!« Der bisher verschwindend geringe Männeranteil beim Kindergartenpersonal müsse erhöht werden.
Warum? Wer sagt das? Fragt man sich verzweifelt. Die Laienpsychologin Schröder stellt dazu fest, dass der geringe Männeranteil in pädagogischen Berufen ein Grund für das schlechtere Abschneiden von Jungen in der Schule sei. »Ihnen fehlen damit realistische Vorbilder.« Damit hat die Familienministerin insofern recht, als an den Schulen tatsächlich viel zu wenige männliche Lehrer beschäftigt sind und somit massenhaft männliche Vorbilder fehlen. Doch anstatt sich einmal wirklich näher mit der verheerenden Leistungskrise der Jungen und Männer zu beschäftigen und um wirkliche Lösungen zu ringen, spricht die junge Politikerin völlig unbedarft von arbeitslosen Männern, von gelernten Handwerkern zum Beispiel, die nun in einer Kita das wertvollste, was die Menschen besitzen, die kleinen Kinder, fremdbetreuen sollen! Ja, geht es denn eigentlich noch? In einer Kita, sehr geehrte Frau Schröder, werden Kleinstkinder von der sechsten Woche an bis zum dritten Lebensjahr betreut. Das ist etwas völlig anderes als eine Schule, Frau Schröder! Sie vermischen hier Äpfel mit Birnen und zucken nicht einmal mit der Wimper!
Jeder Psychologie-Anfänger erfährt im ersten Studiensemester, dass die ersten drei Lebensjahre eines jeden Menschen die wichtigste Zeit für seine gesamte Entwicklung darstellen und dass eine bedürfnisgerechte Betreuung das A und O ist! Jedes Baby, jedes Kleinkind braucht eigentlich in dieser Zeit die individuelle Liebe und Zuwendung seiner Mutter, natürlich auch die seines Vaters, doch zuallererst braucht das Kind seine Mama! Es ist schon schlimm genug, dass die globalisierte »Moderne« das Lied der Erwerbstätigkeit von Müttern unter der in die Irre führenden Bezeichnung Vereinbarkeit von Beruf und Familie immer lauter auf- und ableiert und die Kinder millionenfach in die Fremdbetreuung drängt. Doch liegt es doch auf der Hand, dass Frauen für die Kleinstkind-Pflege allemal besser geeignet sind, als die Männer, das beweisen nicht nur die Soziologie, Psychologie, Säuglings- und Bindungsforschung, sondern ebenso die internationalen Wissenschaftler der Hirnforschung wissen, dass Männer- und Frauengehirne höchst unterschiedlich geartet sind! Es sind die Frauen, die – im Gegensatz zu den Männern – aufgrund ihrer Hormonlage ein Höchstmaß an Empathie, Rücksichtnahme, Einfühlungsvermögen und Intuition besitzen, die sie für die Kleinsten auch dringend benötigen, gerade, weil sie von der Natur für die Kleinkinderpflege bestimmt wurden! Oder gibt es etwa schon Männer, die neun Monate lang ein Kind austragen, es zur Welt bringen und stillen? Hier soll nicht die Rede sein von den Auswüchsen einiger fehlgeleiteter Irrer, die sich ständig umoperieren lassen und dann auch noch Kinder in die Welt setzen. Aber wer braucht denn eigentlich wissenschaftliche Beweise für völlig natürliche Sachverhalte? Jeder Mensch, der auf seinen Geist und sein Herz hört, weiß das alles doch selbst!
Welcher Teufel ist es denn eigentlich, der die Politiker/innen in Deutschland und Europa reitet? Ohne, dass überhaupt der Versuch gemacht wird, über dieses hochsensible Gebiet die dafür dringend notwendigen, wissenschaftlichen Prüfungen vorzunehmen, werden nach dem Gender-Mainstreaming-Gleichheitsprinzip auch in diesem Fall alle, Frauen und Männer, über einen Kamm geschoren. Vielleicht ahnen die Ministerinnen ja auch bereits, wie derartige Prüfungen ausfallen würden: Nämlich negativ! Es geht nicht und kann nicht sein, dass Kleinstkinder in staatlich geförderten Krippen von arbeitslosen Männern betreut werden! Es ist nicht mehr auszuhalten in diesem Land! Und ehrlich gesagt, will man doch überhaupt nicht erst nachdenken über die Bilder, die einem vor dem geistigen Auge bei diesem Gedanken alle erstehen.

Die völlig überfüllten Kitas, die ohnehin in den seltensten Fällen einen geeigneten Betreuungsschlüssel anbieten (drei Kinder – eine Erzieherin), werden seit Jahren von diesen Minister/innen, selbst von der Bundeskanzlerin, gehirnwäschemäßig in der Öffentlichkeit als Stätten der frühkindlichen Bildung bezeichnet, was an Fahrlässigkeit sowieso schon nicht zu überbieten ist. Dass diese frühkindlichen Bildungsstätten jetzt mit arbeitslosen Männern bestückt werden sollen, kann man wohl nur noch mit Leichtsinn und absoluter Unkenntnis bezeichnen. Oder ist es etwa Vorsatz, hilflosen und ungeschützten Kleinstkindern eine derartige Fehlbetreuung verordnen zu wollen? Fakt ist, dass die allerwenigsten Männer dieser Welt für die Rund-um-die-Uhr-Pflege von Kleinst- und Kleinkindern geeignet sind, auch wenn es den Politikern und Feministinnen wie Gallegift im Ohr erklingt! Wohlgemerkt: Hier ist die Rede von Kindern, die teilweise wenige Monate alt sind. Wieder einmal wird deutlich: Bei allen Plänen, welche von heutigen Politikern entwickelt werden, spielt das Wohl des Kindes die aller-aller-allerletzte Rolle!
Diese Frage ist übrigens insofern ebenso von allerhöchster Brisanz und Bedeutung, als sie eigentlich lauten müsste: Sind Männer, die sich diese Aufgabe niemals selbst aussuchten und mehr oder weniger dazu gezwungen werden sollen, überhaupt dazu geeignet? Können sie den Bedürfnissen von Kleinkindern wirklich gerecht werden?
Die renommierte, deutsche Wissenschaftlerin Christa Meves warnte schon vor Kurzem in einem Interview mit dem Kopp Verlag vor zu all zu großer Leichtfertigkeit. Denn zwei Gründe sprächen dagegen: Zum Einen eigne sich der Mann aufgrund seiner hormonellen Ausstattung wesentlich schlechter dazu, frühkindliche Bedürfnisse rechtzeitig erkennen und konstant erfüllen zu können. »Männer haben unter anderem ein geringeres Empathie- und Wahrnehmungsgeschwindigkeitsempfinden, Frauen erfassen viel schneller und durchgängiger, ob sich ein Baby oder Kleinkind in Gefahr befindet«, so die Psychotherapeutin. »Entsprechend schnell können weibliche Erzieher in prekären Situationen eingreifen, bei den Männern – wir sprechen hier immer vom statistischen Mittel und nicht etwa von den berühmten Ausnahmen – dauert eine notwendige Hilfestellung dementsprechend länger.«
Der zweite Grund, der gegen die frühkindliche Betreuung durch männliche Erzieher – wohlgemerkt: Erzieher, wir sprechen hier inzwischen bereits von umgeschulten Arbeitslosen – spricht, sei die nicht zu unterschätzende Gefahr der Pädophilie. Christa Meves: »Sie ist bei Männern erheblich größer als bei Frauen. Auf jeden Fall muss dieses Problem bei möglichen Entscheidungen unbedingt bedacht werden. Männer, die Kleinkinder waschen, reinigen und wickeln müssen, können der Versuchung, sich an den wehrlosen Kindern zu vergreifen, sie zu penetrieren, seltener widerstehen. Der Antrieb der Männer ist grundsätzlich elementarer. Durch die überall verbreitete Pornografie in Medien und Internet werden die Gefahren, sexuell zu entgleisen, nicht gerade weniger.«
Man kann es nicht oft genug wiederholen in dieser verrückten Zeit: Es bleibt zum Schluss die wichtigste aller Fragen: Sollten bei den weitreichenden Plänen der deutschen Bundesregierung und der Europäischen Union tatsächlich fremde Männer, die keine entsprechende Grundausbildung und vor allem auch nicht den ausgeprägten Wunsch für die Ergreifung dieses Berufsbildes hatten, künftig vermehrt in den frühkindlichen Betreuungseinrichtungen eingeplant werden? Wer in die ehemalige DDR oder Sowjetunion zurückschaut, stellt schnell fest: Dort hat es derartige Pläne niemals gegeben. Warum? Weil man von den schwerwiegenden Gefahren wusste und sie durchaus sehr ernst nahm!
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