Tuesday, 28. June 2016
20.01.2012
 
 

So lügen Journalisten: Wie der Stern einen Bundespräsidenten zu Fall brachte

Edgar Gärtner

Christian Wulff ist nicht der erste deutsche Bundespräsident, der Probleme mit den Medien hat. Andere wurden noch weitaus härter angegangen.

Im Zusammenhang mit den gegen Christian Wulff erhobenen Vorwürfen erinnern sich manche Leser vielleicht noch an den schweren Stand eines anderen Präsidenten. Einer der Vorgänger von Wulff im Präsidentenamt war der CDU-Politiker Heinrich Lübke. Nach dem Liberalen Theodor Heuss war Lübke von 1959 bis 1969 der zweite Bundespräsident. Lübke galt als grundsolider, eher langweiliger Mensch. 1894 in Enkhausen im Sauerland als siebtes von acht Kindern eines katholischen Schusters und Nebenerwerbslandwirts geboren, wurde der mehr mathematisch als literarisch begabte Lübke zunächst Vermessungsingenieur. Später studierte er in Münster und Berlin neben seiner Beschäftigung als Geschäftsführer des Reichsverbandes landwirtschaftlicher Klein- und Mittelbetriebe noch Nationalökonomie und wurde Geschäftsführer der Deutschen Bauernschaft und der Siedlungsgesellschaft Bauernland. Während der Zeit des Nationalsozialismus verlor Lübke seine Ämter bei der Deutschen Bauernschaft und bei der Siedlungsgesellschaft Bauernland. Von Februar 1934 bis Oktober 1935 saß er sogar in Untersuchungshaft – angeblich wegen Korruption. Danach war er arbeitslos und lebte in Norddeutschland auf dem Hof seines älteren Bruders Friedrich-Wilhelm Lübke, eines späteren Ministerpräsidenten von Schleswig-Holstein (1951 bis 1954).

 

Von 1939 bis 1945 arbeitete Heinrich Lübke als Vermessungsingenieur und Bauleiter beim Ingenieurbüro Walter Schlempp. Dieses war Hitlers Baumeister Albert Speer unterstellt. Das Ingenieurbüro leitete die Errichtung verschiedener militärischer und ziviler Zweckbauten wie Lagerhallen in Berlin, in Peenemünde und an weiteren Standorten in Mitteldeutschland. Gegen Ende des Krieges ging es dabei hauptsächlich um die Verlagerung und Tarnung von Kampfflugzeugwerken vor den Bombenangriffen der Alliierten. Linkische Journalisten machten daraus in den sechziger Jahren die Behauptung, Lübke sei »KZ-Baumeister« gewesen. Doch das war erst der Anfang. Journalisten erfanden angebliche Lübke-Zitate und demütigten einen Mann, der vorzeitig zurücktrat. Lübke musste einsehen: Wer in Deutschland von den Medien zum Abschuss freigegeben ist, dem bleibt keine Chance. Lesen Sie, wie perfide Journalisten im Falle Lübkes logen und Zitate erfanden, die heute als angebliche »Wahrheit« immer noch wiederholt werden.

 

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  • So lügen Journalisten: Wie der Stern einen Bundespräsidenten zu Fall brachte

 

 

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