Windräder: Todesfalle für Fledermäuse
Edgar Gärtner
Windräder sind politisch und ökologisch korrekt. Gefährdete Tierarten wie Fledermäuse sehen das völlig anders. Ihnen zerreißen die Rotoren mit Unterdruck im Vorbeifliegen auch ohne Berührung die Lungen.

Vogelfreunde nennen Windräder auch »Milan-Schredderanlagen«. Viele Exemplare des bei uns vom Aussterben bedrohten und streng geschützten Greifvogels finden sich immer wieder zerschmettert im Umkreis der Flügel von Windkraftanlagen. Die Vogelschutzwarte des Landesumweltamtes Brandenburg in Buckow sammelt seit 2002 alle bundesweit verfügbaren Daten über Kollisionen von
Tieren mit Windenergieanlagen (WKA). Dabei stellte es sich heraus, dass längst nicht nur Greifvögel zu Opfern des Windkraftwahns werden. Denn es wurden weitaus mehr tote Fledermäuse als Greifvögel gezählt. Allein in Brandenburg wird die Zahl der jährlich durch WKA zu Tode kommenden fliegenden Säuger auf bis zu 25.000 geschätzt. Von den 23 in Deutschland heimischen Fledermausarten sind dabei fünf besonders stark vertreten: der Große Abendsegler, die Zwergfledermaus, die Rauhautfledermaus, die Zweifarbfledermaus und der Kleine Abendsegler. In unserer Landwirtschaft und im Ökosystem wird der Bau weiterer Windräder verheerende Folgen haben, denn eine einzige Fledermaus vertilgt pro Nacht etwa zweieinhalbtausend Schadinsekten. Aus Gründen der politischen Korrektheit und angeblich zum Schutze der Natur und unserer Ökosysteme zerstören wir diese nun. Und die Folgeschäden hinterlassen wir der nächsten Generation. Die Einzelheiten sind politisch ganz sicher nicht korrekt – aber erschreckend.
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