Saturday, 1. October 2016
11.01.2012
 
 

Wulff-Krise oder Medien-Desaster?

Eva Herman im Interview mit dem Medienwissenschaftler Arne Hoffmann

Seit drei Wochen überschlagen sich die Massenmedien, um den amtierenden Bundespräsidenten zu Fall zu bringen. Eine auch inzwischen für die Bürger traumatisierende Hetzjagd hat eingesetzt. Während sich langsam herumgesprochen haben dürfte, dass die Fehltritte Wulffs in Sachen Häuslekauf und weiterer entgegengenommener Freundschaftsdienste offenbar bereits VOR Amtsantritt des Bundespräsidenten in der Medien-und Politikbranche bekannt waren, (und man sich trotz der Vorwürfe für Christian Wulff und gegen Joachim Gauck entschieden hatte), erhitzen sich die empörten Pressegemüter dennoch täglich ein Stück mehr. Der Mann soll weg, das ist klar, nur warum so plötzlich?

Der Medienwissenschaftler, Buchautor und Journalist Arne Hoffmann erkennt hier nicht in erster Linie eine Wulff-Krise, sondern beschreibt ein Mediendesaster, das unser Land erschüttert und  verändern wird.

Herman: Herr Hoffmann, am letzten Montagabend diskutierten Deutschlands »wichtigste« Journalisten und Politiker wieder einmal im Fernsehen über Bundespräsident Wulff. In der ARD-Sendung »Hart aber fair« saßen sie fast ratlos zu Gericht, am Tag zuvor bei Günter Jauch in der ARD. Und gerade so, als hätten alle diese hochbezahlten Leute nichts Besseres zu tun, ging es immer wieder und wieder allein um die so genannte Affäre des Bundespräsidenten. Doch zunehmend mehr Bürger fragen sich jetzt, was Wulff eigentlich wirklich verbrochen haben mag, außer den diskutierten Themen sowie unüberlegten Anrufen des Präsidenten auf diversen Springer- Mailboxen? Können Sie uns erklären, was hier in Deutschland derzeit geschieht?

Hoffmann: Ich finde es hilfreich, solche Fragen auf zwei Ebenen anzugehen: der strategischen und der psychologischen. Auf der strategischen Ebene verspricht das Niedermachen des Bundespräsidenten schlicht Auflage und Quote, und alle Jäger treten miteinander in einen Wettbewerb, wer dem Wolf am meisten zusetzt und ihn schließlich zur Strecke bringt. Auf der psychologischen Ebene werden Journalisten hier Opfer verschiedener Denkfallen wie der so

genannten »Social-proof«-Einstellung: Wenn alle anderen dasselbe schreiben, muss da ja wohl was dran sein und ich mache besser mit. Die »Social-proof«-Denkweise wurde in verschiedenen Experimenten nachgewiesen: Man lässt zum Beispiel eine Versuchsperson in eine Gruppe stoßen und stellt allen Gruppenmitgliedern zusammen eine relativ einfache Frage. Die anderen Gruppenteilnehmer sind aber in Wahrheit Assistenten des Versuchsleiters und antworten absichtlich falsch. Die eigentliche Versuchsperson wird erschreckend häufig mitgerissen und gibt ebenfalls eine blödsinnige Antwort.

So läuft das derzeit auch bei der Wulff-Debatte. Bild, Spiegel, FAZ und Süddeutsche gaben das Kommando, und wie Jan Fleischhauer gestern so schön schrieb, verlangt inzwischen auch die letzte Provinzzeitung wie der "Schwarzwälder Bote" donnernd einen Rücktritt des Bundespräsidenten. Die Medien werden zur Meute, es kommt zum kollektiven Gruppendenken. Dass sich inzwischen die ersten Abweichler wie Fleischhauer zu Wort melden können, zeigt aber auch, dass die Einheitsfront mittlerweile bröckelt. Bei den geschilderten Experimenten zeigte sich: Sobald die ersten ernstzunehmenden Abweichler auftraten, schwand die Zahl der reinen Mitläufer und die Stärke ihrer angeblichen Überzeugtheit zügig.

Herman: Warum haben Sie zu diesem Fall in einem ausführlichen Artikel Stellung bezogen?

Hoffmann: Ich erlebe eine solche Medienkampagne, bei der es in der Presse und bei den Öffentlich-Rechtlichen keine Meinungsvielfalt mehr gibt, ja nicht zum ersten Mal. Eine solche freiwillige Selbstgleichschaltung unserer Medien ist eine Gefahr für die Demokratie. Außerdem hat eine derartige Hetzjagd einmal sogar zum Tod des Gejagten beigetragen; ich spreche hier natürlich von Jürgen Möllemann. Es ist also nötig, dass sich Abweichler zu Wort melden, solange sie ihre Auffassung gut begründen können und nicht nur aus Trotz Kontra geben. Das ist für diese Abweichler zwar nicht ohne persönliches Risiko. Selbst mich hat man ja versucht, nach meinem Einsatz für die Meinungsfreiheit beispielsweise auch Martin Hohmanns in die rechte Ecke zu schieben – die Sehnsucht nach einer totalitär geordneten Gesellschaft ist bei manchen Zeitgenossen erschreckend groß. Aber die Situation wird nicht besser, wenn sich Abweichler davon den Mund verbieten lassen.

Herman: In den repräsentativen Umfragen kommt Wulff jetzt zunehmend besser weg: Vorgestern Abend votierten in der ARD etwa zwei Drittel für einen Verbleib im Amt, schon Ende letzter Woche äußerten in der Umfrage »ARD-Deutschlandtrend«  57 Prozent der Bürger die Auffassung, »die Medien wollten Wulff fertigmachen«. Ist das der berühmte Under-dog-Effekt oder spürt Volkes Seele hier einfach tiefer als die Mainstream-Medien?

Hoffmann: Beides. Die meisten Bürger teilen das Selbstbild der meisten Journalisten als hehre Kämpfer für Wahrheit und Gerechtigkeit nicht, sondern sehen diesen Berufsstand sehr kritisch. Beim Beliebtheitsranking verschiedener Berufe rangieren Journalisten inzwischen weit unten, und auch ich scheue inzwischen davor zurück, mich neuen Bekanntschaften sofort als Journalist vorzustellen. Aktuell spüren viele Menschen die enorme Aggression und Missachtung persönlicher Würde, mit der viele Journalisten auf Wulff einprügeln. Beim Lesen meiner Regionalzeitung, dem »Wiesbadener Tagblatt«, aber auch etwa von Spiegel- Online, wo immer wieder mit mehreren Artikeln nacheinander auf Wulff eingehämmert wird, hat man als Leser automatisch den Eindruck, dass diese Artikel auch auf einen selbst einhämmern. Das stimmt ja auch: Der skeptische Leser soll ja in Reih und Glied gezwungen werden. Natürlich entsteht da eine Solidarisierung mit dem Opfer derartiger Attacken.

Herman: Was könnte Bundespräsident Wulff in Wahrheit verbrochen haben, dass ihn die Journalisten mit dieser Häme und Härte jagen?


Hoffmann: Das ist momentan die Eine-Million-Euro-Frage. Niemand weiß das. Gesteuert werden die Angriffe offenbar aus der Zentrale des Springer-Konzerns, aus der Bild-Zeitung. Diese ist mit der Weitergabe von Informationen, die die Hintergründe erhellen können, aber außerordentlich zurückhaltend, so dass nur ein sehr diffuses Bild entsteht. Auf diesen Hintergrund kann nun jeder seine eigenen Spekulationen projizieren, ganz nach seinem eigenen politischen Standpunkt. Mir als Linksliberalem fällt natürlich auf, dass dasselbe Medienkartell aus Bild, Spiegel und FAZ, das Thilo Sarrazin massiv gehypt hat, jetzt auf Sarrazins mächtigsten Kritiker Wulff wie besessen einprügelt. Da kann man leicht einen Zusammenhang konstruieren. Aber im Gegensatz zu vielen Journalisten der etablierten Medien, die immer alles ganz genau zu wissen vorgeben, möchte ich betonen, dass meine Vermutung reine Spekulation ist, gefärbt durch meine eigene politische Brille. Man kann von links nach rechts die unterschiedlichsten Verschwörungstheorien konstruieren – ich bin kein großer Freund davon. Man muss in solchen Fällen ganz ehrlich sagen dürfen: Wir wissen es nicht.

Eines allerdings fällt bei aller gebotenen Zurückhaltung auf. In vergangenen Fällen, etwa bei Martin Hohmann und Ihnen, Frau Herman, wurde die freiwillige Selbstgleichschaltung der Medien von politisch links stehenden Protagonisten vorangetrieben, und konservative Medien trotteten hinterher, weil anscheinend »alle« ähnlich dachten (im journalistischen Umfeld – die Bürger mit ihren sehr gespaltenen Ansichten zählen in dieser Sicht ja nicht). Diesmal sind die konservativen Blätter des Springer-Verlages die Wortführer in der Kampagne gegen einen Politiker, der von vielen als »zu links«, als zu »gutmenschlich« wahrgenommen wird. Wulffs Unterstützer hingegen finden sich relativ häufig zum Beispiel bei Migranten. Diese Gruppe kann in unseren Medien aber noch relativ leicht ignoriert werden. Zuwanderer sind vorgesehen als Experten zum Thema Migration und Integration; was sie zu anderen Themen zu sagen haben, ist für unsere Medien komplett uninteressant. Die Verschiebung der Dynamik, so dass der Impuls jetzt von konservativer statt linker Seite ausgeht, kann man jedenfalls ganz nüchtern feststellen, ohne daraus sofort weitreichende Schlussfolgerungen ziehen zu müssen. Natürlich reibt sich auch die linke Opposition an Wulff, weil man damit auch Kanzlerin Merkel schaden will, aber diese Kritik der Linken ist zurückhaltender als bei früheren Debatten und dort lag auch nicht der Ursprung der Angriffe auf den Bundespräsidenten. Die Linke zuckelt eher hinterher. Gut, wenn man Claudia Roth eine Gelegenheit gibt, sich in höchste Empörung hineinzusteigern, wird sie diese natürlich nutzen ...

Herman: Der Spiegel, beziehungsweise Spiegel-Online, einst Deutschlands politisches Leitmedium Nummer eins, scheint – im Schulterschluss mit Bild – derzeit nichts anderes mehr zu tun zu haben, als sich in so manchen Marginalien der Wulff-Affäre endlos herumzuwälzen. In den Blogs taten einige Kommentatoren kund, deswegen ihre Abonnements kündigen zu wollen. Könnte aus der Wulff-Krise eine Medienkrise werden?


Hoffmann: Diese Medienkrise gibt es ja längst. Selbst die Auflage der Bild-Zeitung rauscht, wenn ich einer Grafik des Bildblog glauben darf, von Jahr zu Jahr kontinuierlich weiter in den Keller: von 4,71 Millionen im Jahr 1998 zu nur noch 2,9 Millionen im Jahr 2011. Wenn die Bild im nächsten Jahrzehnt noch einmal knapp zwei Millionen Leser verliert, ist die Macht, die diese Zeitung früher noch hatte, endgültig Geschichte. Vielleicht erklärt aber genau das die Hysterie unserer Medien. Statt verantwortungsbewusster und ausgewogener zu schreiben, versucht man, jeden Mist zum Skandal hochzujazzen. Stattdessen geht der Leserschwund dadurch erst recht weiter.

Herman: In einem Artikel, den Sie über diese Medien-Wulff-Krise schrieben, zitieren Sie einen Kommentator, der geschrieben haben soll: »Die Allianz ›Bild‹/›Spiegel‹/›FAZ‹/›Süddeutsche‹ macht mir Angst. Das ist fast schon ein Fall fürs Kartellamt.« In der Tat erinnert diese Gleichschaltung der Presse an düstere Zeiten. Diese Hetzjagd findet nicht zum ersten Mal hier in Deutschland statt. Welcher Mechanismus kommt hier immer wieder zur Wirkung? Und: Wer kontrolliert beziehungsweise kritisiert und räsoniert eigentlich unsere Qualitätsjournalisten?

Hoffmann: Ich habe noch keine Erklärung dafür gefunden, warum sich deutsche Medien immer wieder derart gefügig selbst gleichschalten. An einem speziell deutschen Untertanengeist kann es kaum liegen, sonst würde die breite Bevölkerung ja mitspielen statt zu revoltieren. Aber auch ich kaufe wegen dieser Tendenzen außer unserer Regionalzeitung keine deutsche Presse mehr, sondern abonniere nur noch amerikanische Magazine wie Newsweek und Time. Seltsamerweise – aus deutscher Perspektive – schaffen diese amerikanischen Zeitschriften es, kluge Gedanken in nüchterne, ausgewogene Artikel zu packen. Davon abgesehen informiere ich mich über das Internet, lese dabei aber vieles von politisch weit links bis politisch weit rechts. Unsere Journalisten kann also nur der Leser kontrollieren, indem er ihnen Aufmerksamkeit, Auflage und Quote entzieht. Vor diesem Hintergrund sind übrigens Zwangsgebühren für jeden Haushalt, auch wenn der Betreffende sich von den Öffentlich-Rechtlichen gar nicht manipulieren lassen will und deshalb nicht einmal einen Fernseher besitzt, eigentlich ein Skandal. Warum bitte muss ich zum Beispiel ZDF-Sendungen mitfinanzieren, in denen Männer diffamiert werden? Ich möchte das nicht. Aber natürlich sind die Medien sehr daran interessiert, solche eigentlichen Skandale zu ihren Gunsten totzuschweigen und stattdessen Nichtigkeiten aufzubauschen.

Herman: Der ehemalige WDR-Intendant Fritz Pleitgen jammerte vorgestern im Fernsehen, Wulff wolle partout nicht zurücktreten: »Wollen wir ihn wegekeln?« Das klang etwa so, als müsste man nun überlegen, welche weiteren Schraubzwingen man anlegen könnte bei Wulff. Das macht in der Tat Angst.


Hoffmann: Ich habe Herrn Pleitgen so verstanden, dass er seiner eigenen Hilflosigkeit Ausdruck gab. Das Machtspiel zwischen den Medien und dem höchsten Amt im Staate, wer dieses Land tatsächlich regiert, droht derzeit zu Ungunsten der Medien auszugehen. Der Putschversuch, einen demokratisch gewählten Politiker schlicht durch endlose Attacken so mürbe zu machen, dass er freiwillig die Waffen streckt, weil er das Dauerbombardement einfach nicht mehr aushält, scheint zu scheitern.  Aber auch Christian Wulff ist natürlich nur ein Mensch, und es kann immer noch sein, dass er unter dem Dauerfeuer von Spiegel-Online und Co. irgendwann zusammenbricht. Das würde dort zu Triumphgeheul und Sektkorkenknallerei führen, und für den Rest Deutschlands wäre es tatsächlich ein Grund, Angst zu haben. Spiegel- Online ist im Gegensatz zu Bundespräsident Wulff kein gewählter Repräsentant dieses Landes, und wenn die Leute dort zehnmal so tun als ob, indem sie behaupten, wie empört und fassungslos »man als Bürger« über unseren Präsidenten sei. Einige Journalisten machen hier inzwischen ganz klar auf Berlusconi.

Herman: Was kann eigentlich der Bürger tun, der all das nicht mehr akzeptieren möchte?


Hoffmann: Das, was viele schon tun: eine Gegenöffentlichkeit im Internet bilden und den Medienmachern mit klaren Worten ihre Meinung sagen. Bei Thilo Sarrazin – sowenig ich viele seiner Ansichten schätze – hat genau das entscheidend dazu beigetragen, dass es in den Medien auch viele Fürsprecher für ihn gibt. Selbst ein von der Deutschlandstiftung Integration herausgegebener Sammelband (»Sarrazin. Eine deutsche Debatte«) lässt Pro- und Contra-Stimmen zu Wort kommen. Das war bei Büchern zur Möllemann-Debatte noch nicht so: Da ließ etwa Tobias Kaufmann als Herausgeber eines Buchs darüber jeden einzelnen Autor auf Möllemann einprügeln. Solche Methoden ärgern viele Leser. Ich bin mir sicher, dass schon für Thilo Sarrazin viele Leute nicht deshalb auf die Barrikaden gegangen sind, weil sie seine Ansichten so klasse finden – sonst würde sich das in den Wahlen anders widerspiegeln. Sie sind für ihn eingetreten, weil ihnen irgendwann der Kragen geplatzt ist und sie nicht eingesehen haben, nach Möllemann, Hohmann und Ihnen, Frau Herman, schon wieder einer medialen Massensteinigung zusehen zu müssen. Mir persönlich wäre es lieber gewesen, dieses Umkippen hätte es statt für Sarrazins krude Thesen beispielsweise zugunsten von Möllemanns Kritik an der damaligen israelischen Regierung gegeben. Aber damals kamen die Leitmedien ja noch mit der Nummer durch, gerade dass Möllemann so viel Unterstützung aus dem Volk erhalte, belege, wie gefährlich er sei. Offenbar wäre halb Deutschland immer noch antisemitisch. Da konnte man nur noch seufzen.

Herman: Die Präsidentengattin, Bettina Wulff, wagte sich am Wochenende alleine auf einen Springer-Empfang in Hamburg. Mich persönlich beeindruckt diese Courage, zumal man wenig Phantasie benötigt, um sich in den Seelenzustand Bettina Wulffs hineinversetzen zu können, die den Abend praktisch in der Höhle des Löwen zubrachte. Werden die Wulffs diese Krise überstehen, und wie?

Hoffmann: Bettina Wulff tritt in der Tat derart souverän auf, dass man davor nur höchsten Respekt haben kann. So stellt man sich eine First Lady vor! Zu Ihrer Frage: Vorhersagen, auch von Experten, treffen ja nachweisbar erstaunlich selten das, was dann wirklich später geschieht. Ich wage spaßeshalber trotzdem eine solche Prophezeiung: Christian Wulff weiß, dass er keine bessere Chance hat, als dem Druck der Medien standzuhalten. Ein Rücktritt wegen einer Pseudo-Affäre würde ihm nur die zweite Hälfte seines Lebens vergällen. Er wird auch von seinem direkten Umfeld geschützt, das ihm Rückhalt gibt. Das erste Interesse einer Medienkampagne muss sein, die eigenen Leute gegen den Angegriffenen aufzuwiegeln – die FDP gegen Möllemann, die CDU gegen Hohmann, den NDR gegen Sie, Frau Herman. Die CDU hat aber nicht das geringste Interesse daran, sich aufgrund ausgesprochen dürftiger Vorwürfe gegen ihren eigenen Mann aufwiegeln zu lassen, weil das die Kanzlerin massiv beschädigen würde. Außerdem weiß Wulff, dass die Medien sich immer mehr blamieren, je länger sie dieses tote Pferd peitschen – irgendwann ist wirklich jeder dieses Themas überdrüssig. Andere Themen werden sich in den Vordergrund schieben. Darauf setzt Wulff ja jetzt schon, und er wird damit Erfolg haben. Dies gilt umso mehr, je eher er direkt mit den Bürgern sprechen kann, statt dass sich missgünstige Journalisten als Filter dazwischen schieben. Wenn seine Nerven standhalten, ist er auf einem guten Weg.

Herman: Welche Rolle spielt in einer solchen Affäre das Internet?

Hoffmann: Es stellt eine wichtige Gegenöffentlichkeit dar, in der Meinungen verbreitet werden können, die sonst ungehört bleiben. Dadurch wird immer klarer, dass die klassischen Medien eben nicht für die gesamte Bevölkerung sprechen, sondern teils sogar gegenläufige Interessen verfolgen, die einzig und allein den Medienmachern selbst nutzen.

Herman: Vielen Dank für das Gespräch.

Hoffmann: Gerne.

 

 


 

 

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