Tuesday, 31. May 2016
11.07.2011
 
 

Chaos Schule: Wie entsteht endlich Frieden zwischen Schülern und Lehrern?

Eva Herman

Lehrer haben es heute nicht leicht. Der Lärmpegel in den Klassen steigt kontinuierlich an, Schüler springen im Unterricht über Tische und Bänke, Respekt haben sie schon lange nicht mehr. Immer mehr Lehrer leiden unter dem sogenannten Burn-out-Syndrom, einem chronischen Erschöpfungszustand. Und die Kinder? Geht es ihnen nicht ebenso? Auch sie haben es nicht leicht: Mobbing, Unruhe, Leistungsdruck – viele Kinder und Jugendliche steigen immer öfter aus. Sie schwänzen den Unterricht, machen krank oder brechen die Schule gleich ganz ab wegen Lustlosigkeit und fehlender Motivation. Was soll man tun? Eltern sind oft hilflos, Schüler und Lehrer überfordert. Gegenseitige Schuldzuweisungen sind an der Tagesordnung, doch helfen tun sie niemandem. Wie gut sind die Lehrer von heute eigentlich? Und woran erkennt man überhaupt, dass sie gut sind?

Der kürzlich verstorbene Kinder- und Jugendtherapeut Wolfgang Bergmann war ein Mittler zwischen Kindern und Erwachsenen. Er lehrte Eltern und auch Lehrer gleichermaßen nur das Eine: Ruhe, Liebe und Verständnis. Sein Credo: Kinder wollen geliebt werden! Alles andere kommt von selbst. Erwachsene, die genügend Einfühlungsvermögen für die Kinder aufbringen, und die immer wieder ihr Herz sprechen lassen, sind viel leichter in der Lage, Strukturen und Disziplin auf ganz natürliche Weise als Grundlage des Miteinanders zu bauen, ohne mit dem Zeigefinger drohen zu müssen. Respekt, der notwendigerweise eingefordert wird, entsteht dann, wenn auch Erwachsene den Kindern und Jugendlichen gleichermaßen Anerkennung entgegenbringen. Dann, so Bergmann, macht Gemeinschaft Spaß, Druck fällt ab und ein lebhaftes, sinnfrohes Miteinander kann gedeihen. Wer die Fähigkeit besitzt, Kindern durch Ruhe und Verständnis ein soziales Gefühl zu geben: Ihr werdet geliebt!, wird nicht zum Gegner, sondern zum Freund der jungen Generation.

Wer als Erwachsener Gehorsam fordert, der muss dafür sorgen, dass Kinder und Jugendliche ihm zuhören und ihn ernst nehmen. Das tun die Kinder jedoch nur dann, wenn man ihnen in einem natürlichen Dialog dabei hilft. Das Letzte, was man in diesem Fall tun darf, ist Druck und Zwang auszuüben, den sie nicht verstehen können. An die Stelle des Gehorsams, mindestens an die Stelle der Disziplin, gehört als erstes die Liebe. »Dann werden wir auch soziale, empfindsame und gehorsame Kinder haben!«

Bergmanns Ratgeberbücher und auch sein letztes großes Interview »Vergessenes Wissen – wie Eltern ihre Kinder stark machen«, sind kraftvolle Hilfen für verunsicherte Eltern und Kinder der modernen Zeit. Sie können helfen, die Welt wieder ein bisschen besser und schöner zu machen.

 

 


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