
Es scheint, dass sich hier niederschlägt, was Studien längst beweisen: Das sozialistische Wunschprogramm, wonach Mütter in die Erwerbstätigkeit und Männer in die Erziehung der Kleinstkinder gehören, sind beim Volk zunehmend unbeliebt. Ergebnis bei Bild (Stand 21.03.2011 vormittags): Von 88 Kommentaren sind genau zwei positiv, der Rest der Zuschriften klingt nicht gerade verheißungsvoll bis schwer beleidigend:
Da schreibt tennishenry: Das Kind kann einem nur leidtun bei so einer machtgeilen Mutter – pfui
weg mit der SPD und den Grünen … Oder Fritschlach meint: Wasser predigen und Wein saufen! Das Geld für eine Kinderfrau ist ja vorhanden, da kann ich immer schön rumlabern über Elternzeit … Mercedesstern sagt: Deutschland kann auf solch eine Frau als Politikerin verzichten, Kinder auf ihre Mütter nicht. Karrieregeile Quotenfrau! … ambrosius66 meint: Und in dreißig Jahren schreibt Ella Maria Nahles ein Buch darüber, warum ihr Leben versaut ist und dass die nie anwesende Mutter Schuld daran hat! …
Und so geht es immer weiter in den BILD-Kommentaren. Komisch, oder? Dabei sagt Frau Nahles doch wörtlich: »Für mich gibt es nichts Schöneres im Leben, ich wollte immer Kinder haben« und »meine Tochter macht mich glücklicher als die Politik«. Ja genau, möchte man darauf antworten, und warum gehen Sie dann nicht einfach den Weg des Glücks, Frau Nahles? Weil der Siggi Gabriel sagte, es sei Zeit, zurückzukommen? Das ist doch nicht Ihr Ernst?
Eventuell könnte dieses wirklich drastische Beispiel ja auch Chancen bergen. Es könnte der erste
Schritt zur Einsicht, ja, zum politischen Umdenken sein, indem eine führende Bundespolitikerin, nämlich die SPD-Generalsekretärin höchstpersönlich, als 40-jährige Erstmutter »moderne« familienpolitische Regeln mit ihrem Privatleben vereinbaren und sich gleichzeitig in der Öffentlichkeit für ihre Entscheidung verantworten muss. Dabei mögen ihre Liebe zum Baby, ihre Empfindungen und Intuitionen als Frau und Mama stärkere Begleiter sein als Parteifreunde, die kühle Ratio und die aktuelle Tagespolitik. Ihr »Bauchgefühl« allein könnte ihr den für sie persönlich langfristig sichereren und glücklicheren Weg verlässlicher zeigen.
Der hanebüchene Unsinn, der deutschen und europäischen Familien mit dem politisch-korrekten feministischen Gendermainstreaming übergestülpt wird, der Mütter schnell wieder in die Erwerbstätigkeit schickt, ihre Kleinstkinder deswegen in die Fremdbetreuung und damit nicht selten in seelische Abgründe führt und der die Gesellschaft bereits nachhaltig zerstört hat, wird durch das aktuelle Beispiel der Andrea Nahles überdeutlich. Ihr größtes Glück des Lebens sei ihre kleine Tochter, sagt sie, ihre Tochter mache sie sogar glücklicher als die Politik – gleichzeitig dreht sich Frau Nahles um und verlässt ihr Kind.
Die Reaktionen der Menschen, die zwar nicht gerade zimperlich ausfallen, sprechen hier dennoch eine ganz eigene Sprache, unabhängig von politischer Korrektheit und »modernem« Zeitgeist: Ihr Fundament ist die natürliche Empfindung, was im Leben nämlich wirklich zählt und was in Wahrheit richtig und was falsch ist. Die Reaktionen der Menschen geben Hoffnung! Vielleicht denkt die SPD ja einmal über ein neues Familienprogramm nach, mit dem sie die Mehrheit der Menschen im Land endlich überzeugen kann?
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