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Walther Mixa war beim Papst! Bei einer Privataudienz im Vatikan! Über eine Stunde soll sie gedauert haben, länger als alle anderen Papsttermine an dem Tag, heißt es. Doch genützt hat es Mixa nichts. Der Papst hat ihn letztlich abblitzen lassen – er nehme das Rücktrittsgesuch endgültig an. Mixa hatte zuvor versucht, dieses zu widerrufen. Die letzten Tage zuvor hatte er in einer Schweizer Klinik verbracht. Nach den Vorwürfen, er sei psychisch krank und dem Alkohol verfallen, ließ er sich von Kopf bis Fuß von Fachärzten untersuchen, die sich, fernab von Mainstream-Medien und missgünstigen Kirchenbrüdern, ihr unabhängiges eigenes Urteil bilden sollten. Brisant in diesem Zusammenhang ist die jetzt veröffentlichte exklusive Meldung der Katholischen Nachrichtenagentur kath.net: Dort heißt es wörtlich: »In der Bescheinigung der Schweizer Klinik, in der sich Walter Mixa befand, ist von einem angeblichen schwerwiegenden Alkoholproblem des Bischofs keine Rede!« Die Schweizer Klinik, in der sich Mixa für eine Weile aufgehalten hatte, hätte am Montag auf Rückfrage folgendes erklärt: »Während des Klinikaufenthaltes profitierte Herr Dr. Mixa von einer gesamtmedizinischen Betreuung (psychiatrische Behandlung, kardiologische Abklärung, orthopädische Behandlung).« Ein Mixa-Vertrauter hätte gegenüber kath.net erklärt, dass ein solcher Gesamt-Check nicht in einem Kloster hätte durchgeführt werden können. Von einer psychischen Einschränkung des Bischofs könne keine Rede sein.
Kath.net weiter: »Besonders brisant für Mixa-Kritiker dürfte allerdings die Tatsache sein, dass in dem Gutachten der Klinik vom 24. Juni 2010, welches kath.net einsehen konnte, von einem angeblichen schwerwiegenden Alkoholproblem des Bischofs nicht einmal die Rede ist.«
Damit liegt auf der Hand: Weder die Missbrauchsvorwürfe noch ein »psychisches Problem«, und auch die »geheime Akte«, nach der Mixa Alkoholismus vorgeworfen wurde, sind länger haltbar. In einer Pressemitteilung des Vatikans heißt es aktuell:
»Bischof Mixa wird sich zu einer Zeit des Schweigens, der Sammlung und des Gebets zurückziehen und nach einer Periode der Heilungen und der Versöhnung wie andere emeritierte Bischöfe für Aufgaben der Seelsorge im Einvernehmen mit seinem Nachfolger zur Verfügung stehen.«
Der Papst konnte Mixa nicht halten. Wer innerhalb der Bischofskonferenz durchfällt, wer zahlreiche Feinde im eigenen Lager hat wie Mixa in Augsburg, wer nahezu die gesamte bundesdeutsche Presse gegen sich hat, die sich mit einigen der »Heiligen Brüder« auch noch verbündet, der kann sein Zeug packen und gehen!
In der Pressemitteilung des Vatikan heißt es noch: »Der Heilige Vater hat die Hoffnung ausgedrückt, dass die Vergebungsbitte auf offene Ohren und Herzen stoße. Nach einer Zeit oft maßloser Polemik wünscht er sich Versöhnung, ein neues Sich-Annehmen in der Gesinnung der Barmherzigkeit des Herrn und im gläubigen Sich-Anvertrauen an seine Führung ... Die Welt wartet in einer Zeit der Gegensätze und der Unsicherheit auf das gemeinsame Zeugnis der Christen, das sie von ihrer Begegnung mit dem auferstandenen Herrn her zu geben vermögen und in dem sie einander wie der ganzen Gesellschaft helfen, den rechten Weg in die Zukunft zu finden.«
Walter Mixa ist nun erst einmal weg vom Fenster. Er darf zwar, wie auch andere emeritierte Bischöfe, für Aufgaben der Seelsorge zur Verfügung stehen, mit seinem früheren Leben hat das jedoch so gut wie nichts mehr zu tun. Die Katholische Kirche wurde dabei zerrüttet wie selten zuvor. Die katholischen Schäfchen fliehen zuhauf, junge Leute überlegen sich dreimal, bevor sie eintreten in eine bis aufs Messer zerstrittene Organisation, die eigentlich für den Seelenfrieden der Menschheit zuständig sein soll. Der liebe Gott wird auch dies gelassen sehen, denn wie immer gilt: Die Kirchen brauchen Gott, aber Gott braucht die Kirchen nicht!
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