Wolfgang Bergmann ist tot – Wir werden ihn sehr vermissen!
Eva Herman
Der berühmte, deutsche Kinderpädagoge Wolfgang Bergmann ist tot. Er erlag letzte Nacht seiner schweren Knochenkrebs-Krankheit in einem niedersächsischen Hospiz. Der renommierte Familienwissenschaftler war ein außergewöhnlicher Mensch: Gegen den Strom und gegen alle herrschenden politisch korrekten Vorgaben vertrat er unermüdlich seine klare Meinung: Sein ganzes Leben über plädierte er für die Liebe und Nähe zwischen Eltern und ihren Kindern. Der Bindungsexperte galt als ausgewiesener Gegner der frühkindlichen Fremdbetreuung.


Ich kannte Wolfgang Bergmann gut. Er war ein leuchtendes Beispiel für Mut und Courage, dem herrschenden politischen System entschieden entgegenzutreten. Denn er wusste: Politisch
verordnete Krippenbetreuung kann mütterliche Liebe niemals ersetzen. Bergmann kämpfte jeden Tag für das Wohl der Kinder, er appellierte unermüdlich an Politiker und Parteien, lieber ihre Herzen für die Kinder zu öffnen, anstatt sie gnadenlos in ihre globalisierten Fremdbetreuungsprogramme mit hineinzuziehen, die ihnen Glück, Selbstbewusstsein und Urvertrauen rauben. Bergmann wusste: Die derzeitige Welt macht unsere Kinder krank. Übergewicht, Magersucht, Todessehnsucht, Alkohol, Drogen, Gewalt, all diese gesellschaftlichen Probleme sind Resultate einer emotional sterbenden Gesellschaft.
Nun ist Wolfgang Bergmann tot. Wir werden sein engagiertes Eintreten schmerzlich vermissen. Ich werde ihn nicht mehr einfach anrufen können, wenn ich seinen Rat für weitere Veröffentlichungen benötige. Doch wird seine klare, mahnende Stimme über unserm Land weiter erklingen, ruhig, liebevoll, doch deutlich warnend. Sie fordert ein Umdenken, will uns zu mehr Verständnis, Schutz und Liebe aufrufen, als wir sie derzeit noch bereit sind, unseren Kindern zu geben.
Ich danke Wolfgang Bergmann von Herzen, denn ich habe unendlich viel von ihm lernen dürfen. Seine bedachte, manchmal fast lässige und humorvolle Art, sich souverän und wissend mit den höchsten Entscheidern des Landes anzulegen, um die natürlichen Rechte für unsere Kinder einzufordern, hat mich stets tief berührt und enorm angespornt, selbst niemals nachzulassen. Seine unermüdliche Arbeit wird auch weiterhin reichliche Früchte tragen, denn seine Mahnungen und Warnungen leben in seinen Büchern und Veröffentlichungen fort. Auf Wiedersehen, lieber Wolfgang Bergmann. Wir werden Sie sehr vermissen!
Vor wenigen Wochen wandte sich Bergmann auf dem Sterbelager noch einmal an die Menschen im Land. In einer Videobotschaft mahnte er Mütter und Väter, auf ihr Herz und die Empfindung zu hören und den familienpolitischen Maßnahmen von Krippe und Fremdbetreuung äußerst kritisch gegenüberzustehen. Bergmann griff in diesem Zusammenhang die deutsche Politik heftig an, die sich alle wissenschaftlichen Befunde »zurechtdrehe«.
Sehen Sie das Video noch einmal.
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