Dienstag, 6. Dezember 2016
03.02.2011
 
 

Zehn Argumente gegen die Frauenquote

Eva Herman

Wer in diesen Tagen gesellschaftspolitisch mitdiskutieren will, der landet unwillkürlich beim Thema Frauenquote. Zeitungen, Funk, Fernsehen und Internet werden nicht müde, politisch-korrekt darüber zu informieren, wie wichtig dieses Feministinnen-Instrument sein soll für den Arbeitsmarkt und für Geschlechtergerechtigkeit. Wer jedoch keine Lust hat auf den Mainstream-Salat, weil sein gesunder Menschenverstand dagegen steht, dem sei hier eine Liste von Argumenten empfohlen, mit denen er in jeder Gesprächsrunde der Sieger bleiben wird. Schon letztes Jahr hatte der KOPP Verlag die Quoten-Gegenargumente veröffentlicht. Aus aktuellem Anlass drucken wir sie noch einmal ab.

Zunächst ist eine entscheidende Frage wichtig: Wem, außer den Frauen, nutzt die Frauenquote? Dazu hatte die Schweizer Weltwoche vor einiger Zeit eine umfangreiche Titelgeschichte veröffentlicht. Sie gelangte dabei zu einem hochinteressanten Ergebnis, das zwar mehr als logisch erscheint, das sich jedoch heutzutage kaum noch jemand auszusprechen traut. Schon die Überschrift enthielt die Antwort:

 

»Vorteil Frau – Wie Frauen am Arbeitsplatz systematisch bevorzugt werden.«


Zehn Punkte, zehn Vorteile der Frauen gegenüber ihren männlichen Mitbewerbern führte die Weltwoche auf, um diese Überschrift zu rechtfertigen. Wir haben die Liste durch weitere Argumente ergänzt und führen nicht die Vorteile, sondern die Nachteile für alle Beteiligten auf, außer für die Frauen natürlich.

Frauen wissen durchaus um ihre Vorteile am Arbeitsplatz. Alleine aufgrund der Tatsache, dass sie Frauen sind, haben es weibliche Mitarbeiter inzwischen bedeutend leichter als ihre männlichen Kollegen. Doch häufig stimmen sie dennoch in den allgemeinen Wehgesang der Quotenforderung ein, ohne die Dinge zurechtzurücken. Denn: Auszuscheren kann gefährlich werden. Deutlich wird bei den aufgeführten zehn Punkten ebenso, dass die Unternehmen unter der Frauenquote zunehmend leiden, die Qualität der Erzeugnisse bzw. des Arbeitsablaufes auch. Die Männer sowieso. Hier der Zehn-Punkte-Plan, der Frauen Vorteile, allen anderen allerdings nur Nachteile bringt:

 

Nachteil Nr. 1: Frauen werden bevorzugt eingestellt

Aufgrund der durch Gendergesetze verordneten Frauenquote überrascht dies heute nicht mehr. Die Deutsche Telekom AG veröffentlichte vor Kurzem ihren festen Entschluss, 30 Prozent der Führungsposten mit Frauen zu besetzen. Nun sollen deutsche Unternehmen »freiwillig« generell bevorzugt Frauen in Führungspositionen einstellen, ansonsten werden sie per Gesetz dazu gezwungen.

 

Nachteil Nr. 2: Quoten statt Qualität

Die Quoten haben stark negative Folgen für die betroffenen Firmen und Parteien. So berichtet der Headhunter Björn Johansson, dass Qualifikation zugunsten des Geschlechtes zwangsläufig in den Hintergrund rücke und das Niveau der Verwaltungsräte massiv nach unten gedrückt werde. »Zum Schaden von Männern und Firmen, zum persönlichen Nutzen einzelner Frauen«, wie die Weltwoche schreibt. Zahlreiche DAX-orientierte Unternehmen wandern aus dem Quotenland Norwegen deswegen inzwischen ab.

 

Nachteil Nr. 3: Frauen erhalten mehr Freizeit

Eigentlich ist das richtig und fair: Frauen dürfen nicht selten später zur Arbeit kommen und früher wieder gehen, weil sie ihre Kinder in die Fremdbetreuung bringen und wieder abholen müssen. Auch wenn die Kleinen krank sind, bleiben die Mütter schon einmal daheim. Alles schön und gut: Doch dies nutzt natürlich nicht den Unternehmen und Kollegen. Für sie heißt es immer wieder: Rücksicht nehmen! Wenn Frauen darüber klagen, dass sie beim Gehalt mit ihren männlichen Kollegen nicht mithalten können, dann liegt ein wichtiger Grund hier! Frauen profitieren im männlichen Umfeld von Erleichterungen und einer Sonderbehandlung. Eine Art Gentleman-Faktor spiele dort eine wichtige Rolle, heißt es. Überstunden würden weniger von Frauen als von Männern verlangt und auch sonst würden die Frauen wohlwollender behandelt.

 

Nachteil Nr. 4: Luxus am Arbeitsplatz

Bessere Firmenparkplätze und schönere Büros, aufwendigere Arbeitsplätze und mehr Pausen genießen Frauen in der Privatwirtschaft. Auch würden sie wesentlich seltener durcharbeiten, heißt es in der Weltwoche.

 

Nachteil Nr. 5: Frauen werden sanfter angefasst

Frauen in Führungspositionen werden behutsamer behandelt als ihre männlichen Kollegen. Der Kavalier lässt die Dame vor. Wenn ein Unternehmen einen weiblichen Geschäftsführer entlässt, gilt es als sicher, dass ein lautes Geschrei nach der Gleichberechtigung losgeht. Das Unternehmen muss schon gute Argumente aufweisen, um frau entlassen zu können. Das geht bei männlichen Mitarbeitern leichter.

 

Nachteil Nr. 6: Millionenförderung durch die Gleichstellungsindustrie

Überall gibt es Gleichstellungsbüros und Frauenbeauftragte, die auf Steuerkosten die Frauen einseitig fördern. Männer werden, qua Gesetz, sogar vorsätzlich benachteiligt. Sonderförderungen für Frauen aller Art helfen Frauen in die gewünschten Positionen.

 

Nachteil Nr. 7: Kinderkrippen, Tagesschulen und dergleichen

Auch die Unternehmen bieten zunehmend eigene Betreuungseinrichtungen an. Dies sei »familienfreundlich«, heißt es. Inzwischen lobt das Bundesfamilienministerium hoch dotierte Preise für ihre Vorzeigeunternehmen aus. Die unternehmensinternen Betreuungseinrichtungen jedoch dienen einzig und allein dazu, Frauen in den Arbeitsprozess zu integrieren. Das natürliche Wohl der Kinder bleibt auf der Strecke.

 

Nachteil Nr. 8: Teilzeitarbeit nützt den Frauen – und nicht den Firmen

Teilzeitarbeit ist für berufstätige Mütter zwar ein wichtiger Aspekt. Doch den Unternehmen fällt es immer noch ausgesprochen schwer, diese anzubieten. Manche, vor allem Medienbetriebe, gehen unterdessen schon recht offensiv mit ihrer Haltung um: Frauen, die schwanger werden, müssen gehen. Das ist in der Tat nicht gerecht. Doch muss man grundsätzlich untersuchen: Wie viel Teilzeitarbeit verträgt ein Unternehmen? Sie bringt den Firmen kaum etwas außer Stress und Blockaden. Wer zum Beispiel im Schulbetrieb als Lehrer Teilzeit arbeiten möchte, blockiert nicht nur den Ablauf, sondern auch den Kindern ist wenig damit gedient. Zu den Zuständen in den Schulen schreibt die Weltwoche diesbezüglich: »Die Frauen profitieren, Schüler leiden, Berufskollegen und Steuerzahler müssen für die Kollateralschäden einer extremen Feminisierung aufkommen.«

 

Nachteil Nr. 9: Frauen dürfen weniger leisten und mehr fehlen

Eindeutige Zahlen zeigen auf, dass Frauen weniger arbeiten und häufiger fehlen. »Absenzen verringern die Produktivität und erhöhen die Kosten. Die Nachteile des weiblichen Abwesenheitswesens haben die Arbeitgeber zu tragen.« Die Weltwoche greift ein Beispiel heraus: »Symptomatisch scheint der Fall von ABB-Schweiz-Chefin Jasmin Staiblin zu sein, die einen viermonatigen Babyurlaub machte. Angesichts dieses Privilegs kann man sich fragen: Wie lässt sich die monatelange Absenz mitten in einer Wirtschaftskrise vermitteln? Wie erklärt man, dass Stellen gestrichen und Löhne gekürzt werden müssen, während die Abwesenheit der Chefin der Firma offenbar keinerlei Mühen bereitet?«

 

Nachteil 10: Die Umverteilung vom Mann zur Frau

Der Wohlfahrtsstaat sorgt dafür, dass riesige Geldmengen jährlich vom Mann zur Frau fließen. Die Gender- und Gleichstellungsgesetze fördern nahezu allein Frauen! Dennoch fordern diese immer noch weiter Unabhängigkeit und Emanzipation, obwohl sie durch die Steuern gerade und vorwiegend von Männern subventioniert werden.

 

 

Fazit

Frauen verdienen mancherorts immer noch weniger als ihre männlichen Kollegen. Das stimmt. Dafür arbeiten sie nicht selten weniger, haben entscheidend mehr Vorteile im täglichen Arbeitsumgang. Tatsache ist, dass der Staat derzeit allein die Erwerbstätigkeit der Frauen fördert. Würde er ihnen zugestehen, zumindest in den ersten Jahren bei ihren Kindern zuhause zu bleiben, würde sich diese wertvolle Arbeit, die Mütter daheim leisten, positiv auf staatliche Zuwendungen und ihre spätere Rente auswirken. Würde der Staat ebenso entscheidend höhere Steuerfreibeträge für Familien beschließen, sodass eine Familie mit dem Verdienst des Vaters auskäme, dann würden viele Probleme von alleine gelöst sein. Doch solange die Welt sich weiter in die falsche Richtung dreht, solange die Erwerbstätigkeit der Frau das oberste Ziel einer Gesellschaft bleibt, solange werden aufgrund dieses Fehlers Tausende anderer Missstände ausgelöst werden. Dazu gehören: Überforderte und verhaltensauffällige Kinder, die unter fehlender Mutterliebe leiden, gestresste erwerbstätige Mütter, desillusionierte Männer, die sich nicht umerziehen lassen wollen, und alle weiteren Folgen wie epidemisch ansteigende Depressions-Alkoholraten usw. Dies ist nur ein winziger Auszug der langen, gesellschaftsvernichtenden Liste, die wir täglich aufs Neue abhaken und erweitern!

Es gilt, genauer hinzuschauen, wenn es wieder einmal um die Benachteiligung der Frau im Arbeitsleben geht. Denn die aufgeführten Vorteile für die Frau sind nicht vom Tisch zu wischen. Wer sich einmal mit einem Arbeitgeber über dieses Thema unterhalten hat und dessen Nöte kennenlernt, denkt um.

 

 

 


 

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