Friday, 29. July 2016
15.09.2010
 
 

Der heiße Sommer ist kein Beweis für Global Warming – ganz im Gegenteil

F. William Engdahl

Die eifrigen Verfechter der längst in Verruf geratenen These vom Global Warming sind bemüht, jede wie auch immer geartete Wetteranomalie als »Beweis« für die Richtigkeit ihrer Theorie heranzuziehen. So heißt es jetzt, die ungewöhnliche Hitze, die im Juli wochenlang über Russland, der Ukraine und Teilen von Kasachstan hing, wäre ein Resultat der Erderwärmung. Nach Auskunft erfahrener Meteorologen hatte sie damit jedoch nicht das Geringste zu tun. Bevor wir alle also unseren Lebensstil radikal ändern, um einer falschen Theorie Genüge zu tun, täten wir gut daran, zu fordern, die Wissenschaft solle sich dieses Themas etwas rigoroser annehmen als Al Gore es tut.

Nach Auskunft von Meteorologen ist unbestritten, dass im vergangenen Juni und Juli auf der Landmasse der nördlichen Halbkugel die höchsten Temperaturen seit Beginn der Wetteraufzeichnungen geherrscht haben. Doch bevor wir dieses als wissenschaftlichen Beweis dafür betrachten, dass die vom Menschen verursachten CO2-Emissionen den »kritischen Punkt, an dem das System kippt« erreicht hätten, sollten wir lieber erst einmal nach stichhaltigen Beweisen suchen.

Wenn wir nicht nur einen isolierten Teil, sondern die Erde als Ganzes betrachten, wird es interessanter. Laut Joe Bastardi, dem leitenden Meteorologen beim US-Wetterdienst AccuWeather, ein Spezialist für die Analyse langfristiger und extremer Wetterlagen, ist die Wärme ÜBER LAND ein Nebenprodukt der Jahre des warmen El Niño im Pazifik. Über Land stiegen die Temperaturen noch, nachdem sich das Wasser bereits wieder abzukühlen begann. Diese große Wassermasse kühlt sich gegenwärtig ab und zwar am stärksten in dem Gebiet, wo es am wärmsten ist, nämlich im tropischen Pazifik.

»Wir beobachten eine drastische Abkühlung über Land und ebenso im Atlantik«, sagt Bastardi. Er geht davon aus, dass wir in den nächsten neun Monaten »eine Monster-La-Niña, ähnlich wie in den 1950er-Jahren«, also eine deutliche Abkühlung auf der Erde, erleben werden. Für die nächsten Jahrzehnte erwartet er, dass »die Temperaturen auf der Erde wieder auf das Niveau sinken, auf dem sie Ende der 1970er-Jahre gelegen hatten.« Keine gute Nachricht für Al Gores »Cap-and-Trade«-Emissionshandel und für die Wall Street.

 

Betrachten wir die Sonne

 

Nach Angaben von Dr. Roy Spencer, dem Forschungsdirektor an der University of Alabama in Huntsville und ehemaligem Leiter der Klimastudien am NASA Marshall Space Flight Center, sinken weltweit die Temperaturen an der Wasseroberfläche weiter, während das El-Niño-Gebiet im tropischen Ostpazifik deutlich unter dem Normalwert liegt, was den Bedingungen einer La Niña entspricht.

El Niño und La Niña sind die meteorologischen Bezeichnungen für den technischen Begriff ENSO oder El Niño/La Niña-Südliche Oszillation. Das sind periodisch (normalerweise alle drei bis sieben Jahre) wiederkehrende Wettermuster über dem Pazifik, die durch Veränderungen der Temperatur an der Wasseroberfläche des tropischen Ostpazifiks charakterisiert sind – Erwärmung oder Abkühlung sind als El Niño bzw. La Niña bekannt. Die bisher nicht beantwortete Frage, die das IPCC bezeichnenderweise völlig ignoriert, lautet: Was verursacht diese periodischen Oszillationen von El Niño/La Niña?

 

Beobachtungen russischer Astrophysiker

 

Genauso wie viele Wissenschaftler auf der ganzen Welt glauben russische Astrophysiker, dass diese Veränderungen der ENSO direkt mit der Intensität der Eruptionen auf der Sonnenoberfläche zusammenhängen – auf die vom Menschen verursachte »Emissionen« null Einfluss haben dürften. Kein einziges Klimamodell, schon gar nicht das der Mitarbeiter des diskreditierten UN-Klimarats IPCC an der East Anglia University oder beim britischen Wetterdienst Met Centre, ist in der Lage, den Einfluss der Sonnenaktivität auf unser Wetter in sinnvoller Weise einzubeziehen.

Trotzdem halten viele Wissenschaftler die Aktivität auf der Sonne für den wichtigsten Faktor, der darüber entscheidet, ob das Wetter auf der Erde in eine durchschnittlich wärmere Phase eintritt, wie es in den vergangenen 50 Jahren auf der nördlichen Halbkugel fast durchgehend der Fall war, oder in eine kühlere Phase, was nach Ansicht einiger Wissenschaftler seit 2007 begonnen hat und bis ca. 2042 andauern wird.

Prof. Chabibullo Abdussamatow, Chef der Weltraumforschung am Pulkowo-Observatorium im russischen St. Petersburg, erwartet, dass um das Jahr 2014 herum eine neue »Kleine Eiszeit« beginnen wird. Die letzte »Kleine Eiszeit« setzte nach der – wie Wissenschaftler sagen – Mittelalterlichen Warmzeit ein, sie währte von Mitte des siebzehnten Jahrhunderts bis etwa 1850.

Laut Abdussamatow geht die durchschnittliche jährliche Sonnenaktivität seit den 1990er-Jahren »beschleunigt zurück«. Zwischen 2005 und 2008 habe die Erde das »Maximum des in jüngster Zeit beobachteten Erwärmungstrends« erreicht. Aufgrund seiner laufenden Beobachtungen prognostiziert er, dass die Erde bis 2014 eine Aufeinanderfolge »instabiler Veränderungen« durchlaufen wird, bei der die Temperaturen weltweit um das zwischen 1998 und 2005 erreichte Maximum schwanken werden. Dann wird eine lange und sehr deutliche Abkühlung einsetzen, eine sogenannte »Neue Kleine Eiszeit«.

2003 bis 2005 hatte Abdussamatow ein »Abnehmen der Sonnenfleckenaktivität, die 2024 ein neues Minimum erreichen wird«, vorausgesagt, »was in den Jahren 2055-2060 zu einem neuen Temperaturtief auf der Erde führen wird.« Erst kürzlich hatte er erklärt: »Meine Vorhersagen sehen von Jahr zu Jahr besser aus.« Die Sonneneruptionen beeinflussen maßgeblich das globale Klima, sie sind die größte Energiequelle für die Erde – und genau das lassen die Global-Warming-Verfechter völlig außer Acht.

Dr. Roy Spencer aus Huntsville betont, dass »bislang nur sehr wenige Forschungsarbeiten über die natürlichen Mechanismen der Erwärmung finanziert werden. Man ist einfach davon ausgegangen, die Erderwärmung wäre vom Menschen verursacht. Für Wissenschaftler ist es leicht, dies anzunehmen, da wir nicht über ausreichende globale Daten für einen ausreichend langen Zeitraum verfügen, um zu bestimmen, ob hier natürliche Erwärmungsmechanismen wirken.«

Hoppla! Was ist dann mit all den »klimafreundlichen« Kühlschränken, die wir angeblich kaufen MÜSSEN, wenn wir die Klimakatastrophe, zum Beispiel die Überflutung Hollands und Ostfrieslands durch schmelzende Gletscher, verhindern oder zumindest hinauszögern wollen? Sie meinen wirklich, es wäre nur ein Werbetrick? – Eine ernsthaftere wissenschaftliche Diskussion über das Klima ist längst überfällig.

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