Tuesday, 27. September 2016
16.04.2010
 
 

Frauenquote: Ungerecht für Männer, teuer für Unternehmen! (II)

Eva Herman

Eine Niederländerin sagte neulich: »Ihr Deutsche seid komisch: Wenn ich putzen gehen würde und eine andere Putzfrau besorgte derweil meinen Haushalt, dann gelten sowohl diese Putzfrau als auch ich als erwerbstätig. Wenn ich meinen Haushalt allerdings selbst mache, und die Putzfrau ihren auch, dann gelten wir beide als arbeitslos. Und als altmodisch! Merkwürdige Welt bei Euch!«

Stimmt! Ein anderes Beispiel: Ein Kleinkind, das von einer Erzieherin in der Kita betreut wird, erfährt – gleichgültig, wie überfüllt die Krippe und wie überfordert die Erzieherin auch sein mag – die sogenannte »frühkindliche Bildung«. Wenn den Kindern dort vorgekocht wird, spricht man stolz von der »Chemie zum Anfassen«. Wenn eine Mutter ihrem Kind jedoch individuelle Liebe daheim gibt, ihm den Haushalt erklärt und es aufs Leben vorbereitet, gilt dies als nicht mehr zeitgemäß, die Mutter wird diskriminiert, und sie widersetzt sich dem allgemein herrschenden Mainstream. Dem Kind würde auf diese Weise gar die »frühkindliche Bildung« vorenthalten, auf die es ja schließlich ein Recht hätte.

Was hat das mit der Frauenquote zu tun? Eine ganze Menge. Frauen, die arbeiten wollen oder sollen, können weder ihren Haushalt umfassend erledigen, noch ihre Kinder zuhause betreuen, auch wenn es noch so günstig für Mutter und Kind wäre. Da einige Frauen dennoch gerne daheim bleiben würden, es nun aber einfach nicht sollen, schaffte man Gender-Mainstreaming an. Ein Diktat von oben, von EU und UNO. Und per Gender-Mainstreaming-Gesetz wird derzeit flächendeckend die Frauenquote festgelegt. Wem, außer den Frauen, nutzt sie aber, diese Quote? Zu dieser interessanten Frage veröffentlichte die Schweizer Weltwoche vor einiger Zeit eine umfangreiche Titelgeschichte. Sie gelangte dabei zu einem hochinteressanten  Ergebnis, das zwar mehr als logisch erscheint, das sich jedoch heutzutage kaum noch jemand auszusprechen traut. Schon die Überschrift enthielt die Antwort: »Vorteil Frau – Wie Frauen am Arbeitsplatz systematisch bevorzugt werden«.

Zehn Punkte, zehn Vorteile der Frauen gegenüber ihren männlichen Mitbewerbern führte die Weltwoche auf, um diese Überschrift zu rechtfertigen. Aufgehängt an der immer wieder geführten Diskussion der angeblichen Lohnnachteile, die Frauen auf dem Arbeitsmarkt zu erleiden hätten, kontert die Weltwoche:
»Was als schreiende Ungerechtigkeit verkauft wird, ist, bei Lichte besehen, kaum mehr als eine ökonomische Binsenweisheit.« Provokativ legt die Weltwoche nach: »Recherchen und Beobachtungen legen den Schluss nahe, dass es vielleicht sogar umgekehrt sein könnte.«
Dem folgenden Inhalt kann entnommen werden, dass Frauen durchaus um ihre Vorteile wissen, häufig dennoch in den allgemeinen Wehgesang einstimmen, ohne die Dinge zurechtzurücken. Denn: Auszuscheren kann gefährlich werden. Deutlich wird bei den aufgeführten zehn Punkten ebenso, dass die Unternehmen unter der Frauenquote zunehmend leiden, die Qualität der Erzeugnisse bzw. des Arbeitsablaufes auch. Hier der Zehn-Punkte-Plan der Weltwoche:

Vorteil Nr. 1: Frauen werden bevorzugt eingestellt

Aufgrund der durch Gender-Gesetze verordneten Frauenquote überrascht dies heute nicht mehr. Die Deutsche Telekom AG veröffentlichte vor Kurzem ihren festen Entschluss, 30 Prozent der Führungsposten mit Frauen zu besetzen. Man darf gespannt sein.

Vorteil Nr. 2: Quoten statt Qualität

Die Quoten haben stark negative Folgen für die betroffenen Firmen und Parteien. So berichtet der Headhunter Björn Johansson, dass Qualifikation zugunsten des Geschlechtes zwangsläufig in den Hintergrund rücke und das Niveau der Verwaltungsräte massiv nach unten gedrückt wurden; »Zum Schaden von Männern und Firmen, zum persönlichen Nutzen einzelner Frauen«, wie die Weltwoche schreibt.

Vorteil Nr. 3: Frauen erhalten mehr Freizeit

Eigentlich ist das richtig und fair: Frauen dürfen nicht selten später zur Arbeit kommen und früher wieder gehen, weil sie ihre Kinder in die Fremdbetreuung bringen und wieder abholen müssen. Auch wenn die Kleinen krank sind, bleiben die Mütter schon einmal daheim. Alles schön und gut: Doch dies nutzt natürlich nicht den Unternehmen und Kollegen. Für sie heißt es immer wieder: Rücksicht nehmen! Wenn Frauen darüber klagen, dass sie beim Gehalt mit ihren männlichen Kollegen nicht mithalten können, dann liegt ein wichtiger Grund hier! Frauen profitieren im männlichen Umfeld von Erleichterungen und einer Sonderbehandlung. Eine Art Gentleman-Faktor spiele dort eine wichtige Rolle, heißt es. Überstunden würden weniger von Frauen als von Männern verlangt und auch sonst würden die Frauen wohlwollender behandelt.

Vorteil Nr. 4: Luxus am Arbeitsplatz

Bessere Firmenparkplätze und schönere Büros, aufwendigere Arbeitsplätze und mehr Pausen genießen Frauen in der Privatwirtschaft. Auch würden sie wesentlich seltener durcharbeiten, heißt es in der Weltwoche.

Vorteil Nr. 5: Frauen werden sanfter angefasst

Frauen in Führungspositionen werden behutsamer behandelt, als ihre männlichen Kollegen. Der Kavalier lässt die Dame vor. Wenn ein Unternehmen einen weiblichen Geschäftsführer entlässt, gilt es als sicher, dass ein lautes Geschrei nach der Gleichberechtigung losgeht. Das Unternehmen muss schon gute Argumente aufweisen, um frau entlassen zu können. Das geht bei männlichen Mitarbeitern leichter.

Vorteil Nr. 6: Millionenförderung durch die Gleichstellungsindustrie

Überall gibt es Gleichstellungsbüros und Frauenbeauftragte, die auf Steuerkosten die Frauen einseitig fördern. Männer werden, qua Gesetz, sogar vorsätzlich benachteiligt. Sonderförderungen für Frauen aller Art helfen Frauen in die gewünschten Positionen.

Vorteil Nr. 7: Kinderkrippen, Tagesschulen und dergleichen

Auch die Unternehmen bieten zunehmend eigene Betreuungseinrichtungen an. Dies sei »familienfreundlich«, heißt es. Inzwischen lobt das Bundesfamilienministerium hoch dotierte Preise für ihre Vorzeigeunternehmen aus. Die unternehmensinternen Betreuungseinrichtungen jedoch dienen einzig und allein dazu, Frauen in den Arbeitsprozess zu integrieren.

Vorteil Nr. 8: Teilzeitarbeit nützt den Frauen – und nicht den Firmen

Teilzeitarbeit ist für berufstätige Mütter zwar ein wichtiger Aspekt. Doch den Unternehmen fällt es immer noch ausgesprochen schwer, diese anzubieten. Manche, vor allem Medienbetriebe, gehen unterdessen schon recht offensiv mit ihrer Haltung um: Frauen, die schwanger werden, müssen gehen. Das ist in der Tat nicht gerecht. Doch muss man grundsätzlich untersuchen: Wie viel Teilzeitarbeit verträgt ein Unternehmen? Sie bringt den Firmen kaum etwas außer Stress und Blockaden. Wer zum Beispiel im Schulbetrieb als Lehrer Teilzeit arbeiten möchte, blockiert nicht nur den Ablauf, sondern auch den Kindern ist wenig damit gedient. Zu den Zuständen in den Schulen schreibt die Weltwoche diesbezüglich: »Die Frauen profitieren, Schüler leiden, Berufskollegen und Steuerzahler müssen für die Kollateralschäden einer extremen Feminisierung aufkommen.«

Vorteil Nr. 9: Frauen dürfen weniger leisten und mehr fehlen

Eindeutige Zahlen zeigen auf, dass Frauen weniger arbeiten und häufiger fehlen. »Absenzen verringern die Produktivität und erhöhen die Kosten. Die Nachteile des weiblichen Abwesenheitswesens haben die Arbeitgeber zu tragen.« Die Weltwoche greift ein Beispiel heraus: »Symptomatisch scheint der Fall von ABB-Schweiz-Chefin Jasmin Staiblin zu sein, die einen viermonatigen Babyurlaub einzog. Angesichts dieses Privilegs kann man sich fragen: Wie lässt sich die monatelange Absenz mitten in einer Wirtschaftskrise vermitteln? Wie erklärt man, dass Stellen gestrichen und Löhne gekürzt werden müssen, während die Abwesenheit der Chefin der Firma offenbar keinerlei Mühen bereitet?«

Vorteil 10: Die Umverteilung vom Mann zur Frau

Der Wohlfahrtsstaat sorgt dafür, dass riesige Geldmengen jährlich vom Mann zur Frau fließen. Die Gender- und Gleichstellungs-Gesetze fördern nahezu allein Frauen!  Dennoch fordern diese immer noch weiter Unabhängigkeit und Emanzipation, obwohl sie durch die Steuern gerade und vorwiegend von Männern subventioniert werden.

Fazit

Frauen verdienen mancherorts  immer noch weniger als ihre männlichen Kollegen. Das stimmt. Dafür arbeiten sie nicht selten weniger, haben entscheidend mehr Vorteile im täglichen Arbeitsumgang. Tatsache ist, dass der Staat derzeit allein die Erwerbstätigkeit der Frauen fördert. Würde er ihnen zugestehen, zumindest in den ersten Jahren bei ihren Kindern zuhause zu bleiben, würde sich diese wertvolle Arbeit, die Mütter daheim leisten, positiv auf staatliche Zuwendungen und ihre spätere Rente auswirken. Würde der Staat ebenso entscheidend höhere Steuerfreibeträge für Familien beschließen, sodass eine Familie mit dem Verdienst des Vaters auskäme, dann würden viele Probleme von alleine gelöst sein. Doch solange die Welt sich weiter in die falsche Richtung dreht, solange die Erwerbstätigkeit der Frau das oberste Ziel einer Gesellschaft bleibt, solange werden aufgrund dieses Fehlers Tausende anderer Missstände ausgelöst werden. Dazu gehören: Überforderte und verhaltensauffällige Kinder, die unter fehlender Mutterliebe leiden, gestresste erwerbstätige Mütter, desillusionierte Männer, die sich nicht umerziehen lassen wollen, und alle weiteren Folgen wie epidemisch ansteigende Depressions-Alkoholraten usw. Dies ist nur ein winziger Auszug der langen, gesellschaftsvernichtenden Liste, die wir täglich aufs Neue abhaken und erweitern!

Künftig gilt es, genauer hinzuschauen, wenn es wieder einmal um die Benachteiligung der Frau im Arbeitsleben geht. Denn die aufgeführten Vorteile der Frau sind nicht vom Tisch zu wischen. Wer sich einmal mit einem Arbeitgeber über dieses Thema unterhalten hat und dessen Nöte kennenlernt, denkt um.

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