Wednesday, 31. August 2016
13.03.2013
 
 

April, April: Atomkatastrophe von Fukushima war gar keine

Gerhard Wisnewski

Am 11. März vor zwei Jahren geschah die »Atomkatastrophe« von Fukushima. Nach einem Erdbeben der Stärke 9 wurden Atomanlagen bei dem japanischen Küstenort beschädigt. Als einziges Land der Welt beschloss daraufhin Deutschland den Ausstieg aus der Kernenergie und stellte seine Energieversorgung auf den Kopf. Mit verheerenden Folgen für die Geldbeutel der Verbraucher – vielleicht auch für die Versorgungssicherheit. Und inzwischen wird immer klarer: Die so genannte »Atomkatastrophe« war gar keine...

Wer erinnert sich nicht an die Atomkatastrophe von Fukushima vom 11. März 2011? 16.000 Tote und etwa 3.500 Vermisste soll es dabei gegeben haben. Allerdings waren das gar keine Opfer der Nuklearkatastrophe, sondern des vorangegangenen Erdbebens und Tsunamis an der

japanischen Ostküste. In den Medien wird das alles jedoch lustig durcheinander geworfen: »Ganze Landstriche noch immer wie niedergewalzt: Seit der Katastrophe von Fukushima sind zwei Jahre vergangen«, hieß es zum Beispiel in Spiegel Online, als hätte der Atomunfall von Fukushima »Landstriche niedergewalzt«.

 

 

Am 11. März 2011 habe ein Erdbeben der Stärke 9,0 den Nordosten Japans erschüttert, »löste einen bis zu 20 Meter hohen Tsunami aus und ließ im Atomkraftwerk Fukushima die Reaktoren kollabieren. Fast 16.000 Menschen starben, mehr als 2.700 Menschen gelten bis heute als vermisst«, konnte man der Zeit entnehmen – so als seien die 16.000 Menschen als Folge der kollabierenden Reaktoren gestorben. Tatsächlich tragen heute das Erdbeben und die Tsunami-Katastrophe den Namen Fukushima, also den Namen des Standortes der betroffenen Atomkraftwerke.

 

Keine Strahlentoten in Fukushima

 

Aber ist das auch berechtigt? Wie viele Menschen starben denn nun eigentlich durch die »Atomkatastrophe« selber? Bei dem Atomunfall von Tschernobyl 1986 zum Beispiel gab es etwa 50 Strahlentote. Wie viele Menschen »nach Tschernobyl« durch die freigesetzte Strahlung mittel- und langfristig krank wurden, lässt sich nur schätzen, da sich eine einzelne Krebserkrankung nicht kausal mit dem Strahlenunfall in Verbindung bringen lässt. Epidemiologische Studien gehen von mehreren Zehntausend zusätzlichen Krebstoten aus. Und was ist nun mit Fukushima, das die ganze Welt erschütterte und die Deutschen dazu brachte, an ihrer Energieversorgung herumzupfuschen? Nun, laut Wikipedia wurde dabei nur ein Bruchteil der radioaktiven Emissionen von Tschernobyl freigesetzt, nämlich »zehn bis 20 Prozent«. Zwar sind auch das zehn bis 20 Prozent zu viel, aber eben keineswegs die Dimension des Tschernobyl-Unfalls. Dementsprechend waren durch die »Atomkatastrophe« selbst auch kaum direkte Opfer zu beklagen – von Opfern durch die freigesetzte Strahlung ganz zu schweigen.

 

Unwohlsein bei den Arbeitern

 

Angesichts der weltweiten Panikmache liest sich der entsprechende Wikipedia-Artikel fast schon wie Satire: »Durch das Erdbeben wurden laut [der japanischen Atomaufsichtsbehörde] NISA fünf Mitarbeiter leicht verletzt. Ein weiterer brach sich beide Beine und einer erlitt einen Herzinfarkt. Zwei Personen wurden danach vermisst und drei Wochen später im Keller eines Turbinenhauses tot aufgefunden.« Bei der Wasserstoffexplosion des Reaktorgebäudes 1 wurden vier Personen leicht verletzt; »ein weiterer Mitarbeiter erlitt an diesem Tag einen Schlaganfall«. Die Explosion von Reaktorblock 3 habe elf Verletzte gefordert. Allerdings war das noch nicht alles. Sondern »mehreren Arbeitern wurde unter den Atemschutzmasken unwohl, einer stolperte daher und verletzte sich am Knie, einer erlitt eine Augenverletzung durch austretendes Kühlwasser an einer Betonpumpe, und ein anderer verletzte sich beim Fall von einer Leiter«. Und schließlich kippte am 14. Mai 2011, also zwei Monate nach der »Atomkatastrophe«, noch ein 60-jähriger Arbeiter beim Schleppen von schweren Gegenständen um und verstarb: »Eine radioaktive Kontamination lag nicht vor; die Ärzte vermuteten einen Herzinfarkt.«

 

Strahlenopfer – Fehlanzeige

 

Strahlenopfer? Fehlanzeige. Zwar erhielten einige Mitarbeiter erhöhte Strahlendosen. Von Strahlenschäden oder -krankheiten wurde aber nichts bekannt. Die höchste Strahlendosis kriegten wohl jene drei Arbeiter ab, die am 24. März 2011 durch radioaktives Wasser wateten. Bei ihnen wurden immerhin zwei bis drei Sievert gemessen, allerdings nur an den Füßen: »Eine Untersuchung ergab, dass keine medizinische Behandlung notwendig war; eine Nachuntersuchung am 11. April durch das japanische Nationale Institut für Radiologische Wissenschaften war ohne Befund.«

 

Zwei Jahre danach: Wie ein Reporter die »Todeszone« überlebte

 

Aber das kann doch nicht sein! Schließlich zeigten die Messergebnisse noch heute, »dass die Strahlung extrem hoch ist«, alarmierte uns pünktlich zum zweiten Jahrestag der »Fukushima-Katastrophe« der wackere Handelsblatt-Reporter Martin Koelling, der die Gegend kürzlich besuchte: »Auf 1.700 Mikrosievert pro Stunde schlägt der Strahlenmesser in unserem Bus aus, hochgerechnet fast 15.000 Millisievert pro Jahr. Diesen Wert kann man durchaus als Todeszone bezeichnen.« Donnerwetter: Und wie ist der Mann da lebend wieder rausgekommen? Und wieso wurden er und andere Journalisten von dem Fukushima-Betreiber Tepco überhaupt erst hineingelassen? Nun, erstens kann ein »Wert« schon rein grammatisch gesehen keine Todeszone sein – aber das nur am Rande. Zweitens bringt der Mann auch sonst einiges durcheinander. Denn 1.700 Mikrosievert pro Stunde klingt zwar nach viel. Da die Vorsilbe »Mikro« aber für »Millionstel« steht, kann man sich vorstellen, um welche Größenordnungen es hier wirklich geht: Um 0,0017 Sievert pro Stunde. Akut lebensgefährlich wäre erst das Tausendfache dieser Dosis. Zwar wären 15.000 Millisievert (=15 Sievert) tatsächlich tödlich, aber nur, wenn man sie auf einmal abkriegen würde – nicht auf ein ganzes Jahr verteilt. Und das ist auch schon das ganze Geheimnis, wie einmal ein Handelsblatt-Reporter die »Todeszone« von Fukushima überlebte.

 

Das Schlimmste ist der Psychoterror

 

Gut – und was war damals mit den Menschen außerhalb der Atomanlagen? Tatsächlich starben da 40 bis 50 Personen – allerdings nicht an der Strahlung, sondern weil sie während der Evakuierung hilflos in einem Krankenhaus zurückgelassen wurden. Darüber hinaus gab es noch einige Selbstmorde, die im Zusammenhang mit den Ängsten vor den wirtschaftlichen Folgen der Katastrophe gestanden haben sollen. »Todesfälle durch Radioaktivität waren hingegen nicht zu beklagen und werden von der WHO auch für die Zukunft als unwahrscheinlich angesehen«, stellt das Europäische Institut für Klima und Energie (EIKE) fest. Und schon im Frühsommer 2012 stellte sich heraus: Die Strahlenbelastung nach der Havarie des Atomkraftwerks Fukushima sei in Japan »offenbar geringer als befürchtet« und liege sogar »meist innerhalb zulässiger Grenzwerte«, zitierte damals Spiegel Online (24.5.2012) die Vereinten Nationen: »Abgesehen von zwei Orten sei die radioaktive Strahlung seit der Reaktor-Havarie im März 2011 ›sehr gering‹ und deutlich unterhalb der international als bedenklich angesehenen Grenzwerte gewesen.«

 

Nicht, dass der Störfall von Fukushima hier verharmlost werden sollte. Jedes Opfer ist eines zu viel, und natürlich ist nicht auszuschließen, dass Menschen auch durch eine leicht erhöhte Strahlenbelastung langfristig krank werden. Aber es ist eben nicht das, was man uns erzählt hat; von einer großen, globalen »Atomkatastrophe« kann überhaupt keine Rede sein. Das eigentlich Schlimme an dem Atomunfall war auch laut UNO der totale Psychoterror gegen die Bevölkerung: »Viel schlimmer sind laut dem aktuellen Zwischenbericht der UNSCEAR gesellschaftliche Auswirkungen wie Depressionen und Ausgrenzungen von Menschen aus dem Gebiet um das havarierte Atomkraftwerk Fukushima I«, stand am 24. Mai 2012 in der Süddeutschen Zeitung (online) zu lesen. »Junge Frauen aus der Gegend glauben, sie können keine Kinder mehr bekommen«, zitierte das Blatt einen Experten. Deswegen würden sie nicht geheiratet. »Andere Frauen sagen, sie müssen jetzt abtreiben. Der Reis aus Fukushima wird nicht gegessen. Viele Menschen sind deswegen in ihrer Existenz gefährdet.«

 

Keine Atom-, sondern eine Angst-Katastrophe

 

Glaubt man dem britischen Physikprofessor Wade Allison, war Fukushima denn auch keine Atom-, sondern vielmehr eine Angst-Katastrophe: »Für die Bevölkerung war es ein soziales Desaster wegen des psychologischen Stress‘ und des Vertrauensverlusts, den der Vorfall verursacht hat. Aber das war auf die Angst zurückzuführen, nicht auf die Strahlung«, erzählte er in einem Interview mit der Jungen Freiheit (Nachdruck hier). Aber es war eben »keine nukleare Katastrophe. Keiner starb oder wird in den nächsten 50 Jahren an der Strahlung dieses Unfalls sterben. Es gab nicht einmal Andrang in den Krankenhäusern«. Der Unfall von Fukushima hätte sich demzufolge auch »niemals wie der in Tschernobyl 1986 entwickeln können. Und, wie die internationalen Berichte bestätigen, gibt es keinen Hinweis, dass in Tschernobyl mehr als 50 Menschen an Strahlung starben«.

 

Andererseits seien »viele der Menschen, die durch Fukushima heimatlos geworden sind, verzweifelt. Sie mussten Heimat und Besitz aufgeben, und obendrein wird ihnen ständig diese ›unsichtbare Gefahr‹ der Strahlung eingeredet. Das erzeugt natürlich Niedergeschlagenheit und viel Stress, die Leute werden depressiv, fangen an zu trinken, verzweifeln, bringen sich um – da wird eine ganze Gesellschaft desintegriert«. Ob die eingeleiteten Evakuierungen und vor allem die globale Panikmache gerechtfertigt waren, ist daher durchaus fraglich. Immerhin gehe die japanische Regierung »inzwischen von 573 Fukushima-Folgetoten aus« – die mit physikalischen Strahlenwirkungen nicht das Geringste zu tun haben, versteht sich...

 

 

 

 


 

 

 

 

 

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