Tuesday, 27. September 2016
09.06.2015
 
 

Bilderberger-Konferenz: Wird Ursula von der Leyen Kanzlerin?

Gerhard Wisnewski

Preisfrage – was ist das: Ein riesiger Musikdampfer zieht im nächtlichen Mittelmeer seine Kreise. Die Decks sind hell erleuchtet, eine Kapelle spielt Humba-Humba-Täterä, das Publikum am Ufer ist fasziniert. Das dunkle Schiff im Kielwasser des Dampfers sieht dagegen niemand. Die Decks sind dunkel. Kein Lichtstrahl und kein Laut dringen nach draußen, während der stille Begleiter fast lautlos durch das Wasser gleitet. Die Antwort: Der Musikdampfer war der G7-Gipfel und das geheimnisvolle dunkle Schiff in seinem Windschatten ist die Bilderberger-Konferenz, die ab 11. Juni 2015 in Österreich stattfindet. Mit möglicherweise interessanten Folgen...

 

Oder wie schon in meinem Buch Drahtzieher der Macht gesagt: Beim G7-Gipfel, wo die Zirkuspferde tanzen, werden die grellen Scheinwerfer eingeschaltet. Aber dort, wo die Zirkusdirektoren tagen, ist es zappenduster: Bei der Bilderberger-Konferenz, die am 11. Juni in Österreich beginnt, gibt es keine Kamerateams, keine Pressekonferenzen, keine Interviews. Nichts.

 

Schließlich besprechen sich auch die Zirkusdirektoren nicht in der Arena. Während die Elefantenrunde der G7 (früher G8) lautstark durch die Medienlandschaft trampelt, schleichen die Bilderberger-Dickhäuter auf leisen Sohlen durch die Gegend.

 

Die G7-Hypnose

 

Kaum jemals konnte man das Doppelspiel, das mit den beiden Gipfeln gespielt wird, so gut beobachten wie 2015. Während der Bilderberger-Gipfel, bei dem sich jedes Jahr das westliche Top-Personal aus Politik, Wirtschaft, Geheimdiensten und Medien trifft, praktisch totgeschwiegen wird, wird das Publikum mit dem G7-Treffen regelrecht hypnotisiert. Ein Sog aus wichtigen und weniger wichtigen Nachrichten zieht die Menschen in seinen Bann:

  • Wie 2700 Journalisten ihre Arbeitsplätze beziehen und

  • wie Demonstranten vor Gericht um ihre Kundgebungsorte kämpfen.

  • Wie Obama bei der Begrüßung in Elmau ein braves »Grüß Gott« heraus und ein Weißbier hinunterwürgt.

  • Wie der französische Präsident Hollande im Golf-Caddy über die Wiesen hoppelt und

  • wie Angela Merkels Ehemann Joachim Sauer zusammen mit den (übrigen) Konferenz-Damen in einer Kutsche herumgeschaukelt wird.

  • Wie 17 000 Polizisten den Ausnahmezustand über die Region verhängen und sogar Wanderer in den Bergen belästigen.

Kurzum: Ein Riesentheater soll den Massen suggerieren, hier tagten wirklich die mächtigsten Menschen der Welt.

 

Die mächtigsten Marionetten der Welt

 

Beim G7-Gipfel träfen sich »die Mächtigsten der Welt«, heißt es beispielsweise beim Manager Magazin (online, 8.6.15). »Der mächtigste Mann der Welt in der Imbissbude«, schreibt die Abendzeitung zu einem Foto von Barack Obama (online, 7.6.15), während Angela Merkel abwechselnd als »die mächtigste« (Focus Online, 5.6.15) oder »die wichtigste Frau der Welt« (bild.de, 6.6.14) bezeichnet wird. »Die Kanzlerin der Deutschen« sei gar »eine Weltmacht«, phantasiert das Blödel-Blatt aus Hamburg.

 

Aber je mehr der Begriff »mächtig« den Menschen mit dem Holzhammer verabreicht wird, umso mehr ist eins sicher, nämlich dass nach den Gesetzen der Lügenpresse die wahre Macht hier nicht zu finden sein wird − sonst würden die Medien nämlich nicht so prominent darüber berichten. Schon eher ist das G7-Treffen so etwas wie eine Versammlung der mächtigsten Marionetten der Welt.

 

Dreistes Ablenkungsmanöver

 

Kaum etwas macht dies so deutlich wie die diesjährige zeitliche und geographische Abstimmung der beiden Konferenzen − summa summarum ein dreistes Ablenkungsmanöver für die Öffentlichkeit. Während das G7-Treffen vom 7. bis 8. Juni in Schloss Elmau (Bayern) stattfand, beginnt das Bilderberger-Treffen am 11. Juni im erwähnten Interalpen-Hotel Tyrol im österreichischen Telfs-Buchen − ganze 26 Kilometer entfernt. Auf diese Weise kann man die Strategie klar erkennen:

  • mit der zeitlichen Nähe soll der mediale Windschatten des G7-Gipfels ausgenutzt werden,

  • die räumliche Nähe sorgt dafür, dass G7-Teilnehmer anschließend bequem auch an Bilderberg teilnehmen können.

Mit drei Tagen Atempause in der beschaulichen Alpenlandschaft können manche G7-Teilnehmer also ein wenig ausspannen und anschließend in Tirol tagen − und zwar ohne dass irgendein wirklich großes Publikumsmedium darüber berichten wird. Nirgends wird das so anschaulich wie auf der Website der Tagesschau.

 

Während dort eine Suche nach dem Stichwort »G7« 387 Treffer zutage fördert (154 Videos, 140 Meldungen, 56 Sendungen und 37 Audios), ergibt eine Suche nach den Begriffen »Bilderberg« oder »Bilderberger« null Treffer: »Ihre Suche nach ›Bilderberg‹ war leider erfolglos«, heißt es da: »Bitte überprüfen Sie Ihre Eingabe.«

 

Die Bilderberger-Konferenz existiert nicht bei der Tagesschau

 

 

Den Bilderbergern die Schau stehlen

 

Nichts da − vielmehr sollte die etablierte Presse mal dringend ihre Berichterstattung überprüfen: Mit allen Mitteln sollen wir davon abgehalten werden, uns mit dem eigentlich wichtigen Gipfel der Bilderberger zu beschäftigen. Dabei ist aber nicht nur die zeitliche und geografische Nähe der beiden Konferenzen interessant, sondern auch die Dauer.

 

Während sich die angeblich wichtigsten Menschen der Welt beim G7-Gipfel gerade mal für 24 Stunden trafen, tagen die Bilderberger gleich vier Tage − vom 11. bis 14. Juni. Und wenn man einmal genauer darüber nachdenkt, ist es ja auch zu lächerlich: 24 Stunden für eine Konferenz der sieben »mächtigsten Staaten« der Welt? Hatten die sich nicht etwas mehr zu sagen? Was konnte und sollte dabei herauskommen? Nach all den Begrüßungszeremonien und Reden kann die Nettokonferenzzeit des G7-Treffens höchstens wenige Stunden betragen haben.

 

Bevor man sich einarbeitete, war die Konferenz zu Ende. Und dafür der gigantische finanzielle und personelle Aufwand? Schon daran sieht man: Der G7-Gipfel ist nicht wirklich ernst gemeint. Die G7 sind lediglich die Vorgruppe der Bilderberger. Doch im Unterschied zu einem Rockkonzert sollen sie der Hauptgruppe die Schau stehlen − damit nur niemand merkt, von wem er wirklich regiert wird. Nämlich von einem Konglomerat aus Banken, Geheimdiensten, Konzernen und Politikern.

 

Die undurchsichtige Konferenz

 

Denn ganz im Gegensatz zu der ach-so-transparenten G7-Show ist die Bilderberger-Konferenz voll und ganz undurchsichtig: Tagungsort, Teilnehmer, Teilnehmerzahl und Themen sind bis zum letzten Moment geheim. Erst im letzten Augenblick (8. Juni) erschien auf der Bilderberger-Website eine Pressemitteilung, sodass das Treffen von keiner Redaktion in die Terminplanung eingebaut werden konnte (sofern sie das will).

 

Und selbst wenn, wüssten die Journalisten nicht, wo sie hin sollten: Denn ein Pressezentrum gibt es bei den Bilderbergern selbstverständlich nicht. So bleiben die 140 hochkarätigen Teilnehmer aus 22 Ländern im österreichischen Telfs-Buchen unter sich, während einige von ihnen die künftigen Strategien des westlichen Imperiums festlegen. Ganz im Gegensatz zu den G7-Darstellern handelt es sich da um die wirklichen »Bestimmer«, angefangen bei den

 

  • Bossen von globalen Banken (Deutsche Bank, HSBC, UniCredit, Raiffeisenbank, J.P. Morgan, Santander, Europäische Zentralbank, Royal Bank of Canada, Goldman Sachs),

  • Konzernen (Google, Shell, BP, Airbus, Siemens, Alcoa, Ryanair),

  • Währungsunionen (Euro-Gruppe) über die Chefs von

  • Geheimdiensten (französischer Geheimdienst DGSI, Dänischer Geheimdienst DDIS) bis hin zu

  • Kriegsherren wie dem NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg.

  • Dabei sind auch strategische Think Tanks wie das Carnegie Endowment for International Peace,

  • Minister und Premierminister (von der Leyen, Deutschland; Stubb, Finnland; Rutte, Niederlande; Michel, Belgien) sowie

  • der österreichische Bundespräsident Heinz Fischer und natürlich unsere

  • Medien.

Wird »Flinten-Uschi« Kanzlerin?

 

Und zwar dieselben Medien, die die Bilderberg-Konferenz äußerst stiefmütterlich behandeln, zum Beispiel die beiden großen deutschen Verlage Gruner&Jahr (Stern) und Axel Springer (Bild, Welt etc.).

 

Die langjährige Bilderberger-Hofschranze Zeit hat sich dagegen anscheinend getrollt. Wobei die Anwesenheit von »Flinten-Uschi« von der Leyen zu denken geben sollte. Schließlich fing auch Angela Merkels Kanzlerschaft so an: Mit einem Besuch bei der Bilderberger-Konferenz...

 

Hier weiterlesen...

 

 

 

 

 


 

 

 

 

 

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Leser-Kommentare (101) zu diesem Artikel

22.06.2015 | 15:34

Thomas G

Es ist wirklich schwer, sich in diesem Lügenmeer zurecht zufinden! Man, was wurde auf den damaligen Osten geschimpft - Stasi, totale Überwachung, Militärstaat, Diktatur, Pressezensur! Mir wurde in der Schule immer von einem agressiven und kriegstreibenden Westen erzählt - niemand (auch ich)wollte es glauben! Und nun? Ich denke alles war richtig. Wir werden abgehört, es werden Attentate auf ehrliche Bürger verübt, die Presse verschweigt alles und unsere Regierung steht vor der...

Es ist wirklich schwer, sich in diesem Lügenmeer zurecht zufinden! Man, was wurde auf den damaligen Osten geschimpft - Stasi, totale Überwachung, Militärstaat, Diktatur, Pressezensur! Mir wurde in der Schule immer von einem agressiven und kriegstreibenden Westen erzählt - niemand (auch ich)wollte es glauben! Und nun? Ich denke alles war richtig. Wir werden abgehört, es werden Attentate auf ehrliche Bürger verübt, die Presse verschweigt alles und unsere Regierung steht vor der Wahl fest! Am schlimmsten ist doch wirklich diese, doch so offenkundige Kriegstreiberei. Wie viele Soldaten sind z. Zt. an diesem Mannöver beteiligt? 14 000 ? Wie viele Tränen müssen fliessen, das wir ALLE endlich verstehen!!!!!!!!!!
Wir sollten ALLE auf die Strasse gehen und unseren Unmut laut heraus schreien.
Sind wir alle Freiwild, oder was?
Deutschland, wache aus deinem Winterschlaf auf!
Herzlichst, Thomas


14.06.2015 | 16:52

Pollewetzer

Wenn Kanonen-Uschi und ihre Staatssekretärin dort eingeladen werden, dann ist abzusehen, dass sie für den Krieg und den Einsatz der Bundeswehr in der Ukraine vereinnahmt werden soll! Das perfide ist ja, daß auf diesen Treffen vorwiegend mit "subversiven elitären und exklusiven Stimmungen, gerniert mit einigen verfälschten oder einseitigen Informationen gearbeitet wird. Dessen werden sich wohl die wenigsten bewusst, weil sie ja alle HAND-verlesen und entsprechend präpariert...

Wenn Kanonen-Uschi und ihre Staatssekretärin dort eingeladen werden, dann ist abzusehen, dass sie für den Krieg und den Einsatz der Bundeswehr in der Ukraine vereinnahmt werden soll! Das perfide ist ja, daß auf diesen Treffen vorwiegend mit "subversiven elitären und exklusiven Stimmungen, gerniert mit einigen verfälschten oder einseitigen Informationen gearbeitet wird. Dessen werden sich wohl die wenigsten bewusst, weil sie ja alle HAND-verlesen und entsprechend präpariert oder von einem "Paten" gecoached werden. Der stellt dann sicher, daß auch alles wie gewünscht rezipiert und die persönlichen Schwächen des jeweiligen elegant und professionell ausgenutzt werden. - Also Arbeit von Profis Psychologie. Die wichtige Gefühlsebene (s.o. "Stimmungen") stellt gleichfalls sicher, dass alles wesentlich besser und tiefer verankert wird, als wie wenn es nur mal eben intellektuell durchgehechelt worden wäre... Am besten wird man sich das wohl vorstellen können,w enn man sich mal selber in solch eine Situation versetzt sieht und gleichzeitig die "Chance" an einer neuen Weltordnung durch seine eigene Verantwortung, massgeblich, verantwortlich TEIL-zuhaben ... - Also der Chefredakteur von "BILD" wäre verantwortlich für die Stimmung in Deutschland, und dafür die Deutschen für eine Krieg mit Russland usw. zu motivieren... - und zwar GEGEN den ursprünglichen Willen der Leser...! Po


12.06.2015 | 00:46

DasLebenDesBrian

Die is relativ grob und einfach gestrickt, das qualifiziert sie durch aus in deren Augen. Gut möglich das sie der Wunschkandidat ist.
Wenn sie es dann schlussendlich tatsächlich wird ist das aber der Dummheit der Leute zu zuschreiben und nicht den Bilderbergern.


12.06.2015 | 00:15

Werner R

@Jünne Wer glaubt das wählen etwas bewirkt, dessen Sätze sind sowieso für die Tonne! Woher wollen sie denn wissen, was die Bilderberger können??? Deswegen lieben die "Mächtigen" ja die Lemminge, die verteidigen mit Händen und Füssen etwas, wovon sie keine Ahnung haben und behindern durch ihr Geschwafel viele die sich dafür interessieren und auch den Verstand diesen auch zu benutzen


11.06.2015 | 23:59

Hans H

Selbst wenn es Flinten Uschi werden würde, sie könnte nur Scheitern, denn die Krux Merkel hat wie weiland Kohl nur Jasager und Speichellecker um sich geschart. OK Kohl hat sein Mädchen unterschätzt, aber alle Etablierten Parteien sind Verfassungswidrig, sie wollen die Bundesrepublik abschaffen. Die Mitglieder der Atlantikbrücke die dieses fördert, wären im Krieg sofort Standrechtlich erschossen worden. Doch da der Amtseid Strafrechtlich nicht gewertet wird, ergo ein betrug am...

Selbst wenn es Flinten Uschi werden würde, sie könnte nur Scheitern, denn die Krux Merkel hat wie weiland Kohl nur Jasager und Speichellecker um sich geschart. OK Kohl hat sein Mädchen unterschätzt, aber alle Etablierten Parteien sind Verfassungswidrig, sie wollen die Bundesrepublik abschaffen. Die Mitglieder der Atlantikbrücke die dieses fördert, wären im Krieg sofort Standrechtlich erschossen worden. Doch da der Amtseid Strafrechtlich nicht gewertet wird, ergo ein betrug am Wähler und Volk ist ist eine Bestrafung unmöglich. Doch über eines sollten sich alle klar sein, im 3. Weltkrieg wird es für diese Gruppe keinen Schutz geben. Denn für die USA ist der Verrat nützlich, die Verräter aber nur wenn sie genug Geld mitbringen. Doch dann ist sowohl Euro wie auch Dollar nichts mehr Wert.


11.06.2015 | 09:30

Bruno

Da hat man gedacht,wenn Frau Merkel einmal abtreten sollte,was ich ehrlich gesagt nicht glaube,hätten wir in Deutschland das schlimmste überstanden. Sollte nach Merkel Frau van der Leyen das Ruder übernehmen,werden die arbeitenden Menschen in Deutschland weiter verarmen. Leider hat die Merkel Leute mit Charakter alle ausgemustert,übrig geblieben sind jede Menge Nullen und Ar....... .

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