Sunday, 25. September 2016
22.07.2010
 
 

Blumen auf dem Grab von Kirsten Heisig (Teil 4)

Gerhard Wisnewski

Frische Blumen zeugen davon: Die Bevölkerung akzeptiert den von einem Spaziergänger entdeckten Stapel Baumstämme im Wald bei Heiligensee als die wirkliche Fundstelle von Kirsten Heisig. Die Blumen sind bemerkenswert, weil sie bedeuten, dass dies für die Bevölkerung die erste glaubwürdige Fundstelle von Kirsten Heisig ist. Damit gibt es im Wald endlich einen Ort, an dem man trauern und seine Anteilnahme zeigen kann. Vielleicht könnte dies zu einem Zeichen gegen das Schweigen der Behörden werden...

Ein Mensch verschwindet, fünf Tage später wird er tot aufgefunden, und das Ganze zum Selbstmord erklärt. Beweise und Argumente für diese Behauptung will die Staatsanwaltschaft Berlin nicht benennen. Eine offizielle Trauerfeier der Justizbehörden gibt es für die Person, eine Richterin, nicht. Die private Trauerfeier wurde nicht an die große Glocke gehängt, und wo die Person heute begraben liegt, ist nicht bekannt.

So soll die mutige Jugendrichterin Kirsten Heisig schnell aus dem Leben verschwinden und in Vergessenheit geraten - was schon wieder gegen einen Selbstmord spricht. Denn an einem echten Selbstmörder möchte die Umwelt häufig festhalten. Sie möchte ihn oft nicht aufgeben, sondern sich an ihn klammern. Siehe der Nationaltorwart Robert Enke, der nach seinem Selbstmord am 10. November 2009 höchste Ehrungen erfuhr. Dagegen ist es, als wäre die Jugendrichterin Kirsten Heisig, verschwunden am 28. Juni 2010, tot aufgefunden am 3. Juli 2010, plötzlich zur persona non grata geworden, von der niemand mehr etwas wissen will. Wie aber kann jemand durch Selbstmord zur persona non grata werden – es sei denn, er war dies schon vorher?

 

Neue Beweise für ein menschliches Grab

Inzwischen sind neue Beweise aufgetaucht, dass dort, wo etwa 100 Meter vom Elchdamm in Heiligensee entfernt inzwischen Baumstämme aufgehäuft wurden, vor kurzem noch ein Mensch begraben lag. Wie bereits berichtet, hatte ein Spaziergänger hier drei Tage nach der Bergung von Kirsten Heisigs Leiche am 3. Juli 2010 eine nach Verwesung stinkende Plastikplane und einen halb im Boden verscharrten und mit Plastikband verschnürten Hundekadaver gefunden. Anders als die Plastikplane war der rötlich-braune Hundekadaver im Waldboden auf seinen Fotos zwar nicht zu erkennen.

Die Sache ist aber auch deswegen plausibel, weil Kirsten Heisig, die hier in der Nähe gestorben sein soll, ebenfalls einen Hund hatte, ohne den sie nicht auf die Straße ging: »Ja ich weiß, dass Sie einen Hund hatte«, schrieb mir der Berliner Stadtverordnete René Stadtkewitz: »Sie erwähnte ihn hin und wieder als ihren persönlichen Schutz, wenn sie allein in Parks oder durch den Wald joggen ging. Dass Sie dies regelmäßig tat, hat man ihr wohl angesehen. Was aus dem Hund geworden ist und ob sie ihn an diesem Tag dabei hatte, weiß ich nicht.« Nun, wenn es sich dabei um ihren »Schutzhund« handelte, hatte sie ihn sehr wahrscheinlich dabei.

Diese Frau also wurde hier im Wald tot aufgefunden, und drei Tage später fand ein Spaziergänger hier eine Plastikplane, einen Hundekadaver und eine grabähnliche Anlage. Nur hätte Kirsten Heisig bei einem Selbstmord wohl kaum vorher ihren Hund umgebracht und auch noch verschnürt – von der eigenen Leiche einmal ganz zu schweigen. Für einen Mörder würde es jedoch durchaus Sinn machen, zuerst den erklärten »Schutzhund« seines Opfers zu töten und anschließend beide zu verscharren.

Plastikplane mit Verwesungsgeruch im Tegeler Forst

 

Erhöht man den Kontrast des Fund-Bildes, tritt klar ein etwa zwei Meter mal 70 Zentimeter großes Rechteck zutage, was in etwa den Abmessungen eines menschlichen Grabes entspricht. Die Plastikplane liegt dabei an einem der kurzen Enden.

Plastikplane mit grabähnlichem Rechteck im Tegeler Forst (erhöhter Kontrast)

 

Einen Tag, nachdem der Spaziergänger seinen Fund der Polizei gemeldet hatte, lagen plötzlich massive Baumstämme auf dem Grab, und zwar der Länge nach. Hätte es sich um belanglose Funde gehandelt, beispielsweise nur um einen von einem Anwohner bestatteten Hund, hätte es sicher gereicht, das Ganze zu entfernen. Statt dessen wurde ein enormer Aufwand getrieben, der sich nun rekonstruieren lässt.

 

Wie das Grab gemacht wurde

In dem lockeren Mischwald am Elchdamm wird keine Holzwirtschaft betrieben. Das heißt, es gibt hier auf weite Sicht keine Holzstapel, Waldfahrzeuge und anderes schweres Gerät, das man zur Holzgewinnung und -bearbeitung benötigt. Das heißt, der Holzstapel ist kein Zufall, sondern eine Anomalie und wurde ganz bewußt an dieser Stelle platziert. In der Nähe des jetzigen Holzstapels lag nur ein umgelegter Baum, von dem die kurzen, aber sehr schweren Stücke abgesägt wurden. Dafür wurde offenbar extra ein schweres Waldfahrzeug heran transportiert, dessen Spuren mein Informant gesehen hat. Dieses Fahrzeug wurde benötigt, weil die schweren Stämme sonst nur von mehreren Männern zu bewegen gewesen wären. Möglicherweise konnte das Fahrzeug auch gleich sägen.

 

Von diesem umgelegten Baum wurden die kurzen Stücke abgesägt

 

Der umgelegte Baum mit dem daraus abgesägten Holzstapel

 

Das Heisig-Grab mit frischen Blumen

 

Bemerkenswert ist, dass das mannsgroße Rechteck im Waldboden dabei wohl ebenfalls gesehen wurde, denn die Baumstämme wurden nicht irgendwie, sondern genau der Länge nach darauf gelegt. Das heißt, dass dabei mit hoher Wahrscheinlichkeit ebenfalls die längliche Form des Ganzen erkannt wurde und abgedeckt werden sollte.

Die Baumstämme wurden der Länge nach über das »Grab« gelegt.

 

 

Aktueller Titel von Gerhard Wisnewski: Kirsten Heisig: Geheimsache Selbstmord

 

Der ursprünglich vorgesehene Teil 4 wird nun Teil 5: »Die seltsamen Selbstmorde von Berlin«. Demnächst.

Ergänzende Beiträge zu diesem Thema

Tod von Kirsten Heisig: Das Ende der Selbstmordversion? (Teil 3)

Gerhard Wisnewski

Eine Frau verschwindet kurz vor der Veröffentlichung ihres brisanten Buches und wird einige Tage später tot aufgefunden: Hat die Berliner Jugendrichterin Kirsten Heisig wirklich Selbstmord begangen, wie Medien und Behörden beteuern? Oder war es doch Mord, wie viele Bürger vermuten? Die Staatsanwaltschaft riskiert lieber eine Klage, als Details  mehr …

Kirsten Heisig: Selbstmord oder Mord? (Teil 2)

Gerhard Wisnewski

Gegen einen Selbstmord der Berliner Familienrichterin Heisig sind weitere starke Indizien aufgetaucht: Kurz zuvor besuchte sie noch fröhlich Talkshows, ja, sogar am Tag ihres Verschwindens sagte sie noch einen Auftritt in »Stern TV« zu: »Alles klar und schöne Ferien, liebe Grüße KH«. In wenigen Tagen wollte sie Berichten zufolge mit ihren Töchtern  mehr …

Jugendrichterin Heisig: »So jemand bringt sich doch nicht um« (Teil 1)

Gerhard Wisnewski

Sie hat aufgeregt, polarisiert und gespalten. Sie wirbelte Staub auf und ließ keinen kalt: Die Bedeutung der am 3. Juli 2010 angeblich in einem Wald bei Berlin tot aufgefundenen Familienrichterin Kirsten Heisig, die jugendliche Straftäter schnell abzuurteilen pflegte, ging weit über Berlin hinaus - oder sie stand kurz davor, weit über Berlin  mehr …

Berliner Polizei: Ein Mord ohne Leiche

Udo Schulze

Was ist nur bei der Berliner Polizei los? Im Fall der toten Richterin Heisig steht offiziell Selbstmord fest, obwohl objektiv vieles dagegen spricht. In einem anderen Fall gibt die Kripo der Hauptstadt einen Mann seit Jahren als ermordet aus, der möglicherweise noch am Leben ist. Oder sollte die Behörde auch in dieser Sache wieder mehr  mehr …

Wer diesen Artikel gelesen hat, hat sich auch für diese Beiträge interessiert:

Tod von Kirsten Heisig: Das Ende der Selbstmordversion? (Teil 3)

Gerhard Wisnewski

Eine Frau verschwindet kurz vor der Veröffentlichung ihres brisanten Buches und wird einige Tage später tot aufgefunden: Hat die Berliner Jugendrichterin Kirsten Heisig wirklich Selbstmord begangen, wie Medien und Behörden beteuern? Oder war es doch Mord, wie viele Bürger vermuten? Die Staatsanwaltschaft riskiert lieber eine Klage, als Details  mehr …

Kirsten Heisig: Selbstmord oder Mord? (Teil 2)

Gerhard Wisnewski

Gegen einen Selbstmord der Berliner Familienrichterin Heisig sind weitere starke Indizien aufgetaucht: Kurz zuvor besuchte sie noch fröhlich Talkshows, ja, sogar am Tag ihres Verschwindens sagte sie noch einen Auftritt in »Stern TV« zu: »Alles klar und schöne Ferien, liebe Grüße KH«. In wenigen Tagen wollte sie Berichten zufolge mit ihren Töchtern  mehr …

Unerklärlicher Kollaps der irdischen Hochatmosphäre – wegen mangelnder Sonnenaktivität oder aber doch wegen eines Geheimexperiments?

Andreas von Rétyi

US-amerikanische Wissenschaftler haben einen außergewöhnlich starken Zusammenbruch der irdischen Hochatmosphäre registriert. Seit mehr als 43 Jahren gab es keinen vergleichbaren Vorfall. Nun rätselt die Welt an den Ursachen.  mehr …

Jugendrichterin Heisig: »So jemand bringt sich doch nicht um« (Teil 1)

Gerhard Wisnewski

Sie hat aufgeregt, polarisiert und gespalten. Sie wirbelte Staub auf und ließ keinen kalt: Die Bedeutung der am 3. Juli 2010 angeblich in einem Wald bei Berlin tot aufgefundenen Familienrichterin Kirsten Heisig, die jugendliche Straftäter schnell abzuurteilen pflegte, ging weit über Berlin hinaus - oder sie stand kurz davor, weit über Berlin  mehr …

KOPP EXKLUSIV: Ab 2012 Kriege wieder mitten in Europa

Udo Ulfkotte

Der renommierteste Zukunftsforscher der Welt, Gerald Celente, prognostiziert den Mitgliedsstaaten der Europäischen Union in seiner jüngsten Studie nach zwei Generationen des Friedens nun ethnische Spannungen und Nationalismus, Zerfall und Kriege – zudem die Vertreibung aller Muslime aus Europa. Und das alles schon in wenigen Monaten.  mehr …
Newsletter-
anmeldung!
Hier erhalten Sie aktuelle Nachrichten und brisante Hintergrundanalysen
(Abmeldung jederzeit möglich)

Werbung

KOPP EXKLUSIV – Jetzt bestellen

Brisante Hintergrundanalysen wöchentlich exklusiv nur bei uns.

Katalog – Jetzt kostenlos bestellen

Bestellen Sie unseren Katalog kostenlos und unverbindlich.