Saturday, 25. June 2016
27.06.2011
 
 

Frauenfußball-WM: Davon geht die Welt nicht unter! Oder vielleicht doch?

Gerhard Wisnewski

Na, das ging ja nochmal gut! Dunkle Wolken hatten sich über der Eröffnung der Frauenfußball-WM zusammengebraut, aber so wie es aussieht, bleibt das Gewitter aus. Gut so. Weniger gut ist das, wofür die Frauenfußball-WM steht. Sie ist nämlich keineswegs das fröhliche Emanzipationsfest, als das sie uns verkauft wird, sondern ein Symptom einer tödlichen globalen Strategie: der Abschaffung sämtlicher Grenzen.

Grenzen? Wieso Grenzen? Was hat eine Frauenfußball-WM mit Grenzen zu tun, und wieso soll deren Abschaffung tödlich sein? Gegenfrage: Wodurch zeichnet sich unsere moderne Welt vor allem aus? Durch technischen Fortschritt? Durch allgegenwärtige Kommunikation? Durch Globalisierung? Antwort: Das sind nur oberflächliche Erscheinungen. In Wirklichkeit laboriert die moderne Welt an dem totalen Verlust von Grenzen. Oder besser gesagt: an der bewussten und mutwilligen Abschaffung von  Grenzen. Wobei man sich viel Ärger erspart, wenn man gleich dazusagt, was eine Grenze ist und was eine Grenze nicht ist: Eine Grenze ist ein überlebenswichtiges quantitatives und qualitatives »Durchlässigkeitsmanagement«, aber meistens nicht absolut undurchlässig und schon gar nicht »feindlich«.

 

Jede Tür ist eine Grenze

Nehmen wir zum Beispiel ein Einfamilienhaus in einem Dorf, dessen Tür abends verschlossen wird: Darf deshalb niemand Fremdes mehr herein? Sind die Bewohner deshalb mit den anderen Dorfbewohnern verfeindet? Wollen sie deshalb gar die anderen Dorfbewohner vernichten? Natürlich nicht. Sondern eine Tür ist eben eine typische Grenze, also ein Regelungsmechanismus, der bestimmt, wer wann hineindarf und wie viele davon. Und was würde passieren, wenn man die Haustür einfach ausbauen würde? Die Hausgemeinschaft würde sich auflösen. Und das ist das Problem: Nämlich dass in der globalen Gesellschaft sämtliche Türen ausgebaut werden: zwischen Geschlechtern und Generationen ebenso wie zwischen Begabten und weniger Begabten, Nationalitäten und Kulturen, Währungen und Handelsräumen.

 

Es ist fast schon egal, welchen Begriff man aus der aktuellen Diskussion herausgreift – dahinter steckt fast immer der Abbau von Grenzen:

  • finanzielle Grenzen (Einheitswährung Euro, Transferunion)
  • wirtschaftliche Grenzen (Freihandelsabkommen)
  • soziale Grenzen zwischen Generationen (Gewalt und Respektlosigkeiten von Jugendlichen gegenüber Erwachsenen/Senioren, Anti-Aging, Schönheits-OPs) und Geschlechtern (»Emanzipation«, Frauenquote, Frauenfussball etc.)
  • Bildungs- und Begabungsgrenzen (Trend zur Einheitsschule)
  • kulturelle Genzen (»Multikulti«)
  • künstlerische Grenzen (»Crossover«)
  • Ernährungsgrenzen (McDonald's/Vereinheitlichung der Lebensmittelvorschriften)
  • politische Grenzen (uferlose EU-Erweiterung, Flüchtlingsströme, »Einwanderung von Fachkräften«)
  • etc.

 

Grenzen – ja, bitte!

Das heisst: Die Finanzkrise ist nicht die Ursache, sondern nur eine Folge der totalen Entgrenzung der internationalen Finanzmärkte. Die verheerende »Griechen-Krise« gibt es schließlich nur, weil es zwischen den Ländern und den Währungen Europas keine Grenzen mehr gibt. Daher können die Schwierigkeiten des einen alle anderen mitreißen. Und das gilt auch für die größere globale Finanzkrise. Schon kann man also die verheerenden Folgen des Grenzverlustes beobachten. Daher brauchen wir nicht weniger, sondern mehr Grenzen.

Das Leben selbst schafft und definiert sich durch Organisation. Daher spricht man auch von einem »Organismus«. Die Organisation wird bewerkstelligt durch eine Grenze (die Zellmembran), und durch Arbeitsteilung (»Organelle«). Dabei ist auch die Zellmembran keine absolut undurchlässige Grenze, sondern ein »Verkehrsmanagement«, das den Verkehr oder Austausch zwischen innen und außen organisiert. Denn absolut dichte Grenzen sind oft genauso tödlich wie fehlende Grenzen. Nimmt man der Zelle die Membran weg, stirbt sie, so wie ein Mensch, dem man die Haut wegnimmt. Und nimmt man den menschlichen Gesellschaften die inneren und äußeren Grenzen weg, sterben sie auch.

 

Die drei »I« – Ich, Identität und Interessen

Ohne Grenze gibt es auch kein Ich, ohne Ich gibt es keine Identität, und ohne Identität gibt es keine Interessen, die verfolgt oder verteidigt werden könnten. Ein Organismus ohne Ich, Identität und Interessen ist zum Tode verurteilt. Das gilt für ein Individuum genauso wie für einen Konzern, ein Geschlecht, eine Schicht, eine Wirtschaft, ein Land oder meinetwegen eine Fußballmannschaft – oder sollte man demnächst die Grenzen zwischen dem FC Schalke 04 und dem FC Bayern niederreißen und die Mannschaften, das Management und die Fans zusammenlegen? Ergebnis: Beide Mannschaften würden sich schon per definitionem selbst abschaffen.

 

Der strukturelle Krieg gegen die Menschheit

Die verherrlichte Zerstörung der Grenzen bedeutet direkt die Zerstörung des Lebens – sei es nun sozial, psychologisch, sexuell, wirtschaftlich oder biologisch. Biologisch? Warum biologisch? Jetzt wollen wir doch mal nicht übertreiben! Ich übertreibe nicht. Denn dass der wirtschaftliche, soziale und politische Zusammenbruch der Gesellschaften und Staaten schließlich Folgen haben wird, ist wohl kaum zu bezweifeln. Die Reihenfolge sieht etwa so aus:

 

1. wirtschaftlich (Umsatzeinbrüche, Konkurse)

2. psychisch (Existenzängste, Identitätskrisen)

3. sozial (Existenznöte, Arbeitslosigkeit, Verarmung)

4. biologisch (Suizide, Hungersnöte, Krankheiten, Seuchen, Bürgerkriege, Kriege)

 

Indem die lebenserhaltende Organisation zerstört wird, erledigt sich die Menschheit durch Arbeitslosigkeit, Hungersnöte, Kriege und Bürgerkriege von selbst. Stellen Sie sich ein Medikament vor, das in einem Körper sämtliche Zellmembranen auflösen würde. Was würde mit diesem Körper wohl passieren? Richtig: Seine Zellen würden sich in Zellmatsch verwandeln, und er würde zugrunde gehen. Vertreter der »Eine-Welt-Ideologie« sind daher dem Irrtum bzw. -sinn verfallen, einen Körper (= die Welt) durch Auflösung seiner Zellen (zum Beispiel Staaten) retten oder verbessern zu wollen. In Wirklichkeit sind die Globalisierung und andere moderne Grenzauflösungen ein struktureller Krieg gegen die gesamte Menschheit, mit Ausnahme einiger Eliten, die – raten Sie mal – was tun werden?

 

Die Eliten lieben Grenzen

Natürlich sich abgrenzen. Zwar ist auch richtig, dass es nie einen idealen Zellverband (= Körper/Welt) geben wird. Jede Organisationsform wird bisweilen unter Störungen leiden. Heute können wir aber anhand der steigenden Arbeitslosigkeit und einer sich in Windeseile über den Globus ausbreitenden Finanzkrise die verheerenden Folgen der Auflösung aller Grenzen direkt beobachten. Eine weitere Folge ist das Absinken des Niveaus auf allen Ebenen (Bildung, Kunst, Wissenschaft etc.).

Wenn es bei der sogenannten »Globalisierung« nur darum ginge, einen großen globalen Wirtschaftsraum zu schaffen, würde man sich mit der Auflösung der National- und Handelsgrenzen zufriedengeben. Das tut man aber nicht. Stattdessen werden der Menschheit alle lebenswichtigen Grenzen genommen. Und jeder, der dabei mithilft, wird frenetisch gefeiert – wie zum Beispiel die Fußballfrauen. Aber es bleibt dabei: Die Abschaffung der sozialen, sexuellen, intellektuellen, finanziellen, nationalen, ethnischen und sonstigen Grenzen ist ein Todesprogramm für die gesamte Menschheit. »Todesprogramm für die gesamte Menschheit« – geht’s nicht eine Nummer kleiner? Das habe ich mir auch schon überlegt – aber ich glaube nicht.

 


 

 

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