Saturday, 28. May 2016
18.07.2013
 
 

Klima-Killer Mann: Volksverhetzung an den Schulen?

Gerhard Wisnewski

Die Indoktrination an deutschen Schulen ist bereits weit fortgeschritten und schreckt auch nicht vor glatter Hetzpropaganda zurück. So verteilen Lehrkräfte in Bayern einen Text mit dem Titel »Ist der Klimawandel ein Mann?« an die Schüler. Darin werden Männer als »klimaschädlich« denunziert und implizit die Frage aufgeworfen, ob die Welt ohne Männer nicht besser dran wäre. Im Prinzip erfüllt der Text inhaltlich Kriterien der Volksverhetzung. Dahinter steckt das Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung (ISB) in München.

»Steaks und Autos, beides so groß wie möglich. Das ist – genau: Das ist typisch männlich. ›Daher ist der Klimawandel ein Mann‹«, bekamen Schüler in Bayern kürzlich zu lesen. Das Zitat befindet sich in einem Artikel der österreichischen Journalistin Barbara Morawec aus dem Jahr 2010. Der Text wurde vom Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung (ISB) in München für einen

so genannten »Jahrgangsstufentest« für alle achten Klassen »gekürzt und leicht verändert« übernommen.

 

Diese Tests werden in Bayern zu Beginn eines Schuljahres zentral wie ein kleines Abitur abgehalten. In der für diese Prüfungen benutzten Fassung des Artikels geht es um eine »Studie« von Ines Weller, einer Bremer Professorin: »Männer essen im Durchschnitt mehr Fleisch und fahren protzige, spritfressende Autos, am liebsten schnell. Beides erhöht letztendlich den weltweiten CO2-Ausstoß. Erschwerend kommt laut Weller hinzu, dass Männer ihr Verhalten oft auch nicht ändern wollen. Also tragen sie, so die Professorin, mehr zum globalen Klimawandel bei als Frauen. Diese essen mehr Obst und Gemüse und fahren zumeist das kleinere, Benzin sparende Auto und weniger Kilometer im Jahr. Sie benützen nämlich, so Weller, öffentliche Verkehrsmittel deutlich häufiger.«

 

Klimakiller Mann

 

Mit anderen Worten, lernen dabei die Kinder, wäre die Welt ohne Männer viel besser. Aber der Propagandatext zitiert noch weitere wissenschaftliche Leuchten. Zum Beispiel hat auch die »Umweltexpertin« und Physikerin Gotelind Alber dem Text zufolge den Mann als Umweltproblem erkannt. Sie bestätige die Bremer Studie »weitgehend«: »Zudem könne man sagen, dass Frauen, obwohl sie weniger zum Klimawandel beitragen würden, oft von dessen Folgen stärker betroffen seien. Das gelte in erster Linie für Frauen in ärmeren Ländern, die mit der Versorgung der Familie beschäftigt sind. Und das werde angesichts verschärfter Umweltbedingungen beschwerlicher.«

 

Männer machen mit ihrem rücksichtslosen Klimaverhalten also auch Frauen in der Dritten Welt das Leben schwer. »In Männerhaushalten entsteht im Durchschnitt mehr CO2 als in Frauenhaushalten«, zitiert der Artikel die »Wissenschaftlerin«. In Schweden betrage »das Plus« 30 Prozent. »Schwedische Männer fahren nämlich so gut wie immer das dickere Auto«, weiß die Expertin dem Artikel zufolge. »Das gelte mehr oder weniger für alle europäischen Länder.« Dicke Autos sind aber keineswegs der einzige männliche »Klimakiller«, lernen Schulkinder in dem Text. Untersuchungen eines österreichischen Umweltinstituts hätten ergeben, »dass mehr als 20 Prozent des weltweiten CO2-Ausstoßes bei Herstellung und Transport von Lebensmitteln erzeugt werden.

 

Den Hauptanteil daran trägt eindeutig die Fleischproduktion.« Und wer isst besonders viel Fleisch – na, liebe Kinder? Richtig – natürlich Männer: »Allein die Herstellung eines Kilogramms Steak verursacht 36,4 Kilogramm CO2. Also auch in diesem Bereich scheint der Mann der Klimasünder zu sein.«

 

Die lässlichen Klimasünden der Frauen

 

Ein kleiner Schlenker zu den »Klimasünden« der Frauen dient als Feigenblatt in dem Artikel. So würden Frauen beispielsweise mehr Milchprodukte konsumieren, und weil Milch nun mal von Kühen stamme, trügen »auch Frauen ihr Scherflein zum Klimawandel bei«. Und »die Frage ist auch, welchen Anteil Kosmetika, bei deren Herstellung viele Rohstoffe verbraucht werden, am Klimawandel haben«. Aber damit ist das Thema Frau auch schon erledigt, und die Autorin kommt zum eigentlichen Objekt ihrer Propaganda zurück: »Dennoch scheint die Klimarechnung zugunsten der Frau aufzugehen. Und außerdem«, beginnt schon die nächste Denunziation: »Frauen denken anders über den Klimawandel als Männer, sie sind eher bereit, etwas für das Gemeinwohl zu tun.« – »Frauen, die meist mehr für die Familie da sind als Männer, sind es gewohnt, für andere mitzudenken«, zitiert der Artikel die »Expertin« Alber. »Männer hingegen seien offensichtlich nur dann umweltbewusst, wenn es nichts kostet.«

 

Purer Geschlechtsfaschismus

 

Mit anderen Worten handelt es sich dabei um puren Geschlechtsfaschismus, jedenfalls in der für die Schulen benutzten Fassung des Artikels. Dahinter steckt eine Form der aggressiven Denunziation, wie man sie vor allem aus der DDR und aus dem Dritten Reich kannte. Und wer meint, dass man das nicht vergleichen könne, der sollte daran denken, dass man nur so aus der Geschichte lernen kann. Man wechsele in dem Text nur einmal das Wort »Klimawandel« durch irgendein anderes gesellschaftliches Problem aus und ersetze die Wörter »Mann« oder »Männer« durch »Ausländer«, »Frauen«, »Schwarze« oder gar »Juden«, und die Verantwortlichen würden glatt ihren Job verlieren. Nicht so an unseren deutschen Schulen und »Bildungsinstituten«. Denn Klimapropaganda und männerfeindliche Hetze gehören hier zum Programm.

 

Unsere staatlichen »Bildungseinrichtungen« schrecken nicht davor zurück, eine ganze Hälfte der Menschheit zu denunzieren und zu verleumden. Dabei sollte eigentlich bekannt sein, dass schon an dem »menschengemachten Klimawandel« überhaupt nichts dran ist, sondern dass so genannte »Klimaforscher«, um genau diesen Zusammenhang zu konstruieren, seit Jahren tricksen, fälschen und manipulieren. Die These vom menschengemachten Klimawandel ist unhaltbar, weil CO2 erstens keinen nennenswerten Treibhauseffekt verursacht und zweitens nur zu einem sehr geringen Teil von Menschen erzeugt wird. Und wenn man schon mit »menschlichem CO2« argumentiert, dann sollte einem eigentlich auffallen, dass das meiste CO2 für geschlechtsunspezifische Prozesse anfällt wie Produktion, Energieerzeugung, Heizung, Warmwasser (Puh! Frauen duschen mehr!), Wäsche waschen, Essen kochen etc. Der viel größere Teil des CO2 in der Atmosphäre stammt aber ohnehin aus natürlichen Quellen und gehört zur natürlichen Ausstattung der Atmosphäre. Die beschriebenen Zusammenhänge zwischen menschlichem bzw. männlichem Verhalten und dem »Klimawandel« gibt es also überhaupt nicht. Wenn auf dieser Grundlage trotzdem Hetzartikel gegen ein ganzes Geschlecht geschrieben werden, nämlich die Männer, ist das ein Problem. Das größere Problem besteht jedoch darin, dass solche Hetzartikel von »Bildungsinstituten« als regelrechte Lernmaterialien an Schulen verteilt werden.

 

Volksverhetzung an den Schulen?

 

Nun könnte man ja nichts sagen, wenn dieser Text zum Gegenstand einer kritischen Analyse hätte gemacht werden sollen. Stattdessen wurde er wie gesagt als Test zum Textverständnis verwendet, für den die Schüler die erwähnten Inhalte nicht etwa kritisch erörtern, sondern verinnerlichen mussten. Die Wirksamkeit der Indoktrination wurde gleich geprüft. Dabei mussten die Schüler unter Beweis stellen, dass sie auch alle Aussagen des Textes verstanden hatten und Fragen mit »richtig«, »falsch« oder »nicht enthalten« beantworten. Zum Beispiel: »Frauen sind umweltbewusster, auch wenn sie mehr Milchprodukte verzehren als Männer.« An den Haaren herbeigezogene Aussagen wurden also nicht nur zum Lerninhalt gemacht, sondern auch noch gefordert, dass sie von den Schülern als »richtig« erkannt werden. Weitere Fragen betrafen den Zusammenhang zwischen Fleischproduktion und CO2-Ausstoß, typisch männliche und typisch weibliche Verhaltensweisen.

 

Nun ist es ja strafrechtlich verboten, die Menschenwürde anderer dadurch anzugreifen, dass Teile der Bevölkerung beschimpft, böswillig verächtlich gemacht oder verleumdet werden (Paragraf 130 StGB). Im Allgemeinen nennt man das »Volksverhetzung«, die mit Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu fünf Jahren bestraft wird. Allerdings nur, wenn die Hetze in einer Weise erfolgt, »die geeignet ist, den öffentlichen Frieden zu stören«. Und da es an unseren Schulen sehr wahrscheinlich auch weiterhin ruhig bleiben wird, können die Verantwortlichen auch ebenso ruhig weiter hetzen...

 

 

 


 

 

 

 

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