Wednesday, 25. May 2016
22.05.2014
 
 

KOPP-Verlag und Spiegel: Vorne knurren, hinten mit dem Schwanz wedeln

Gerhard Wisnewski

Natürlich knurrt er noch ein bisschen, der Bluthund von gestern: In einem Artikel über den KOPP-Verlag schimpft Spiegel Online, wir machten Geschäfte mit der Angst. Auch der übliche Vorwurf der »Verschwörungstheorien« fehlt nicht – was immer das sein soll. Aber während der Hund vorne knurrt, wedelt er hinten bereits mit dem Schwanz. Während üblicher Hass und Häme fehlen, schimmert jede Menge Anerkennung durch. Denn mitten unter kollabierenden Zeitungen und Verlagshäusern verzeichnet der KOPP-Verlag immerhin ein gesundes Wachstum. Außerdem sei »der Kopp-Verlag so etwas wie der Pionier des aktuellen Gegenzeitgeists«. Da kann man nur sagen: schuldig im Sinne der Anklage...

Siehe da: Spiegel Online hat sich mit dem KOPP-Verlag und auch mit meiner Person befasst. Dem oberflächlichen Leser mag der Artikel als Kritik an KOPP und meinen Artikeln erscheinen – und denen meiner Kollegen, versteht sich. Wer jedoch, wie letztlich alle KOPP-Mitarbeiter, seit Jahren einem »Stahlgewitter« von Verleumdungen, Beschuldigungen und Verächtlichmachungen durch die Mainstreammedien ausgesetzt ist, sieht den Bericht mit anderen Augen. In Wirklichkeit

bedeutet der Artikel eine ziemlich deutliche Abkehr von der bisherigen Linie des »totalen Krieges« gegen die »Verschwörungstheoretiker«. In Wirklichkeit wird deutlich zurückgerudert.

 

Nicht mehr radikal, sondern »besonders«

 

An dem Bericht fällt nämlich auf, wie sanft uns der Spiegel plötzlich anfasst. Nichts von »Verschwörungstheoretikern«, Rechtsradikalen, Extremisten, Antisemiten, brauner Farbe und dem ganzen üblichen Schlamm, mit dem wir bisher von manchen Mainstream-Medien bespritzt wurden. Wobei der braune Dreck ja schließlich nicht von uns stammte, sondern von denjenigen, die uns damit beschmiert haben. Stattdessen bemüht Spiegel Online den geradezu sanften und zunehmend abstumpfenden Begriff des »Rechtspopulismus«. Der KOPP-Verlag ist plötzlich nicht mehr »rechtsradikal« oder »-extrem«, wie bisher von manchen »Qualitätsjournalisten« behauptet, sondern »besonders«. Nur in der Headline steht etwas von »Verschwörungstheorien«. Im Text ist davon nur am Rande die Rede, stattdessen spricht man auch von »steilen Thesen«. Hass und Häme fehlen fast ganz.

 

Der Artikel versucht auch nicht, KOPP Online irgendwo inhaltliche Fehler nachzuweisen. Stattdessen schimmert Anerkennung für einen Verlag durch, der mitten in der Medienkrise ständig wächst. Und darin liegt schließlich eine wichtige und für unsere Medien existenzielle Botschaft. Denn es beweist, dass dies an erster Stelle keine strukturelle oder ökonomische, sondern eine inhaltliche Medienkrise ist.

 

Diplomaten schwören auf KOPP Online

 

Ich selber werde auch nicht mehr einfach als degoutant dargestellt, sondern bin nur – geradezu liebevoll – »geheimnistuerisch«. Höchstens indirekt fallen KOPP-Autor Udo Ulfkotte und ich wohl unter die Rubrik »Spinner« – neben vielen »anerkannten« Autoren des Verlages. Aber in Wirklichkeit lautet das Problem der Mainstreammedien: Ihnen laufen längst die Leser weg – und zu den Medien über, die in dem Artikel erwähnt werden. Und zwar auch die hochkarätigsten Leser.

 

»Vorgestern hatte ich nämlich in Zürich ein fast zweistündiges Gespräch mit einem hochrangigen deutschen Diplomaten«, schrieb ein Kommentator auf hartgeld.com:

 

»Dieser Mann versicherte mir, dass nahezu der gesamte diplomatische Dienst der Bundesrepublik Deutschland der Meinung sei, dass bezüglich Russland und Weltpolitik nur noch Propaganda in den deutschen Medien zu lesen sei. Selbst die FAZ sei unter die Wölfe gefallen. Schließlich erklärte mir der Mann, dass besonders der KOPP-Verlag mittlerweile eine wichtige Informationsquelle für Diplomaten geworden sei. Besonders empfahl er die Lektüre der Berichte von William Engdahl.«

 

Pionier des Gegenzeitgeists

 

Was Spiegel Online angeht, steht die Werbung des Artikels im Vordergrund, natürlich auch durch den Screenshot der KOPP-Frontseite. So etwas ist schließlich auch kein Zufall. Eine Art Ritterschlag ist aber vor allem in der Feststellung zu erkennen, dass der KOPP-Verlag »so etwas wie der Pionier des aktuellen Gegenzeitgeists« sei, »eines Geists, der sich gegen eine vermeintliche Political Correctness der etablierten Medienlandschaft richtet, weil diese angeblich ständig irgendeine Wahrheit unterdrückt. Dieser Geist ist mittlerweile längst nicht mehr nur an den Rändern der Gesellschaft zu finden.«

 

Das Wort »Pionier« ist besonders interessant, wie es einer unserer Leser in einer Zuschrift formulierte: »Das Wort ist nämlich absolut positiv. Pioniere bauen nämlich neue Wege, die andere hinterher gemütlich gehen werden.« Und ein langer, harter Kampf liegt schließlich auch im Wesen eines Pionierdaseins (oder »darf« man jetzt »Kampf« auch nicht mehr benutzen?).

 

Größere Komplimente sind von der Gegenseite also eigentlich kaum vorstellbar. Denn das bleibt sie – was mich persönlich angeht – natürlich, jedenfalls, solange sie Propaganda mit Information verwechselt. Auch künftig werden wir »der Wahrheit auf der Spur« bleiben, wie mein Wahlspruch lautet, und versuchen, die Medien zur Wahrheit zu zwingen – was nicht heißt, dass wir die Wahrheit gepachtet haben. Auch künftig bleibt es unseren Lesern überlassen, sich ihre eigene Meinung zu bilden.

 

Hintergrund des Ganzen dürfte wohl sein, dass den Mainstreammedien angesichts der verheerenden Medienkrise zunehmend »die Düse geht«, wie das jemand im Forum von Spiegel Online ausdrückte. Deshalb schielen sie nun auf ihre erklärten Feinde und beschließen, diese nicht mehr in den Boden zu rammen, sondern sich zu fragen, was sie wohl besser machen. Und das ist wirklich ein ermutigendes Zeichen. Unterstützen Sie uns bitte weiter in unserem Bemühen um einen Wandel der Medienlandschaft – und um die Wahrheit.

 

 

 


 

 

 

 

 

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