Dienstag, 28. März 2017
13.05.2016
 
 

Messerattentat von Grafing: Was gibt es zu verbergen?

Gerhard Wisnewski

Tja, ja – die Hessen sind schon ein seltsames Völkchen: Da dreht einer von ihnen plötzlich durch und rammt einem anderen ein Messer in den Körper – allerdings nicht einem anderen Hessen. Vielmehr fährt der Täter dafür fast 400 Kilometer weit mit dem Zug bis ins bayerische Grafing, um sein Stichwerkzeug dort in Fahrgästen einer S-Bahn zu versenken. Nicht nur die Wege Gottes, sondern auch die der Hessen sind eben unergründlich, wollen uns die Behörden erzählen ...

 

Spaß beiseite: So sieht tatsächlich die offizielle Version des Messerattentats von Grafing aus, bei dem am 10. Mai 2016 ein angeblicher »Hesse« oder »Deutscher« drei Personen verletzt und eine getötet haben soll. Morgens um 4:45 Uhr soll er in der S-Bahn plötzlich seine Stichwaffe gezückt und am Bahnhof Grafing bei München auf die Fahrgäste eingestochen haben.

 

Grafing kam zu dem Anschlag angeblich wie die Jungfrau zum Kinde. Auf verschlungenen Wegen soll der Täter aus dem fernen Gießen bzw. Fulda in das bayerische Städtchen gelangt sein, um dort seine Tat zu begehen.

 

»Der Täter kam gestern per ICE von Fulda nach München und wollte sich hier ein Hotelzimmer nehmen«, erklärte Kriminaldirektor Lothar Köhler, Abteilung Staatsschutz, laut der Münchner Tageszeitung tz: »Da er kein Bargeld mit sich führte, wollte er die Nacht am Bahnhof verbringen. Nachdem er eine Zeit am Hauptbahnhof verbrachte, fuhr er mit seinem Rucksack, der zwischenzeitlich in einem Hotel deponiert war, mit der S-Bahn nach Grafing. Er hielt sich über die Nacht in der Nähe des Bahnhofs Grafing auf. Nachdem er aufwachte, griff er offenbar wahllos eine Person in der S-Bahn an und attackierte danach noch weitere Männer. … Es gibt keinerlei Hinweise auf einen extremistischen Hintergrund, weder politisch noch religiös.« Abgesehen von den »Allahu akbar«-Rufen natürlich (siehe unten).

 

Untypische Messerattacke

 

Problem Nr. 1: Der modus operandi. Eine Messerattacke auf irgendwelche Zivilisten gehört normalerweise nicht zum Repertoire von deutschen Tätern. Weder tragen viele Deutsche eine Stichwaffe mit sich, noch setzen sie diese plötzlich und unerwartet ein. Und zwar, weil sie damit in der Regel auch nicht umgehen können.

 

Wenn überhaupt, dann hat der brave Bürger eher ein Schweizermesser in der Tasche, um damit seine Brotzeit zu sezieren. Derartige Messerattacken kennt man daher eher aus anderen Kulturkreisen, zum Beispiel aus dem Nahen Osten. Seit Monaten greifen dort Araber und/oder Palästinenser israelische Passanten mit dem Messer an, unter anderem auch in öffentlichen Verkehrsmitteln.

 

Was gibt es zu verbergen?

 

Problem Nr. 2: Auch rufen Einheimische gewöhnlich nicht »Allahu akbar« oder »Ungläubiger, du stirbst jetzt« – schon gar nicht, wenn sie keinen islamistischen Hintergrund haben, wie die Behörden schließlich behaupteten.

 

Problem Nr. 3: Der Beschuldigte selbst hat offenbar sehr wohl eine Verbindung zum Islam zugegeben. Der bereits erwähnte Lothar Köhler erklärte: »Die Polizei versucht herauszufinden, ob der Verdächtige zum Islam konvertiert ist, nachdem er in einem Geständnis entsprechende Aussagen gemacht hatte.« (Independent, 10.05.2016.) »Einige Medien haben behauptet, der Mann sei ein Asylbewerber aus dem Nahen Osten, während andere erklärten, er sei ein in Deutschland geborener Konvertit.« (Israel National News, online, 10.05.2016.)

 

Problem Nr. 4: Der angebliche Name »Paul H.« ist keineswegs verbürgt, sondern offenbar eine Erfindung der Medien. Die Behörden wollen diesen abgekürzten Namen jedenfalls nicht verbreitet haben.

 

Problem Nr. 5: Obwohl jede Menge Videoaufnahmen des Vorfalls existieren müssen, sowohl aus der S-Bahn als auch vom Bahnsteig, sind bisher keine veröffentlicht worden. Was gibt es da zu verbergen? Der Beschuldigte wurde schließlich in die Psychiatrie weggesperrt, und ein ordentliches Gerichtsverfahren mit Beweisaufnahme wird es bei einem schuldunfähigen Täter wohl auch nicht geben.

 

Die Reise eines Wirrkopfs

 

Tatsache ist: Der geheimnisvolle deutsche Wirrkopf hätte die weite Reise aus dem Hessischen nach Grafing gar nicht antreten müssen. Denn Grafing hat genügend eigene Gewalttäter mit Migrationshintergrund:

  • Am 4. Juli 2014 zum Beispiel hat ein Asylbewerber aus der Münchner Straße 27 im Suff acht Fenster seiner Unterkunft zertrümmert. Das Flüchtlingsheim befindet sich nur etwa 350 Meter vom Grafinger Bahnhof entfernt (Münchner Merkur, online, 04.07.2014).

  • Am 22. August 2015 ging in der Unterkunft Jahnstraße ein stark alkoholisierter Asylbewerber mit Glasflaschen auf seine Mitbewohner los. Am Ende waren etwa 20 Personen in die Schlägerei verwickelt, bei der es mehrere Verletzte gab (Münchner Wochenanzeiger, 25.08.2015). Die Flüchtlingsunterkunft legt ebenfalls nur wenige Hundert Meter vom S-Bahnhof Grafing entfernt.

  • Am 5. April 2016 schlug ein Asylbewerber in Grafing einem anderen eine Glasflasche auf den Kopf, wobei Letzterer eine »stark blutende Kopfverletzung« davontrug. Der Täter floh zum S-Bahnhof Grafing, wo er festgenommen wurde (Münchner Merkur, online, 05.04.2016).

Ein »christlicher Volldepp«?

 

Kein Wunder, dass die Grafinger keine Flüchtlingsunterkünfte mehr wollen: »Uns ist derart massiver Widerstand aus der Nachbarschaft entgegengeschlagen – so machen wir nicht weiter«, meinte der Investor einer geplanten Asylunterkunft in der Mühlenstraße laut Süddeutsche Zeitung (online, 27.01.2016).

 

Bei einer Sitzung im Rathaus Ende Januar 2016 ging es zünftig bayerisch zu. Ein Besucher nannte »den SPD-Stadtrat Franz Frey einen ›christlichen Volldeppen‹. Ein anderer bescheinigte dem Stadtrat: ›Die bräuchten alle von vorne bis hinten eine Fotz'n!‹« Zu Deutsch: eine Ohrfeige. Der Bauantrag für das »Flüchtlingsheim« wurde inzwischen zurückgezogen. »Die Anwohner haben aufs Schärfste dagegen protestiert«, erklärte der Investor.

 

Kein Wunder: Speziell mit dem Messer »arbeiten« manche Asylbewerber bzw. »Flüchtlinge« gerne. Eine Stichattacke in Grafing wäre angesichts der aufgeheizten Stimmung natürlich äußerst ungelegen gekommen. Häufig gehen Migranten auch auf völlig Unbeteiligte los:

 

 

  • Am 14. Dezember 2014 bedrohten drei nordafrikanische Asylbewerber ihre Betreuer mit Rasierklingen, Messern und Stöcken. Laut Hamburger Morgenpost vom 21. Dezember 2014 gingen sie anschließend auch noch auf die Polizei los.

  • Am 1. Februar 2015, morgens gegen 5:15 Uhr, stach ein Täter »nordafrikanischen Typs« in Rödelheim bei Frankfurt mit einem Messer auf einen 61-jährigen Passanten ein, der sich auf dem Weg zum Bäcker befand (Polizeipräsidium Frankfurt, 02.02.2015).

  • Am 10. Februar 2015 schlitzte ein abgelehnter Asylbewerber aus Libyen im Zug von Dillenburg nach Gießen vier Sitzpolster auf und bedrohte einen Fahrgast mit einem Messer mit 18 Zentimeter langer Klinge (Presseportal, online, 11.02.2015).

  • Im September 2015 erstach ein 28-jähriger Marokkaner im Asylbewerberheim Delitzsch-Spröda im Suff einen gleichaltrigen Tunesier mit zwei Messerstichen. Im April 2016 wurde der Täter zu fünf Jahren und drei Monaten Haft verurteilt – mit Abschiebung muss er jedoch nicht rechnen (mdr Aktuell, 20.04.2016).

  • Am Wochenende 17./18. Oktober 2015 endeten mehrere Messerstechereien unter Flüchtlingen in Thüringen und Niedersachsen blutig, wie der Sender N24 berichtete (online, 18.10.2015). Zwei »Flüchtlinge« starben. Als einer der Täter aus seiner Unterkunft floh, stach er auch noch einen deutschen Passanten nieder, der dabei schwer verletzt wurde.

 

Behörden kann man nicht trauen...

 

Dabei waren das nur einige Beispiele (mehr am Ende des Artikels). Der modus operandi von Grafing passt also tatsächlich weniger zu einem Deutschen als zu einem Nordafrikaner oder einem Asylbewerber anderer Herkunft. Besonders typisch scheint auch das wahllose Einstechen auf Unbeteiligte zu sein, also eine Art »Blutrausch«, und der Frustabbau an allem und jedermann.

 

Die Hamburger Behörden gerieten übrigens in den Verdacht, den Vorfall vom 14. Dezember 2014, bei dem Betreuer mit Rasierklingen und Messern bedroht worden waren, vertuschen zu wollen. »Es liegt in unserem Ermessen, welche Ereignisse an die Medien berichtet werden«, verkündete selbstherrlich ein Polizeisprecher. Kann man solchen Behörden trauen? Antwort: natürlich nicht. In Wirklichkeit soll »die Sache« »noch viel schlimmer« gewesen sein, wie ein Mitarbeiter des Kinder- und Jugendnotdienstes der Morgenpost berichtete: Die Schilderungen seien ohnehin »sehr zurückhaltend gewesen«. Fortsetzung folgt ...

 

Weitere Messerattacken durch »Flüchtlinge«:


 

 

 

 

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