Samstag, 10. Dezember 2016
30.07.2013
 
 

Neue Frauenbewegung II: Ich heiße Emma und habe große Schamlippen

Gerhard Wisnewski

Wer bisher meinte, »Pussy Riot« oder die sogenannten »Femen« seien einmalige Skandalnudeln, kennt die neuen »Frauenbewegungen« noch nicht. Wie wär's zum Beispiel mit den »Mutigen Mösen« oder »Schamlippenstolz«? Eben. Der nächste Irrsinn ist schon in den Startlöchern (Vorsicht! Eindeutige Abbildungen!).

Wenn Sie die so genannten »Femen« für schrill und hemmungslos halten, dann kann ich Sie nur warnen: Der nächste Irrsinn ist schon in den Startlöchern. Nehmen wir zum Beispiel die Bewegung »Labia Pride«: Die »stolze Schamlippe«, »Schamlippenstolz« – oder wie man das auch immer übersetzen soll. Mit der Schamlippe auf du und du, sozusagen. Auftreten und Logo sind, wie

gehabt, rotzfrech: Eine weibliche Hand mit hoch gestrecktem Mittelfinger und einem unten eingezeichneten weiblichen Geschlechtsteil. Wobei man sich natürlich fragt, was, um Himmels willen, es bei diesem Thema zu diskutieren und zu demonstrieren gibt.

 

 

Eine Frauenbewegung, die die Welt braucht

 

Wer so denkt, lebt jedoch völlig an der Realität vorbei und hat in Wirklichkeit keine Ahnung von den politischen Dimensionen der weiblichen Schamlippen. Tatsächlich ist »Labia Pride« eine Frauenbewegung, die die Welt dringend braucht. Die Schamlippen gehören nämlich endlich ans Licht gezerrt und zum Gegenstand öffentlicher Erörterungen gemacht, möglichst auch in Schulen. Endlich soll auch die Problematik oder Nicht-Problematik der weiblichen Genitalien ausführlich betrachtet und diskutiert werden. »Die Schamlippenstolz-Bewegung wurde von Mädchen initiiert, die sich der Farbe, Form und Größe ihrer Schamlippen bewusst sind«, klärt uns der Gurl-Blog auf.

Ich heiße Emma und habe Schamlippen

 

Vermutlich habe es mit der Verbreitung der Pornografie zu tun, dass einige Mädchen anfingen, sich verstärkt Gedanken über ihre Schamlippen zu machen. Na, wurde auch Zeit. Und so gibt es auch bereits verschiedene Ableger dieser »Bewegung«, wie beispielsweise das »Large Labia Project« (Vorsicht! Eindeutige Abbildungen!) von einer gewissen »Emma«: »Ich bin Emma«, stellt sie sich in ihrem »Large Labia Blog« vor: »Ich habe mittelgroße Schamlippen. Ich habe fleischige äußere Lippen und asymmetrische innere, wobei eine länger ist als die andere. Eine ist weich, die andere ist ein bisschen runzelig.« Trotzdem, so Emmas beruhigende Botschaft, »liebe ich meine Schamlippen«. Na, bitte.

 

Solche Bekenntnisse braucht die Welt. Und natürlich zeigt »Emma« nicht nur bereitwillig ihre Vulva bzw. Labien, sondern fordert ihr Publikum dazu auf, gefälligst auch die eigenen Schamlippen zu übermitteln: »submit your labia«, heißt ein Link auf der Website.

 

Eine gynäkologische Galerie

 

Ergebnis ist eine reichlich unappetitliche Galerie gynäkologischer Detailaufnahmen. Wer »Emma« überhaupt ist und ob es sie wirklich gibt? Was fragen Sie mich das? Schließlich kenne ich nur ihre Schamlippen. Und ob die von Emma stammen, weiß natürlich auch kein Mensch. Außer dem Vornamen wird auf der Website nichts mitgeteilt. Auffällig sind aber die professionellen und orthografisch fehlerfreien Texte. Sogar die Kommasetzung stimmt – heutzutage äußerst ungewöhnlich für einen Jugendlichen. Ja, ehrlich gesagt klingen die ersten Zeilen von »Emmas« Selbstvorstellung wie die typische Personenbeschreibung aus einem Drehbuch.

 

Demnach ist Emma ein »ganz normales Mädchen, Australierin mit italienischen Vorfahren, sehr sexuell, manchmal ungewöhnlich, aber meistens ziemlich normal«. Genau so würde man auch eine fiktive Figur in einem Drehbuch skizzieren. Weder verfügt »Emma« also über eine lebendige Individualität oder über irgendwelche Konturen, noch erschließt sich aus dem Blog ein besonders dringendes Anliegen – außer dem, möglichst viele Fotos abzugreifen (deren Herkunft natürlich dubios ist) und auszustellen. Vielleicht ist Emma also nur ein getarnter Voyeur? Unwahrscheinlich: Der typisch »frauenbewegte« Sprachduktus und die Terminologie sprechen dagegen.

 

Die Mutigen Mösen

 

Und schließlich wäre da noch die militantere Gruppe »Courageous Cunts« (Mutige Mösen), die sich als »Grassroot Vulva Activism« versteht (Vulva-Graswurzelbewegung). Auch diese Gruppe benutzt den hoch gestreckten Mittelfinger als Logo, aber darüber hinaus auch eine professionell gestaltete weibliche Comicfigur. Die »Mutigen Mösen« geben vor, sich gegen die zunehmenden Schönheitsoperationen an den Schamlippen zu wenden. »Sei stolz auf deine Schamlippen«, spricht ein professionell gestaltetes Plakat der Frauenwelt Mut zu. Dazu sieht man auf dem Plakat ein durchgestrichenes Skalpell neben einer entblößten Vulva.

 

Natürlich haben sich all diese »Frauenbewegungen« das »Selbstbewusstsein der Frau« auf die Fahnen geschrieben, woraus sich ergibt, dass sich die selbstbewusste Frau von heute auszuziehen hat. In Wirklichkeit geht es jedoch nur darum, den Körper der Frau und dessen letzte anatomische Details gnadenlos politisch auszubeuten. Auf dem Programm steht auch, das Geheimste zu veröffentlichen, zum Thema zu machen und zu trivialisieren. Wobei übrigens interessant ist, dass die Schamlippen keinerlei sexuelle Signalfunktion besitzen wie etwa Brüste oder Hinterteil – wo es aus Sicht des Mannes vielleicht die einen oder anderen Vorlieben geben mag. Die Schamlippen sind dagegen lediglich anatomische »Funktionsteile«, für die sich die meisten Männer wohl nur am Rande interessieren.

 

Mit anderen Worten wird hier ein exhibitionistisches und pornografisches Phantomthema kreiert, das vermutlich als Vorwand dient, die Öffentlichkeit demnächst mit Bildern und Nachrichten von der und über die Schamlippe an sich zu behelligen. Genauso gut könnte man schon bald über Größe und Form der Eierstöcke diskutieren, was zweifellos kommen wird – bis Mann und Frau in ihre letzten Einzelteile zerlegt und sämtlicher Geheimnisse beraubt sein werden...

 

 

 


 

 

 

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