Friday, 30. September 2016
24.10.2011
 
 

Steinbrück als Kanzlerkandidat: »Yes, he can!«

Gerhard Wisnewski

Junge, Junge – so schnell kann's gehen: Da berichteten wir noch vor sechs Wochen über den unheimlichen Aufstieg des Bilderberger-Amigos Peer Steinbrück zum Kanzlerkandidaten der SPD und angeblich neuen Liebling der Nation – und jetzt rast der Mann im Porsche an einem vorbei. Mit dem Alt-Bilderberger Helmut Schmidt als Beifahrer. Oder sitzt Schmidt gar am Steuer? Egal: In jedem Fall soll Globalisten-Spezi Steinbrück mit Gewalt als neuer deutscher Kanzler durchgedrückt werden.

Egal, ob in Zeitschriften oder im Fernsehen: Peer Steinbrück wird der ganz große Bahnhof gemacht. Altkanzler Helmut Schmidt, die Wunderwaffe der SPD, empfiehlt den ehemaligen Finanzminister der Großen Koalition als Kanzlerkandidaten der Sozialdemokraten. Am Sonntagabend war Peer Steinbrück mit Helmut Schmidt bei Günther Jauch in der ARD zu Gast. Und auf dem Titelbild des neuen Spiegel empfiehlt Altkanzler Schmidt Peer Steinbrück als Kanzlerbewerber der SPD. Seit' an Seit' sitzen die beiden da vor einem SPD-roten Hintergrund und grüßen vom Titelblatt von Bild am Montag herunter. »Er kann es«, steht in dicken Lettern darüber. Offensichtlich handelt es sich um eine groß angelegte Werbekampagne. Die Wirkung gleicht einer psychologischen Massenvernichtungswaffe: Die Schützenhilfe von Schmidt, des letzten überlebenden Übervaters der SPD, soll für Steinbrück wohl den Durchbruch bringen. Das war es dann wohl für politische Gartenzwerge à la Gabriel oder Steinmeier.

 

 

 

Schmidt und Steinbrück bei Jauch: Die ganz große Glocke für den Bilderberger-Kandidaten

 

Aber warum so eilig? Sind die nächsten Bundestagswahlen nicht erst in zwei Jahren? Und ob. Aber man kann ja nie wissen, wie lange die Merkel-Regierung noch hält. Da wollen die internationalen Eliten lieber schon mal ihren Kandidaten in Stellung bringen. Denn bei aller Hochachtung für Helmut Schmidt sollte man nicht vergessen, dass hier eine alte geostrategische Seilschaft die Fäden zieht, nämlich der Globalistenklüngel der Bilderberger unter Henry Kissinger und David Rockefeller. 1973, ein Jahr vor dem Beginn seiner Kanzlerschaft, war Helmut Schmidt selbst Gast der geheimnisvollen Globalistenkonferenz. Außerdem 1980, 1983 und 1986. Nach dem Verlust der Kanzlerschaft 1982 an Bilderberger-Freund Helmut Kohl wurde er 1983 Herausgeber des Bilderberger-Sprachrohrs Die Zeit. Schon immer war Schmidt auch gern gesehener Gast der Atlantik-Brücke, einer Art US-Nebenregierung in Deutschland. Kurz: Schmidt wurde selbst als Kanzler von amerikanischen Gnaden aufgebaut.

Also ist es nur logisch, dass er jetzt dem Globalisten-Küken Steinbrück Schützenhilfe gibt, dessen Gebaren fast schon »anti-deutsche« Züge trägt. Dass die Deutschen in der Finanzkrise bluten müssen, ist für Steinbrück zum Beispiel ausgemacht. »Natürlich müssen die Deutschen zahlen«, lautete Steinbrücks nasskalter Bescheid an »sein« zukünftiges Volk. Er selbst kennt die Finanzkrise höchstens vom Hörensagen. Für die Website abgeordnetenwatch.de ist Steinbrück »der Abgeordnete, der nur noch gegen Bezahlung redet«. Schon im ersten halben Jahr nach dem Ende der Großen Koalition 2009 hatte der Abgeordnete Steinbrück nebenher 13 Honorarvorträge für jeweils mindestens 7.000 Euro gehalten, also nebenbei mindestens 91.000 Euro eingestrichen. Ende 2010 hatte das Sozialmagazin Straßenfeger gar errechnet, dass Steinbrück bis dahin 30 Vorträge gehalten hatte, und zwar bei Großbanken, Stiftungen und Unternehmensberatungen. Honorar: mindestens 210.000 Euro.

Ein stattliches Zubrot »zu seinen Abgeordnetendiäten von 8.000 Euro (plus 3.868 Euro Kostenpauschale) monatlich«. Und dabei war das ja nur die Mindestsumme. Denn unter »Stufe 3« müssen die Abgeordneten nur Nebeneinkünfte angeben, die über .7000 Euro liegen – wie viel sie über 7.000 Euro liegen, müssen sie nicht sagen. Bis zum Sommer 2011 hatte Steinbrück laut Website des Bundestages schon wieder zehn Jobs der Nebeneinkunftsstufe 3, also mit einem Honorar von jeweils über 7000 Euro, erledigt.  Laut Recherchen des bayerischen TV-Magazins Kontrovers kassiert Steinbrück bis zu 20.000 Euro pro Vortrag.

 

 

 

Abzocker Steinbrück in einem TV-Beitrag

 

Nur kein Neid: Der neue Heilsbringer der Deutschen sieht sich selbst als Opfer von prekären Arbeitsverhältnissen. Seiner Meinung nach sind Politiker gegenüber Sportlern, Künstlern und Medienleuten glatt »unterbezahlt« (BZ 30.10.2010). »Als Finanzminister mit Sieben-Tage-Woche und einer Arbeitszeit von 80 bis 90 Stunden hätte sein Nettolohn 35 bis 40 Euro pro Stunde betragen«, maulte Steinbrück laut BZ. Der arme Kerl – das sind ja nur etwa 13.000 Euro im Monat! »Da habe ich mich nicht zu überbezahlt gefühlt«, maulte Steinbrück. Ob das als Kanzler wirklich besser wird? Bilderbergerin Angela Merkel haust schließlich nur für knapp 16.000 Euro pro Monat im Kanzleramt.

 

 

 


 

 

 

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