Thursday, 25. August 2016
25.02.2016
 
 

»Braunes Sachsen«: Willkommene Ablenkung vom Flüchtlings-Tsunami für die rot-grüne Kommandantur

Heinz-Wilhelm Bertram

Nach den Vorfällen von Clausnitz und Bautzen ist jetzt vom »braunen Sachsen« und vom »Schandfleck Sachsen« die Rede. Die rot-grüne Kommandantur und ihre Mainstreammedien instrumentalisieren die Ereignisse skrupellos und können endlich eine Atempause vom »Flüchtlings«-Tsunami nehmen. Schade nur, dass Blockade und Brand nicht näher am Termin der drei Landtagswahlen am 13. März lagen.

Das Muster ist nur zu bekannt. Erst wird ein Bus mit »Flüchtlingen« an der Weiterfahrt gehindert, dann brennt ein menschenleeres Gebäude, in dem »Flüchtlinge« untergebracht werden sollen – und schon ist ganz Sachsen »braun«. So einfach geht das. Sage noch einer, die Politik sei so »komplex« geworden.

Ja, die Linken beherrschen das Strickmuster aus der Abfolge von Ereignis und Instrumentalisierung. Parallel zur Invasion der »Flüchtlinge« haben wir jetzt die Invasion jener linken Wortführer nebst ihrer medialen Weiterleiter, die zwei zweifelsfrei nicht hinnehmbare Ereignisse skrupellos – undifferenziert, hysterisch, propagandistisch, populistisch – für sich ausschlachten.

 

Neben üblichen Statements aus der rot-grünen Berliner Kommandantur wie »abscheulich und widerlich« (Bundesempörungsminister Maas) ist die Reaktion von Medien aufschlussreich.

 

Die Hamburger Morgenpost (MOPO) lieferte ihren Lesern auf ihrer Titelseite eine Deutschlandkarte (»Der Schandfleck«) , auf der alle anderen Bundesländer weiß erscheinen, Sachsen aber braun. Wobei der Gedanke ungemein erwärmend ist, dass Leipzigs Oberbürgermeister Jung politisch von Tiefrot auf die Farbe fruchtbarer Ackererde gewechselt ist. Soll heißen: Das Boulevardblatt MOPO kübelt sämtliche Einwohner Sachsens in einen gemeinsamen Trog. Pegida-Chef Lutz Bachmann will dagegen Anzeige wegen Volksverhetzung erstatten.

 

Die Welt änderte schleunigst die Überschrift – zum Schutze Tillichs?

 

Es kann linken Deutschabschaffern jetzt gar nicht weit genug gehen. Sogar in den Reihen der CDU. Ministerpräsident Tillich sagte der Welt zu dem Hotelbrand in Bautzen: »Das sind keine Menschen, die so etwas tun. Das sind Verbrecher.« Das auszusprechen ist so eine Sache. Nach dem Paragrafen 130 Strafgesetzbuch dürfte Sachsens Ministerpräsident damit »Teile der Bevölkerung (…) böswillig verächtlich« gemacht haben; hierauf steht eine Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu fünf Jahren. Die Welt hatte Tillichs Zitat zunächst auch in der Überschrift, ehe sie sie kurz darauf in »Integration mancher Deutscher ist gescheitert« änderte. Chefredakteur Stefan Aust scheint auch sonntags zu arbeiten.

 

Interessant ist, dass auch Tillich vorgeworfen wird, ein Aktivposten der Verharmlosung rechtsextremistischer Umtriebe zu sein. Er wolle nun, reagierte er kleinlaut, das Personal bei Polizei und Justiz aufstocken.

 

Andere machen sich jetzt für eine große politische Aufklärungskampagne an Sachsens Schulen stark, geradezu so, als würden dortige Lehrer AfD und Pegida nicht längst schon als Igitt-Bewegungen diskreditieren. Da mag es je nach Sichtweise ein glücklicher oder unglücklicher Umstand sein, dass Manuela Schwesig von der SPD noch bis Mai im Mutterschutz weilt. Die Familienministerin sitzt schließlich auf den Geldtöpfen der Programme gegen Rechts.

 

Schwesig nimmt schon Anlauf für neue Rechtsbekämpfungsbüros

 

Erst im Herbst hatte Schwesig den Jahresetat für »Demokratie leben!« auf 40,5 Millionen Euro erhöht, die höchste Summe, die jemals für »Toleranzförderung« veranschlagt wurde. Man darf sich getrost vorstellen, wie sie zu Hause schon gehörig Anlauf nimmt für den ultimativen Geldregen, den alle involvierten sächsischen Einrichtungen nach ihrer Rückkehr an die politische Front erwarten dürfen.

 

Da sind gewiss wieder lukrative Pöstchen in marmorierten City-Büros neu zu besetzen, die geruhsame Kränzchen bei Kaffee und Keksen im heldenhaften Kampf gegen Rechts versprechen.

 

Anetta Kahane, Vorsitzende der bedeutungsvollen Amadeu-Antonio-Stiftung, ist jetzt schon dabei. Erst letzten Sommer beklagte sie, Deutschlands Osten sei ihr »zu weiß«. Heute sagt sie: »Wenn man mal einen Feldversuch machen will, wie man Nazis groß bekommt, dass die richtig machen können, was sie wollen, dann muss man sich Sachsen angucken.« Jawohl, in der wüsten Kopfwelt dieser erprobten »IM Victoria«, deren berufliches Ethos das der Schnüffelei und der Denunziation war und ist (in Maasʼ Facebook-Zensierstube), leben sie noch und wieder, die Lagerkommandanten und sonstige Monster ihrer verworrenen Fantasien.

 

Alexander Kraus, CDU-Abgeordneter im sächsischen Landtag, reichte es jedenfalls. Er quittierte Kahanes abstruse Konstruktion in der Jungen Freiheit mit »Unsinn«. »Von jemandem, der Rassismus mit umgedrehten Vorzeichen betreibt, brauchen wir in Sachsen keine Belehrungen.« Kraus räumte ein, dass es in Sachsen ein Problem mit dem Rechtsextremismus gebe, »aber da nehmen wir in Deutschland keine Sonderrolle ein«. Wenn er sich die linksextreme Szene in Sachsen anschaue, »zum Beispiel in Leipzig, dann ist sie im Vergleich zum Rechtsextremismus keinesfalls das kleinere Problem«.

 

Endlich einmal konnten die Berliner »Flüchtlings«-Einwinker durchatmen

 

So erweist sich das »braune Sachsen« bei näherem Hinsehen – wieder einmal – als falsches Spiel der Linken. Schließlich ließen die Ereignisse von Bautzen und Clausnitz die Chefs der Berliner Einheitspartei erst einmal tief durchatmen: endlich einmal kein »Flüchtlings«-Tsunami auf Platz eins der Nachrichtensendungen, endlich einmal keine beißende Seehofer-Drohung auf Platz zwei. Und: Na also, werden sie im Berliner Kommandostand gedacht haben, wenn das mal nicht der AfD dicke Minuspunkte bei den drei Landtagswahlen am 13. März einbrockt. Natürlich, da sind sich alle einig: Eine Terminverlegung der Busblockade und des Hotelbrandes auf den 5./6. März wäre sicher wünschenswert gewesen.

 

So konnte das fröhliche Draufhauen mit einer für das Linksspektrum willkommenen Nebenmeldung weitergehen. In Dresden, so ließ in liebenswürdiger Verbundenheit Bettina Bunge verlauten, würden die Touristen wegen Pegida wegbleiben. Bunge ist Geschäftsführerin der Dresden Marketing GmbH. 2015 sei die Zahl der Übernachtungen um 5,1 Prozent auf rund 3,4 Millionen Gäste gesunken.

 

Der Mainstream goss daraus große Überschriften: »Pegida-Effekt schreckt Touristen ab«. Über die im Juli 2015 vom rot-grün-roten Dresdner Stadtrat eingeführte »Bettensteuer« hat Frau Bunge den Zeitungen lieber mal nichts erzählt. Danach werden für einen Zimmerpreis zwischen 91 und 120 Euro sieben Euro Bettensteuer verlangt.

 

Nur von linken Medien manipulierte Einheimische meiden Dresden

 

Dass der Anteil an ausländischen Touristen um 6,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr in die Höhe kletterte, wurde von den meisten Mainstreammedien gar nicht erst erwähnt. Sehr aufschlussreich in diesem Zusammenhang ist auch ein Bericht des Sachsenspiegels aus der vorigen Adventszeit. Ein MDR-Kamerateam hatte junge Frauen begleitet, die mit einer organisierten Busfahrt aus Tschechien für ihre Weihnachtseinkäufe nach Dresden gekommen waren. Beim Abschluss auf dem Striezelmarkt schwärmten sie in höchsten Tönen von ihrem Besuch und versicherten, in diesem Jahr wiederzukommen. Das Wort »Pegida« fiel nicht ein einziges Mal.

 

Das wäre doch einmal eine Untersuchung wert. Als Hypothese drängt sich auf: Nur von linken Lügenmedien manipulierte und verängstigte Bürger scheuen sich, nach Dresden zu kommen. Als Verantwortlichen der Studie schlagen wir den Bundesminister für Empörung und Zensur, Herrn Heiko Maas, vor.

 

Übrigens, auch dass die gewerbliche Wirtschaft in Dresden seit dem Jahr 2000 ununterbrochen wächst und in der Elbmetropole so viele Menschen arbeiten wie noch nie seit der Wiedervereinigung , wird natürlich unter die Decke gekehrt.

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