Friday, 30. September 2016
07.02.2016
 
 

»Hauptstadt der Gewalt«: Leipzig wird zunehmend »enthemmt, unkultiviert, unzivilisiert«

Heinz-Wilhelm Bertram

Leipzig hat sich den zweifelhaften Ruf erworben, »Hauptstadt der Gewalt« zu sein. Was die Spatzen schon lange von den Dächern pfeifen, spricht jetzt erstmals offen ein Politiker aus: Der Oberbürgermeister ist daran nicht unschuldig.

 

Dass Oberbürgermeister Burkhard Jung nicht wüsste, wie man den politischen Gegner seiner demokratischen Rechte beraubt, kann man nun wirklich nicht behaupten. Schließlich hatte das Leipziger Stadtoberhaupt bereits am 9. Februar 2015 den LEGIDA-Organisatoren das Recht auf Versammlungsfreiheit ausgesetzt und stattdessen lieber seine Gesinnungsfreunde von der Antifa aufmarschieren lassen. »Grundgesetzabschaffer« heißt Jung seitdem in konservativen Kreisen.

 

Nun wartet der SPD-Mann dunkelroter Prägung mit einem weiteren Stück aus dem Tollhaus auf. Das Ordnungsamt seiner Verwaltung firmiert seit Neuestem als Untere Zensurbehörde.

 

Die Reden und Wortmeldungen vom LEGIDA-Podest würden, wie die Leipziger Volkszeitung (Miteigentümerin ist die SPD) schrieb, »sehr genau wahrgenommen«, »geprüft« und »ausgewertet«. Dies habe das Ordnungsdezernat bestätigt.

 

Auslöser soll die Rede des Berliners Graziani gewesen sein. Der Dauergast am Mikrofon ist bekannt dafür, nicht lange um den heißen Brei zu reden.

 

Werden ab sofort auch Neo Rauchs Gemälde zensiert?

 

Dass seine Vorträge nun der staatlichen Zensur zum Opfer fallen, ist indes ein Novum. Für gewöhnlich verteilt das Ordnungsamt Knöllchen und erzählt vor den LEGIDA-Veranstaltungen, wie lang ein Transparent und wie dick ein Fahnenstock sein darf. Nun tritt es also auch als Untere Zensurbehörde auf.

 

War da nicht mal was in den 30er-Jahren, als Journalismus und öffentliche Meinung in eine vom Staat geregelte Aufgabe überführt wurden? Vor allem aber fragen wir uns, wie der neue Zensor mit den Kunstwerken des weltberühmten Leipziger Malers Neo Rauch verfährt.

 

Bestellt das Leipziger Ordnungsdezernat Verfassungsrichter ein, um Rauchs Gemälde auf staatsfeindliche Symbolik zu überprüfen?

 

Werden mit dem Künstler Präventivgespräche für anstandslose konzeptionelle Inhalte geführt? Fragen über Fragen in einer ganz neuen Sektion der faszinierenden freiheitlichen Demokratie Deutschlands ergeben sich.

 

»Die lasche SPD-Politik begünstigt die Gewalt«

 

Nun wäre Leipzig nicht Leipzig, würde nicht ein angezündetes Auto das Freudenfeuer zum Ausdruck linken Verfolgungstriumphes darstellen. Und siehe da, noch in der Nacht nach dem Zensur-Opening wurde das Auto eines Leipziger AfD-Stadtrates angezündet und komplett zerstört. Der Parlamentarische Geschäftsführer der AfD-Landtagsfraktion, Uwe Wurlitzer, stellte daraufhin einen unmittelbaren Zusammenhang mit dem Leipziger Oberbürgermeister Burkhard Jung her:

 

»In Leipzig handeln Linksextremisten immer dreister, ohne dass sie ernsthafte Konsequenzen für ihr Tun fürchten müssen. Das Gewalt-Klima in der Stadt wird offenbar durch die lasche Politik des SPD-geführten Rathauses mit OB Jung an der Spitze begünstigt. Diese sieht Extremismus-Gefahren fast ausschließlich nur bei rechten Gewalttätern.«

 

Die AfD-Bundesvorsitzende und Sprecherin Frauke Petry nahm gar gleich Jungs Obergenossen Sigmar Gabriel mit in Haftung. Sie meinte, »dass Äußerungen von Herrn Gabriel, die Bürger als ›Pack‹ zu bezeichnen oder als ›Demokratiefeinde‹ (…) geradezu dazu aufrufen, gewalttätig zu werden, und das Ergebnis sieht man dann am linksextremen Rand«.

Ein zivilisatorischer Niedergang ist nicht zu leugnen

 

Hervorzuheben ist aber vor allem Wurlitzers Feststellung, dass linke Straftäter in Leipzig sozusagen Narrenfreiheit besäßen. Unzählige Angriffe mit schweren Sachbeschädigungen auf Polizeidienststellen und andere öffentliche Gebäude wie das Amtsgericht, Dutzende abgefackelter Pkw, Dutzende teils schwer verletzter LEGIDA-Demonstranten sind die unfassbare Bilanz eines Oberbürgermeisters und eines Polizeipräsidenten Bernd Merbitz (früher Major der Volkspolizei), die sich dank ideologischer Verblendung, beharrlichem Wegschauen und offensichtlicher Inkompetenz das zweifelhafte Verdienst erworben haben, Leipzig zum Titel »Hauptstadt der Gewalt« verholfen zu haben. Wohl in keiner anderen Großstadt Deutschlands findet man solch toxische Zustände vor wie in Leipzig.

 

Jung und Merbitz, diese Namen stehen für eine Ära der offenen Gewalt auf offener Straße, für den Ausfall der öffentlichen Ordnung, für einen spürbaren zivilisatorischen Niedergang.

 

Der Leiter der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung, Frank Richter, beobachtet generell »eine zunehmende verbale Gewalttätigkeit. Die zeigt sich bei Demonstrationen, die zeigt sich in den sozialen Medien. Menschen äußern sich in einer Art und Weise enthemmt und unkultiviert, unzivilisiert und eben auch verbal gewalttätig, wie das aus früheren Zeiten mir jedenfalls nicht erinnerlich ist. Da hat es einen kulturellen Abstieg gegeben.«

Die Linksextremisten erbitten zärtliche Behandlung durch die Polizei

 

Zu diesem Abstieg gehört wohl auch, dass Jungs und Merbitz' Gesinnungskumpane jetzt sogar noch dreist darüber klagen, sie seien bei der letzten LEGIDA-Gegendemonstration von der Polizei zu hart angegangen worden. Die Herrschaften bitten also beim nächsten LEGIDA-Spaziergang freundlichst darum, die Polizei trage doch bitte für sie exklusiv Glacéhandschuhe. Darf's vielleicht auch eine Lingam-Massage sein?

 

Andere aus dem linksextremen Lager sind furchtbar traurig, dass sie nicht in Ruf- und Sichtweite des LEGIDA-Zuges krakeelen durften.

 

Irgendwie wird man das Gefühl nicht los, dass sie da was verwechselt haben – und in Wirklichkeit meinten: in Farbbeutel-, Böller- und Buttersäure-Wurfreichweite. LEGIDA-Teilnehmer kennen diese ihre Einsatzmittel zur Genüge.

 

All dies verheißt für die nahe Zukunft nichts Gutes. Schon bis heute war Leipzig wiederholt »out of order«. Die Stadt, so ist zu befürchten, will vorwegnehmen, was in anderen Metropolen verzögert folgen könnte.

 

 

 

 

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