Montag, 5. Dezember 2016
31.12.2015
 
 

Das neue Gewaltvokabular der Politiker passt perfekt zur Kulturzerstörung der Linken

Heinz-Wilhelm Bertram

Zu Weihnachten wurde das Jesuskind geboren, das seither durch seine Liebe in uns lebt und wirkt. 2015 Jahre später sprachen zu Weihnachten die Politiker zu uns. Aber nicht in Liebe, sondern in Worten des Hasses.


 

 

Thomas Oppermann (SPD-Fraktionschef), wetterte am 21. Dezember, die AfD sei »eine Bande von Zynikern und geistigen Brandstiftern«. Wolfgang Schäuble (Finanzminister, CDU), beschimpfte am zweiten Weihnachtstag sämtliche AfD-Mitglieder – und damit auch AfD-Wähler – als »Dumpfbacken«. Frank-Walter Steinmeier(Außenminister, SPD) sah am gleichen Tag Übergriffe auf Asylbewerber als »ein Ergebnis geistiger Brandstiftung«. Nicht fehlen in der Liste der rhetorischen Kraftmeier durfte – natürlich – unser aller Justizminister Heiko Maas (SPD). Er ortete, ebenfalls am 26. Dezember, »Hass« bei PEGIDA-Veranstaltungen. »Hass«, der »leider immer noch da wäre«[helbst wenn man PEGIDAegemonstrationen verbieten würde.

 

Es soll hier nicht um Maas‘ abwegige Gedankenspiele gehen, die einmal mehr an der Kompetenz und vollends an der staatsdienlichen Tauglichkeit dieses Mannes zweifeln lassen. Im Mittelpunkt soll hier das Vokabular unserer ranghöchsten Politiker stehen.

 

Das Wort »Pack« bildete eine Zäsur der politischen Sprache seit 1945

 

»Bande«, »Zyniker«, »geistige Brandstifter«, »geistige Brandstiftung«, »Hass« der anderen: Die Herabwürdigung der – verfassungsrechtlich unbedenklichen – AfD-Mitglieder zur asozialen Kreatur, die sich quasi im Rinnstein der Gesellschaft sammelt, um ihre kriminellen Raubzüge zu besprechen – »Bande«, »Pack!« –, ist beispiellos für die Zeit der Bonner und auch Berliner Republik.

 

Sigmar Gabriel (SPD) hat mit seiner bewussten Wortwahl des »Packs«, gemünzt auf gewalttägige Protestler im sächsischen Heidenau (von denen man heute weiß, dass es auswärtige linksautonome Schläger waren, die Ende August die Polizei angriffen), alle Dämme brechen lassen. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte die SPD angestaute Aggression und Ressentiments gegenüber der AfD und ihrer Klientel sowie gegenüber PEGIDA mühselig unter der Decke halten können.

 

Es war ihr notdürftig gelungen, ihre Verwünschungen in Richtung administrativer und operativer Alltagsarbeit zu kanalisieren, wie etwa Schwesigs viele Millionen schweres Subventionierungsprogramm für linke bis linksextremistische Gruppen. Seit Gabriels »Pack« aber brechen die Hasstiraden in geradezu eruptiver Stoßkraft immer wieder aus den Parteivorderen heraus. Das »Pack« bildete eine Zäsur in der politischen Sprache seit 1945.

 

Die wahren »Brandstifter« wollen das Land bis zur Unkenntlichkeit verändern

 

Solch ein geschlossenes, geradezu kampagnenartiges Auftreten kommt nie zufällig zustande. In der Politik gibt es keine Zufälle. Selbstverständlich beruht die SPD-Generalattacke mit der martialischen Semantik auf Absprache. Nur zu gut darf man sich vorstellen, wie fügsam sich die Untergebenen ihrem Führer an die Brust geworfen haben: »Jawoll Sigmar, machen wir mit!«

 

Die – bei allem Konfliktpotenzial – bestenfalls respektvollen, mindestens aber stets erträglichen öffentlichen Debatten, die es einmal gab, sind einer Unkultur offener Herabwürdigung und Verächtlichmachung gewichen. Diese sich häufenden Pöbelattacken sind im Rahmen gesellschaftshistorischer Vorgänge zu sehen, die das Land grundlegend verändern sollen. Nach Willen aller rotgetünchten Geister bis zur Unkenntlichkeit. Da können gar nicht genug »Flüchtlinge« ins Land kommen. Die, die da von »Pack«, »Bande« und »Brandstiftern« reden, wollen das so.

 

Wer aber dem Volk sein völkerrechtliches Selbstbestimmungsrecht entzieht und ihm damit den Boden von 2000 Jahren erworbener Werte, Traditionen und Identität unter den Füßen wegzieht und Bürger, die sich dagegen stemmen, auch noch als »Pack«, »Bande« und »Brandstifter« geißelt, macht sich zum Brandstifter höchstselbst.

 

Und genau das sind sie, die linken Verunglimpfer. Sie sind, als »hohe Herren«, nicht nur die geistigen Ziehväter und Mentoren, sie sind ebenso Aufwiegler und Einpeitscher sowie die Legitimationsverantwortlichen der Schlägerrotten auf der Straße, mit denen sie sich gemein machen.

 

Gabriel, Maas, Steinmeier, Schwesig – und in ihrer vormaligen Rolle als Generalsekretärin unbedingt auch Fahimi – liefern der Antifa-SA das geistige und finanzielle Substrat, ohne das sie nicht existieren könnte.

 

Die Gewalt gegen das Grundgesetz pflanzt sich fort auf der Straße

 

Es stacheln viel weniger die anklagenden Sprüche und Parolen unbedarfter PEGIDA-Anhänger zu Schandtaten gegen Asylheime an; die armseligen handgemalten Pappschilder der PEGIDA-Anhänger stiften eher Mitleid als Brände. Nein, brandstiftend ist das professionell ausgewählte und sorgsam zusammengestellte Gewaltvokabular der politisch Herrschenden, die es berechnend und gezielt als rhetorische Waffe einsetzen.

 

Die Antifa steht schon bereit, um Worte der Gewalt in Orte der Gewalt zu verwandeln, siehe die schweren Ausschreitungen in Leipzig am 12. Dezember. Ursächlich verantwortlich dafür sind die Einpeitscher auf der großen Bühne. Gar noch schwerwiegender freilich ist, dass sie selbst nicht davor zurückschrecken, auch dem Grundgesetz Gewalt anzutun.

 

Die Entladung der Sprache in eine Semantik des Hasses ist freilich ebenfalls im Zusammenhang einer komplexen Entwicklung zu sehen, nämlich in der eines umfassenden kulturellen Niedergangs. Seitdem Rot-Rot-Grün und die sozialistisch unterwanderte CDU die Schlüsselpositionen in Behörden besetzt halten, also seit etwa 20 Jahren, lohnt es nicht mehr, in die Oper zu gehen.

 

Die »Macher« verwechseln Opern heute mit linken Indoktrinationstutorien, die zur Tarnung mit Musik untermalt werden. So gesehen vielen Dank an die Semper-Oper für ihre regelmäßige Verdunkelung zu den PEGIDA-Aufzügen. Sie sollten die Verdunkelung zu ihrem Standardprogramm erheben, damit keiner mehr auf den Gedanken kommt, in die Semper-Oper zu gehen.

 

Goethe und Schiller gibt man, wenn überhaupt, nur noch dreist entfremdet. Im Regelfall werden ihre Stücke zu marxistischen Lebensberatungen umgedeutet. Wo gibt es noch ein Klavierkonzert von Mozart zu hören? Schauderhafte Labormusik, akustischer Kehricht, der uns von linken Kulturguerilleros als »fortschrittlich« angedreht wird, hat die seelenerhebenden Werke von Mozart, Bach, Haydn und Beethoven aus dem Konzertsaal verdrängt.

 

Die Linken sind großartige, vorbildliche Kaputtmacher. Sie zerschlagen, zerstören, verrohen und verhunzen alles, was ihnen in die Hände gerät, vor allem Werte, Identität und Traditionen; zuletzt mit der Rechtschreibreform von 1996 auch die deutsche Sprache, die sich noch nie so weit von ihrer Hochblüte im Barock entfernt sieht wie in diesem zu Ende gehenden Jahr. Unsere ranghöchsten Politiker legen davon in beeindruckender Weise Zeugnis ab.

 

»Ein Europäer lässt sich die Traditionen nicht aus dem Herzen reißen«

 

»Tradition ist eine lebende Erinnerung an die ferne Vergangenheit, und meine Vorstellung von einem Europäer ist die von einem Menschen, der sich die Traditionen nicht hat aus dem Herzen reißen lassen. Er widersteht allen Versuchen, ihn zu einer charakterlosen Legierung zusammenzuschmelzen.

 

Irgendwie ist er noch immer ein entfernter Verwandter von Dante oder Maimonides, von Mozart oder Goya, von Kierkegaard oder Tolstoi.«

 

So schrieb es Erwin Chargaff (1905-2002) in Alphabetische Anschläge, Stuttgart 1989, S. 64f., zum Kapitel des Buchstabens »E: Europa, entführt, verführt«.

 

Chargaff war der Wegbereiter zur Entdeckung der Doppelhelixstruktur der DNS, vor allem aber war er ein begnadeter Sprach- und Universalgelehrter – und unbeugsamer Pessimist.

 

Ihn wünschte man sich heute als PEGIDA-Redner. Chargaff würde den »toleranten«, »weltoffenen« PEGIDA-Feinden, den fanatischen Kulturauslöschern, sicher viel zu erzählen haben über Europa und die Europäer: den politischen Brandstiftern und Rechtsbeugern, den Professoren der TU Dresden, den Opern-Funktionären, den administrativen Besitzstandswahrern sowie ihren Spießgesellen in Verlagshäusern und Fernsehanstalten mit ihrem Unterdrückungsjournalismus.

 

Wozu würden sie ihn wohl zählen, die rot-rot-grünen Sprachentgleisten: Zum »Pack« oder zur »Bande von geistigen Brandstiftern«?

 

 

 

 

 


Eine schonungslose Abrechnung mit unseren Massenmedien

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