Tuesday, 26. July 2016
21.02.2016
 
 

Der große Pöbelkrieg der Politprofis gegen Notwehramateure

Heinz-Wilhelm Bertram

Es wird in diesen Tagen allenthalben eine Radikalisierung der Sprache beklagt; die Debatten in der Flüchtlingsfrage müssten versachlicht und ergebnisoffen diskutiert werden, fordert Chefredakteur Dieter Stein in seinem Leitartikel der Jungen Freiheit (Nr. 7/2016). Fakt ist jedoch: Politiker und Journalisten brauchen sich über Sprachverrohung nicht zu wundern. Im Pöbelkrieg sind sie professionelle Haupttäter.

 

Pegida redet bekanntermaßen nicht lange um den heißen Brei, nennt das Kind beim Namen. Und in der Tat, Vorhaltungen wie »Volksverräter«, »Lügenpresse« und »Merkel muss weg!« haben die Schwarz-Rot-Rot-Grüne Einheitspartei samt angeschlossener Funkhäuser und geleitender Verlage schwer getroffen. Da schlägt der mit reichlich Macht und Geld ausgestattete Linksblock selbstredend mit schwerem Kaliber zurück.

»Dunkeldeutschland« (Gauck), »Folgen Sie denen nicht!« (Merkel), »Dumpfbacken« (Schäuble), »Pack« (Gabriel), »Schande für Deutschland« (Maas), »Bande« (Oppermann), »Fremdenfeinde und Rattenfänger« (Dreyer), »Brandstifter und Volksverhetzer« (Fahimi), »Mischpoke« (Özdemir) und, ganz aktuell, »offen rassistisch« (Gabriel) sei sie, die AfD. Ranghöchste Politiker kübeln Hasstiraden in dicken Schwallen über die Gegenseite.

 

Klar federführend im großen Pöbelkrieg gegen jeden, der den »Flüchtlings«-Tsunami kritisiert, ist die SPD. Unbedingt zu erwähnen ist ihr markantes Eigeninteresse, AfD und Pegida zu dämonisieren und mit dem Etikett der Bösartigkeit auszustatten: Die SPD ist eine absteigende Partei mit Verkümmerungstrend, der bei den drei Landtagswahlen am 13. März ein Desaster droht. Da geht es für manchen Genossen knallhart um Posten und Existenz. Jeder Betroffene weiß das, der Parteivorstand erst recht. Die Nerven liegen blank. Zünglein an der Waage: die AfD. Es laufen mehr SPD-Mitglieder in Richtung AfD davon, als man zugeben will. Gezielt eigennützig macht also primär die SPD die AfD in Bausch und Bogen nieder.

 

Sachliche und ergebnisoffene Debatten will die Politik nicht

 

Die Forderung nach einer Versachlichung der Flüchtlingsdebatte und nach Ergebnisoffenheit lässt sich leicht erheben. Jedoch: Wann in den vergangenen Jahren hat es bei Themen, die von fundamentaler Bedeutung für den mittel- und langfristigen Weg der Schicksalsgemeinschaft deutsches Volk waren, einmal eine sachliche und ergebnisoffene Diskussion gegeben?

 

Ob Rechtschreibreform, Einführung des Euro, Lissabon-Vertrag, Bankenrettungen, Rettungsschirme: All diese äußerst tief- und weitreichenden Maßnahmen haben die Politiker der Bevölkerung ungefragt aufgezwungen – mit weitreichenden Konsequenzen. Zu der – ausgefallenen – Debatte der »Flüchtlings«-Invasion sagt gar der Demokratieforscher Wolfgang Merkel: »Die Kanzlerin hat die Bürger entmündigt.«

 

Affektive Notwehr kontra Angriffskrieg

 

Der ungehörige Akt des Ausschlusses baute nicht zu unterschätzende Wut auf, teils grenzenlose; mithin eine Gefühlshaltung weit entfernt von politischem Pragmatismus. Die Gefühlslage des Zorns entlud sich schließlich in einfachen plakativen Worten, die die Mutigsten aus der umgangenen Bevölkerung auf die Straße trugen: »Volksverräter«, »Lügenpresse«, »Merkel muss weg!«

 

Simple, eingängige Botschaften, wie sie dem Milieu entsprechen, dem die unbedarften Protestamateure entstammen. Als von der Politik Genarrte und um die Werte der Demokratie Betrogene befinden sie sich in einer Art affektiver Notwehr.

 

Ihnen gegenüber hat sich ein politisches Bollwerk postiert, das ganze Bataillone an Referenten, Beratern und Agenturen für despektierliche Wortschöpfungen beschäftigt.

 

Hoch bezahlte professionelle Lieferanten im Hintergrund sorgen beständig für Nachschub an abfälliger Sprachmunition. Differenzierungen gibt es nicht. Es wird unterschiedslos auf jeden einzelnen Menschen eingedroschen, der auch nur die leiseste Kritik am »Flüchtlings«-Tsunami übt. Die Sprachunterdrückung ist für den Verbalaggressor »Politik« eine seiner wichtigsten Waffen. Eine AfD-Frau darf nicht über den Schusswaffengebrauch an der Grenze sprechen, der grüne Oberbürgermeister von Tübingen Boris Palmer darf dies selbstverständlich. Zusammengefasst betreibt die Politik eine Kommunikation im Stile eines Angriffskriegs.

 

Schreibkomsomolzen auf rechtsextremistischer Enthüllungsjagd

 

Sie darf sich gefälliger Dienste ihres journalistischen Geleitschutzes sicher sein. Die Redaktionen entsenden postpubertierende Schreibkomsomolzen mit dem Drang zur rechtsextremistischen Enthüllungsstory zu Pegida-, Legida- und AfD-Veranstaltungen; fast immer sind sie noch ganz feucht hinter den Ohren vom sozialistischen Indoktrinationskleister, der ihnen in Tutorien, Seminaren und im Kaffeebetrieb der Universitäten angepappt wurde.

 

In der Redaktion wartet unterdessen der Mann vom Spätdienst auf den Bericht. Auf dem Schreibtisch steht ein Foto vom letzten Urlaub auf Kuba, an der Wand ein Poster vom Multikulti-Verein FC St. Pauli; noch schnell einen Schluck Kaffee »fair trade«; hoffentlich hat die Festerling justiziabel gepöbelt, hoffentlich hat der Bachmann wieder ein anstößiges T-Shirt getragen, hoffentlich hat einer vom »Pack« einen Journalisten schief angeguckt; damit ließe sich aus einem Furz ein Elefant basteln, ganz nach dem Wunsch der Leserschaft. Gilt es doch, liebliche linke Sehnsuchtsträume zu bedienen.

 

Durch viele Texte linker Fabulierer geistern jetzt die Wörter »verstörend« und »krude«. Weil sie nur unter sich sind, lesen sie nur ihre eigenen Berichte und übernehmen nur zu gerne dies und das schimmernde Wörtchen vom Kollegen, den man unlängst bei der Pressekonferenz im Dritte-Welt-Café kennenlernte. Solche Wörtchen sind kleine Chiffren, die einen als zur linksjournalistischen Family zugehörig ausweisen. Ein wichtiges Karrierekriterium.

 

Die Sprachmanipulation der Nachrichtensprecher ist raffinierter

 

So finden sie es jetzt allesamt »verstörend«, dass Menschen auf die Straße gehen, um ihre »kruden« Forderungen zu artikulieren. Ach, sie liegen ja so richtig. Wo kommen wir noch hin, wenn Bürger die Wiedereinführung geltenden Rechts an der Grenze fordern oder wenn sie verlangen, dass ihr Steuergeld für die lange überfällige Renovierung der Schule eingesetzt wird statt für fröhliche Ausflugsfahrten für »Flüchtlinge«. Nieder mit solchen »Rassisten«, das hat ihnen doch der Herr Gabriel ausdrücklich in die Blöcke diktiert!

 

Neben der radikalen Sprache der Linken gibt es aber auch die raffinierte. Sie ist subtiler. Und ihre Absicht wird von manchem nicht erkannt. So benutzen Nachrichtensprecher sowohl in den öffentlich-rechtlichen als auch bei den Privatsendern ‒ und natürlich auch Journalisten der Printmedien ‒ zur Genüge attributive Konstruktionen, um die AfD und die Pegida zu verunglimpfen. Sie sagen oder schreiben nicht einfach »die AfD«, sondern »die rechtspopulistische AfD« oder »die rechtsextremistische Pegida-Bewegung«.

 

Das Attribut zur Diskreditierung hat jedoch in einer Nachricht und Meldung nichts zu suchen. Hier zählen nur die nackten Fakten, die nicht zu bewerten sind. Macht nichts, umso besser. Linke basteln sich ihre Gesetze schließlich zusammen, wo sie nur können.

 

Es ist dies eine hinterlistige Unredlichkeit mit dem Ziel suggestiver Massenmanipulation. Auch die Moderatoren des Morgenmagazins kündigen in ihren Anmoderationen mit Hingabe Beiträge über »die rechtspopulistische AfD« an. Ob Dunja Hayali deshalb die Goldene Kamera 2016 erhalten hat?

 

Wer große und wachsende Teile des Souveräns derart unlauter in den gesellschaftlichen Rinnstein tritt, gegen linken Terror nichts unternimmt, bei Angriffen auf AfD-Politiker aber unverhohlen Beifall klatscht und sie vom politischen Betrieb aussperrt, der hat nach objektiver Auffassung reichlich viel dafür getan, um als »Volksverräter« oder der »Lügenpresse« zugehörig beschimpft zu werden.

 

 

 

 

 

 

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