Monday, 29. August 2016
24.09.2015
 
 

Humboldt-Universität: Gender-Fachschaft setzt Gender-Fachkraft vor die Tür

Heinz-Wilhelm Bertram

Jetzt zerfleischen sich die Gender-Fachkräfte schon gegenseitig. Am Zentrum für transdisziplinäre Geschlechterstudien der Humboldt-Universität Berlin wurde eine Gender-Fachkraft politisch überkorrekt aus der Gender-Fachschaft geworfen: wegen »Rassismus«.

 

Manchmal hat mein Vater gesagt: »Hättest du nur was Vernünftiges gelernt.« Er wollte immer, dass ich für mein Lebensfundament eine Lehre als Schumacher oder Maurer machte. Mit meinem Journalistenberuf hat er sich immer schwergetan. Es war für ihn kein »richtiger Beruf«.

 

Nun gibt es an der Humboldt-Universität zu Berlin das »Zentrum für transdisziplinäre Geschlechterstudien«. Dort wirkt, in der Georgenstraße 47, im Raum 1.37 der »Profx Lann Hornscheidt«.

Den Vornamen hat sich Hornscheidt selbst gebastelt. Mama und Papa in Velbert hatten sie einst in liebevoller, gut gemeinter Absicht »Antje« getauft. Aber das ist lange her. Es war 1965, die Erde lief noch rund, die Menschen waren noch bei Verstand und keiner wusste, was ein Laberstudiengang ist. Es gab keine Laberstudiengänge damals.

 

Heute gibt es, wie gesagt, im Raum 1.37 in der Georgenstraße 47 an der Berliner Humboldt-Universität eine »Professur für Gender Studies und Sprachanalyse«. Sie ahnen, wer die innehat? Richtig: Lann Hornscheidt.

 

Falls Sie Kontakt mit Lann Hornscheidt aufnehmen möchten, sprechen oder schreiben Sie Profx Hornscheidt niemals mit »Herr« oder »Frau« an. NIEMALS!

 

Hornscheidt befiehlt uns in die Schleuse der Unterwürfigkeit

 

Stattdessen »verwenden Sie bitte respektvolle Anreden, die nicht Zweigeschlechtlichkeit aufrufen. Bitte vermeiden Sie zweigendernde Ansprachen wie Herr ... oder Frau ... oder Lieber ... oder Liebe .... Es gibt nicht die eine richtige und gute Anrede, sondern es bedarf respektvoller neuer Anredeformen – ich freue mich auf Ihre kreativen anti-diskriminierenden Ideen«. Genau so wünscht es Lann auf ihrer schönen Internetseite.

 

Profx Hornscheidt fordert also »Ideen« von uns. Was aber wird sie dem antun, der gerade keine »Idee« hat? Jeder, der es wagt, mit dieser Nofretete in Kontakt zu treten, hat die Schleuse der Unterwürfigkeit zu passieren. Die Pharaonin pocht auf die demütige Vorlage von »Ideen«. AUF DIE KNIE! RAUS MIT IHRER IDEE! Sie können sie in noch so guter Absicht mit »Herr« oder »Frau« anreden: Sie stecken in der Genderfalle.

 

Weil nun aber Maurer und Schumacher nichts anderes als »Herr« oder »Frau« in der Anrede kennen und obwohl sie diese Anrede auch nur gut meinen, müssen sie in den Augen der Nofretete Hornscheidt allesamt miese, respektlose, diskriminierende Menschen sein.

 

Die Genderisten schicken uns alle in den Geistesknast

 

So weit in ihrem Denken, dass damit sie selbst Menschen diskriminiert, kommt sie nicht. Weil sie es nicht darf. Und zwar deshalb, weil ihre Forderung Bestandteil einer kruden zusammengewerkelten Ideologie ist. Eine Ideologie, die auf unverschämte Art unterstellt, die Anrede »Herr« oder »Frau« sei entwürdigend.

 

Es ist die Ideologie derer, die weder Maurer noch Schumacher werden wollten, sondern sich auf genau deren Rücken und Kosten ein möglichst müßiges Leben gönnen. Sie stecken die Arglosen, Aufrichtigen, Fleißigen in ihren Geistesknast, um sie nach ihren erdachten Regeln zu malträtieren, zu schikanieren, zu diffamieren.

 

Die gesamten »Gender Studies« sind also nichts anderes als ein künstlich konstruiertes Herrschaftsinstrument zur Niederhaltung und Knechtung der Menschen. Dies aber ist erst das Mittel; Zweck ist es, öffentliche Gelder abzugreifen, um sich im anstrengungslosen Wohlstand zu räkeln.

 

Dies alles müssen Sie wissen, um die folgende Begebenheit verstehen und bewerten zu können.

 

Vergessen Sie cis-moll, mit CIS wird ab jetzt gegendert

 

An der Fachschaft der Gender Studies ist es zum Eklat gekommen. Diese Fachschaft verfrachtet jede am Studiengang beteiligte Person in eine bestimmte Gender-Schublade: weiß, farbig, CIS oder Trans zum Beispiel. Mit seinen Eigenschaften – Privilegien, Schuld – steckt diese Person nun da drin und kommt nicht mehr raus.

 

Bisher habe ich »CIS« stets mit der Tonart cis-moll verbunden und die wiederum mit Beethovens schöner »Mondscheinsonate«. Die Hornscheidt'sche Genderwerkstatt hat sich für »CIS« natürlich etwas viel Schöneres ausgedacht. »CIS-Gender« sind in ihrer Utopiewelt Menschen, die bei ihrem Geschlecht bleiben, also keine Transen sind.

 

Solch eine »CIS«-Person, und zwar eine »WoC« (Woman of Color, also für uns wohl eine dunkelhäutige Frau), will nun bei Lann Hornscheidt in einem Seminar »Rassismus« erkannt haben und »intervenierte« entsprechend bei der Fachschaft. Das ist nicht weiter aufregend, denn »in solchen Kreisen gilt jeder als Rassist, egal was man sagt«, schreibt Hadmut Danish in seinem Blog.

 

Intervenieren Sie, aber nur, wenn Sie links sind!

 

Man hat also ausdrücklich das Recht zu intervenieren. Es ist ein Muss! Jedenfalls für jeden rot-rot-grünen Linken. Genau das ist ja die Legitimation und Motivation der Antifa, ganze Stadtteile zu zerlegen, weil ihnen, wie immer, irgendwas nicht passt in ihrer sozialen Hängemattenwelt. Da wird dann mehr als nur beherzt »eingegriffen«, das ist, wie wir wissen, politisch korrekt erwünschter Ungehorsam. Für konservative Bürgerbewegungen wie beispielsweise »Pegida« gilt dies natürlich nicht.

 

Wie ging es weiter? Eine in der Fachschaft hockende Person »R.«, eine weiße Trans-Person, soll nach der Intervention an die »WoC« nicht nur zurückgefragt haben, was denn da los gewesen sei in dem Seminar. Sie wollte auch Angaben zu den Race- und Gender-Positionierungen der Interventionsbeteiligten haben. Das wiederum brachte »WoC« auf die Palme. Sie wertete diese Fragen als diskriminierend. Man könnte »WoC« nun unterstellen, sie habe »R.« unterstellt, unverschämterweise mehr Fragerecht für sich zu beanspruchen, weil »R.« eine Weiße – und zur Absicherung höherer Fragerechte – sogar noch »Transe« sei.

 

Transe »R.« wehrte sich mit Händen und Füßen. Sie kommunizierte »WoC«, sie, »WoC«, habe gar kein Anrecht auf Intervention besessen, weil sie sich dazu den falschen Raum ausgesucht habe. Die Räume sind nämlich bestimmten Geschlechtern und Hautfarben zugeordnet. Der weiße Raum, in dem gegen Profx Hornscheidt wegen Rassismus rebelliert wurde, sei den Transen als Schutzzone vorbehalten, er sei ein »Schutzraum für Trans*-Personen«: »Somit müsse, als Legitimation, ein_e Trans*Inter*GnC (Gender non Conforming) PoC oder Schwarze_r in die Intervention involviert sein.« Sei eine solche Person nicht verfügbar, könnte nur »eine weiße Trans*Inter*GnC-Person die Erlaubnis erteilen, in einem weißen Trans*Schutzraum zu intervenieren, zum Beispiel R. selbst«, habe »R.« argumentiert, so die Fachschaft.

 

Nachfragen gegenüber Schwarzen heißt, rassistisch zu sein

 

Zu allem Übel für »R.« sprang »WoC« auch noch »N.« bei, die sich als – ebenfalls schwarze – Mitbeteiligte nicht von der weißen Trans »R.« ausfragen lassen wollte.

 

Was »R.« nicht ahnte: Die Fachschaft der Gender Studies stellt die Hautfarbe über alle anderen Kriterien, wie z. B. über das Geschlecht. Die Hautfarbe ist der große Trumpf. Schwarze und Farbige dürften alles und vor allem gegen alles rebellieren. Null Chance dagegen für Weiße und weiße Transen. »R.« hätte also die Rebellen gar nicht befragen dürfen: »Deswegen sind die Gender- und Race-Positionierungen an dieser Stelle auch irrelevant. Das Nachfragen an sich, als auch der Glaube, ein Recht auf eine Antwort zu haben, sind in diesem Zusammenhang rassistisch«, so die Fachschaft. Schwarze bräuchten nicht die Argumentation oder Fragen eines Weißen, um gegen Rassismus anzukämpfen.

 

Mit dieser Begründung wurde die weiß- und trans-positionierte Person »R.« schließlich von der Fachschaft ausgeschlossen. Ich finde es großartig, dass sich die Genderisten vor lauter politischer Überkorrektheit inzwischen gegenseitig zerfleischen. Aber was hat das mit meinem Vater zu tun?

 

Ich stelle mir so manches Mal vor, ich hätte ihm nicht eröffnet, Journalist, sondern Gender-Forscher werden zu wollen. Wissen Sie, was passiert wäre? Ohne ein Wort zu sagen, hätte er sich in einem entlegenen Winkel in unserer riesigen Scheune aufgehängt.

 

 

 

 

 

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Leser-Kommentare (49) zu diesem Artikel

25.09.2015 | 21:39

Rüdi

Unnützes kann nicht überleben, ein Gesetz der Natur.


25.09.2015 | 17:03

Karl

ich habs, ich habs. Ich hab eine Idee. Wie wäre mit "Leut", die Mehrzahl wäre "Leute". Die Anrede würde dann wie folgt lauten "Sehr geehrtes(!) Leut ProfX Hornscheidt" Oh man ich glaub ich spinne.


25.09.2015 | 09:41

Bieni123

kann eigentlich noch irgendjemandX (soll ja genderistisch korrekt und unantastbar bleiben!) diesem schwachsinnigen Irrsinn folgen? Muss manX vielleicht erst selbstX (an dieser Stelle war ichX mirX selbstX gegenüber unsicher und wollte auf keinen Fall einen generistischen Fauxpas begehen) irrsinnig sein, um das zu verstehen? MirX jedenfalls war bereits nach der Hälfte des Artikels schwumerant um nicht zu sagen schwindelig und ichX frage michX, ob eigentlich tatsächlich...

kann eigentlich noch irgendjemandX (soll ja genderistisch korrekt und unantastbar bleiben!) diesem schwachsinnigen Irrsinn folgen? Muss manX vielleicht erst selbstX (an dieser Stelle war ichX mirX selbstX gegenüber unsicher und wollte auf keinen Fall einen generistischen Fauxpas begehen) irrsinnig sein, um das zu verstehen? MirX jedenfalls war bereits nach der Hälfte des Artikels schwumerant um nicht zu sagen schwindelig und ichX frage michX, ob eigentlich tatsächlich irgendjemandX in der Lage ist, diese künstlichen Kunstrukte einer modernen Geschlechterkorrekten universellen Gleichgeschlechtigkeit korrekt zu beherrschen. Diesbezüglich halte ichX esX für praktisch ausgeschlossen, da manX ständig größter Verwirrung ausgesetzt ist, sowohl was das SelbstX, als auch das Nicht-SelbstX angeht. Infolge dieses ständigen Verwirrungsbombardements ist eine Verbesserung des Geisteszustands, idealerweise auf einem höheren Niveau als zuvor nicht zu erwarten, sondern eher anzunehmen, dass sich bei der Mehrzahl der GenderkorrektenX ein irreversibles Abgleiten in einen dauerhaften Irrsinn manifestiert, sofern ein solcher nicht bereits seit langem bestehend ist. Dies dürfte das aktuelle Problem dann früher oder später im Nichts auflösen, hoffentlich bevor manX feststellt, dass unsere Einstufung der Substantive in männliche, weibliche und sächliche Form nebst der bisher gebräuchlichen Artikel ´der´, ´die´, ´das´ vollkommen überholungsbedürftig demX Genderwahn zu opfern sind ...


25.09.2015 | 09:22

Loup

Könnte man nicht mit einem Stamperl Haldol morgens eingenommen, diesen armen Geschöpfen helfen?? Gibt es doch auf Krankenkasse und erspart der Umwelt viel Leid! Und ist auch indiziert bei starrsinniger Weigerung, von der Natur selbst eingerichtete Gegebenheiten zu akzeptieren. Dem eine Ablehnung oder mangelnde Identifikation mit seinem eigenen Geschlecht zu grunde liegen dürfte!


24.09.2015 | 22:49

willy_winzig

Hilfe, die Irren haben die Anstalt übernommen, jetzt hilfe eigentlich nur noch beten. Kann mich mal bitte jemand wegbeamen vo diesen Planeten?


24.09.2015 | 22:11

KQF

Mein Gott sind die Genderisten alle vollkommen bekloppt. Das sind ja die schlimmsten Rassisten von allen! Die sind ja völlig Gehirngewaschen mit Verblödung Weichgespült! Sowas lächerliches kann man doch gar nicht mehr für voll nehmen. Die sollte man alle in einen Container nach Übersee verfrachten und in einem Dschungel mit einer Flasche Ethanol und einem Päckchen Streichhölzer aussetzen! Köstlich...richtige Komiker die Genderisten loool.

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