Friday, 30. September 2016
15.01.2016
 
 

Kölner Gewaltnacht: Gefeuert für politisch korrektes Handeln in einem SED-Slapstick

Heinz-Wilhelm Bertram

Im Zusammenhang mit den Massenvergewaltigungen deutscher Frauen durch »Flüchtlinge« musste Kölns Polizeichef Wolfgang Albers gehen. Dabei hat er nur getan, was SPD-Funktionäre immer tun: Er hat politisch »korrekt« gehandelt. Das aber ist nur ein Aspekt: Die SED hätte den gesamten Skandal nicht besser inszenieren können als die NRW-SPD.

 

Jeder weiß, dass Polizeipräsident Wolfgang Albers (60) im Zusammenhang mit der Kölner Silvesternacht lediglich ein Bauernopfer war. Ausgestattet mit dem Trostpreis üppigster Altersversorgung, schickte ihn Innenminister Ralf Jäger (54, SPD) in den Ruhestand. So weit, so schlecht für den Steuerzahler.

Wenn aber Polizisten im praktischen Einsatz derart folgenschwer versagen wie in Köln und ihr oberster örtlicher Dienstherr, eben Albers, all die Versäumnisse und Missgeschicke auch noch zu vertuschen sucht, so hat dafür nach aller Regel ausschließlich einer den Kopf hinzuhalten: der oberste Befehlshaber der gesamten Versagerclique. Und der heißt Ralf Jäger.

 

Es ist nicht einmal erstaunlich, wie spärlich die öffentlichen Rücktrittsforderungen ausfielen – wenn sie nicht gänzlich ausblieben. Denn die NRW-SPD kann sich auf ihre ergebenen Weiterleitungsmedien im Lande verlassen. Und Jäger ist ein fester Bestandteil auf dem tiefroten Plan der Political Correctness, den sich die Chefideologen der Bundes-SPD ausgeheckt haben und der in Nordrhein-Westfalen, wo das sozialdemokratische Herz besonders stark schlägt, mit geradezu kaisertreuer Hingabe umgesetzt wird.

 

Ein blasser Parteisoldat biedert sich an

 

Hier wird gegendert, dass die Schwarte kracht, hier wird frühsexualisiert, dass der Dildo lacht, hier wird an Ganztags- und Gesamtschulen das Lernniveau gesenkt, dass die Wohnungssuchanzeige am Schwarzen Brett der Dortmunder Zentralmensa in fünf Zeilen 13 orthographische Fehler aufweist (ich habe dies persönlich vor einigen Jahren bewundern dürfen, und dieser Zettel bildete nicht etwa die Ausnahme). Es gibt kein Bundesland, in dem das Streben nach dem schlichten sozialistischen Einheitsmenschen so fruchtbar vorankommt wie in NRW.

 

Seine Tauglichkeit für dieses Milieu hat der gelernte Groß- und Außenhandels-Kaufmann Ralf Jäger mit dem Abbruch des Studiums der Pädagogik nach fünf Jahren formal nachgewiesen. Seit dem 22. Lebensjahr ist er ein akkurater Parteisoldat, der sich vom Ortsvereinsvorsitzenden Duisburg-Meiderich über den Unterbezirksvorstand und den Duisburger Stadtrat bis zum Innenminister hochgebuckelt hat.

 

Jäger biedert sich gerne bei der Düsseldorfer Filiale und der Berliner Zentrale an. So im Juni 2014, als er nach noch mehr »Flüchtlingen« für Deutschland rief.

 

Forderungen wie diese erhärten den Eindruck, dass sich hier einer ganz in den Dienst der Partei und ihrer Richtlinien stellt. Oder bückt. Oder kniet. Jäger gehört zu jenen Unzähligen in der SPD, die nicht etwa der Partei ein Gesicht, ein Profil gegeben haben (sie hat keines mehr, sondern wurde mit ihrem Programm von der Berliner Einheitsfront der Parteien absorbiert), sondern der, im Gegenteil, erst von der Partei ein eigenes politisches Gesicht erhält. Seine Blässe freilich hat er damit nie verloren.

 

Die Parteiideologie beherrscht ihre Funktionäre, nicht umgekehrt

 

Politiker dieses Typs nehmen im öffentlichen Raum erst dann Gestalt an, wenn sie von der Partei indoktriniert und ideologisiert worden sind. Weil Helmut Schmidt als ein die SPD prägender Politiker das genaue Gegenteil war, ist er der heutigen SPD-Basis so entfremdet, so verdächtig und bisweilen auch verhasst.

 

Politiker wie Jäger glauben heute, sie würden die Partei beherrschen. In Wirklichkeit beherrscht und typologisiert die Partei mit ihren programmatischen Aberwitzigkeiten sie, also ihre Politiker. Einfacher gesagt: Die Parteiideologie, der Kernpunkt ihres Programms, hat ihre Funktionäre voll im Griff.

 

So nimmt es kein Wunder, dass wichtige Posten nicht nach fachlicher Qualifikation besetzt werden, sondern nach politischer Unterwerfungsbereitschaft, die sich primär durch jahrzehntelange Mitgliedschaft manifestiert. Und so wie Jäger von Landesfürstin Hannelore Kraft als untertäniger Parteisoldat ins Amt des Innenministers gerufen wurde, so berief Jäger den SPD-Mann Wolfgang Albers zum Polizeipräsidenten von Köln, das die größte Polizeidienststelle Nordrhein-Westfalens ist.

 

Und so wie die NRW-Staatskanzlei – vornehmlich in Person ihres höchsten Polizeichefs – allzeit bestmögliches Vertuschen aller Zuwandererdelikte anordnete, so tat auch Albers nichts anderes und versuchte die Massenvergewaltigung am Kölner Hauptbahnhof schön unter der Decke zu halten.

 

Wie der Stellenaussitzer Albers an die Quellen des Amazonas gelangte

 

Denn Albers handelte als SPD-Politiker. Und nicht als Polizist. Er war auch nie Polizist, nicht einen Tag in seinem Leben. Der Jurist hatte lediglich das richtige Parteibuch und war somit ein serviler Erfüllungsgehilfe der politischen Doktrin. Mit seinem Versuch der Vertuschung hat er treu nach SPD-Vorgabe und also politisch vollkommen »korrekt« gehandelt. Zu dumm nur für die NRW-SPD, dass die überbordende Dimension der Gewalt durch »Flüchtlinge«, die man der Öffentlichkeit vorenthalten wollte, aufgeflogen ist.

 

Bauernopfer Albers war sein gesamtes Berufsleben ein duldsamer Stellenaussitzer. Ein Mensch, der sich gegen hohe Besoldung und herrliche Pensionsaussichten zähneknirschend von hier nach da und von da nach dort verschieben ließ. Umzüge sind so ziemlich die einzigen Aufregungen in dieser ansonsten staubtrockenen Berufsödnis. Sie sind regelrechte Abenteuer.

 

Eine Umsiedlung führte den ansonsten das Rheinland bevorzugenden Albers bis ins ferne Brandenburg. Der Gang nach Potsdam muss ihm wie eine Expedition zu den Quellen des Amazonas vorgekommen sein. Für was doch so ein Parteibuch alles gut sein kann.

 

Der Tag, an dem das Politbüro den Parteisekretär zum Hüte sammeln abkommandierte

 

An dem ganzen Skandal, den sich die NRW-SPD und alle ihre angeschlossenen »Flüchtlings«-Hofierer redlich verdient haben, drängt sich der Vergleich mit dem politischen Personalbetrieb der SED in der DDR unabweisbar auf.

 

Die Düsseldorfer Staatskanzlei als die Nomenklatura, also die Riege der wichtigen politischen Namen des Landes NRW; das Kabinett Kraft als das Politbüro, also die Schaltzentrale der Partei; der Generalsekretär Jäger als der direkte Untergebene der Vorsitzenden Kraft; schließlich der Parteisekretär Albers, vom Generalsekretär berufen zum Polizeipräsidenten.

 

Um der sozialistischen Rhetorik gerecht zu werden, hätte man zu Albers' Entlassung in etwa folgenden Text in den, sagen wir mal, vier SPD-Verlautbarungsorganen des WAZ-Konzerns (Essen) erwarten dürfen:

»Der Generalsekretär des Politbüros der SPD in Düsseldorf, Jäger, hat nach Übereinkommen mit der Vorsitzenden Kraft den Parteisekretär Albers am 8. Januar 2016 entlassen. Der Parteisekretär hat sich gut vier Jahre lang für die Sicherheit der Kölner Bevölkerung verdient gemacht und erhält ein auskömmliches Ruhegeld. Der Generalsekretär wird die Nachfolge spätestens bis zum Rosenmontagszug regeln. Für die Bevölkerung besteht keinerlei Gefahr.«

Wenn man so will, wurde Wolfgang Albers vom Politbüro zum Hüte sammeln abkommandiert. Denn tatsächlich, man staune, das Sammeln von Hüten ist Albers' liebstes Hobby. Dafür bleibt ihm ab sofort viel Zeit. Von Herzen sei ihm gegönnt, er möge einen der Original-Panamas aus dem Nachlass von Erich Honecker ergattern. Das Politbüro in Düsseldorf ist doch sicher gerne behilflich. Schließlich ist die Nomenklatura ihrem politisch korrekten Genossen noch einiges schuldig.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

.

Ergänzende Beiträge zu diesem Thema

Polizeibericht zu Köln: »Respektlosigkeit, wie ich sie in 29 Dienstjahren noch nicht erlebt habe«

Redaktion

Der interne Polizeibericht (Einsatzerfahrungsbericht) eines in der Silvesternacht in Köln eingesetzten Polizeibeamten der Bundespolizei offenbart das erschreckende Ausmaß einer langjährig verfehlten Politik in vielen Bereichen. Die KOPP Redaktion veröffentlicht das »Dokument des Grauens« in vollem Umfang unkommentiert.  mehr …

Übergriffe auf Frauen in Köln: Interview mit dem NRW-Chef der Polizeigewerkschaft Erich Rettinghaus

Redaktion

Nach den massiven Übergriffen auf Frauen in der Silvesternacht rund um den Kölner Hauptbahnhof durch Tätergruppen vornehmlich nordafrikanisch-arabischer Herkunft sind bereits mehr als 100 Anzeigen von Opfern bei der Polizei eingegangen. Bislang konnten 16 Tatverdächtige ermittelt werden. Selbst Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) hat  mehr …

Personaldaten unter Verschluss: Doch Flüchtlinge unter den Tätern von Köln?

Torben Grombery

Nach den gravierenden Übergriffen auf Frauen in der Silvesternacht in Köln durch Tätergruppen nordafrikanischer und arabischer Herkunft haben Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker und Polizeipräsident Wolfgang Albers in einer gemeinsamen Pressekonferenz unisono erklärt, dass es keinerlei Hinweise auf Flüchtlinge als Tatverdächtige gebe. Dem  mehr …

Wer diesen Artikel gelesen hat, hat sich auch für diese Beiträge interessiert:

Platzmachen für Flüchtlinge: Deutsche Mutter lebt mit zwei Kleinkindern im Asylantencontainer

Torben Grombery

Die Nachrichten im linksgrünbunten Deutschland werden nicht nur seit den brutalen Übergriffen auf Frauen in der Silvesternacht immer unfassbarer und abstruser. Jetzt wurde bekannt, dass eine junge Mutter mit ihrem dreizehnmonatigen Sohn und ihrer zweieinhalbjährigen Tochter seit neun Monaten in einem Flüchtlingscontainer leben muss – ohne  mehr …

Polizeibericht zu Köln: »Respektlosigkeit, wie ich sie in 29 Dienstjahren noch nicht erlebt habe«

Redaktion

Der interne Polizeibericht (Einsatzerfahrungsbericht) eines in der Silvesternacht in Köln eingesetzten Polizeibeamten der Bundespolizei offenbart das erschreckende Ausmaß einer langjährig verfehlten Politik in vielen Bereichen. Die KOPP Redaktion veröffentlicht das »Dokument des Grauens« in vollem Umfang unkommentiert.  mehr …

Die Wahrheit: Sex-Mob schon lange auch in Hallen- und Freibädern aktiv

Udo Ulfkotte

Nicht nur Bundesjustizminister Heiko Maas behauptet, die Kölner Übergriffe seien »abgestimmt oder vorbereitet« gewesen. Und natürlich eine »völlig neue Dimension« und absolut überraschend gekommen. Das ist merkwürdig. Denn warum schaut die Politik bei den seit Jahren systematisch erfolgenden bundesweiten migrantischen Sexmob-Attacken in unseren  mehr …

Deutschland: Das Ende des Rechtsstaates

Udo Ulfkotte

Innerhalb weniger Monate hat Deutschland alles aufgegeben, was für einen demokratischen Rechtsstaat charakteristisch ist. Wer offen darüber spricht, der wird angefeindet.  mehr …

Werbung

Mekka Deutschland

Pechschwarze Scharia statt »buntem« Multi-Kulti

Detailliert und ohne Rücksicht auf die Denkverbote der Politischen Korrektheit beschreibt Bestsellerautor Udo Ulfkotte, wie Europa zu einer Kolonie des Islam wird. Und alle schauen zu - oder einfach nur weg. In unseren Städten entstehen Parallelwelten, in denen der Koran regiert. Unglaubliches geschieht in Deutschland, Österreich und vielen anderen europäischen Ländern. Doch darüber zu sprechen ist tabu.

mehr ...

Newsletter-
anmeldung!
Hier erhalten Sie aktuelle Nachrichten und brisante Hintergrundanalysen
(Abmeldung jederzeit möglich)

Sie kommen! Der Flüchtlingsansturm über das Mittelmeer

KOPP EXKLUSIV – Jetzt bestellen

Brisante Hintergrundanalysen wöchentlich exklusiv nur bei uns.

Keine Toleranz den Intoleranten

Warum Political Correctness der falsche Weg ist!

Schweinefleisch verschwindet aus Schulküchen, die Moschee von der Seifenpackung - die Selbstzensur des Westens treibt absurde Blüten. Wir verschließen den Blick vor der Tatsache, dass immer mehr antisemitisch motivierte Straftaten von Muslimen begangen werden. Wenn wir mit der falsch verstandenen Toleranz, den faulen Kompromissen, der bedingungslosen Political Correctness und der Selbstzensur nicht aufhören, verlieren wir unsere Freiheiten. Der Westen muss die eigene Geschichte, die bei Aristoteles beginnt und bei Voltaire nicht endet, neu entdecken. Er muss den Mut aufbringen, seine Prinzipien entschlossen zu verteidigen.

mehr ...

Katalog – Jetzt kostenlos bestellen

Bestellen Sie unseren Katalog kostenlos und unverbindlich.