Mittwoch, 24. Mai 2017
19.06.2016
 
 

Nach 300 Jahren kommt es ans Licht: Immanuel Kant war der Urvater der Antifa

Heinz-Wilhelm Bertram

Am 22. April 2024 jährt sich der Geburtstag des Königsberger Philosophen Immanuel Kant zum 300. Mal. Das linke Establishment hat bereits seine Arbeit für die öffentlichkeitswirksame Präsentation aufgenommen. Schlimmes ist zu befürchten: Ersten konzeptionellen Entwürfen zufolge soll Kant nämlich EU-gerecht modernisiert und auf links frisiert werden. Vermutlich war er der Urvater der Antifa.

 

Die gegenderte Bibel, ein Machwerk feministischer Extremisten, ist bereits bedrohlich nah: Im Oktober, kurz vor dem 500. Jubiläum von Martin Luthers Thesenanschlägen, wird sie erscheinen. Wir dürfen uns schon heute auf neue Erkenntnisse aus der Gender-Bastelstube freuen. Gewiss wird dann die Mösin statt Moses vom Berg Horeb herabsteigen, und mit großer Wahrscheinlichkeit wird das Christakind von Maria und Josefine einem Reagenzglas im Stall zu Bethlehem entspringen.

 

Die linke »Wissenschafts«-Guerilla ist damit natürlich längst nicht zufrieden. Und so kommt es, wie es kommen musste: Der Nächste bitte! Er heißt Immanuel Kant (1724–1804). Den großen Philosophen der Aufklärung wollen die linken Verschlimmbesserer nun ebenfalls auf links waschen und durch ihre ideologische Mangel drehen.

 

Nichts anderes lässt vermuten, was kürzlich – ganz regierungsoffiziell, also Merkel-überwacht – im Deutschen Historischen Museum zu Berlin begann. Da trafen sich 200 Personen aus den links projektionierten Ressorts Politik, Kultur und Wissenschaft, um die inhaltliche Gestaltung des Jubelfests im Jahr 2024 zu diskutieren. Acht Jahre Vorlaufzeit also für jenes Datum, an dem das Königsberger Denkgenie seinen 300. Geburtstag feiern würde. Da können in aller Ruhe das Leben und sämtliche Schriften des Philosophen auf den Kopf gestellt und tüchtig eingegendert werden.

 

Kant hat jetzt den Weg der »Flüchtlinge« mitzugehen

 

Die Indienstnahme Kants durch die schwarz-rot-grüne sozialistische Nomenklatura wird allein durch die Federführung der Staatsministerin für Kultur und Medien Monika Grütters (CDU) gewährleistet. Sie residiert im Kanzleramt im achten Stock, sogar eine Etage über Merkel!

 

Dass es im Jahr 2024 nur sekundär und zu einer objektiven Würdigung Kants, primär zu einer Zurechtrückung und »Richtigstellung« durch die Berliner Schreibwache kommen wird, brachte Frau Grütters, »Merkels Frau fürs Kultivierte« (Morgenpost), unmissverständlich zum Ausdruck: Das Kant-Jubiläum soll demnach dafür herhalten, »auch die aktuellen Herausforderungen in der Weltpolitik einzuordnen und Kurs zu halten auf unserem europäischem Weg – einem Weg des Friedens, der Demokratie und der Menschenrechte«.

 

Kurs halten »auf unserem europäischen Weg«. Das ist – wie denn anders? – der Weg, den die »Flüchtlinge« gehen, der Weg in die Auflösung der Nationalstaaten zugunsten multiethnischer Gesellschaftsgefüge ohne vereinendes Geschichts- und Kulturbewusstsein. Der Weg der Zerschlagung der abendländisch-christlichen Kultur, Werte und Traditionen, die von den linken Kaputtmachern gar nicht schnell genug gelöscht werden können und für immer aus der Erinnerung Nachwachsender verschwinden sollen. Erst in Lethes Reich des Vergessens sind die linken Geistchirurgen an ihrem Ziel. Kant und sein Werk werden zum 300. Geburtstag für Merkels Umbau der Gesellschaft in die große grüne DDR herhalten müssen.

 

Die linke Regierung wünscht sich jetzt »Staatskünstler«

 

Dass die ewig lächelnde Frau Professor Grütters es ernst damit meint, Kant für politische Zwecke vorzuspannen, verdeutlicht ihre Äußerung gegenüber der Morgenpost im Jahr 2014, als sie über Künstler sprach: »Ich möchte erreichen, dass sich das Ästhetische und das Politische versöhnen. Beide Milieus brauchen einander.«

 

Als ob es nicht schon vor kniefälligen linken »Kulturschaffenden« wimmeln würde, die die Merkel-Order propagandistisch eins zu eins weiterleiten, geradezu so, als hätten sie Anschauungsunterricht bei ihren willfährigen Vorgängern zwischen 1933 und 1945 genommen.

 

Der Künstler wirbt jetzt also für die Regierung! Er ist nicht nur »Kulturschaffender«, nein, er ist jetzt »Staatskünstler«. Mit Bezug auf das Kant-Jubiläum dürfen wir uns das etwa so vorstellen:

 

In Leipzig gibt es den Maler Michael Fischer-Art. Er bemalt die Wände ganzer Häuser. Ein Staatskünstler, wie ihn sich eine Staatsministerin von Merkels Gnaden nur wünschen kann. Fischer-Art ist bekennender Freund der »Flüchtlinge«, wollte schon mal »Asylcontainer« für ein »Flüchtlings«-Dorf bemalen. Das klappte leider nicht.

 

Der Traum der Linken wird wahr: Kant doziert vor der Antifa

 

Dafür malt er jetzt Immanuel Kant: Der große Denker hält in der linken Wagenburg »Rote Flora« zu Hamburg eine Lesung vor der Antifa: Kritik der reinen Pfeffersprays im Einsatz gegen Pegida-Rollifahrer. Der Kreis der Hörer ist überschaubar; es wurde Mitschreibfähigkeit verlangt. Wer genau hinsieht, erkennt unter den Rezipienten einen gelockten Jüngling: Friedrich Schiller! »Refugees welcome« ist auf seinem T-Shirt zu lesen. Fischer-Arts Nebenbotschaft: Schillers »Räuber« waren Vorläufer der Antifa!

 

Mit meisterhaftem Strich porträtiert der Staatskünstler den berühmten Königsberger als geistigen Urvater der Antifa. Als wahren Europäer, dessen Schriften der von den Altparteien gesteuerten Antifa-Miliz schlagkräftige Argumente liefern. Ganz hingerissen, lässt sich die Kanzlerin zum Erwerb des Gemäldes anmelden. Sie hat Pech: Es handelt sich um eine vom Steuerzahler finanzierte Auftragsarbeit von Bundesjustizminister Heiko Maas.

 

In etwa diesem Lichte dürfen wir uns Immanuel Kant vorstellen, den uns die Bundesregierung für das Jahr 2024 basteln wird. Was kann im Zeitalter gravierender Rechts- und Verfassungsbrüche, des geradezu totalitär aufgezwungenen Volksaustauschs, der Kultur- und Werteabschaffung, der Ablehnung von Strebsamkeit und Erfolg, der Nivellierung schulischen Lernniveaus und der Zweiklassengesellschaft vor Gericht noch übrig bleiben von einem der bedeutendsten Philosophen des Abendlandes, dessen Ethik um den Grundsatz kreist: »Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde.«

 

Geld für die konservativen Kantianer – zum »Kampf gegen Rechts«

 

Wie werden die Geistverbieger den Spagat schaffen, dass Kant ein tiefgläubiger, das Seelenheil suchender Mensch war, der jedoch niemals jener dogmatischen Religion anhing, wie sie heute die Bedford-Strohms, Woelkis und Marxens als kirchliche Polittechnokraten pro »Flüchtlinge« und gegen das eklatant zurückgesetzte eigene Volk predigen?

 

Wie wird die Kanzlerin Kants größte Lauterkeit der Gesinnung, seine strengste Wahrhaftigkeit und Pflichttreue in einer Zeit linker Moraldiktatur darstellen lassen, die den größten Lumpen als dem unbescholtenen und gottgefällig Strebenden moralisch gleichwertig klassifiziert, die Wahrhaftigkeit mit Lügenhaftigkeit, Doppelzüngigkeit und Skrupellosigkeit verwechselt und Pflichttreue für eine Zumutung hält? Mama Moslem, routiniert in allerlei Rechtsbrüchen, wird es richten! Und wehe, unter den mutmaßlichen Verfassern der Festschriften fänden sich ein paar redliche konservative Wissenschaftler, die Kant dem Kontext der »Flüchtlings«-Invasion und »unserem europäischen Weg« zu entreißen sich erdreisten. Dann schnipst Staatsministerin Grütters mit den Fingern, Manuela Schwesig (SPD) tritt herein und verteilt aus dem großen roten Koffer Geldbündel für den »Kampf gegen Rechts« an die Abtrünnigen.

 

 

 

 

 

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