Sunday, 29. May 2016
15.07.2015
 
 

PEGIDA lebt! Die Bewegung ruft zum Kaufstreik jeden Mittwoch auf

Heinz-Wilhelm Bertram

Am 13. Juli ist sie wieder marschiert, die Freiheits- und Bürgerbewegung PEGIDA. Über 3000 Teilnehmer dürften auf dem Dresdner Altmarkt dabei gewesen sein. Allerdings unterstützen sich die örtlichen Veranstaltungen den Sommer über gegenseitig.

 

Auch in vielen anderen Städten gibt es kaum Ermüdungserscheinungen. Politisches Establishment und Märchen-Mainstream sind bestürzt: Die Totgesagten sind quicklebendig – auch wenn sie totgeschwiegen werden.

 

In Dresden rief Tatjana Festerling zum bundesweiten »Kaufstreik am Mittwoch« auf. An diesem Tag solle man »absolut nichts mehr kaufen. Alles, was ihr zum Leben braucht, könnt ihr schon am Dienstag kaufen. Stellt euch vor, jeden Mittwoch wäre gähnende Leere in den Konsumtempeln. Lasst uns den Mittwochs-Streik ins ganze Land tragen.«

 

Im Juni hatte die gebürtige Hamburgerin bei den Dresdner Oberbürgermeisterwahlen aus dem Stand 9,6 Prozent erreicht. Zum zweiten Wahlgang empfahl sie den Pegidianern, für FDP-Mann Dirk Hilbert zu votieren. Das Ziel, die ultrarote sächsische Wissenschaftsministerin Eva-Maria Stange zu verhindern, ging prompt auf. »Wir mussten diese dicke Kröte schlucken«, erklärte sie.

 

Die Kröte war deshalb so dick, weil Hilbert die Pegidianer zuvor als »Rassisten« verunglimpft hatte.

 

Festerlings 9,6 Prozent waren für viele schwarz-rot-grüne Umvolker und Deutschlandabschaffer ein Schock gewesen. Dresden sei damit die »Heimstatt eines stabilen rassistischen und homophoben Milieus«, pöbelte etwa der sächsische Grünen-Politiker Johannes Lichdi. Das klang, als sei der sich rasant ausbreitende Islam, der im Zentrum der PEGIDA-Kritik steht, eine Rasse. Welch ein Zeugnis über das Denkvermögen grüner Landtagsabgeordneter.

 

Dümmlich-naive Kommentare des Mainstreams

 

Mit mehr als 25 000 Menschen hatte die Freiheitsbewegung am 12. Januar ihren Höhepunkt erreicht. Die sinkende Teilnehmerzahl wurde von den Märchenerzählern des Mainstreams vielfach schon als das Ende der Bewegung gefeiert. Einen an Borniertheit und Blauäugigkeit kaum zu überbietenden Kommentar leistete sich beispielsweise der linkspopulistische Spiegel Online.

 

Der Verfasser von »Danke, PEGIDA, das war's!« zählt zu jenen schreibenden Sandmännchen, die der Öffentlichkeit feinkörniges Schlafmittel in die Augen zu streuen versuchen.

 

Denn nicht mit den Füßen, sondern mit dem Stift in der Hand wird das Stimmkreuz gezeichnet. Entscheidend ist, was PEGIDA in den Köpfen der Bürger verankern konnte. Die 9,6 Prozent Stimmanteil für PEGIDA-Frau Festerling bei der Dresdner OB-Wahl besagte, dass genau 21 306 Menschen für sie gestimmt hatten. »Angesichts des zuletzt deutlich nachlassenden Zulaufs zu den PEGIDA-Kundgebungen hatten nur wenige mit so einem Zuspruch gerechnet«, schrieb dazu Die Welt.

 

Das vermeintliche Ende war nur billiges Wunschdenken

 

Daran wird deutlich, dass die vereinten Märchenmedien das publizieren, was sie an politischen Zuständen gerne hätten – nämlich dass PEGIDA von der Bildfläche verschwindet. Mit der Wahrheit braucht man es dann nicht mehr so genau zu nehmen.

 

Denn schließlich wissen die belehrungspathologischen Märchenerzähler nicht nur, was für die Menschen das Beste ist. Auch halten sie ihre Leser scheinbar für so dumm, dass sie sogar glauben, aufgrund ihrer mit Political Correctness geschmückten orientalischen Märchen würden die Pegidianer dann doch noch schnell ihr Kreuzchen einem der schwarz-rot-grünen Islamisierungseiferer schenken.

 

Der Effekt, dass sich die Bürgerbewegung in den Köpfen vieler Menschen positiv verfestigt hat, soll genutzt werden: Bei den 2016 stattfindenden vier Landtagswahlen in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern will PEGIDA mit Direktmandaten in die Landtage einziehen.

 

Für unser Sandmännchen von Spiegel Online hat nun der Politikwissenschaftler Hans Vorländer von der TU Dresden gar keine schöne Nachricht: Dass Festerling so viele Stimmen erhielt, »bestätigt den Eindruck, dass die Demonstrationen zwar geringer werden, das dahinterliegende Problem aber nicht verschwindet«, sagte der Politologe der Welt. Die PEGIDA-Kundgebungen seien mithin nur »die Spitze des Eisbergs«. Unter dieser Prämisse sind die PEGIDA-Spaziergänge zu betrachten.

 

Interessant übrigens, dass der Politikwissenschaftler Werner J. Patzelt sich seit Längerem auffällig zurückhält mit Medienauftritten. Patzelt, der sich stets wohltuend neutral zu PEGIDA geäußert hatte, soll Uni-intern gehörig zur Raison gerufen worden sein.

 

LEGIDA hat sachsenweit ein Netzwerk aufgebaut

 

Neben Dresden ist auch der »LEGIDA«-Ableger in Leipzig nicht totzukriegen. Dort also, wo sich die Rathausparteien unter Führung von Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) mit der gewalttätigen linken Szene gemein gemacht haben. In Jungs Ägide wurde der entartete Mob sorgsam gezüchtet und genießt Narrenfreiheit bis hin zum Zusammenbruch der öffentlichen Ordnung.

 

Dem Polizeipräsidenten Merbitz, früher Major bei Honeckers Prügelhorde, der Volkspolizei, gefällt das offenbar. Er lässt seine Untergebenen lieber mannhaft »gegen rechts« kämpfen, als Autoabfacklern, Brandsatz- und Steinewerfern zuzusetzen.

 

Kniefällig spielt auch die Regimepresse mit. Die LEGIDA-Organisatoren haben die Nase von den örtlichen Medien voll: »Aufgrund unvollständiger, unsachlicher und parteiischer Berichterstattung durch eine Mehrzahl der Medien wird die Bürgerbewegung LEGIDA (…) keinerlei Interviews oder Kommentare mehr abgeben«, heißt es auf ihrer Internet-Seite.

 

Inzwischen hat der Dresden-Ableger sachsenweit etliche Projekte eingefädelt. Mit zahlreichen Städten wurde ein Netzwerk geschaffen. Es dient nicht nur der Aufklärung, sondern initiiert Bürgerbegehren und -entscheide.

 

Auch in Berlin geht’s bei »Bärgida« regelmäßig auf die Piste. Bei einem der letzten Protestmärsche in Moabit freuten sich die Lügenmedien über viele Deutsche unter Ausländern in den Reihen der Gegendemonstranten. Sie alle würden sicher gerne noch viel mehr Steuern für bildungsabgeschnittene Asylforderer aus Afrabien zahlen.

 

Ob dorthin demnächst auch ausländische wissenschaftliche Mitarbeiter der TU Dresden fliehen? Die Süddeutsche Zeitung ist in großer Sorge: »Wissenschaftler aus dem Ausland fühlen sich in der Stadt nicht mehr sicher. Und wollen gehen.« SZ-Schriftleiter Heribert Prantl, der Che Guevara mit Schreibmaschine, wird die Armen gewiss schon bald aus den Händen der mit unzähligen Leopard-2-Panzern vorrückenden PEGIDA-Miliz befreien.

 

Sobald er mit der Lektüre von Roger Köppels Bericht »Flüchtlinge: Grenzenloser Leichtsinn« durch ist, kommt er auch schon um die Ecke.

 

Köppels Bericht ist eine Replik auf Prantls zuvor erschienene Streitschrift »Im Namen der Menschlichkeit«. Köppels Antwort ist eine Ohrfeige für einen den Marxismus inhalierenden Oberutopisten, der »zuerst bei sich selbst anfangen und Flüchtlinge bei sich zu Hause aufnehmen« soll (Köppel).

 

Fazit

 

PEGIDA lebt und hat mehr Rückhalt, als dies dem Märchen-Mainstream recht sein kann! Es gibt eine Fülle von vitalen örtlichen Organisationen in ganz Deutschland. Es ist aber primär der mehrheitlich unsichtbare Teil, der dem schwarz-rot-grünen Establishment und dem Kartell der Einheitsmedien schwer zu schaffen macht. PEGIDA ist es gelungen, einen festen Platz im Bewusstsein eines respektablen Bevölkerungsanteils erobert zu haben.

 

 

 

 

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Leser-Kommentare (45) zu diesem Artikel

22.10.2015 | 12:08

Gast

Deutschland hat sich doch arg verändert. Am liebsten wäre mir es wäre alles wieder wie vorher (vor 2005). Das wäre schon mal ein kleiner Schritt in die richtige Richtung, aber welche Partei würde so vernünftig sein die alte Ordnung wieder herzustellen und diesen Euro-Wahnsinn abzuschaffen?


21.09.2015 | 21:20

Caramella

Ich lese gerade die Kommentare und stelle fest, das schon ein konsumfreier Mittwoch gefordert wird. Ich bin dabei. Das sich die Sachsen wieder mal als Vorreiter für eine Protestwelle erweisen, wie vor 26 Jahren schon einmal, mein Respekt. Welch traurige Ironie, dass genau 26 Jahre später wieder eine Protestwelle von Sachsen aus das Land überrollen wird(hoffentlich). Dann können wir zeigen, ob wir wirklich ein Volk sind und zusammengehören oder ob wir eine der vielen...

Ich lese gerade die Kommentare und stelle fest, das schon ein konsumfreier Mittwoch gefordert wird. Ich bin dabei. Das sich die Sachsen wieder mal als Vorreiter für eine Protestwelle erweisen, wie vor 26 Jahren schon einmal, mein Respekt. Welch traurige Ironie, dass genau 26 Jahre später wieder eine Protestwelle von Sachsen aus das Land überrollen wird(hoffentlich). Dann können wir zeigen, ob wir wirklich ein Volk sind und zusammengehören oder ob wir eine der vielen hochentwickelten Kulturen werden, die an ihrer eigenen Trägheit und Unbeweglichkeit zugrunde gehen.


06.08.2015 | 23:17

KeityNokke

Liebe Pegida, ich lebe weit weg und bekomme persöhnlich wenig Wind von euch... Mein Problem ist, dass ich zwar die Doppelmoral der Medien/Politik in Deutschland verstehe und auch in der Familie (Niedersachen/Badenwürtemberg) gibt es Besorgnis über die Politik in Deutschland.. Es fällt mir jedoch schwer, andere davon zu überzeugen, welche zu sehr von Medien beeinflusst sind. Wenn ich zum Beispiel wieder mal Schwachsinn im Radio höre und ein Arbeitskollege dabei ist... Die meisten...

Liebe Pegida, ich lebe weit weg und bekomme persöhnlich wenig Wind von euch... Mein Problem ist, dass ich zwar die Doppelmoral der Medien/Politik in Deutschland verstehe und auch in der Familie (Niedersachen/Badenwürtemberg) gibt es Besorgnis über die Politik in Deutschland.. Es fällt mir jedoch schwer, andere davon zu überzeugen, welche zu sehr von Medien beeinflusst sind. Wenn ich zum Beispiel wieder mal Schwachsinn im Radio höre und ein Arbeitskollege dabei ist... Die meisten sind natürlich hochgradig mit Bildern und Vorurteilen aus den Medien vorbelastet. Wenn man das falsche Wort sagt, kann man schon unten durch sein. Versuche dafür wage ich nicht, weil ich mich einfach nciht genug auskenne. Kennen tue ich das von Gesprächen mit Vertrauten, wenn ich manchmal einfach nicht überzeugen kann. Natürlich bin ich auch nicht der mutigste, was aber ein Vorteil sein kann, denke ich. Was mir persöhnlich weiterhelfen würde, sind gute Aufklärung zum Nachlesen und eventuell Vorlagen/Pläne um gezielt gegen angenommene geäußerte Vorurteile argumentieren zu können. Auch Phrasen können helfen; so gibt es sie ja gehäuft von der Opposition. p.s. Den Kommentar über Australienseinwanderung, diejenigen hereinzulassen, die es auch brauchen, und keine 16-30 jährigen Männer hat mir sehr gefallen, das ist wirklich intelligent und trotzdem human.


06.08.2015 | 23:01

KeityNokke

Gewaltfrei gegen GlaubensKRIEGE. Frau Merkel soll mir bitte mal erklären, was daran hetzend ist? Es ist doch eher löblich. Was für Menschen sitzen da bloß oben, die bewusst diese Tatsachen verdrehen und lieber Kriege unterstützen? Das Luxushaus und der Sitz in Hawai sind doch nichts gegen das schlechte Gewissen, das die haben müssen.


06.08.2015 | 22:54

KeityNokke

Es ist sehr auffällig, wie die Politik und sämtliche Medien, die Tatsachen (immer) völlig verdrehen. Frau Merkel ist gegen Hetze, doch was passiert denn in den Medien gegen Pegida? Wo doch die Politik kritisiert wird, und keine Menschen. Von daher ist es erschreckend wie die Politik in Deutschland ständig mit verdrehten Tatsachen davon kommt. Natürlich nicht überraschend Medien verdrehen das Denken komplett: https://www.youtube.com/watch?v=ic0RZeoNlt8 (kurz) Die Politik ist...

Es ist sehr auffällig, wie die Politik und sämtliche Medien, die Tatsachen (immer) völlig verdrehen. Frau Merkel ist gegen Hetze, doch was passiert denn in den Medien gegen Pegida? Wo doch die Politik kritisiert wird, und keine Menschen. Von daher ist es erschreckend wie die Politik in Deutschland ständig mit verdrehten Tatsachen davon kommt. Natürlich nicht überraschend Medien verdrehen das Denken komplett: https://www.youtube.com/watch?v=ic0RZeoNlt8 (kurz) Die Politik ist letztlich verantwortlich für die Kriege im Osten, Finanizierung/Waffengeschenke.. Die USA=Israel finanzieren sich den Krieg mittels Deutschland mit Leichtigkeit. ..


22.07.2015 | 21:47

Joachim

Jetzt hat die Redaktion der TITANIC den Bogen aber überspannt. Auch der Dümmste wird jetzt merken, dass Pegida, Bachmann und Festerling eine Erfindung des Satiremagazins sind. Kaufstreik am Mittwoch - auf so eine irre Idee muss man erstmal kommen. Und um noch einen drauf zu setzen, sollen Handwerker und Einzelhändler verschont werden. Die gibt es in den ausgestorbenen ostdeutschen Kleinstädten doch ohnehin schon lange nicht mehr.

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