Donnerstag, 8. Dezember 2016
06.02.2016
 
 

Polittalk: Die linken Welterklärer sind rasiert, die Altparteien zerlegen sich selbst – bis Frauke Petry kam

Heinz-Wilhelm Bertram

Im vergangenen Jahr malträtierten uns die »Talkrunden« noch mit linken Erklär-Bären, die uns über das Igittigitt auf der Straße namens PEGIDA ins Licht setzten sollten. Endlich sind wir sie los und die »Größen« der Altparteien können sich in den scheindemokratischen Debattenbuden selbst disqualifizieren. Alles spielte der AfD in die Hände – bis ausgerechnet deren Sprecherin dem Selbstläufer ein Ende setzte.

 

Erinnern Sie sich noch an die Talkshows im frühen PEGIDA-Stadium? Da saß doch als »Experte« ein Mann mit orangefarbenem Irokesenstreifen auf dem kahlen Haupt in den fast immer überflüssigen Plauderrunden: Sascha Lobo. War der Digital-Irokese verhindert, sprang sein kahlköpfiges Ebengesicht ein, allerdings ohne Iro-Streifen: Olaf Sundermeyer, der »Experte für Rechtsextremismus« mit den ewig verkniffenen Augen.

 

Und dann war da noch Andrea Röpke. Die sah man weniger, hörte sie aber umso mehr bei den Rotfunkern vom Deutschlandradio, von NDR und WDR. Natürlich als »Experte für Rechtsextremismus«. Pardon, vermutlich als »Expertin«. Wir wollen hier nicht untergendern.

 

Ist Ihnen schon aufgefallen, dass diese drei nicht mehr da sind? Fast unbemerkt sind sie verschwunden von der Mattscheibe. Okay, bei Röpke war das vorhersehbar. Sie hat so viele Preise geerntet für ihren todesmutigen Einsatz gegen den »Rechtsextremismus«, dass fast zu befürchten ist, sie könnte inzwischen erschlagen worden sein von der Masse ihrer Blechorden. Der schwere Karton auf der Schrankwand kommt ins Rutschen, schon ist‘s passiert. Allerdings besteht auch bei ihr, wie bei ihren zwei männlichen Mitstreitern, ein Restverdacht, dass sie den Ansprüchen der Staatsfunker von ARD, ZDF samt angeschlossener Funkhäuser nicht mehr Genüge leisten.

 

Eine »Hofnarrenschule« für biegsame Gutmenschen-Lehrlinge

 

Alle drei sind Schreiberlinge. Das klingt nicht gerade nett. Soll es auch nicht. Und zwar deshalb, weil sie der Mode hinterherschreiben, der Mode des Mainstreams. Es ist »in«, zum politisch verordneten linken Mainstream zu gehören, »knorke«, wie man früher sagte, »cool«, wie es heute heißt. Es macht alles so einfach.

 

Wer als Systemjournalist auf die bequeme Tour nach oben gelangen will, muss nur brav im Strom mitschwimmen, also politisch auf links gebürstet sein. Dann schilt man irgendwen einen »Nazi« – und schon hagelt es Journalistenpreise. Schon sitzt man für ein in der Regel schönes Antrittsgeld in den Plauder-Shows von ARD und ZDF, schon hat man einen Buchvertrag in der Hand.

 

Obwohl diese Tour wirklich billig ist, schafft es nicht jeder unter den Angepassten. Deshalb hat sich die Deutsche Bischofskonferenz etwas Besonderes ausgedacht. Mit dem »Institut zur Förderung publizistischen Nachwuchses« hat sie eine hauseigene Ausbildungsstätte geschaffen, die »journalistische Hofnarren« für die gefällige Systemverwendbarkeit züchtet. »Journalistische Hofnarren«, so nennt Udo Ulfkotte in Die Asyl-Industrie (S. 212f.) die biegsamen Gutmenschen-Lehrlinge. Absolventen dieser Schule sind unter anderem der publizistische Obereinwinker für »Flüchtlinge«, Heribert Prantl (Mitglied der SZ-Chefredaktion), und Bettina Schausten, Leiterin des ZDF-Hauptstadt-Studios.

 

Warum aber lädt der Staatsfunk unsere drei so reibungslos kompatiblen Systemjournalisten nicht mehr ein?

 

Die linksdrehenden Nervensägen waren nur Kanonenfutter

 

Lobo, Sundermeyer und Röpke haben ihre Zeit gehabt. Es waren die Monate, als die Mainstream-Medien, aber auch alle systemkonformen Einrichtungen und Einzelpersonen bestürzt registrieren mussten, dass PEGIDA nicht von der Straße zu bringen war. Für die öffentliche Dämonisierung der Bürgerbewegung mussten erst einmal Erklär-Bären aus dem nicht-institutionellen Bereich her.

 

Genau genommen erklärten sie gar nicht, sondern legten aus. Mit ihren derben Brüchen in ihren Lebenslinien wie mehrmaligem Studienabbruch (Sundermeyer) oder trotzigem Widerwillen gegenüber genormten Studiengängen (Lobo), mindestens aber borstiger Linksverortung (Röpke) waren sie genau die Richtigen, um wenigstens schon mal ein grobes Bild des Igittigitts da auf der Straße zeichnen zu können, ohne dass die Edelanalytiker, ausgestattet mit dem Segen amtlicher Kraft, gleich verpulvert werden mussten. Lobo, Sundermeyer und Röbke waren Kanonenfutter.

 

Der Begriff des »Latenznazis« (Lobo) ward geboren; vermutlich bedeutet er, dass die Reinkarnation jedes PEGIDA-Spaziergängers zwangsläufig im Beruf des Lagerkommandanten enden wird; Sundermeyer will »mit vielen, vielen PEGIDA-Leuten gesprochen« haben, vermutlich todesmutig mit Ü80-Greisen; Röpke, »ausgewiesene Kennerin der (rechtsextremistischen d. Red.) Szene« (Focus) sah alle dem Herrschersystem Angehörenden in der Pflicht, sich gegen den Begriff der »Lügenpresse« zu wehren. So getroffen waren auf einmal die Etablierten und ihre Steigbügelhalter, so kalt hatte PEGIDA und bald auch die AfD mit ihren Stakkati die Systemgünstlinge erwischt.

 

Seit der Kölner Silvesternacht ist alles anders. Die Übergriffe des ausländischen Sexmobs führten dazu, dass die zwangsfinanzierten Staatssender ARD und ZDF andere Kaliber in ihren Propagandastuben in Stellung bringen mussten. Die stereotypen Einlassungen der drei linksdrehenden Nervensägen reichen nicht mehr aus.

 

Die SPD berichtet aus ihrem ideologischen Wolkenkuckucksheim

 

Seither hocken in den scheindemokratischen Debatten neben den altbekannten Politdinos frisch geschlüpfte Absolventen aus den Islam-Wissenschaften, die wundersamerweise schon »Experten« sind und unaussprechliche Namen haben. Hinzu gesellen sich Vorstände von Fluchthilfe-Ratgeberverbänden und Betroffenheitsathleten von Islam-Vereinen; Kirchen, Gewerkschaften und Sozialverbände bieten ihre präsidialen Schwergewichte auf.

 

Egal, wer sie sind, wo sie herkommen, was sie sagen, sie alle haben eines gemeinsam: Sie versuchen, uns die fortdauernden Gesetzesbrüche des Merkel-Regimes als Bagatelldelikte zu verkaufen, ziehen einen Strich unter diese Behauptung und bilanzieren: Deutschland braucht noch viel mehr »Flüchtlinge«.

 

Sie bieten die letzten Reserven auf. Mit Kauder, Laschet und Strobl laden sie die persönliche Schutzgarde der in Umfragen dramatisch abschmierenden Kanzlerin ein. Die SPD schickt Schnellredner Stegner ins Rennen, damit er uns das Neueste aus dem ideologischen Wolkenkuckucksheim der abgetakelten Partei berichte. Proteste von der Basis, die Masse der »Flüchtlinge« überfordere die Stadt, werden, wie in Essen geschehen, von Ministerpräsidentin Kraft persönlich brachial niedergemacht (Junge Freiheit Nr. 6, S. 5).

 

Petry wird Fitnesstrainerin für Schäuble, Gabriel und Co.

 

Nicht nur die Genossen, vor allem die Bürger schlagen die Hände über dem Kopf zusammen – und laufen weg, viele zur AfD. So etwas nennt man Autolyse, Selbstzersetzung. Man braucht die SPD-Granden – Gabriel, Maas, Oppermann, Stegner, Kraft – nur reden zu lassen, am besten während der gesamten Talkrunde. Dann ist die SPD ganz schnell erledigt. Finanzminister Schäuble (CDU) perfektionierte die Sogwirkung in Richtung AfD sogar noch, als er die AfD als »Schande für Deutschland« schalt. Solche Ausfälligkeiten bewirken heute eher das Gegenteilige vom erhofften Effekt.

 

Frauke Petry, Sprecherin der Alternative für Deutschland, hat dies bis heute nicht begriffen. Mit ihren überflüssigen Einlassungen zum »Schusswaffengebrauch« an der Grenze hat sie ihrer Partei einen Bärendienst erwiesen. Nicht minder die EU-Abgeordnete Beatrix von Storch, die meinte, noch nachlegen zu müssen.

 

Das war das beste Futter, das sie den abgewrackten Altparteien für den Wahlkampf vor den drei Landtagswahlen am 13. März reichen konnte. Da sind die Parteigrößen, die die Staatssender in ihre Schwafelrunden einlädt, am Ende – und Petry und Storch bauen sie wieder auf, als seien sie ihre persönlichen Fitnesstrainer.

 

 

 

 

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