Tuesday, 30. August 2016
31.01.2016
 
 

Wie kann man Merkels Massenüberfremdung wirksam begegnen?

Heinz-Wilhelm Bertram

Es gibt verschiedene Formen des Widerstands: richtig wählen, Bücher schreiben, Scheingefechte à la Seehofer, eine Busfahrt nach Berlin – und Verachtung. An eine Variante aber hat noch keiner gedacht. Für sie käme nur Horst Seehofer infrage.

 

Während sich Angela Merkel der Dienste ihrer katzbuckelnden Schutzgarde sicher sein darf, proben andere den Widerstand gegen die eigenmächtige Überfremdungspolitik der Kanzlerin. Sie haben es natürlich schwerer. Weil die Politiker der Berliner Einheitsfront und ihre angeschlossenen Funk- und Schreibhäuser keine Argumente gegen sie haben, werden die Rebellen – je nach Rang und Namen – mal mehr, mal weniger diskreditiert.

Die gängigste und bekannteste Variante des Widerstands ist natürlich die Wahl einer Protestpartei. Die Kreuzchen an der richtigen Stelle – das trifft das Establishment auf dem Mandatsweg direkt. Wann immer bei Umfragen die Werte für die AfD steigen, löst das im Lager der Etablierten Sorgen aus, dass dies zum Thema bei den Mairitt & Willners wird.

 

Eine sichere Option ist dies freilich nicht. Unregelmäßigkeiten bei Wahlen haben sich zuletzt gehäuft. Erst im Dezember hatte das Verwaltungsgericht Bremen Manipulationen bei der Auszählung festgestellt. Bei erneuter Zählung erhielt die AfD einen Sitz mehr, die SPD einen weniger.

 

Mit dem in Büchern formulierten Protest ist das so eine Sache. Akif Pirinçci wurde wegen eines von den Mainstream-Medien vielfach falsch wiedergegebenen Zitates bei einer PEGIDAeRede in Dresden in seiner bürgerlichen Existenz vernichtet. Das ist gewollte Racheform des Herrschernetzwerke.

 

Unlängst wurde der Autor Gerhard Wisnewski bei Droemer Knaur vor die Tür gesetzt. Und dass Thilo Sarrazin nach seinem Buch Deutschland schafft sich ab nicht nur publizistisch, sondern mehrmals auch körperlich angegriffen wurde, ist bekannt.

 

Die Scheingefechte Seehofers nervten die Kanzlerin gewaltig

 

Da hat sich Horst Seehofer (CSU) lieber etwas anderes ausgedacht. Der bayerische Ministerpräsident wehrte sich gegen Merkels befohlene Masseneinwanderung, indem er mehrmals mit dem Gang nach Karlsruhe drohte. Vom Bundesverfassungsgericht wollte er Brief und Siegel auf Merkels zu verantwortende Grundgesetzbrüche.

 

Mehr als Schattenboxen und Scheingefechte war dies freilich nicht. Seehofer war stets klar, dass das Verfassungsgericht wegen des weiten Gestaltungsfreiraums der Regierung allenfalls eine Handlungspflicht anmahnen würde – mehr nicht.

 

Doch allein die Ankündigung der Post aus Bayern reizte die Spitzen des Unionspartners bis zur Weißglut. Nicht nur der Herr Kauder, Boss der Schutzgarde der Kanzlerin, war erzürnt. Auch die Kanzlerin war sichtlich genervt von so viel bayerischer Penetranz. Was dem Ministerpräsidenten, ganz nebenbei, so manches anerkennende »Prost« an den Stammtischen eingetragen haben dürfte.

 

Busfahrt nach Berlin: Ein Kunstprojekt des Widerstands

 

Für noch mehr bayerische Hemdsärmligkeit und Originalität steht der Landshuter Landsrat Peter Dreier (Freie Wähler Bayern). Am 14. Januar transportierte er in einem Bus 31 anerkannte syrische Asylbewerber nach Berlin. Grund: Im Landkreis war das Flüchtlingskontingent von 1800 Personen erreicht. Der Bus hielt vor dem Kanzleramt.

 

Jetzt kommt die Frau Merkel und gibt mir eine lichtdurchflutete Acht-Zimmer-Wohnung mit Dachschwimmbad und goldenen Wasserhähnen, dürfte so mancher der Händeaufhalter schon frohlockt haben. Frau Merkel kam aber nicht. Nach einer Hotelübernachtung auf Kosten des Senats ging's am nächsten Morgen für 29 Enttäuschte wieder zurück nach Landshut. Zwei ihrer Landsleute waren in Berlin geblieben.

 

Diese Art von Widerstand gegen Merkels Flüchtlingspolitik grenzt beinahe schon an ein Kunstprojekt. Landrat Dreier hatte die Aktion im Übrigen Frau Merkel beizeiten in einem Telefonat angekündigt.

 

Es ist bedauernswert, dass er das Kunstprojekt auf seiner Internetseite virtuell nicht ausstellt oder wieder vom Netz genommen hat. Er sollte guten Gewissens und mit Rückgrat dazu stehen und nicht vor dem gackernden Mainstream zittrige Knie bekommen. Wo sind wir denn.

 

Eine effiziente Form ist der Widerstand durch Verachtung. Die endgültige Abschaltung des demokratischen Diskurses trifft die daran gewohnten und davon sattsam lebenden Hauptakteure auf der politischen Bühne samt ihrer embedded journalists schwer. Gehasst zu werden für das, was die linke Gutmenschenkoalition von Merkel über Gabriel und Roth bis zu Gysi dem deutschen Volk langfristig zumutet, ginge ja noch.

 

Dies würde, immerhin, noch einen wenn auch schwierigen Dialog ermöglichen. Keines Blickes und keines Wortes mehr gewürdigt zu werden, das ist ein anderes Kaliber. Die Herrschenden fühlen sich verlassen, verletzt. Beendete Liebesbeziehungen machen krank. Da kommt manch einer dann doch zum Nachdenken.

 

Die effizienteste Antwort auf die Deutschland-Zertrümmerer ist Verachtung

 

Es ist dies das Prinzip von PEGIDA. PEGIDA trägt seine Verachtung für die keinen Millimeter weichenden Christentum-Marodeure und Deutschland-Zertrümmerer auf die Straße. Hier wird Verachtung in schlichter plakativ-symbolischer und rhetorischer Einbahnstraßenkommunikation inszeniert – und das ist richtig so.

 

Einem Gegner, der ungefragt mit allen Mitteln und Verbündeten – Mainstream-Medien, Justiz, Kirchen, Gewerkschaften, Sozialverbänden, Antifa – ohne Skrupel die niederzumachen trachtet, die sich gegen die schleichende Islamisierung und die unausweichliche Veränderung der religiösen Statik im Lande zur Wehr setzen, ist nur noch mit Verweigerung des Gespräches beizukommen, bis er sich selbst wieder fair verhält.

 

So gesehen war das jüngste Angebot des Leipziger Ablegers LEGIDA ausgerechnet an Oberbürgermeister Jung, an einem Forum teilzunehmen, ein Kardinalfehler. Jung ist eine Extremausprägung eines -GIDA-Feindes, der sich bei den Berliner SPD-Granden wichtigmachen will. Was, im Ernst, will LEGIDA von einem unverbesserlichen Mini-Demokraten erwarten, der ihnr ihre eigene Demonstration verboten, zeitgleich aber die der bekannt linken Leipziger Schlägerrotten gebilligt hat?

 

Wenn Seehofer die Feuerwehr zum Grenzschutz ruft

 

Aber auch Horst Seehofer kann durchaus noch dazulernen. Vielleicht sollte er Angela Merkel mal damit drohen, er werde in Kürze einen Appell an alle freiwilligen Feuerwehren in Bayern ausrufen, die gesamte bayerische Grenze gegen die »Flüchtlinge« zu schützen. Jede Wette, Tausende würden kommen. Und wo noch ein Loch zu stopfen ist, da würde er, Seehofer persönlich, einen Grenzzaun häkeln. Das sollte er Frau Merkel ruhig mal sagen.

 

Er ist der einzige Ministerpräsident, dem zuzutrauen ist, dass er für solch ein Vorhaben tatsächlich eine Häkelmaschine besitzt. Und auch anwirft.

 

 

 

 

 

 

 

 

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