Thursday, 28. July 2016
20.03.2016
 
 

Wie sich linke Sprachverhunzer als Freunde des Unmenschen enttarnen

Heinz-Wilhelm Bertram

»Kulturschaffende« waren bestürzt über das famose Abschneiden der AfD bei den Landtagswahlen, »Aktivisten« schmeißen mit Torten oder verpesten als Moderatorin das Klima im ARD/ZDF-Morgenmagazin. Wortschöpfungen aus dem kommunistisch-sozialistischen »Agitprop« erobern die Mainstreammedien. Dass sich die linken Schreib- und Sprechkräfte damit des Vokabulars der »Unmenschen« bedienen, wissen sie offenbar nicht.

 

Der Empörungsbetrieb der Propagandamedien lief auf vollen Touren, nachdem die AfD schwungvoll und kompakt drei Länderparlamente erobert hatte. Merkels Staatsfunker und Reklameblätter konnten gar nicht genug vor dem Monster warnen, das die einstigen Volksparteien rupft.

 

Die Leiter des Kulturressorts kommen in solch schweren Stunden gerne auf die Idee, ihren unter Schockstarre darbenden Chefredakteur mit einer Reaktionsstory wiederzubeleben. Für solche Geschichten werden telefonisch Stimmen eingeholt, die die tiefe Bestürzung der Belämmerten schön herausarbeiten. Dankenswerterweise nahm ihnen die Deutsche Presseagentur (DPA) mit einem maßgeschneiderten Bericht die Arbeit ab.

 

So waren sie alle mit dem DPA-Bericht bei der Hand: Merkels Hausgazette Der Tagesspiegel, die Oldenburger Nordwestzeitung, das Magazin Monopol, die Frankfurter Neue Presse, die Neue Musikzeitung und, selbstverständlich, auch die Rotfunker vom Deutschlandradio. Der Markt der kniefälligen Mainstreammedien war von »Kulturschaffenden« gesättigt.

 

»Kulturschaffender« – ein Begriff aus dem Wörterbuch des Unmenschen

 

Wissen die akkuraten Weiterleiter, was sie da angerichtet haben? Das aus Anlass des famosen AfD-Ergebnisses einheitlich und deutschlandweit überstrapazierte Wort »Kulturschaffender« ist ein ideologischer Kampfbegriff aus Diktaturen. »In allen totalitären Systemen war die Verwendung des Begriffs verbunden mit der Festlegung politisch gesellschaftlicher Aufgaben der ›Kulturschaffenden‹ zugunsten des jeweiligen Systems«, heißt es bei Wikipedia.

 

Es war ein zentraler Terminus im Kulturbetrieb des Nationalsozialismus. »Die Aufgabe des Staates ist es, innerhalb der Kultur schädliche Kräfte zu bekämpfen und wertvolle zu fördern (…)«, hieß es in der Begründung des Gesetzes über die Einrichtung der Reichskulturkammer 1937. Es sei »notwendig, die Schaffenden auf allen ihren Gebieten unter der Führung des Reiches zu einer einheitlichen Willensgestaltung zusammenzufassen«. Die Sowjetische Besatzungszone sah für »Wissenschaftler, Künstler und Kulturschaffende« zwei Erholungsheime vor, deren Inanspruchnahme sich die Begünstigten durch die »Erhöhung der Aktivität« erarbeiten mussten.

 

Wilhelm Emanuel Süskind (1901‒1970) ordnete den »Kulturschaffenden« als einen knechtisch dem Staat dienenden Lakaien sogar dem Wörterbuch des Unmenschen zu. Es handelt sich dabei um ein nie gedrucktes, imaginäres Werk, das ein Synonym für »Menschenverachtung« darstellt. Nach 1990 rechneten die linken Sprachklempner der Gesellschaft für deutsche Sprache den »Kulturschaffenden« zu den überlebensfähigen DDR-spezifischen Wörtern.

 

Ein Liederabend mit Staats-Singsang im Erholungsheim

 

Na also. Bundeszensor Heiko Maas und seine Kampfverbände von der Facebook-Task Force haben gewiss ihre helle Freude an jedem »Kulturschaffenden«. Sie sind ja selbst welche! Nach der schweren Aufgabe des Schnüffelns in den sozialen Medien wird auch ihnen ein Aufenthalt in Erholungsheimen gut tun.

 

Zur Entspannung liest am Abend Chefdenunziantin Anetta Kahane alias »IM Victoria« aus ihren Tagebüchern an die Stasi, tags darauf wird ein bolschewistisches Drama mit Hauptdarsteller Heiko Maas als Lenin gegeben, in dessen Mittelpunkt eine feierliche Interpretation von Kustodijews Gemälde Bolschewik (1920) steht. Höhepunkt ist ein Liederabend mit Staats-Singsang (unter anderen »Lied der Partei«, »Thälmannlied« und »Wir tragen die roten Spiegel«).

 

Neben der Invasion von »Kulturschaffenden« und natürlich »Flüchtlingen« gibt es neuerdings auch eine der »Aktivisten«. Der Tagesspiegel kennt sogar eine ganze »Aktivistengruppe«, die mit Sahnetorten um sich schmeißt. In dem ehemaligen SED-Organ Leipziger Volkszeitung (LVZ) sind bei Sucheingabe derzeit 59 »Aktivisten« unterwegs.

 

Auch in der Leipziger Internet-Zeitung, einem Kampfblatt topdressierter Supersozialisten, wimmelt es nur so von »Aktivisten«. Als die Digitalpostille noch über Legida im Liveticker berichtete, waren zum Beispiel die Teilnehmer einer gegnerischen Sitzblockade »Aktivisten«.

 

Dunja Hayali, eine »politische Aktivistin«

 

Der Grünen-Landesvorsitzende und Jurist Jürgen Kasek ist ein »No-Legida-Aktivist«, der Pegida-Chef Lutz Bachmann wegen Volksverhetzung anzeigte, weil er ein T-Shirt mit der Aufschrift »Rapefugees not welcome« trug. Die schwarz-rot-grünen Gefolgsorgane wie Die Welt, Die Zeit oder Stern berichteten darüber begeistert.

 

Die Nachricht, dass die Staatsanwaltschaft Dresden ihre Ermittlungen in dem Fall schnell einstellte, enthielt die Lügen- und Lückenpresse ihren Lesern lieber bedröppelt vor. Und jüngst enttarnte AfD-Chefin Frauke Petry Morgenmagazin-Moderatorin Dunja Hayali: »Sie erscheint zunehmend mehr als politische Aktivistin denn als professionell arbeitende Journalistin«.

 

Was ist nun ein »Aktivist«? Das Wort wurde in der Kontrollratsdirektive von 1946 für eine Kategorie von mit dem Nationalsozialismus belasteten Personen verwendet. Auf die »Hauptschuldigen« folgte die Gruppe der »Belasteten«, zu denen die »Aktivisten« zählten. Als »Aktivisten« galten ausdrücklich auch jene, die sich speziell zur Rassenlehre offen bekannten.

 

Die Mainstreammedien, zuverlässiger Agitprop-Partner des Parteienkartells

 

In der Sowjetischen Besatzungszone und der DDR gab es die Auszeichnung »Aktivist der sozialistischen Arbeit«. Der 13. Oktober war ab 1949 der »Tag der Aktivisten«; es war im Propagandakalender der SED ein herausragendes Datum, nämlich das der sogenannten Sonderschicht. Das Wörterbuch der Pädagogik (Böhm/Hehlmann, Stuttgart 2006) entlarvt den »leeren Aktivismus«, der auf »Herz und Hand« mehr Wert lege als auf den »Kopf«. Oder präziser: auf den Verstand.

 

»Kulturschaffender« und »Aktivist«, mit diesen politischen Kampfbegriffen entlarvt sich der unterwürfige Medienkomplex als zuverlässiger Agitprop-Partner des Parteienkartells. »Agitprop«, das ist auch so ein knackiges Kunstwort aus dem kommunistischen politischen Reklamebetrieb. Es stammt aus Lenins Zeiten. Es wäre hier als dritter, gewissermaßen umklammernder Terminus den »Kulturschaffenden« und »Aktivisten« hinzuzufügen.

 

Der Berliner Herrschaftskomplex ist mit Sicherheit großer Freude, dass solche Kunst- und Kofferwörter aus der linken Sprachklempnerei wieder Konjunktur haben. Auch wenn sie im Wörterbuch des Unmenschen zu finden sind. Wichtig ist, dass sie endlich wieder in die öffentliche Debatte geraten und Angela Merkel und Heiko Maas helfen, den neuen sozialistischen Staat mit der schwarz-rot-grünen Einheitspartei voranzutreiben.

 

 

 

 

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