Friday, 26. August 2016
28.10.2015
 
 

CDU-Bundestagspräsident muckt gegen die Finanz-Elite auf

Janne Jörg Kipp

In der CDU rumort es gewaltig. Die Flüchtlingspolitik von Angela Merkel ist beileibe nicht mehr das einzige Thema. Jetzt hat Bundestagspräsident Norbert Lammert sich zu Wort gemeldet. Der Bundestag werde TTIP nicht zustimmen ...

 

»Ich halte es für ausgeschlossen, dass der Bundestag einen Handelsvertrag zwischen der EU und den USA ratifizieren wird, dessen Zustandekommen er weder begleiten noch in alternativen Optionen beeinflussen konnte«, so schimpfte der Amtsträger. Er fordert den Zugang zu allen relevanten Verhandlungsdokumenten. »Und ich werde darauf bestehen.«

 

Der Hund bellt also den Mond an. Fakt ist, dass TTIP schon wesentlich weiter ist, als Lammert hier suggeriert.

 

Dabei geht es nicht darum, Chlorhühnchen zu vermeiden oder zu befürworten. TTIP ist ein Instrument der multinationalen Konzerne, die sich Zugang zu den Ressourcen und Absatzmärkten auf weiten Teilen der Welt verschaffen.

 

Fakt ist, dass die Verhandlungen darüber immer noch weitestgehend intransparent sind.

 

Fakt ist, dass die Verhandlungsführer schon lange versuchen, das Gesamtpaket zu zerstückeln. In genehmigungspflichtige und genehmigungsfreie Verhandlungspakete, die dann allenfalls teilweise von den nationalen Parlamenten abgesegnet werden müssen. Das dürfte auch Herr Lammert wissen.

 

Wahrscheinlich wird er nur versuchen zu reparieren, was die bürgerliche Presse in den vergangenen Tagen eingerissen hat. »Die TTIP-Gegner nerven!«, ließ uns die FAZ am Sonntag wissen. Denn die TTIP-Gegner, führt der Beitrag aus, hätten »absurde Ängste«.


Absurd? Hier geht es nicht um den reinen Freihandel, hier geht es um einen gewaltigen Kuchen, den Wenige unter sich aufteilen. Aus gutem Grund ohne Teilnahme der Öffentlichkeit.

 

Wenn Herr Lammert das für »ausgeschlossen« hält, werde ich ihm gerne ein neues Buch senden: Die große Enteignung. Wie ein Kartell aus Banken, Politikern und multinationalen Konzernen die Bürger systematisch um ihre Ersparnisse bringt. Dort wird er unter anderem viel über TTIP und andere Freihandelsabkommen lesen.

 

 

 

 

.

Leser-Kommentare (41) zu diesem Artikel

30.10.2015 | 08:10

Die Schwester

Quod erat demonstrandum


29.10.2015 | 22:58

Holtkamp

Selbstredend wird man dem TIPP zustimmen. Allein die Tatsache, dass man die Hintergünde offen darlegt spricht Bände. Der Boykott gegen Russland war das Paradebeispiel, angelehnt an den TTIP. Da sieht man mal wieder was Menschenleben wert sind.


29.10.2015 | 22:46

Holtkamp

Beeinflusst vom englischen alias tritt Alias als Substantiv in jüngerer Zeit auch im Deutschen verstärkt auf. Es hat — wie sein englisches Vorbild — die Bedeutungen Pseudonym, Ersatz- oder Zweitname und wird in letzterer vor allem in der EDV gebraucht. In Wörterbüchern ist Alias bisher erst spärlich vertreten, etwa als der Alias in IBMs Glossar Fachausdrücke der Informationsverarbeitung; einen Plural nennt man dort jedoch nicht — anders als im Großen Fremdwörterduden, der die...

Beeinflusst vom englischen alias tritt Alias als Substantiv in jüngerer Zeit auch im Deutschen verstärkt auf. Es hat — wie sein englisches Vorbild — die Bedeutungen Pseudonym, Ersatz- oder Zweitname und wird in letzterer vor allem in der EDV gebraucht. In Wörterbüchern ist Alias bisher erst spärlich vertreten, etwa als der Alias in IBMs Glossar Fachausdrücke der Informationsverarbeitung; einen Plural nennt man dort jedoch nicht — anders als im Großen Fremdwörterduden, der die Alternativen die Alias und die Aliasse anbietet. Für die Duden-Redaktion und Ickler hingegen ist Alias ein Neutrum: das Alias. Nach Suchmaschinenstatistiken für Web und Usenet vom Juli 2005 liegt im tatsächlichen Gebrauch das Maskulinum leicht vor dem Neutrum (Verhältnis rund 3 zu 2), so dass beides als üblich und vertretbar angesehen werden kann. Beim Plural hingegen liegen die Aliase (mit nur einem s) rund bei der zehnfachen Häufigkeit des Duden-konformen die Aliasse (mit Doppel-s). Dies mag einerseits von der englischen Schreibweise aliases beeinflusst sein, andererseits aber auch auf unterschiedliche Aussprache zurückgehen: Aliase anfangsbetont und mit langem a vor weichem s; Aliasse mit kurzem und im Vergleich stärker betontem a vor scharfem ss. Auch hier scheinen mir beide Formen vertretbar.


29.10.2015 | 20:52

geolit

wir haben noch immer die Möglichkeit des Boykotts, egal was kommt. Nur eine Sache noch... ohne sich zu vereinigen wird gar nicht für uns gehen. ihr könnt hier schwallen so viel ihr wollt. ohne sich zu Vereinigen... bleibt alles beim Alten... schwallt weiter... wirtschaftliche Vereinigung... ...

wir haben noch immer die Möglichkeit des Boykotts, egal was kommt. Nur eine Sache noch... ohne sich zu vereinigen wird gar nicht für uns gehen. ihr könnt hier schwallen so viel ihr wollt. ohne sich zu Vereinigen... bleibt alles beim Alten... schwallt weiter... wirtschaftliche Vereinigung... https://docs.google.com/document/d/11KEylZyS0YPdMkS-M7qZQnU65tH4JApFfAbaTbUcOPg/edit?usp=sharing


29.10.2015 | 19:53

Die Schwester

@Tyr57 aka "Der Souffleur" aka "Kann es sein" 29.10.2015 | 18:59 : Zitat: "Mit ihrer Berichtigung sind Sie bei mir nämlich an der falschen Adresse. Übrigens: Alias schreibt sich im Plural Aliase". - Ich bin mit meinen Berichtigungen bei Ihnen immer an der richtigen Adresse, den der Plural von Alias ist Aliasse (Plural 1) : https://de.wiktionary.org/wiki/Alias. Sehen Sie, deswegen möchte ich ihnen nochmals das Video von Dieter Nuhr ans Herz legen:...

@Tyr57 aka "Der Souffleur" aka "Kann es sein" 29.10.2015 | 18:59 : Zitat: "Mit ihrer Berichtigung sind Sie bei mir nämlich an der falschen Adresse. Übrigens: Alias schreibt sich im Plural Aliase". - Ich bin mit meinen Berichtigungen bei Ihnen immer an der richtigen Adresse, den der Plural von Alias ist Aliasse (Plural 1) : https://de.wiktionary.org/wiki/Alias. Sehen Sie, deswegen möchte ich ihnen nochmals das Video von Dieter Nuhr ans Herz legen: "Wenn man keine Ahnung hat..: https://www.youtube.com/watch?v=rq68A07CDcM


29.10.2015 | 18:59

Tyr57

@ Die Schwester schrieb u. a. - ... für eine Parole benötigt man mehr als ein Wort... - ...daß Sie gleich zwei zusätzliche Aliasse: ... ### Ihre Kristallkugel scheint beschlagen zu sein. Wie ein Vorredner bereits - sogar zutreffend - bemerkt hat, bilden Sie sich ziemlich viel ein - von viel Dummheit geprägt. Mit ihrer Berichtigung sind Sie bei mir nämlich an der falschen Adresse. Übrigens: "Alias" schreibt sich im Plural "Aliase". Und eine Parole ist ein...

@ Die Schwester schrieb u. a. - ... für eine Parole benötigt man mehr als ein Wort... - ...daß Sie gleich zwei zusätzliche Aliasse: ... ### Ihre Kristallkugel scheint beschlagen zu sein. Wie ein Vorredner bereits - sogar zutreffend - bemerkt hat, bilden Sie sich ziemlich viel ein - von viel Dummheit geprägt. Mit ihrer Berichtigung sind Sie bei mir nämlich an der falschen Adresse. Übrigens: "Alias" schreibt sich im Plural "Aliase". Und eine Parole ist ein geheimes Wort, mit dessen Aussprechen man ( bspw. bei einer Kontrolle) zu erkennen gibt, dass man zur eigenen Truppe gehört. Wenn das alles ist was Sie auf dem Kasten haben, dann wäre ich an Ihrer Stelle aber still. :-DDD

Ergänzende Beiträge zu diesem Thema

TTIP und das Märchen vom »Freihandel«

Stefan Müller

Frank Schäffler (FDP) forderte kürzlich den Friedensnobelpreis für den Freihandel. Der Begriff suggeriert, zumindest auf den ersten Blick, etwas sehr Positives: freier Handel zum Wohle aller Menschen. Doch wenn man sich etwas genauer mit dem Thema Freihandel beschäftigt, könnte dieser durch und durch positive Begriff durchaus eine etwas andere  mehr …

TTIP: Exporterfolge hängen nicht an dem Abkommen

Markus Gärtner

Angela Merkel gibt Gas, sie will den Vertrag eintüten. Immer mehr Bürger revoltieren dagegen. Die Wirtschaft mobilisiert ihre Lobbyisten. Das EU-Parlament muckt auf. Währenddessen verspricht die EU-Kommission unbeirrt »eine permanente Zunahme des Wohlstands.« − Erraten, worum es geht? Was sonst: Das TTIP.  mehr …

TTIP – Brüssel subventioniert mit einem miesen Abkommen die siechende USA

Markus Gärtner

In Brüssel wird weiter eifrig daran gearbeitet, das schon weitgehend verlorene Vertrauen der Bürger in die EU ganz zu verspielen. Der Handelsausschuss im EU-Parlament hat am Donnerstag für ein Konzept von Kommissarin Cecilia Malmström zu den heftig umstrittenen Schiedsstellen gestimmt. Kosmetik und faule Kompromisse wurden dabei über knallharte  mehr …

Wer diesen Artikel gelesen hat, hat sich auch für diese Beiträge interessiert:

Bauen für Flüchtlinge: Jetzt kommt, worum sich Politiker lange gedrückt haben

Markus Gärtner

Jahrelang wurde uns von der politischen Kaste erklärt, ein großes Bauprogramm zur Linderung der Wohnungsnot in den Ballungszentren sei zu teuer. Trotz der 380 000 Obdachlosen in Deutschland wurde auf Marktkräfte verwiesen. Um nicht noch mehr Menschen aus dem Wohnungsmarkt zu vertreiben, wurde die Mietpreisbremse eingeführt.  mehr …

»Die Leute sehen, dass Frau Merkel die Welt retten will und dabei Deutschland vergisst«

Markus Gärtner

Der Ökonom und Politiker Joachim Starbatty ist den Lesern auf dieser Seite bestens bekannt. Er gehörte 24 Jahre der CDU an und verließ die Partei, weil sie die Konzepte Ludwig Erhards verriet. Starbatty wurde in der breiten Öffentlichkeit durch die Verfassungsbeschwerde bekannt, die er 1997 zusammen mit Wilhelm Hankel, Wilhelm Nölling, Karl  mehr …

Rot-Rot-Grüner Sozialismus am Ende: Nur noch pöbeln und prügeln

Heinz-Wilhelm Bertram

Die endlosen Flüchtlingsströme legen schonungslos offen, wie sozialistische Politik zwangsläufig enden muss: in geradezu anarchischer Heillosigkeit mit gnadenloser Ausbeutung der Bürger, die noch dazu bepöbelt und von linken Schlägertrupps verprügelt werden.  mehr …

Willy Wimmer: »Die Bundeskanzlerin hat das Land in eine nicht mehr beherrschbare Situation geführt«

Redaktion

Willy Wimmer ist den Lesern dieser Webseite bestens bekannt. Der CDU-Politiker gehörte 33 Jahre lang dem Deutschen Bundestag an. Von 1985 bis 1992 war er zunächst verteidigungspolitischer Sprecher der CDU/CSU und anschließend Parlamentarischer Staatssekretär im Verteidigungsministerium. Willy Wimmer publiziert seine kritischen und klar  mehr …

Werbung

Newsletter-
anmeldung!
Hier erhalten Sie aktuelle Nachrichten und brisante Hintergrundanalysen
(Abmeldung jederzeit möglich)

KOPP EXKLUSIV – Jetzt bestellen

Brisante Hintergrundanalysen wöchentlich exklusiv nur bei uns.

Katalog – Jetzt kostenlos bestellen

Bestellen Sie unseren Katalog kostenlos und unverbindlich.