Thursday, 30. June 2016
27.01.2016
 
 

Eilige Schönheitsreparaturen am schwer beschädigten Sicherheitsempfinden der Deutschen

Markus Gärtner

Wer sich mithilfe des Internets vor Ort in Deutschland umschaut, kommt aus dem Staunen nicht heraus. Was monatelang »Rechtspopulisten« als bösartige Hetze und gezielte Verunsicherung der Bevölkerung vorgeworfen wurde, findet quer durch das Land tatsächlich statt. Lokale Zeitungen, regionale Blätter und sogar offizielle Facebook-Seiten zeichnen das Bild eines tief verunsicherten Volkes, das sich nicht mehr von Polizei und Behörden geschützt fühlt, weil es Übergriffe von Migranten fürchtet.

 

Die vielen Berichte, die es vor Ort darüber gibt, kommen jedoch in den überregionalen Medien kaum an. Sie werden weitgehend ausgeblendet und marginalisiert. Außer bei wenigen Publikationen wie Focus, der Welt und zunehmend auch der FAZ, die nicht erst seit den Sex-Attacken in Köln erkennbar mehr auf die Realität der Menschen in diesem Land eingehen als zuvor.

 

Wenn jetzt der neue Polizeipräsident von Köln, Jürgen Mathies, die Lage rund um den Dom und den Hauptbahnhof der Stadt als »unerträglich« bezeichnet und das Gelände dort als »verkommen« beschreibt, dann haben große Blätter und Rundfunkanstalten natürlich wegen der jüngsten Vorgeschichte keine andere Wahl, als dies zu melden.

 

Doch für die vielen irritierenden Nachrichten aus der Provinz gilt das nicht. Sie bleiben, wo sie sind, im Hinterland.

 

Ich habe im Folgenden einige Beispiele zusammengetragen. Natürlich wird das Thema Sicherheit nach den Sex-Attacken in Köln auch hier und da für den Wahlkampf instrumentalisiert. Das muss man berücksichtigen. Die politische Kaste in Deutschland scheint fest davon überzeugt zu sein, dass man schwer beschädigtes Vertrauen wie in einer KfZ-Werkstatt reparieren kann und dass man vor den kritischen Wahlen im März allein schon punktet, wenn man Besserung verspricht.

 

Aber die jeweiligen Beispiele zeigen, wie nachhaltig das Urvertrauen der Deutschen in ihre persönliche Sicherheit beschädigt worden ist.

 

So schreibt die CDU Stuttgart-Mitte auf ihrer Facebook-Seite, sie habe den Sicherheitsbeirat einberufen, damit dem Bezirksbeirat im Februar über die Sicherheitslage an »Kriminalitäts-Hot-Spots« wie der Klett-Passage und der Königstraße berichtet wird. Hintergrund laut diesem Facebook-Eintrag sind folgende örtliche Beobachtungen:

»Schon seit Längerem berichten Bürger auffallend häufig über negative Erlebnisse und Sorgen im Zusammenhang mit der Stuttgarter Sicherheit: Frauen trauen sich alleine bereits in den früheren Abendstunden nicht mehr in die Knotenpunkte des öffentlichen Nahverkehrs, wie bspw. die Klett-Passage. Aber auch Männer berichten davon, dass sie spät abends das Stadtzentrum lieber zügig durchschreiten und die öffentlichen Verkehrsmittel meiden. Neuerdings müssen sich Eltern und Lehrer sogar berechtigte Sorgen um den sicheren Schulweg unserer Innenstadtschüler machen.«

Hier wird auf das Mantra »Wir schaffen das« schon längst nicht mehr vertraut. Und alle scheinen komplett vergessen zu haben, dass noch vor drei oder vier Monaten fast jeder hierzulande die Existenz von No-Go-Bezirken vehement abgestritten hat.

 

Ein weiteres Beispiel kommt aus dem Rheinneckarblog in Mannheim, der berichtet, »das Sicherheitsempfinden in der Bevölkerung ist massiv beschädigt«. Seit einer Vergewaltigung am Wasserturm »haben große Teile der Bürgerschaft Angst, sich im öffentlichen Raum aufzuhalten«. Die lokale CDU habe einen »Korridor der Sicherheit« für die Innenstadt gefordert.

 

In Remscheid, berichtet derweil die RP Online , brauche die Stadt ein »neues Konzept für die Sicherheit«. Es gelte, »das schwindende Vertrauen der Bürger in Behörden, Polizei und Politik wiederherzustellen«. Preisfrage: Kann man etwas »wiederherstellen«, das beschädigt ist? Nein, nur wenn es kaputt ist.

 

Der General-Anzeiger in Bornheim berichtet derweil von der Forderung der lokalen FDP nach einem städtischen Ordnungsdienst. Begründung des Fraktionsvorsitzenden Christian Koch: »Ein ausreichend besetzter Dienst des Ordnungsamts könnte viele Aufgaben übernehmen, die derzeit liegenbleiben, und gleichzeitig das Sicherheitsgefühl der Bürger erhöhen.«

 

Man beachte die Worte »die derzeit liegenbleiben«. Das gravierende Eingeständnis war gut in dem Satz verpackt, um nicht unnötiges Aufsehen zu erregen. Dafür sorgen ja schon seit einiger Zeit die »Rechtspopulisten«.

 

Im Hohenloher Tagblatt in Ellwangen wird eine wachsende Polizeipräsenz für die Faschingszeit angekündigt. Bisher habe es zwar noch nie Probleme gegeben, die über die üblichen Schlägereien und Schnapsleichen hinausgingen, doch: »Seit den Exzessen in Köln sind die Bürger besorgter denn je.«

 

Und so geht es in einem fort. »Bürger fordern Sicherheit«, titelt der Stadt Spiegel in Krefeld einen Bericht. »Bürger sorgen sich um Sicherheit«, überschreibt die WAZ ihren Bericht zu einer Veranstaltung im überfüllten Gemeindezentrum St. Maria Magdalena in Höntrop, wo es um die Einrichtung einer neuen Unterkunft für Migranten ging. Das »zentrale und wiederkehrende Anliegen« der Menschen dort sei die Sicherheit gewesen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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