Wednesday, 29. June 2016
10.03.2016
 
 

Ifo: Kontrollierte Grenzen viel billiger als massenhafte Einwanderung

Markus Gärtner

Eine Schließung der deutschen Grenzen kostet nur einen Bruchteil dessen, was unkontrollierte Zuwanderung an Ausgaben verursacht. Das ist die Kernaussage eines Ifo-Berichts, der heute erscheinen soll und der Welt bereits vorliegt. Ganz anders als die alarmierenden Zahlen des französischen Thinktanks »France Stratégie«, der eine Schließung der Binnengrenzen in der EU mit 100 Milliarden Euro Kosten im Jahr veranschlagte, kommen die Ifo-Forscher auf einen viel kleineren Betrag. Für Deutschland wären es bis zu fünf Milliarden Euro im Jahr.

 

»Diese Kosten machen nur einen Bruchteil jener Belastungen aus, die durch fortgeführte ungeregelte Massenzuwanderung entstehen würden«, heißt es in dem Bericht des bekanntesten deutschen Wirtschaftsinstituts in München.

 

Beim Ifo-Institut hält man die Zahlen aus anderen Instituten und Thinktanks laut der Wiedergabe in der Welt für »deutlich übertrieben«.

 

Doch die niedrigeren Kosten für die Grenzschließung, die das Ifo-Institut ermittelt, sind sogar nur eine Seite der Medaille. Auf der anderen Seite werden die Kosten der Kriegsflüchtlinge und der (Mehrheit) der Wirtschaftsmigranten bislang zu niedrig veranschlagt.

 

Denn nach überwiegender Auffassung der Wirtschaftsexperten hierzulande wird die Integration derjenigen, die Asyl bekommen, deutlich teurer werden, als bisher angenommen. Denn der deutsche Arbeitsmarkt ist nicht so aufnahmefähig wie noch vor Kurzem angenommen.

 

Seit Wochen häufen sich Meldungen über Entlassungen in deutschen Firmen sowie in Konzernen, die in Deutschland viele Menschen beschäftigen. Siemens will weltweit 2500 Stellen streichen, 2000 davon in Deutschland. Der Bahn- und Flugzeugbau-Riese Bombardier sorgt in Berlin mit 270 angekündigten Entlassungen für große Unruhe.

 

Kein Wunder: Die Weltwirtschaft wächst langsamer, der schwache Euro hilft nicht so wie erwartet bei den Exporten. Große EU-Volkswirtschaften wie Frankreich zeigen schon wieder Schwäche.

 

Und das Ifo-Beschäftigungs-Barometer für den Februar konstatiert: »Deutsche Unternehmen werden bei Neueinstellungen zurückhaltender.« Demnach seien die hiesigen Firmen »zunehmend skeptisch bei der Schaffung weiterer Arbeitsplätze«.

 

Das klingt alles ganz danach, als müssten sich Zehntausende von anerkannten Asylbewerbern auf viele Monate Wartezeit am Arbeitsmarkt einstellen. Sie werden also erst einmal in die Sozialsysteme integriert.

 

Ohnehin hat das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) auf seiner Webseite festgehalten, dass von den »Flüchtlingen« 2016 im Schnitt »knapp 400 000 Personen dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen«. Doch nur jeder Vierte, also etwa 100 000, werde tatsächlich einen Job finden.

 

Die Folge laut dem IW: »Da die Mehrheit der Flüchtlinge damit zunächst arbeitslos sein wird und entsprechend Hartz IV in Form von Geld- und Sachleistungen beziehen wird, zieht dies erhebliche Auswirkungen auf die öffentlichen Finanzen nach sich.«

 

Fazit: Die Balkanstaaten haben mit der Schließung ihrer Grenzen nicht nur der deutschen Bundeskanzlerin eine Entscheidung abgenommen, die sie nach wie vor trotz der großen Unzufriedenheit im deutschen Wahlvolk nicht zu treffen bereit ist. Sie haben dem deutschen Steuerzahler auch einen großen Dienst erwiesen. UND den Migranten selbst, die jetzt in einem geordneteren und würdigeren Betreuungsprozess ins Land kommen, falls in den nächsten Tagen oder Wochen der Flüchtlingsstrom nicht doch wieder drastisch anschwillt.

 

 

 

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