Wednesday, 28. September 2016
02.12.2015
 
 

Deutschland in Terrorangst: Journalisten zwischen Arroganz und Kapitulation

Markus Mähler

Es gibt ein Deutschland vor und eins nach den Anschlägen von Paris. Angst liegt wie ein schwarzer Schleier über allem und lähmt die Menschen: Wann greifen IS-Terroristen an? Wie verteidigen wir unsere Freiheit? Journalisten sollten den Menschen in dieser schwierigen Lage helfen, doch sie bieten selbst ein Trauerspiel des Irrsinns. Während man beim Focus vor der Terrorgefahr kapituliert, feiert der Spiegel seine selbstherrlich-arrogante Durchhalte-Party weiter: Die Gefahr wird kleingeschrieben, der »besorgte Bürger« ist weiter der Sündenbock.

 

»Ach ja, diese besorgten Bürger.« Dürfen sich Journalisten eigentlich noch über die Besorgten im Land lustig machen? Der Medien-Mainstream hat sie vor dem 13. November verspottet. Er hat über die ängstlichen Wutbürger aus der weltfremden PEGIDA-Hauptstadt Dresden gelacht. Nach der Terrorwelle von Paris überflutet diese lähmende Angst aber das ganze Land: Wann schlägt der IS-Terror bei uns zu und wie halten wir das große Warten, diese grausame Ohnmacht bis dahin aus?

In seinem Bekennerschreiben zu den Attentaten spricht der IS von einem Angriff auf die zwei »Kreuzfahrernationen« Frankreich und Deutschland. Die Lage ist also brandgefährlich, trotzdem amüsieren sich Journalisten unbeirrt weiter über die ängstlichen Wutbürger, obwohl sie irgendwie doch richtig lagen. Besonders taktlos und realitätsfern ist man im Spiegel-Parallel-Universum.

 

Der Auftrag geht weiter: Kampagnenjournalismus gegen die Wutbürger

 

Einer der Spiegel-Journalisten in der Blase heißt Christoph Twickel. Er hat sich wie erwartet den Plasberg-Talk (»Vom Wutbürger zum Brandstifter ‒ woher kommt der rechte Hass?«) vom Montagabend in der ARD vorgenommen. Er hat wie erwartet gegen die unverbesserlichen Besorgten im Land gekeilt und er hat wie erwartet Frauke Petry »und ihren AfD-PEGIDA-Opfermythos« niedergemacht. Auftrag erfüllt.

 

The same procedure as every time; es ist immer wieder der gleiche Kampagnenjournalismus, den das Leitmedium seit der Flüchtlingskrise stur durchzieht: Das Problem sind nicht die, die kommen – auch nicht die Terroristen unter ihnen – oder die radikalisierten IS-Dschihadisten, die aus Syrien wieder in unsere Mitte zurückströmen. Da wird schon irgendwie alles gut, solange man nur fest dran glaubt.

 

Die wahre tickende Zeitbombe sollen die Deutschen sein, die neben der politisch-korrekten Leitlinie stehen. Die einer Kanzlerin nicht folgen können, während sie moralisch-verbohrt Millionen Flüchtlinge umarmt und auch alle mitgebrachten Probleme willkommen heißt.

 

Schuld haben weiter »Nazibräute« und »alkoholisierte Hartz-IV-Opfer«

 

Nach dem Terror von Paris glänzt der Spiegel in seiner selbstherrlichen Arroganz. Beim Leitmedium schreiben die Journalisten weiter mit Schaum vorm Mund. Sie verschwenden alle Energie darauf, jene Deutschen zu diffamieren, die einfach nicht ruhig sein wollen. Ein entlarvendes Beispiel für diesen Kampagnenjournalismus ist der aktuelle Verriss des Plasberg-Talks.

 

Das Spiegel-Universum sät weiter den Hass gegen die »besorgten Bürger«, die auf die Rolle des Sündenbocks abonniert sind: Dort sammeln sich die Schuldigen. Sie stehen für alles, was gerade im Land falsch läuft. Oder um es mit den Worten des Autors zu beschreiben: Diese Mischung aus »Nazibräuten« und »alkoholisierten Hartz-IV-Opfern«, die gegen »Museln und Kameltreiber« pesten, die an »Hooliganismus, Pirinçciismus oder Reichsbürger-Verfolgungswahn« leiden und auf der Straße »Lügenpresse ‒ Auf die Fresse« brüllen.

 

Während der Plasberg-Sendung verirrt sich in einem kurzen Einspieler tatsächlich »eine ältere Dame« in die erfundene Angst-Horde des Spiegels. Dort, in der »Problemzone«, bangt sie bloß um ihre Rente und ging schon einmal 1989 auf die Straße. So eine kann auch der Autor Twickel nicht durch den Fleischwolf der Verachtung drehen. Also nimmt er sie zynisch in – oder eher auf – den Arm:

 

Ist die Angst vor dem Terror etwa nur ein großer Witz?

 

»Machen Sie sich keine Sorgen, gnädige Frau, wir sind ein stinkreiches Land, das bisschen Rente, die Sie bekommen, ist kein Problem, das wuppen wir locker, selbst wenn anderthalb Millionen in diesem Jahr aus Bürgerkriegsländern in unsere schöne Republik kommen.«

Soviel zu den billigen Lachern. Kann ein Journalist schonungsloser seine Arroganz zeigen?

 

Seine Verachtung für die sorgenvolle Zukunft der Menschen da draußen, die übrigens auch noch seine Leser sind? Wir – nehmen – euch – nicht – ernst – Basta!

 

Beim Spiegel merkt offenbar niemand, dass das »Sturmgeschütz der Demokratie« gerade die bürgerliche Mitte mundtot macht. Selbst, wenn diese Masse weiter schweigt, herrscht doch zumindest ein Konsens im Volk darüber, was die wahren Probleme in der Ära des Terrors sind.

 

Dazu kommt aber die Enttäuschung: Selbst nach dem 13. November nehmen große Teile des Medien-Mainstreams all das nicht ernst. Jetzt wird erst recht gefeiert und Spaßbremsen bekommen die rote Karte.

 

Die Lüge der Presse: Auch sie kennt das Ende der Geschichte nicht

 

Neben seiner Durchhalte-Party betreibt der Spiegel eine öffentliche Treibjagd auf alle, die den Schritt auf die Straße gewagt haben. Sie landen am Pranger, damit der Rest diesen – »ach ja«besorgten Bürgern nicht auch noch auf die Straße folgt. Diese gespielte Arroganz der Journalisten, alles besser zu wissen, und die Lüge, das Ende der Geschichte bereits zu kennen – das ist das eine Extrem.

 

Beim Focus zeichnet sich dafür das andere Extrem ab: die Kapitulation vor der Terrorgefahr, die Ohnmacht des Rechtsstaates, das Abdriften in die Depression.

 

Ein ellenlanger, aber durchaus beachtenswerter Beitrag von zehn Focus-Journalisten trägt den Titel »Ihr werdet geschlachtet«. Er offenbart schonungslos die komplette Überforderung unserer Sicherheitsbehörden und zeigt, wie das Terror-Virus unkontrolliert alle Bereiche des Landes infiziert. »Salafisten mobilisieren hierzulande«, wir »hoffen, dass nichts passiert« und der »Flüchtlingszustrom macht die Lage chaotisch«.

 

Kapitulation vor Gotteskriegern, die »mit der Peitsche durch Köln laufen«

 

Was bringt aber das Beschreiben von so viel Brutalität, wenn die Chance auf Besserung fehlt? Die Focus-Journalisten bieten damit den IS-Terroristen – diesen Irrläufern und Feinden der Menschlichkeit – eine Plattform, auf der sie wirksam Angst verbreiten können.

 

Etwa der Kölner Islamist Kais Ben Othmane, der gleich wirkungsvoll zum Auftakt des Stücks vom Gottesstaat in Deutschland träumen darf: »Entweder ihr nehmt den Islam an, oder ihr werdet geschlachtet.« Bald werden die Gotteskrieger »mit der Peitsche durch Köln laufen. Die fetten Schweinebäuche werden aufgehangen an den Laternen«.

 

Das ist kein Geheimnis mehr: Es gibt jetzt Tausende mitten unter uns, deren Hirne wie Zeitbomben ticken.

 

Sie träumen nicht nur vom Massenmord, sie haben es in Syrien bereits Tag für Tag getan. Wäre es nicht auch die Aufgabe von Journalisten, ihre Energie gegen sie zu lenken? Gegen die Richtigen, weil sie in unserem Land fehl am Platz sind? Weder Durchhalte-Partys noch das Bashing der »besorgten Bürger« noch die Kapitulation werden den Terror verhindern.

 

 

 

 

 

 

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